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Gas und Öl: Deshalb explodieren die Preise

Gas in Deutschland wird immer teurer - allein dieses Jahr sollen die Preise um weitere 40 Prozent steigen. Weshalb aber explodieren die Preise? Was hat das Öl damit zu tun? stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das teure Gas - und sagt, was Sie dagegen tun können.

Für die Gas-Verbraucher brachte das vergangene Wochenende eine bittere Botschaft mit sich: Das Bundesumweltministerium schätzt, dass die Gaspreise in diesem Jahr um weitere 40 Prozent in die Höhe schießen werden.

Schuld daran seien, behauptete Michael Müller, SPD-Politiker und Parlamentarischer Staatssekretär im Umweltministerium, einerseits Spekulationen auf Rohstoffe, andererseits die Koppelung an den Ölpreis. Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, forderte deshalb eine Beendigung dieser Koppelung.

Doch wieso steigt der Gaspreis jetzt eigentlich ins scheinbar Unermessliche? Weshalb explodiert er? Was genau bedeutet die Koppelung an den Ölpreis? Wer profitiert davon? Und: Wie können Verbraucher und Politik die Gasrechnung beeinflussen - oder sich dagegen wehren? Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie viele Deutsche heizen mit Gas?

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes heizten im Jahr 2003 mehr als die Hälfte (53 Prozent) aller deutschen Haushalte ihre Wohnungen und Häuser mit Gas. An zweiter Stelle der Brennstoffe liegt das Heizöl. Damit heizen rund 37 Prozent der Haushalte.

In den neuen Ländern und Ost-Berlin ist die Anzahl der Haushalte, die mit Gas und Heizöl heizen, innerhalb der letzten zehn Jahre gewaltig gestiegen. Bei Gas von 23 auf 67 Prozent und bei Heizöl von 12 auf 22 Prozent.

Wie hoch wird der Gaspreis wann steigen?

Die absolute Höhe des Gaspreises hängt von verschiedenen Faktoren ab: Einerseits gibt es regionale Unterschiede - steht doch Gas in Konkurrenz mit Rohstoffen wie Heizöl. Andererseits hat der Verbraucher die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern, die zu unterschiedlichen Konditionen liefern.

Nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums müssen sich die Verbraucher in ganz Deutschland jedoch auf einen dramatischen Anstieg der Gaspreise einstellen. "Über die bereits bekanntgewordenen 25 Prozent hinaus kann es im Herbst noch einmal eine Erhöhung des Gaspreises um bis zu 40 Prozent geben", sagte der parlamentarische Staatssekretär Michael Müller (SPD) der "Welt am Sonntag". Grund sind seiner Meinung nach die Koppelung an den Ölpreis und Spekulationen. Wie stark die beiden Faktoren jedoch den Gaspreis beeinflussen, ist unter Experten umstritten.

"Den Menschen helfen, ihren Energieverbrauch zu senken"

Erst Ende Mai hatten Tarifexperten verschiedener Verbraucherportale auf unmittelbar bevorstehende Gaspreissteigerungen hingewiesen. Demnach wollten im Bundesgebiet mindestens 100 Gasversorger im Juni und Juli ihre Preise um durchschnittlich zehn Prozent erhöhen. Für einen späteren Zeitpunkt schlossen die Experten eine Teuerungswelle ebenfalls nicht aus.

Auch der Energieexperte der SPD-Fraktion, Ulrich Kelber, befürchtet einen weiteren Anstieg des Gaspreises. Die Politik dürfe die Verbraucher mit den Auswirkungen nicht allein lassen. "Wir müssen uns um eine andere Preisgestaltung kümmern." Als Beispiele nannte Kelber in der "Welt am Sonntag" Sozialtarife für Energie und eine Entfernungspauschale für Geringverdiener. "Vor allem aber müssen wir den Menschen helfen, ihren Energieverbrauch zu senken."

Wieso schießt der Ölpreis derart in die Höhe?

Die Gaspreise explodieren, weil sie an den Preisen für Öl gekoppelt sind und diese in den letzten Monaten stark gestiegen sind. Zurzeit liegt der Ölpreis bei rund 138 Dollar pro Barrel - im Januar dieses Jahres lag er noch bei 100 Dollar. Ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht: Die Investmentbank Morgan Stanley rechnet mit einem Preis von 150 Dollar bis zum US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli. Zuletzt hatten zwar einige Marktexperten ein baldiges Platzen des "Ölblase" vorhergesagt - bis jetzt ist davon jedoch noch nichts zu spüren.

Steigender Nachfrage gegenüber knappen Ressourcen

Aber warum steigt der Ölpreis immer weiter? Der Preis des Rohstoffes wird bestimmt von Angebot und Nachfrage. Die Nachfrage nach Öl steigt momentan vor allem in Schwellenländern wie Brasilien, China und Indien. Gleichzeitig wird es immer schwerer, neue Ölvorkommen zu erschließen - dem Anstieg der Ölnachfrage steht also eine relative Verknappung des Ölangebots gegenüber. Dies lässt den Preis in die Höhe steigen.

Hinzu kommen Finanzinvestoren, die auf einen Anstieg des Ölpreises spekulieren und letzteren dadurch beschleunigen. Sinkt beispielsweise der Dollarpreis, werden Alternativen wie Öl als Anlage interessanter für Investoren. Wie stark der Preiseffekt von Spekulation auf den Öl- beziehungsweise Gaspreis ist, ist jedoch umstritten. Ulf Moslener, Energieexperte beim Zentrum für Wirtschaftsforschung in Mannheim, hält ihn für begrenzt: "Die Lagerung ist nun mal sehr teuer", meint er. "Für Spekulationen ist der Rohstoff also nicht ideal." So beeinflussten zwar die Ölpreisschwankungen, jedoch nicht das langfristige Preisniveau.

Weshalb hängt der Gaspreis von der Entwicklung des Ölpreises ab?

Die Ölpreisbindung ist eine bilaterale Vereinbarung zwischen den Erdgaslieferanten aus den Niederlanden, Norwegen und Russland mit den großen deutschen Importgesellschaften wie Wingas oder Eon Ruhrgas. Sei reicht zurück bis zum Beginn von Erdgaslieferungen nach Deutschland in den 1960er Jahren. Die Vereinbarung zwischen Gasexporteuren und -importeuren ist nicht gesetzlich verankert. Nach Ansicht von Klaus-Jürgen Gern, Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, ist die Bindung lediglich im Interesse beider Marktseiten - und benachteiligt die Verbraucher.

Der Regelung zufolge gleichen die Erdgasproduzenten ihre Preise in der Regel mit einem zeitlichen Abstand von einem halben Jahr der Entwicklung des Ölpreises an. Dabei wird zwischen Gaspreisen für die Industrie und denen für Privatkunden unterschieden. Letztere liegen immer zirka ein Cent unter denen der Industrie.

In anderen Ländern ist Koppelung abgeschafft

Die Erdgaswirtschaft führt bei der Verteidigung der Preisbindung die Versorgungssicherheit an. Die Koppelung, die in der Regel mit Lieferverträgen von 20 Jahren und mehr einhergeht, bringe den deutschen Kunden Sicherheit der Bezüge und im Gegenzug den Gasproduzenten eine Einnahmensicherheit. Letztere seien nötig, um ihre Milliardeninvestitionen in die Förderung und die Erschließung der Rohstoffvorkommen abzusichern. Für die Verbraucher garantiere die Ölpreisbindung zudem, dass die wenigen ausländischen Erdgasproduzenten bei sinkenden Ölpreisen ihre Marktmacht nicht ausspielen und die Gaspreise hoch halten können, heißt es beim Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).

In anderen Ländern wie Großbritannien, das anders als Deutschland lange Zeit selbst über große Gasvorkommen in der Nordsee verfügte, ist die Koppelung abgeschafft. Nach Ansicht von Staatssekretär Michael Müller (SPD) sollte die Preisbindung von Öl und Gas auch in Deutschland der Vergangenheit angehören. "Die Bundesregierung sollte prüfen, ob sie in Abstimmung mit der Europäischen Union eine Strategie zur Entkopplung erarbeitet, damit es zu einer kostengerechten Preisentwicklung kommt, die spekulative Überhöhungen ausschließt", sagte er.

Wer verdient an dieser Entwicklung?

Der Gaspreis steigt, weil er an den Ölpreis gekoppelt ist, der ebenfalls in die Höhe schießt. Auch Finanz-Spekulanten spielen eine Rolle. Letztere verdienen natürlich umso mehr, je stärker der Preis ansteigt, bevor sie den Rohstoff wieder am Markt veräußern.

Die Spekulation auf den Gaspreis halte sich jedoch in Grenzen, meint Ulf Moslener, Energieexperte beim Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, zu stern.de. "Gas zwischen zu lagern, ist einfach zu teuer, noch teurer als beim Öl", meint er. Die Lagerung erfordere unter anderem viel Platz und hohen Druck.

Der Großteil der Preissteigerung käme daher den Gasförderern, wie beispielsweise Gasprom, den Ferngaslieferanten, wie zum Beispiel Eon Ruhrgas, und den Gasversorgern, wie den Stadtwerken, zugute. Wer genau wie viel von dem Kuchen abbekomme, sei jedoch schwer zu sagen, meint Moslener.

Generell gilt jedoch, dass die Ölproduzenten zu den Gewinnern der steigenden Preise gehören. Dazu zählen neben staatseigenen Gesellschaften großer Förderländer auch kleinere und größere Privatunternehmen, da die Spanne zwischen Marktpreis und Produktionskosten die Gewinne in die Höhe schießen lässt.

Unklar dagegen ist die Situation bei den Tankstellen. Denn: Normalerweise führen steigende Preise zu einer sinkenden Nachfrage.

Der Staat profitiert zumindest kurzfristig an dem Preisanstieg, da dadurch auch mehr Steuern in die Staatskasse gespült werden.

Was kann die Politik gegen die Preisentwicklung tun?

Die Wirtschafts- und Energieminister der acht reichsten Industriestaaten warnen vor einer weltweiten Rezession. Nach einem Treffen mit ihren Kollegen aus China, Indien und Südkorea im japanischen Aomori, forderten sie die ölproduzierenden Länder auf, mehr in die Förderung des Rohstoffs zu investieren. Der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann sagte:"Ich halte es für ganz wichtig, dass die Produzentenländer ein deutliches Signal geben, dass wir kein physisches Problem der Verfügbarkeit haben." Gleichzeitig kündigten die Minister Investitionen und Programme zur Förderung alternativer Energien an, um die Abhängigkeit vom Öl zu verringern.

Auch Klaus-Jürgen Gern vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel hält eine Intensivierung des Wettbewerbs am Energiemarkt für nützlich - Preissubventionen und Steuersenkungen dagegen nicht.

Kann man den Gaspreis wirklich vom Ölpreis entkoppeln?

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hält es für eine Illusion zu glauben, durch die Entkopplung würde Gas billiger werden. Denn zum einen sei Deutschland von Gaslieferungen aus zwei Ländern abhängig und durch langfristige Verträge gebunden. Da gebe es keinen echten Wettbewerb, sagt der CSU-Politiker. Weil Öl und Gas als Energiequelle austauschbar seien, stiegen die Preise auch weitgehend parallel.

Umweltstaatssekretär Michael Müller (SPD) dagegen sieht das anders. Er hält die Preisbindung von Öl und Gas nicht mehr zeitgemäß. "Die Bundesregierung sollte prüfen, ob sie in Abstimmung mit der Europäischen Union eine Strategie zur Entkopplung erarbeitet, damit es zu einer kostengerechten Preisentwicklung kommt, die spekulative Überhöhungen ausschließt."

Auch die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert, sprach sich für eine Entkoppelung der Preise für Öl und Gas aus. "Ohne die Koppelung an den Ölpreis wäre das Gas deutlich günstiger, aktuell ist es künstlich verteuert." Die Kopplung ans Öl sei nicht mehr zeitgemäß. "Wir brauchen viel mehr Wettbewerb und viel mehr Gasanbieter, die Stadtwerke sollten sich ihr Gas auf dem Markt kaufen können und sich dann dort der Preis bilden." Ein Vergleich mit dem Öl sei auch deshalb unangemessen weil der Ölmarkt von anderen Faktoren bestimmt werde als der Gasmarkt. So reichten die Gasreserven länger als die Ölreserven.

Kritik an der Entkoppelungs-Forderung kam dagegen von der FDP. Ein solcher Schritt könne zu einem "absolute Preisdiktat" der Gasförderländer führen statt zu Aussicht auf mehr Wettbewerb, argumentierte die energiepolitische Sprecherin der FDP im Bundestag, Gudrun Kopp. Grund sei, dass es derzeit mit Russland, Kuwait und Iran nur drei große Erdgasproduzenten gebe, die eine "Gas-OPEC" gründen könnten.

Wie weit ist die Liberalisierung im Gasmarkt?

Noch lange nicht so weit wie im Strommarkt. Die Zahl der Anbieter ist regional sehr unterschiedlich und meistens sehr gering. In einigen Regionen gibt es sogar nur wie früher einen örtlichen Monopolisten. Oft treten, ähnlich wie beim Strom, die Tochterunternehmen der großen Versorger zum scheinbaren Wettbewerb an.

Konsequenz: Die Preisunterschiede sind gering, und damit auch die Einsparmöglichkeiten. Trotzdem sollte jeder Kleckerunterschied beim Preis Anlass zum Wechsel sein, damit die Liberalisierung vorangeht.

Kann ich die Erhöhung der Gaspreise verweigern? Wie geht das?

Ja. Die Verbraucherzentrale Hamburg schätzt, dass 500.000 bis eine Million Gaskunden seit Ende 2004 ihre Erhöhungen nicht mehr zahlen. Sie pochen vor Gericht auf die Offenlegung der Kalkulationen der Gasversorger.

Wer noch nicht mitmacht, kann jederzeit einsteigen. Ein Musterschreiben gibt es auf den Websites der Verbraucherzentralen.

Wichtig ist, nach dem Protest nur den Gaspreis aufgrund der letzten Jahresabrechung und nicht den vollen Preis unter Vorbehalt zu überweisen. Für den ersten Fall liegt die Beweislast nämlich beim Versorger, für den zweiten beim Verbraucher.

Was bringt Mietern der Energieausweis?

Wer umzieht, sollte gleich auf den Gas- und Energieverbrauch achten. Dabei hilft der Energieausweis, der für Gebäude bis Baujahr Ende 1965 ab 1. Juli und für neuere Bauten ab 1. Januar 2009 Pflicht ist.

Im Energieausweis steht drin, wie viel Gas die Vormieter in den letzten drei Jahren verbraucht haben. Das gibt potenziellen Mietern eine Richtschnur, wohin die Reise beim Verbrauch geht.

Bei einer Neuvermietung sind die Eigentümer nach den Stichtagen verpflichtet, den Energieausweis auf Nachfrage vorzulegen. Andernfalls droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. In einem bestehenden Mietverhältnis gibt es diese Pflicht für den Eigentümer nicht.

Ähnlich wie beim Auto sollten Mieter also bei der Auswahl der nächsten Wohnung auf den Verbrauch achten und ihre Marktmacht nutzen.

Was ist mit Biogas?

In Flächenländern wie Niedersachsen und Bayern sind Biogasanlagen häufig. Sie speisen im Regelfall kein Gas in die Leitungen ein, sondern benutzen es, um Strom zu produzieren. Gerne wird die dabei anfallende Wärme in ein Nachwärmenetz eingebunden.

Der vom Strom bekannte Anbieter Lichtblick bietet seinen Kunden einen Ökogastarif an. Der Biogasanteil speist sich direkt aus Biogasanlagen, beträgt aber nur fünf Prozent.

Kann ich durch die Einstellung der Heizung Geld sparen?

Ja. Jedes Grad weniger an Wohnraumtemperatur spart etwa drei Prozent Gas. Besonders wichtig: Richtiges Lüften. Also die Fenster nicht ankippen, sondern mehrmals am Tag ganz aufreißen und "Stoßlüften". So kann feuchte und verbrauchte Luft entweichen, ohne das die Räume auskühlen.

Darüber hinaus sind viele Heizungen falsch eingestellt. Oft sind die Vorlauftemperaturen viel zu hoch, und die stromfressenden Umwälzpumpen laufen auf Hochtouren. Ein Fachmann kann solche Mängel leicht beheben.

Was bringt eine bessere Dämmung?

Sehr viel. Wer alle Möglichkeiten ausschöpft, kann selbst Gebäude im Altbestand auf Passivhausstandard bringen, bei denen eine konventionelle Heizanlage ganz wegfällt.

Da das aber sehr teuer ist, gehen die meisten Eigentümer in der Realität Schritt für Schritt vor. Bei ohnehin fälligen Sanierungen, etwa bei Fenstern oder Dach, sollte großer Wert auf eine professionelle Wärmedämmung gelegt werden.

Die Kosten amortisieren sich. Nach wie vielen Jahren, hängt vom Anstieg des Gaspreises und den Kosten der Sanierung ab.

Was sind alternative Energiequellen?

Neben sogenannten fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle und Gas gibt es erneuerbare Energiequellen, die unendlich verfügbar sind und nicht versiegen können. Dazu gehört Windkraft, Biomasse und Solarenergie. Die Bundesregierung schätzt, dass alleine die Windparks vor den Küsten bis zum Jahr 2025/30 in der Lage sein werden, 15 Prozent des heutigen deutschen Strombedarfs zu decken. Momentan stehen in Deutschland rund 19.000 Windräder und liefern damit den größten Anteil zur Stromerzeugung aus den erneuerbaren Energien.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2010 auf 12,5 Prozent des Bruttostromverbrauchs zu steigern. 2050 soll bereits die Hälfte des deutschen Stroms aus Wind-, Sonnenkraft und Biomasse gewonnen werden.

Die Atomenergie ist eine weitere alternative Quelle. Jedoch hat die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen - auch wenn die Positionen innerhalb der Großen Koalition unterschiedlich sind. Weite Teile der Union halten eine Verlängerung der Restlaufzeiten einiger deutscher Meiler für durchaus sinnvoll, die SPD sperrt sich kategorisch dagegen. In anderen europäischen Staaten erlebt die Kernkraft jedoch - mit den Argumenten der relativen Umweltfreundlichkeit und der Versorgungssicherheit - derzeit eine Renaissance.

Christoph Schwarzer, Benjamin Gajkowski und Lisa Louis

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