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Neue Automodelle in alter Form: Das Comeback des Stufenhecks

In den 70er Jahren waren Stufenhecklimousinen der große Renner. Doch in den 80ern wendete sich das Blatt. Die Kunden schwenkten auf Schrägheckmodelle um. Jetzt lebt das Rucksack-Design wieder auf.

Von Stefan Grundhoff

Die Kompaktklasse-Limousine scheint nach Jahren im Untergrund langsam wieder auf Touren zu kommen. Früher hatten Modelle wie VW Derby oder Jetta, der Kadett und Ascona von Opel oder der Ford Taunus auch in unseren Breiten nennenswerte Marktanteile und erfreuten sich einer soliden Nachfrage. Doch den Kunden verging irgendwann die Lust auf Stufenheckversionen und entschieden sich im Rausch von Golf, Astra und Co. vorrangig für Schrägheck- und Kombiversionen. Folge: Die Hersteller ließen das Segment schleifen. Jetzt rührt sich wieder etwas.

Zwar ist kaum zu erwarten, dass sich gerade in den kleineren Fahrzeugklassen bei Klein- und Kompaktwagen der Großteil der Kunden wieder komplett von den Schrägheckmodellen abwendet, doch der Trend zu neuen Stufenheckmodellen ist unverkennbar. Bereits in der vergangenen Generation des 1er BMW gab es eine besonders sportliche positionierte Coupé-Version. Die hatte mit einem eleganten Coupé im eigentlichen Sinne nicht viel gemein und war mehr eine knackige zweitürige Limousinenversion mit kurzem Heck - ein echter Hingucker. Das BMW 1er Coupé wird kein Einzeltäter bleiben. Auch von der neuen 1er Generation wird es nach Fünf- und Dreitürer wieder eine Stufenlösung geben.

Stufenheckmodelle in osteuropäischen Ländern beliebt

Das sieht beim Hauptkonkurrenten Audi nicht anders aus. Hier hat man, besonders mit Blick auf die Märkte in Osteuropa und Asien, den Audi A3 erstmals auch als Stufenheckversion geplant. Hierbei geht es weniger um das Thema Sportlichkeit und Dynamik, als vielmehr darum, mit möglichst vielen Karosserievarianten ein maximales Modellspektrum abzudecken. Anders als in Westeuropa erfreuen sich Stufenheckmodelle in osteuropäischen Ländern nach wie vor einer nennenswerten Nachfrage. Auch auf langfristig eher schwachen Märkten wie Türkei, Spanien und Portugal machen Stufenheckmodelle auch in Segmenten unterhalb der Mittelklasse einen nennenswerten Verkaufsanteil aus.

BMW 1er oder Audi A3 sind dabei keine Ausnahmen. Auch die Frontantriebsplattform von Mercedes wird nach A- und B-Klasse als kleinen Bruder des CLS eine coupéartige viertürige Limousinenversion bekommen, die mit einem Motorenspektrum von 122 bis 211 PS angeboten wird. Es wird Front- und Allradantrieb geben und auch eine AMGF-Version mit bis zu 350 PS ist im Gespräch.

Skoda Rapid setzte neue Maßstäbe

Ford brachte seinen erfolgreichen Fiesta nicht zuletzt mit Blick auf den nordamerikanischen Markt auch als Stufenheckmodell heraus. Eine Klasse größer setzt Volkswagen auf eine Ausbreitung der Plattformstrategie. So bieten die Schwestermarken Seat und Skoda in der 4,50-Meter-Klasse dasselbe Modell mit den Bezeichnungen Toledo und Rapid an. Skoda bietet damit, wenn auch sehr zaghaft, ein echtes Kompaktklassemodell an, das neben dem übermächtigen VW Golf VII steht. Der feiert im Herbst die Präsentation seiner siebten Auflage.

Bisher gab es bei den Tschechen nur den klassenhöheren Octavia, der mit dem Golf zwar eng verwandt war, jedoch weit genug von ihm positioniert stand. "Wir setzen mit dem Modell neue Maßstäbe im Segment der Kompaktlimousinen. Der Skoda Rapid ist ein geräumiges, elegantes und zugleich erschwingliches Auto für die ganze Familie und überzeugt mit cleveren Lösungen, modernster Technik und hoher Wirtschaftlichkeit", sagt Skoda-Chef Winfried Vahland.

In den letzten Jahren war der Seat Toledo in seiner dritten Generation ein wenig ansehnlicher Rucksack-Bruder des Vans Seat Altea. In seinem Heimatland Spanien hat der Toledo nicht nur im umkämpften Taxigeschäft eine lange Tradition. Hauptmärkte für den Toledo sollen neben dem Heimatland Spanien insbesondere Deutschland, Mexiko und die Türkei sein. "Der neue Toledo wird mit seiner klaren Seat-Identität, seinem hohen Qualitätsstandard und dem außergewöhnlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis eine neue Erfolgsgeschichte schreiben", unterstreicht Seat-Chef James Muir. "Der Toledo verbindet tolles Design mit hohem Nutzwert, dynamischen Fahrspaß mit bester Effizienz.

So stellen wir uns eine perfekte Limousine vor." Skoda Rapid und Seat Toledo bieten mit einer Länge von jeweils 4,48 Metern und einem Radstand von 2,60 Metern Platz für bis zu fünf Personen und einiges an Gepäck. Das Motorenprogramm umfasst fünf Benziner (1,2 und 1,4 Liter) und zwei 1,6 Liter Diesel mit einem Leistungsspektrum von 75 bis 122 PS. Die Einstiegspreise liegen für Seat Toledo und Skoda Rapid bei rund 14.000 Euro.

Seat kehrt zu alten Tugenden zurück

Auch bei Opel erwartet man eine steigende Nachfrage von Stufenheckmodellen - selbst in kleineren Fahrzeugklassen. So ist der Opel Astra zum Sommer 2012 auch als viertürige Limousine zu bekommen, die neben Drei- und Fünftürer sowie dem geräumigen Kombi-Kunden lockt. Nicht nur vom Design ist der Opel Astra Stufenheck keine schlechte Alternative. Mal sehen, wer in den nächsten Monaten noch auf den Trendzug zurück in die 70er Jahre aufspringt.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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