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+++ Ticker +++

News des Wochenendes: Schaumberge aus Shampoo auf Bach in Baden-Württemberg

Zeitumstellung führt in Marokko zu Verwirrung und Ärger +++ Schnee, Glätte, 20 Grad: Meteorologe sagt "wildes Wetter" voraus +++ Erdbeben erschüttert Rumänien +++ Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker.

Die Polizei in Wuppertal hat es mit zahlreichen Anzeigen von Frauen aus Remscheid zu tun: Ein Unbekannter fotografiert sie und montiert ihre Gesichter in aufreizende Nacktfotos (Symbolbild).

Die Polizei in Eberbach ermittelt gegen den mutmaßlichen Verursacher von Schaumbergen auf einem Bach (Symbolbild)

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Marokko: Zeitumstellung führt zu Verwirrung (16.42 Uhr)
  • Berichte: Türkische Armee bombardiert in Syrien US-unterstützte Kurdenmiliz (Sonntag, 13.46 Uhr)
  • Unwetter in Italien: Tote nach Erdrutsch (Sonntag, 10.04 Uhr)
  • Ultrarechter Ex-Militär Bolsonaro vor Sichtwahl in Brasilien vorn (Sonntag, 2.07 Uhr)
  • Schüsse an Synagoge in Pittsburgh (Samstag, 17.04 Uhr)

Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker:  

+++ 16.42 Uhr: Zeitumstellung führt in Marokko zu Verwirrung und Ärger +++

In Marokko hat die Zeitumstellung in der Nacht von gestern auf heute zu Verwirrung und Ärger geführt. In einem für die Bevölkerung überraschenden Schritt hatte die Regierung erst am Freitag entschieden, die Uhren nicht wie sonst üblich um eine Stunde zurückzustellen, sondern sie in der örtlichen Sommerzeit zu belassen. Zahlreiche Menschen beschwerten sich im Internet darüber, dass die Uhrzeit zum Beispiel auf Computern und Smartphones heute aber trotzdem automatisch um eine Stunde zurückgesetzt wurde.

Die staatliche Fluggesellschaft Royal Air Maroc hatte zuvor angekündigt, dass künftig alle Flüge von Marokko aus mit einstündiger Verspätung starten würden. Der marokkanische Bildungsminister Saaid Amzazi kündigte am Wochenende an, dass die Stundenpläne der neuen Zeit angepasst werden und Schüler künftig bereits um 08 Uhr statt um 9 Uhr in die Schule gehen müssten. Auch diese Entscheidung führte bei Nutzern der sozialen Netzwerke zu Protesten. Mit der Entscheidung erreichte die marokkanische Regierung eine Anpassung an die aktuelle Uhrzeit in Frankreich und Deutschland.

+++ 16.23 Uhr: Zweieinhalb Meter hohe Schaumberge aus Shampoo auf Bach in Baden-Württemberg +++

Nach Hinweisen von Bürgern haben Polizisten auf einem Bach im Rhein-Neckar-Kreis bis zu zweieinhalb Meter hohe Schaumberge entdeckt. Die Ordnungshüter machten gemeinsam mit der Feuerwehr ein Abflussrohr als Ursprungsort des Schaumphänomens aus, wie die Polizei in Mannheim mitteilte.Ersten Ermittlungen zufolge waren demnach über das in den Bach mündende Rohr fehlerhaft Shampoo-Flaschen durch ein Unternehmen entsorgt worden. Laut Polizei handelte es sich um handelsübliches Shampoo.

Beamte des Polizeireviers Eberbach nahmen gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Verursacher auf. Wasserproben wurden entnommen und werden nun darauf untersucht, inwieweit durch den Schaum Gefahr für Tiere und Umwelt besteht.

+++ 16.19 Uhr: DEG-Aufkleber bringt auf Ebay 11.150 Euro ein +++

Ein kleiner Spaß von Düsseldorfer Eishockeyfans hat laut Medienberichten eine stattliche Summe eingebracht: Ein DEG-Logo, das sie heimlich auf den Mannschaftsbus des Erzrivalen Kölner Haie klebten, wurde für 11.150 Euro auf der Versteigerungsplattform Ebay verkauft. Das teilte die Düsseldorfer EG auf Facebook mit. Der Erlös soll dem Eishockey-Nachwuchs in beiden Städten zugute kommen. 

Gemeinsam mit Musikern der Toten Hosen hatten die DEG-Fans den Bus der Haie in der vergangenen Woche mit dem Logo beklebt und so auf die Heimreise geschickt. Die mehr als ein Meter große Folie mit DEG-Emblem prangte tagelang unbemerkt auf dem Dach des Busses, bis die DEG den Kölner Verein darauf aufmerksam machte. Die Kölner kamen auf die Idee einer Versteigerung - und das zahlte sich nun aus. Die DEG postete nach der erfolgreichen Auktion via Facebook: "Danke 1 geht an den Ersteigerer. Danke 2 an die Haie, die endlich mal auf etwas reagiert haben. Danke 3 an alle Vorfeld-Mitwisser, Mitarbeiter und Mitstreiter bei und im Umfeld der DEG!"

+++ 15.38 Uhr: Orkan und Starkregen - Südösterreich wappnet sich gegen Fluten +++

Als Vorbote erwarteter Überflutungen hat ein Orkan im österreichischen Kärnten Dächer abgedeckt und rund 1400 Haushalte von der Energieversorgung abgeschnitten. In dem südlichen Bundesland wurden außerdem Straßen von Muren verschüttet, berichteten die Behörden. Zudem gab es Starkregen, der in den kommenden Tagen zu einem historischen Hochwasser führen könne, erklärte die Kärntner Landesregierung nach einer Krisensitzung in Klagenfurt.

Seit gestern fielen in der Region an mehreren Orten mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter, am Plöckenpass waren es bis Sonntagnachmittag sogar knapp 370 Liter. Um die Schäden möglichst gering zu halten, wurde vorsorglich Wasser aus Stauseen abgelassen. Einsatzkräfte rückten mit Sandsäcken aus.

+++ 15.02 Uhr: Angreifer auf Synagoge gab während Gewalttat antisemitische Parolen von sich +++

Der Angreifer, der am Samstag in einer Synagoge in den USA elf Menschen tötete, hat während seiner Gewalttat antisemitische Parolen von sich gegeben. Robert Bowers habe in dem jüdischen Gotteshaus in Pittsburgh "Äußerungen zu einem Genozid" getätigt, sagte Scott Brady, Staatsanwalt für den Westen des Bundesstaats Pennsylvania. Bowers habe während seines Angriffs seinen Plan zum Ausdruck gebracht, "Juden zu töten", sagte Brady am Sonntag.    

Der Angreifer war mit einem Sturmgewehr und mindestens drei Pistolen bewaffnet in die Lebensbaum-Synagoge in Pittsburgh eingedrungen. Während einer Zeremonie zur Namensgebung für ein Baby am Sabbat-Tag eröffnete er das Feuer und tötete elf Menschen. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, darunter vier Polizisten.     

US-Medien zufolge soll Bowers "Alle Juden müssen sterben!" gebrüllt haben. Er soll überdies wenige Stunden vor dem Angriff in einem bei Rassisten und weißen Nationalisten beliebten Onlinenetzwerk antisemitische Beiträge veröffentlicht haben.

+++ 14.49 Uhr: Schnee, Glätte, 20 Grad: Meteorologe sagt "wildes Wetter" voraus +++

Neulich war noch T-Shirt-Wetter, jetzt ist es schon Zeit für Schneeanzüge: In Baden-Württemberg und Bayern hat es am Wochenende den ersten richtigen Schnee auch in tieferen Lagen gegeben. Dies teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag mit. Auf dem Feldberg im Schwarzwald fielen 15 Zentimeter Neuschnee. Bei Glätte ereigneten sich mehrere Unfälle - etwa in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Abschnitt der Ostseeautobahn A20 bei Wismar wurde der Polizei zufolge sogar gesperrt.

Der DWD erwartet für die kommenden Tage deutlich milderes Wetter, über das sich aber nicht ganz Deutschland freuen kann. "Das Tief "Vaia" sorgt gerade zu Beginn der Woche teilweise für wildes Wetter", sagte Meteorologe Adrian Leyser. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 3 und mehr als 20 Grad, dazu gibt es Regen, Sonne, Wolken und teils schwere Sturmböen.

Am Montag verharrt das Thermometer laut DWD noch überwiegend bei sehr kühlen 4 bis 9 Grad, nur im Süden Bayerns reicht es für 10 bis 15 Grad. Dazu ist es überwiegend bewölkt, der Regen ist aber nicht mehr ganz so stark wie am Wochenende.

+++ 14.24 Uhr: Lawrow zu Abrüstungsvertrag: USA sollen Vorwürfe beweisen +++

Russlands Außenminister Sergej Lawrow fordert von den USA Beweise für den Vorwurf, sein Land habe gegen eines der wichtigsten nuklearen Abrüstungsabkommen verstoßen. Wenn die Amerikaner dies mithilfe von Satelliten-Daten aufgedeckt hätten, dann sollten sie diese vorlegen, sagte Lawrow dem Sender Rossija 1 laut russischen Medien. "Dann können wir auch verstehen, worüber sie reden." Seit Jahren höre er immer wieder von Vorwürfen, sagte Lawrow.

Die USA beschuldigen Russland, den sogenannten INF-Vertrag durch Tests eines neuen Marschflugkörpers ab 2008 verletzt zu haben und verbotene Raketen zu besitzen. US-Präsident Donald Trump hatte dies als einen Grund für seine Drohung genannt, aus dem Vertrag aussteigen zu wollen.

INF steht für "Intermediate Range Nuclear Forces" und ist ein Abkommen aus dem Jahr 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion, das den Bau und Besitz landgestützter, atomar bewaffneter Raketen oder Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5500 Kilometern untersagt.

+++ 13.46 Uhr: Berichte: Türkische Armee bombardiert in Syrien US-unterstützte Kurdenmiliz +++

Die türkische Armee hat laut Medienberichten im Norden Syriens Stellungen der von den USA unterstützten Kurdenmiliz YPG bombardiert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, beschoss die türkische Artillerie Stellungen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) am Ostufer des Euphrat in der Region Kobane. Die Türkei betrachtet die YPG als den syrischen Ableger der von ihr bekämpften Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), während die USA die Miliz im Kampf gegen die Dschihadisten in Syrien unterstützen.

+++ 12.58 Uhr: 3300 Festnahmen bei Protesten gegen Frauen in indischem Tempel +++

Sie wollen auf keinen Fall Frauen in ihrem Tempel: Die Polizei im südindischen Kerala hat bei Protesten gegen die gerichtlich angeordnete Öffnung des Sabarimala-Tempels mehr als 3300 Demonstranten festgenommen. Der Tempel ist seit dem 16. Oktober für Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter zugänglich. Seitdem wurden immer wieder Pilgerinnen und Journalistinnen von konservativen Hindus angegriffen.

Der Oberste Gerichtshof hatte zuvor einen jahrhundertealten Bann in dem Tempel für Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter gekippt. Ihnen war der Zutritt zu den Heiligtümern des Sabarimala-Tempels verwehrt worden, da ihre Anwesenheit angeblich das Zölibat der Tempelgottheit Ayappa gefährde. Menstruierende Frauen gelten im Hinduismus als unrein.

Den Festgenommenen wurden widerrechtliche Versammlung und Randale zur Last gelegt, wie die Polizei in Kerala am Sonntag mitteilte. Der Großteil sei bereits auf Kaution wieder frei. Die Kontroverse wird durch die Politik weiter angeheizt. Die konservative Regierungspartei BJP wirft der linken Regierung Keralas vor, die Gefühle gläubiger Hindus zu ignorieren. In Indien wird nächstes Jahr gewählt.

+++ 12.40 Uhr: IS erobert Gebiete im Osten Syriens zurück +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Osten Syriens größere Gebiete zurückerobert. Darunter sei auch eines der größten Ölfelder des Landes, hieß es aus Kreisen der Opposition in der Provinz Dair as-Saur. Die Islamisten hätten am Sonntagmorgen die Kontrolle über das Gebiet gewonnen, nachdem sich die Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) zurückgezogen hätten. Der IS hatte das Gebiet östlich des Flusses Euphrat vor einem Jahr an die oppositionellen Kämpfer verloren. 

Seit Tagen liefern sich der IS und die von Kurden geführten SDF heftige Kämpfe im Osten Syriens. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben seit Freitag mindestens 68 SDF-Kämpfer bei dem schwersten Angriff der Islamisten seit Monaten. 

Die USA unterstützten die SDF, die eine zentrale Rolle bei der Eroberung der früheren IS-Hochburgen Al-Rakka und Dair as-Saur gespielt hatten. Der IS hatte sich nach den Verlusten in einige Wüstengebiete an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak zurückgezogen.

+++ 12.07 Uhr: Präsidentschaftsstichwahl in Brasilien begonnen +++

In Brasilien hat die Stichwahl um die Präsidentschaft begonnen. Als Favorit geht der ultrarechte Kandidat Jair Bolsonaro von der Sozial-Liberalen Partei (PSL) ins Rennen. Im ersten Wahlgang am 7. Oktober kam er auf 46 Prozent der Stimmen, sein Konkurrent Fernando Haddad von der Arbeiterpartei (PT) auf 29 Prozent. Die letzten Umfragen sagen Bolsonaro 55 und Haddad 45 Prozent voraus.    

Nach einem spannungsgeladenen Wahlkampf sind rund 147 Millionen Wähler aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt für Lateinamerikas größtes und bevölkerungsreichstes Land zu bestimmen. Bolsonaro wird häufig als "Donald Trump Brasiliens" bezeichnet und fällt immer wieder mit rassistischen, frauenfeindlichen und homophoben Äußerungen auf.     

Haddad, ehemaliger Bürgermeister von São Paulo, tritt als Ersatzkandidat der Arbeiterpartei für den wegen Korruption inhaftierten ehemaligen Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva an. Dieser hatte ursprünglich als aussichtsreichster Präsidentschaftskandidat gegolten.   

+++ 11.56 Uhr: Polizei erstattet 400 Strafanzeigen nach Kohle-Protesten +++

Die Polizei hat im Zusammenhang mit den Braunkohle-Protesten im Rheinischen Revier nach eigenen Angaben 400 Strafanzeigen erstattet. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet, teilte die Polizei mit. Tausende Aktivisten von Bündnis Ende Gelände hatten bei Aktionen für einen sofortigen Kohleausstieg mit Blockaden den Tagebaubetrieb gestört, aber auch das öffentliche Leben: Eine Autobahn und ein Streckenabschnitt der Bahn waren stundenlang gesperrt, nachdem Aktivisten darüber gelaufen waren. Nach Angaben der Polizei riefen Menschen aus der Region an und machten ihrem Unmut über Einschränkungen Luft.

+++ 11.27 Uhr: Bahnstrecke Köln-Bonn gesperrt - Verdacht auf Gefahrenstoff +++

Ein Verdacht auf austretende Gefahrenstoffe aus einem Güterwagen hat vorübergehend für eine Bahnstreckensperrung zwischen Bonn und Köln geführt. Am Bahnhof Troisdorf überprüften Feuerwehrkräfte zwei Waggons, aus denen Flüssigkeit austrat, wie ein Sprecher mitteilte. Es habe sich schnell herausgestellt, dass es sich lediglich um Kondenswasser handele, es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Die Bahnstrecke sei nach rund anderthalb Stunden wieder freigegeben worden. Der Lokführer habe Verdacht geschöpft und die Feuerwehr alarmiert. Der "Bonner General-Anzeiger" hatte zuerst berichtet.

+++ 10.04 Uhr: Unwetter in Italien: Tote nach Erdrutsch +++

Vier Menschen sind nach Unwettern in Süditalien gestorben. Die Männer seien in der Nähe der kalabrischen Stadt Crotone von einem Erdrutsch getötet worden, als sie ein kaputtes Rohr reparieren wollten, berichteten italienische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die Polizei. Bei den Toten handle es sich um einen Unternehmer der Region und drei Arbeiter. Die Leitung sei wegen des Unwetters kaputt gegangen, worauf die vier Männer zur Arbeit ausrückten.

Derzeit zieht eine Schlechtwetterfront über Italien. Der Zivilschutz hatte für weite Teile des Landes, darunter für die Toskana, Umbrien, Venetien, Kalabrien und Sizilien, eine Unwetterwarnung herausgegeben.

+++ 10.02 Uhr: Streik am Flughafen Brüssel geht weiter - 150 Verbindungen gestrichen +++

Gepäckarbeiter am Brüsseler Flughafen haben auch am Sonntag wieder gestreikt. Erneut sollten rund 150 von 550 Verbindungen ausfallen, wie eine Sprecherin des Airports der belgischen Nachrichtenagentur Belga sagte. Gewerkschaftern zufolge richtet sich der Streik unter anderem gegen hohe Belastung am Arbeitsplatz. Konkret geht es etwa um unklare Pausen-Regeln.

Ein Ende des Ausstands war zunächst nicht in Sicht. Die Verhandlungen zwischen dem Dienstleister Aviapartner und den Gewerkschaften sollten am Sonntag fortgesetzt werden. Am späten Samstagabend waren die Gespräche noch ergebnislos beendet worden. 

Der Aviapartner-Ausstand hatte am Donnerstagabend spontan begonnen. Zu Beginn der Ferienwoche zu Allerheiligen in Belgien trifft er auch viele Urlauber. Am Samstag wurden 70.000 Passagiere, am Sonntag 74.000 am Flughafen erwartet. Allein bis Samstag fielen rund 250 Flüge aus. Einige Flüge wurden umgeleitet.

+++ 9.44 Uhr: Posse um angebliches israelisches Flugzeug in Pakistan +++

Der pakistanische Präsident Arif Alvi hat Gerüchte über die Landung eines israelischen Fliegers in Islamabad zurückgewiesen. Hintergrund ist, dass das muslimische Pakistan Israel nicht anerkennt und keine diplomatischen Beziehungen zu dem Land unterhält. "Die Berichte über die Präsenz eines israelischen Flugzeugs entbehren jeder Grundlage", sagte Alvi zu lokalen Medien. "Wir bauen keine Beziehungen zu Israel auf."

Der angebliche zehnstündige Aufenthalt eines israelischen Geschäftsflugzeugs in der pakistanischen Hauptstadt hatte schwere Kritik an der neuen Regierung unter Ministerpräsident Imran Khan durch die Opposition ausgelöst. Bereits am Samstagabend zuvor hatten zwei Regierungsmitglieder erklärt, es habe keine Landung gegeben. 

Lokalen Medienberichten zufolge hatte ein israelischer Journalist die Gerüchte ausgelöst. Er hatte im Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben, ein israelischer Jet sei von Tel Aviv nach Islamabad geflogen und habe am Mittwoch zehn Stunden am Flughafen gestanden.

+++ 9.28 Uhr: Australischer Dirigent Richard Grill mit 76 Jahren gestorben +++

Im Alter von 76 Jahren ist der australische Dirigent Richard Gill gestorben. Er erlag in Sydney einer Krebserkrankung. "Richard war ein Champion der australischen Musik", hieß es einem Nachruf des Australian Romantic & Classical Orchestra, das er gegründet hatte.

Zu Gills Ehren hatten sich am Samstag mehr als 70 Musiker vor seinem Haus versammelt, um eines seiner Lieblingsstücke, den "Dam Busters March", zu spielen.

Gill war auch ein populärer Musikvermittler, dessen Anliegen es war, allen Schichten der Gesellschaft die Liebe zur Musik nahezubringen. Er wurde zum "Gesicht" der klassischen Musik in Australien, kümmerte sich um die Ausbildung von Musiklehrern und war regelmäßiger Gast in TV-Musikshows. Er trug landesweit zur Gründung von Chören und Orchesterensembles bei.

+++ 8.09 Uhr: Regierungsbeauftragter: Antisemitismus international bekämpfen +++

Mit Trauer und Entsetzen hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, auf das Attentat in einer Synagoge in der US-Stadt Pittsburgh reagiert. "Pittsburgh zeigt, dass der Kampf gegen Antisemitismus eine Aufgabe ist, die sich leider in vielen Ländern stellt", teilte Klein der Deutschen Presse-Agentur mit. "Wir müssen ihn daher auch auf internationaler Ebene angehen. Deutschland hat dabei eine besondere Verpflichtung."

Er kündigte an, gemeinsam mit Deutschlands amerikanischen und europäischen Partnern nach Strategien für den Kampf gegen Antisemitismus zu suchen. "Ich fordere heute insbesondere die österreichische EU-Ratspräsidentschaft auf, hier ein sichtbares Zeichen für die Sicherheit jüdischer Einrichtungen zu setzen, über die wir in der EU gerade beraten."

Ein 46 Jahre alter US-Amerikaner war bei dem antisemitisch motivierten Attentat am Samstag während einer Taufzeremonie in die Synagoge in Pittsburgh eingedrungen. Er erschoss elf Menschen.

+++ 7.09 Uhr: Hunderte Strafanzeigen gegen Aktivisten bei Protesten von "Ende Gelände" +++

Bei Protesten gegen den Braunkohleabbau in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei nach eigenen Angaben Strafanzeigen gegen insgesamt 400 Aktivisten erstattet. Die Staatsanwaltschaft Aachen habe Ermittlungen wegen Landfriedensbruch eingeleitet, erklärte die Polizei Aachen am Samstagabend. Zuvor hatten demnach etwa 250 Umweltaktivisten versucht, in den rheinischen Braunkohletagebau Inden vorzudringen. Auf dem Gelände des Tagebaus Hambach besetzen 18 Kohlegegner zwischenzeitlich einen Bagger.    

Nach Angaben des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" beteiligten sich rund 6500 Aktivisten an den Protesten. 4000 Menschen besetzten demnach die Gleise der Hambachbahn, welche die RWE-Kraftwerke in Niederaußem, Frimmersdorf und Neurath mit Braunkohle aus Hambach versorgt. Die Polizei berichtete von rund 2000 Aktivisten auf den Bahngleisen. 

+++ 5.50 Uhr: AfD steht laut Umfragen vor Einzug in den letzten Landtag +++

16 aus 16: Die AfD wird nach der Landtagswahl in Hessen am Sonntag voraussichtlich erstmals in allen Landesparlamenten Deutschlands vertreten sein. In den Umfragen kommt die Partei seit Wochen auf mehr als 10 Prozent. 2013 waren die Rechtspopulisten in Hessen noch mit 4,1 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Bei der Bundestagswahl im September desselben Jahres holte die AfD in Hessen dann schon 11,9 Prozent der Zweitstimmen.

Den Sprung in den ersten Landtag schaffte die AfD 2014 in Sachsen mit 9,7 Prozent. Anschließend folgten nach und nach alle anderen Landesparlamente. Zuletzt holte die AfD vor zwei Wochen in Bayern 10,2 Prozent der Stimmen - ihr bisher drittbestes Resultat bei einer westdeutschen Landtagswahl. 2016 erhielt sie in Baden-Württemberg 15,1 und in Rheinland-Pfalz 12,6 Prozent der Stimmen. 

Am stärksten schnitt die Partei bisher 2016 bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ab. Dort wurde sie mit 24,3 Prozent zweitstärkste Kraft - ebenso wie später in Mecklenburg-Vorpommern (20,8 Prozent). Die AfD zog im vergangenen Jahr mit 12,6 Prozent erstmals in den Bundestag ein. Im Europaparlament ist sie seit 2014 vertreten.

+++ 3.03 Uhr: Erdbeben erschüttert Rumänien +++

Ein Erdbeben der Stärke 5,7 hat in der Nacht zum Sonntag Rumänien erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der Webseite der Zeitung "Adevarul" bei Vrancea, östlich der Stadt Brasov (dt Kronstadt) in einer Tiefe von knapp 200 Kilometern. Das Beben war auch in der Hauptstadt Bukarest zu spüren. Über eventuelle Schäden oder Opfer lagen zunächst keine Informationen vor.

+++ 2.07 Uhr: Ultrarechter Ex-Militär Bolsonaro vor Stichwahl in Brasilien vorn +++

Unmittelbar vor der Stichwahl in Brasilien liegt der rechtspopulistische Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro weiter vorn. Nach einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Datafolha käme der Ex-Militär auf 55 Prozent der Stimmen, sein Konkurrent Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei auf 45 Prozent. 

Das Institut Ibope sah Bolsonaro bei 54 Prozent und Haddad bei 46 Prozent der Stimmen. Nach beiden Umfragen würde Bolsonaro die Wahl am Sonntag gewinnen. Allerdings war sein Vorsprung in den vergangenen Wochen etwas geschrumpft.  

Bolsonaro polarisiert immer wieder mit abfälligen Bemerkungen über Minderheiten, Frauen, Homosexuelle und Schwarze sowie mit seiner Sympathie für die Militärdiktatur (1964-1985). Um auch für die bürgerliche Mitte wählbar zu bleiben, hatte er seinen Diskurs zuletzt etwas gemäßigt. 

+++ 0.25 Uhr: Trump verurteilt "bösartige antisemitische Attacke" +++

US-Präsident Donald Trump hat den tödlichen Angriff auf Besucher einer Synagoge in Pittsburgh als "bösartige antisemitische Attacke" verurteilt. "Diese bösartige antisemitische Attacke ist ein Angriff gegen die Menschheit", twitterte Trump am Samstagabend (Ortszeit). Nunmehr müssten alle daran arbeiten, "das Gift des Antisemitismus aus unserer Welt zu entfernen". "Wir müssen uns vereinigen, um den Hass zu überwinden." Amerika trauere um die Opfer des Massenmordes in der Synagoge.

Bei dem antisemitisch motivierten Attentat auf die "Tree-of-Life"- Synagoge hatte ein 46 Jahre alter Mann elf Menschen getötet. Weitere sechs Menschen wurden verletzt. Das Attentat ereignete sich während einer Taufzeremonie in dem Gotteshaus am jüdischen Feiertag Sabbat.

In einer ersten Reaktion auf die tödlichen Schüsse von Pittsburgh hatte Trump schnellere Todesurteile für Mörder gefordert. "Sie sollten wirklich den ultimativen Preis zahlen", sagte Trump am Samstag über Menschen, die Gläubige in Gotteshäusern erschießen. "Sie sollten nicht Jahre über Jahre darauf warten."

+++ 0.05 Uhr: Hubschrauber verunglückt am Stadion von Fußballclub Leicester City +++

In unmittelbarer Nähe des Stadions des englischen Fußballclubs Leicester City ist am Samstagabend ein Hubschrauber verunglückt. Nach Angaben britischer Medien stürzte der Helikopter von Clubbesitzer Vichai Srivaddhanaprabha auf dem Parkplatz neben dem King Power Stadion ab und ging in Flammen auf. Beim Sender Sky News berichteten Augenzeugen von einem Feuerball. Auf Bildern war ein Feuer auf dem Parkplatz zu sehen. Der Hubschrauber war nach diesen Berichten kurz zuvor im Stadion gestartet. Augenzeugen berichteten von einem plötzlichen Stillstand des Heckrotors. 

Die Polizei in Leicester nannte zunächst keine Details und teilte nur mit, es gebe einen Einsatz am Stadion. Die Rettungskräfte seien vor Ort, hieß es. Leicester City kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt eine Erklärung abzugeben, sobald nähere Fakten bestätigt seien. 

Unklar war, wie viele Personen sich an Bord des Helikopters befanden und ob Srivaddhanaprabha selbst unter den Passagieren war. Der thailändische Milliardär lässt sich üblicherweise nach Heimspielen von Leicester City aus dem Stadion fliegen. Der Hubschrauber landet dafür regelmäßig am Mittelkreis. Leicester City hatte am Samstagabend ein Ligaspiel gegen West Ham United bestritten.


 Nachrichten von Samstag, 28. Oktober

+++ 21.50 Uhr: Mann läuft mit Würgeschlange durch Bahnhof - Tier beschlagnahmt +++

Mit einer artgeschützten Würgeschlange um den Hals flanierte ein 36-Jähriger durch den Düsseldorfer Hauptbahnhof  - und löste so einen Einsatz der Bundespolizei aus. Das 1,80 Meter lange Reptil der Art Boa Constrictor sei beschlagnahmt worden, teilte die Feuerwehr Düsseldorf, die das Tier identifizierte, mit. Der mutmaßliche Besitzer habe nicht nachweisen können, dass ihm das Tier wirklich gehöre. Zudem sei das Tragen der Schlange in der Öffentlichkeit "nicht als artgerechte Haltung zu verstehen". Morgen soll die Schlange einem Tierpark übergeben werden, um ein neues Leben zu beginnen - "bis dahin erhält sie an einem warmen Ort bei der Feuerwehr Unterschlupf", hieß es.

+++ 21.16 Uhr: Sieben Menschen sterben bei Unfall in Sankt Petersburg +++

Bei einem schweren Unfall mit einem Kleinbus sind in Russland sieben Menschen getötet worden. Der Kleinbus stieß am Abend in Sankt Petersburg mit einem Lastwagen zusammen, wie russische Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Die Todesopfer hätten allesamt in dem Minibus gesessen. Der Fahrer des Lastwagens wurde demnach verletzt. Erst vor drei Wochen waren in Zentralrussland 13 Menschen bei der Kollision eines Kleinbusses mit einem Linienbus gestorben.

+++ 19.26 Uhr: In der Nacht endet die Sommerzeit +++

In der Nacht endet in Deutschland die Sommerzeit. Um drei Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde von der bisherigen Sommerzeit auf die Normalzeit zurückgestellt. Die Nacht verlängert sich damit um eine Stunde. Nach der Zeitumstellung wird es abends wieder früher dunkel. Ende März 2018 werden die Uhren dann wieder um eine Stunde vorgestellt.

Zeitumstellung

Die Sommerzeit wurde 1980 in Deutschland eingeführt. Das Vorstellen der Uhr im Frühjahr sollte zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen, was allerdings kaum Effekte hat. Zudem macht der Wechsel zwischen Normal- und Sommerzeit manchen Menschen körperlich zu schaffen. Die EU-Kommission will die Zeitumstellung im kommenden Jahr abschaffen, sofern die EU-Regierungen und das Europaparlament grünes Licht geben.

+++ 19.21 Uhr: Vierer-Gipfel will laut Erdogan Waffenruhe in Idlib bewahren +++

Die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Russlands, Frankreichs und der Türkei haben bei ihrem Syrien-Gipfel in Istanbul die Notwendigkeit betont, die Waffenruhe in der syrischen Provinz Idlib zu bewahren. Der Gipfel "betone die Bedeutung einer dauerhaften Waffenruhe und unterstreiche die Notwendigkeit, den Kampf gegen den Terror fortzuführen", hieß es in der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verlesenen Abschlusserklärung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einer "großen Verpflichtung, dass weitere humanitäre Katastrophen nicht passieren".

Die Türkei und Russland hatten am 17. September in Sotschi eine Vereinbarung getroffen, um eine Offensive der Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad auf die letzte syrische Rebellenbastion abzuwenden. Sie sieht vor, dass um die Provinz eine entmilitarisierte Zone geschaffen wird, die von türkischen Soldaten und russischen Militärpolizisten kontrolliert wird.

+++ 18.17 Uhr: Mindestens 68 syrische Kämpfer bei IS-Angriff getötet +++

Bei einem Angriff des sogenannten Islamischen Staates in Syrien sind nach Angaben von Beobachtern mindestens 68 Kämpfer getötet worden. Die Islamisten hätten bereits am Freitag einen der schwersten Angriffe der letzten Monate auf die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Osten des Landes gestartet, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der IS habe dadurch auch wieder größere Gebiete östlich des Flusses Euphrat einnehmen können. Mehrere SDF-Kämpfer sollen entführt worden sein. 

Zuletzt hatte der IS verstärkt Stellungen der syrischen Kämpfer angegriffen. Die SDF werden von kurdischen Einheiten angeführt und von den USA unterstützt. Aufgrund des schlechten Wetters hätten die amerikanischen Kampfflugzeuge zuletzt nicht aufsteigen können, berichtete die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle. Die SDF spielten eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den IS und bei den Rückeroberungen der IS-Hochburgen Al-Rakka und Dair as-Saur. Inzwischen haben sich die Islamisten in kleinere Gebiete an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak zurückgezogen.

+++ 18.04 Uhr: Schriftstellerin Terézia Mora mit Büchner-Preis geehrt +++

Die deutsch-ungarische Schriftstellerin Terézia Mora (47) ist in Darmstadt mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet worden. Die mit 50.000 Euro dotierte Ehrung gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung würdigt mit der Ehrung Moras "eminente Gegenwärtigkeit und lebendige Sprachkunst, die Alltagsidiom und Poesie, Drastik und Zartheit vereint". In der Urkunde heißt es: "Schonungslos nimmt sie in ihren Romanen und Erzählungen die Verlorenheit von Großstadtnomaden und prekären Existenzen in den Blick und lotet die Abgründe innerer und äußerer Fremdheit aus."

Die bereits mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Übersetzerin wurde in Ungarn geboren und wuchs zweisprachig auf. Seit 1990 lebt sie in Berlin. Für ihren Roman "Das Ungeheuer" - den zweiten Band einer Trilogie über das Leben des IT-Spezialisten Darius Kopp - bekam sie 2013 den Deutschen Buchpreis.

+++ 18 Uhr: Demonstrationen für PKK-Führer Öcalan in mehreren Städten +++

In mehreren deutschen Städten haben Menschen die Freilassung für PKK-Führer Abdullah Öcalan gefordert. Demonstranten gingen unter anderem in Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Frankfurt und Darmstadt auf die Straße. Zu den von Kurden-Organisationen angemeldeten Demonstrationen kamen nach Polizeiangaben jeweils 80 bis etwa 200 Menschen, insgesamt waren es rund 1000 Teilnehmer. Die Proteste verliefen laut Polizei störungsfrei. 

Die Demonstranten wandten sich gegen eine "verschärfte Isolationshaft" für Öcalan und forderten die Freilassung des Führers der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Öcalan sitzt wegen Hochverrats, Mordes und Bildung einer terroristischen Vereinigung seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali in der Türkei in Haft. Die Türkei macht ihn für den Untergrundkrieg verantwortlich, den die PKK gegen den türkischen Staat führt. Der heute 69-Jährige wurde 1999 zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde jedoch später in lebenslange Haft umgewandelt.

+++ 17.40 Uhr: Schüsse in Pittsburgh - Täter soll sich gestellt haben +++

Nach den Schüssen an einer Synagoge in Pittsburgh soll sich der Täter Medienberichten zufolge der Polizei gestellt haben. "Es gibt Tote", sagte ein Polizeisprecher am Tatort vor Journalisten. Zur Zahl konnte er keine Angaben machen. Drei Polizisten seien angeschossen, ein Verdächtiger festgenommen worden. Später sprach er von "mehreren Opfern."

Die Stadtverwaltung Pittsburgh hatte zuvor Medienberichte bestätigt, wonach es zu Schüssen an der Synagoge gekommen war. Der Sender Fox News sowie weitere US-Medien sprachen von mindestens vier Toten, insgesamt seien acht Menschen angeschossen worden. Darunter seien auch  Polizisten. Andere lokale Medien berichteten von bis zu acht Toten. 

Die Schüsse sollen im dritten Stock des Gotteshauses gefallen sein. Ob es auch zu Schusswechseln außerhalb des Gebäudes kam, ist unklar. US-Präsident Donald Trump rief die Menschen in der Gegend via Twitter dazu auf, Schutz zu suchen. Fernsehbilder zeigten, wie im Pittsburgher Viertel Squirrel Hill, einer Gegend, wo auch viele Menschen jüdischen Glaubens wohnen, ein großes Polizeiaufgebot auffuhr. Menschen wurden von Feuerwehrleuten und Polizeibeamten in Sicherheit gebracht.

+++ 17.04 Uhr: Schüsse an Synagoge in Pittsburgh +++

An einer Synagoge in Pittsburgh ist es zu Schüssen gekommen. Die Stadtverwaltung Pittsburgh bestätigte entsprechende Medienberichte. Der Sender Fox News sprach von mindestens vier Toten, andere US-Medien melden sieben bzw. acht Todesopfer. Fernsehbilder zeigten große Polizeipräsenz im Stadtteil Squirrel Hill, wo sich die Synagoge befindet. Die Sicherheitsbehörden in Pittsburgh warnten via Twitter vor einem "aktiven Schützen" und forderten die Bürger auf, die Gegend zu meiden.

+++ 16.06 Uhr: Ausschreitungen in Dortmund zwischen Polizei und Hertha-Fans +++

Das Spitzenspiel in der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC ist von Ausschreitungen überschattet worden. Fans aus Berlin lieferten sich wenige Minuten nach Beginn der Partie auf der Nordtribüne des Stadions eine Schlägerei mit der Polizei. Dabei gingen die Ultras mit Stangen gegen die Polizisten vor. Diese waren eingeschritten, als etwas 100 Hertha-Fans versucht hatten, die Tribüne zu verlassen.

+++ 15.35 Uhr: Sieben Elefanten durch Stromschlag in Indien getötet +++

Eine herabhängende Stromleitung hat in Indien sieben wilde Elefanten getötet. Wie ein Mitarbeiter der Forstbehörde im ostindischen Orissa sagte, durchquerte die Elefantenherde am Vorabend ein Dorf, dabei kamen die Tiere in Kontakt mit der Stromleitung. Die Dorfbewohner entdeckten die toten Elefanten am nächsten Morgen. Die Elefanten hatten vermutlich auf der Suche nach Futter ihr angestammtes Gebiet verlassen. Abholzung, Wilderei und sich ausdehnende Dörfer schränken den Lebensraum der verbleibenden rund 26.000 in freier Wildbahn lebenden Elefanten in Indien stark ein.

+++ 14.46 Uhr: Bei Bahnübergang nicht angehalten - Bayerin stirbt in Österreich +++

Eine Frau aus Bayern ist bei dem Zusammenstoß eines Autos mit einem Zug in Österreich getötet worden. Wie die Polizei berichtete, starb die 54-Jährige aus dem Landkreis Passau, nachdem ihr Lebensgefährte gestern das Fahrzeug an einem Bahnübergang bei Dürnstein nicht gestoppt hatte. Einen Tag nach dem Unfall nahe der Donau gaben die Ermittler Details zu Opfern und Hergang bekannt. 

Der 67-jährige Fahrer aus Deutschland habe zwar bei dem unbeschrankten Übergang die Geschwindigkeit verringert, aber nicht angehalten, sondern versucht, noch unmittelbar vor dem Triebwagen zu queren. Der Zugführer warnte demnach mit einem Signalton und bremste sofort ab, doch die Bahn krachte auf die Beifahrerseite des Autos und schob es rund 80 Meter weit. Die Frau starb an der Unfallstelle. Ihr Lebensgefährte wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. In dem mit 46 Passagieren besetzten Zug wurde niemand verletzt.

+++ 14.35 Uhr: Aktivisten besetzen Kohlebahn im Tagebau Hambach +++

Umweltaktivisten haben im Tagebau Hambach die Braunkohlebahn blockiert. Das Bündnis Ende Gelände sprach von Tausenden, die im Rheinischen Revier auf den Gleisen säßen: Mit der "Hambachbahn" wird die Kohle aus dem Tagebau zu den Kraftwerken und Fabriken transportiert. Die Polizei bestätigte die Blockade, machte aber keine Angaben zur Zahl der Protestierenden.

Zuvor hatte die Polizei Wasserwerfer auf der A4 bei Kerpen eingesetzt, als Aktivisten über die gesperrte Autobahn Richtung Tagebau Hambach liefen. Weitere Polizeikräfte hielten nachfolgende Menschen an der Autobahnböschung davon ab und warnten auch über Lautsprecher.

+++ 13.56 Uhr: Britische Polizei nimmt Mann nach versuchtem Diebstahl der Magna Carta fest +++

 Die Polizei in Großbritannien hat einen Mann festgenommen, der eines der vier erhaltenen Originalexemplare der Magna Carta stehlen wollte. Wie die Polizei in Salisbury mitteilte, wurde der 45-Jährige gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Er soll am Donnerstag in der Kathedrale von Salisbury versucht haben, mit einem Hammer die Vitrine zu zerstören, in der eines der wichtigsten Rechtsdokumente der Weltgeschichte gezeigt wird.

Die Magna Carta wurde am 15. Juni 1215 in Runnymede von König Johann Ohneland anerkannt und 1297 offiziell englisches Gesetz. Das in mehreren Exemplaren im ganzen Land verbreitete Dokument war in erster Linie ein Friedensvertrag zwischen dem unbeliebten König und aufständischen Adligen. Von Bedeutung ist es aber vor allem, weil es erstmals das Prinzip festschreibt, dass niemand über dem Gesetz steht. Das Dokument garantierte erstmals gewisse Rechte und Freiheiten der Untertanen und wurde damit zur Grundlage zahlreicher Verfassungen. Zwei der vier erhaltenen Originale stehen in der britischen Nationalbibliothek in London, die beiden anderen in den Kathedralen von Lincoln und Salisbury. In Salisbury wurde das Original nach dem versuchten Diebstahl vom Donnerstag durch ein Faksimile ersetzt, bis die Vitrine wieder repariert ist.

+++ 13.45 Uhr: Merkel trifft türkischen Präsidenten Erdogan +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor einem Vierer-Gipfel zur Zukunft Syriens den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen. Der türkische Staatssender TRT zeigte Bilder der beiden im Vahdettin-Pavillon im Istanbuler Stadtbezirk Üsküdar, wo der Gipfel stattfinden wird. Vor dem offiziellen Beginn des Vierer-Treffens um 14 Uhr wollte Merkel zu Einzelgesprächen mit Erdogan und Kreml-Chef Wladimir Putin zusammenkommen. Beim Gipfel ist dann auch Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron dabei

Merkels Gespräch mit Erdogan sollte laut Programm eine halbe Stunde dauern. Der türkische Präsident dürfte ihr über den Stand der Ermittlungen zum Tod des Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul berichten. Es könnte auch um das gestern verkündete Urteil gegen den Gießener Patrick K. (29) gehen. Er war nach mehr als sieben Monaten in Untersuchungshaft wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zu mehr als sechs Jahre Gefängnis verurteilt worden.

+++ 12.43 Uhr: 23-Jährige stirbt nach Gewaltausbruch in Berliner Lokal +++

Nach einem brutalen Streit zwischen mehreren Menschen in einem Lokal in Berlin ist eine Frau gestorben. Die 23-Jährige erlag am Samstagmorgen ihren "erheblichen Verletzungen", wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ein 39 Jahre alter Mann kam demnach mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Beteiligten des Streits sollen nach Angaben von Zeugen in der Nacht mit Äxten, Hämmern und Baseballschlägern aufeinander losgegangen sein, wie die Polizei weiter bekanntgab. Auch Schüsse sollen demnach gefallen sein. Zur Art der Verletzungen bei der Frau und dem Mann machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Nach Angaben der Zeitung "B.Z." sollen die Gäste des Lokals im Ortsteil Gesundbrunnen beim Pokerspielen aneinandergeraten sein. Vor dem Lokal versammelten sich in der Nacht mehrere Menschen.Dem Vernehmen nach wird ein Bezug zum Rockermilieu angenommen, offiziell machte die Polizei dazu bislang keine Angaben.

+++ 12.35 Uhr: Aktivisten besetzen Bagger im Braunkohletagebau Hambach +++

Umweltaktivisten haben einen Bagger im Braunkohletagebau Hambach besetzt. Nach ersten Polizeiangaben waren etwa acht Menschen auf dem Bagger und rund 30 weitere davor. "Wir werden uns darum kümmern", sagte eine Polizeisprecherin.

Das Aktionsbündnis Ende Gelände will am Wochenende den Braunkohleabbau im Rheinischen Revier mit Blockaden lahmlegen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Sie rechnete mit Blockaden von Baggern, Bandanlagen und Schienen.

Nach Angaben des Aktionsbündnisses machte sich ein Demonstrationszug mit mehr als 5000 Aktivisten von einem Protestcamp in Düren aus auf in Richtung des Tagebaus Hambach. Am verlassenen Tagebaudorf Morschenich wollen sie auf einen Demo-Zug von Umweltverbänden stoßen. Zu dieser Demonstration wurden ebenfalls 5000 Teilnehmer erwartet.

+++ 11.40 Uhr: Sachsens SPD-Chef sieht Partei in tiefer Glaubwürdigkeitskrise +++

Sachsens SPD-Landesvorsitzender Martin Dulig sieht seine Partei in einer tiefen Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise. "Wir dürfen uns nichts vormachen und wir dürfen nichts verharmlosen: Wir verlieren seit Jahren an Glaubwürdigkeit und Vertrauen, sind schon seit langem nicht mehr in der Lage, den Wählerinnen und Wählern überzeugende Gründe zu liefern, warum sie uns ihre Stimme geben sollen", sagte er bei einem SPD-Landesparteitag in Dresden. Keiner kenne im Moment den Königsweg aus diesem Dilemma. Man mache sich aber lächerlich, wenn man nach jeder krachenden Wahlniederlage immer nur sage, man müsse nun zur Sacharbeit zurückkehren.

+++ 11.37 Uhr: Ereignisse in Chemnitz mobilisierten mehr als 40.000 Menschen +++

Der gewaltsame Tod eines Menschen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes Ende August hat mehr als 40.000 Menschen zu Protesten und Gegenprotesten mobilisiert. Das geht aus einer Anfrage der Grünen-Politikerin Irene Mihalic im Bundestag hervor. Demnach fanden vom 26. August bis 12. Oktober in Chemnitz 18 Demonstrationen statt, zu denen jeweils 100 bis 6000 Demonstranten kamen. Häufig war die rechtspopulistische Wählervereinigung Pro Chemnitz der Anmelder. Die Zahl umfasst aber auch Teilnehmer von Gegendemonstrationen.

Am 3. September hatte ein Konzert gegen rechte Gewalt und Rassismus in Chemnitz zudem rund 65.000 Besucher angezogen. Diese Veranstaltung mit dem Motto "#wirsindmehr" wurde in der Aufstellung nicht berücksichtigt.

"Über 40.000 Teilnehmer an Demonstrationen im Kontext der Ereignisse Chemnitz zeigen das große Mobilisierungspotenzial rechtsextremer Kräfte", erklärte Mihalic. Gleichzeitig liefere das Bundesamt für Verfassungsschutz weiterhin keinerlei Hintergründe zu Mobilisierungsstrategien und -formen in rechtsextremen Gruppierungen: "Der Rechtsextremismus wird bei der Gefahrenanalyse immer noch in mindestens leichtsinniger Weise vernachlässigt."

+++ 11.22 Uhr: Seehofer fordert schnellen 5G-Mobilfunk auch für ländliche Regionen +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer verlangt nach einem Medienbericht, die Ausschreibungsregeln für das neue digitale  Mobilfunknetz 5G nachzubessern. Mit den bisherigen Vergabekriterien ließen sich keine gleichwertigen Lebensverhältnisse in Deutschland herstellen, wie sie der Koalitionsvertrag verlange, schrieb der CSU-Vorsitzende laut "Spiegel" an den Präsidenten der zuständigen Bundesnetzagentur. Nach derzeitigem Plan wären stattdessen 15 bis 20 Prozent der Bundesfläche nicht mit schnellen 5G-Verbindungen versorgt. Das betreffe vor allem ländliche Regionen. 

Seehofer liegt damit auf einer Linie mit einer Gruppe von Unionsabgeordneten, die ebenfalls befürchten, dass ländliche Regionen bei der Frequenzvergabe für die neue Mobilfunkgeneration 5G vernachlässigt werden. In einer Initiative fordern sie Fraktionschef Ralph Brinkhaus nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur deshalb auf, sich für eine flächendeckende 5G-Versorgung und damit gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen und urbanen Raum einzusetzen. Das sei auch Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands, heißt es in dem Papier. 

+++ 10.55 Uhr: Saudischer Außenminister: Khashoggi-Diskussion "hysterisch" +++

Saudi-Arabiens Außenminister Adel al-Dschubair hat die Diskussion um den Tod des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi als "hysterisch" bezeichnet. Die Menschen würden Saudi-Arabien für die Tötung verantwortlich machen, noch bevor die Ermittlungen abgeschlossen seien, sagte der Außenminister des Königreiches bei einer Sicherheitskonferenz in Bahrain. Er versprach, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden.

Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen forderte im Anschluss an die Ausführungen des saudischen Ministers, dass die Hintergründe der Tat "unabhängig von politischen Konsequenzen" komplett aufgedeckt werden müssten. Dies sei eine Frage der Menschenwürde.

Der Regierungskritiker Jamal Khashoggi war am 2. Oktober in das saudi-arabische Konsulat in Istanbul gegangen, um dort Papiere für seine geplante Hochzeit abzuholen. Danach war er verschwunden.

+++ 10.06 Uhr: Saudi-Arabien liefert Verdächtige im Fall Khashoggi nicht aus +++

Saudi-Arabien will die im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi festgenommenen Verdächtigen nicht an die Türkei ausliefern. "Sie sind in Saudi-Arabien inhaftiert, die Ermittlung findet in Saudi-Arabien statt und sie werden in Saudi-Arabien strafrechtlich verfolgt", sagte Riads Außenminister Adel al-Dschubeir. Die Türkei hatte am Freitag die Auslieferung der 18 Verdächtigen gefordert, die im Zusammenhang mit Khashoggis Tötung im saudiarabischen Konsulat in Istanbul festgenommen worden waren.

+++ 9.24 Uhr: Gewerkschaft fordert Ende der Polizei-Kooperation mit Saudi-Arabien +++

Nach der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi verlangt die Bundespolizeigewerkschaft ein sofortiges Ende der deutschen Polizei-Kooperation mit Saudi-Arabien. "Man darf moralische Aspekte bei solchen Einsätzen nicht außer Acht lassen", sagte Gewerkschaftschef Ernst G. Walter dem "Handelsblatt". Daher halte er "einen sofortigen Abzug unserer Kollegen aus Saudi-Arabien und die Beendigung der Unterstützung auf staatlicher Ebene nicht nur für richtig, sondern auch für dringend geboten".

Laut Bundesinnenministerium unterstützt die Bundespolizei seit 2009 Saudi-Arabien mit Training und Beratung bei der Modernisierung des Grenzschutzes. In Riad gibt es demnach ein "Projektbüro" mit fünf Bundespolizisten. Im laufenden Jahr seien dort bereits 70 Beamte zum Einsatz gekommen. Aktuell fänden allerdings keine Schulungen statt.

+++ 8.54 Uhr: Polizei sucht nach Freiburger Gruppenvergewaltigung weitere mögliche Täter +++

Nach der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg setzt die Polizei ihre Suche nach möglichen weiteren Tätern fort. Bisher hätten die Ermittlungen keine neuen Erkenntnisse gebracht, teilte ein Polizeisprecher mit. Am Freitag hatte die Polizei die Festnahme von acht Männern bekanntgegeben. 

Die Verdächtigen sollen die Studentin Mitte Oktober vergewaltigt haben. Die 18-Jährige sei zuvor in einer Diskothek gewesen, wo sie von einem Unbekannten ein Getränk erhalten habe. Was sich in dem Getränk befand, sei weiterhin unklar, hieß es am Samstag. Die junge Frau sei danach wehrlos gewesen. Für die Ermittlungen ist die "Ermittlergruppe Club" zuständig, zu der 13 Beamte des Freiburger Polizeipräsidiums zählen.

Die acht Festgenommenen sitzen laut Polizei unter dringendem Tatverdacht in Untersuchungshaft. Es handele sich um sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und einen 25 Jahre alten Deutschen.

+++ 5.34 Uhr: Immer mehr "Reichsbürger" bekannt +++

In Deutschland gibt es nach Erkenntnissen der Bundesregierung mittlerweile 19.000 sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter. 950 von ihnen werden als Rechtsextremisten eingestuft, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht, die der Nachrichtenagentur DPA vorliegt. "Reichsbürger" und "Selbstverwalter" erkennen die Bundesrepublik, das Grundgesetz, Behörden und Gerichte nicht an, Teile der Szene sind gewaltbereit. 

Für das Jahr 2017 ging das Bundesamt für Verfassungsschutz noch von etwa 16 500 "Reichsbürgern" und "Selbstverwaltern" aus, im Jahr davor von 10 000 Personen. Die hohe Steigerung führt der Inlandsgeheimdienst auf die "fokussierte Aufklärung des Phänomens" zurück. 

+++ 5.05 Uhr: Rekord-Eurojackpot nicht geknackt +++

Der Eurojackpot mit der Höchstsumme von 90 Millionen Euro ist am Abend erneut nicht geknackt worden. Die in Helsinki gezogenen Gewinnzahlen – 18, 19, 33, 38 und 44 sowie die beiden Eurozahlen 4 und 10 – brachten aber fünf Spielteilnehmern einen einstelligen Millionengewinn, teilt WestLotto mit. Sie gewannen in der zweiten Gewinnklasse. Jeweils 1,2 Millionen Euro gehen nach Hessen, Niedersachsen, Schweden, Ungarn und in die Niederlande. 

+++ 2.48 Uhr: Mexiko bietet Migranten Hilfe an +++

Die mexikanische Regierung hat den Tausenden Migranten aus Mittelamerika Unterstützung angeboten. "Wir wollen, dass du und alle Migranten sich sicher und geschützt fühlen", sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Freitag in einem an die Migranten gerichteten Video. Die Mittelamerikaner sollen Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten, ihre Kinder zur Schule schicken und arbeiten dürfen. Voraussetzung ist, dass sie in den südlichen Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca bleiben und einen Antrag auf legale Einreise oder ein Asylgesuch stellen. 

"Wir wissen, dass du eine Chance suchst, dass du ein neues Zuhause aufbauen und eine bessere Zukunft für deine Familie und deine Lieben willst. Heute reicht dir Mexiko die Hand", sagte Peña Nieto. Er rief die Mitglieder der sogenannten Migranten-Karawane auf ihrem Weg in die USA auf, sich zu registrieren und um einen Aufenthaltstitel zu bemühen. "Dieses Programm richtet sich nur an jene, die sich an die mexikanischen Gesetze halten", sagte der Präsident. 

Derzeit marschieren Tausende Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala durch Mexiko in Richtung USA. Die Menschen fliehen vor der Gewalt durch Jugendbanden und der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Region. US-Präsident Donald Trump hat bereits angekündigt, sie nicht ins Land lassen zu wollen.

+++ 0.22 Uhr: Bombendrohung: "Movie Park" in Bottrop evakuiert +++

Wegen einer angeblichen Bombendrohung ist am Freitag ein Freizeitpark in Bottrop geräumt worden. Der Warnhinweis eines Anrufers habe sich als "frei erfunden" herausgestellt, teilte die Polizei am Abend mit. Auf dem Gelände des "Movie Parks" sei nichts Verdächtiges gefunden worden.    

Hintergrund des Anrufs könnte nach Angaben der Ermittler ein privater Streit sein. Womöglich sollte durch den Warnhinweis Besuchern des Freizeitparks "der Abend verdorben werden", erklärte die Polizei. Wegen des falschen Notrufs wurde ein Strafverfahren eingeleitet.     

Der Hinweisgeber hatte die Polizei am Nachmittag über die angebliche Bombendrohung informiert. Der "Movie Park" wurde daraufhin vorsorglich evakuiert. Rund 11.000 Besucher mussten das Gelände verlassen. 

Mitten auf dem Gelände des Europa-Parks bricht in einer Lagerfeuer ein Feuer aus.

+++ 0.05 Uhr: Nachwahlbefragung: Irlands Präsident Higgins wiedergewählt +++

Irland hat sich nach ersten Nachwahlbefragungen für eine weitere Amtszeit seines Präsidenten Michael D. Higgins und die Abschaffung eines umstrittenen Blasphemie-Paragrafen ausgesprochen. Nach beinahe einheitlichen Ergebnissen von Nachwahlbefragungen des Fernsehens RTE und der "Irish Times" kam Amtsinhaber Higgins auf 58 bis 56 Prozent der Stimmen, vor dem Geschäftsmann Peter Casey, der bei knapp 21 Prozent lag. Der 77-Jährige Higgins hat das Amt bereits seit 2011 inne.

Deutlicher fiel das Ergebnis bei dem Referendum zur Abschaffung des  Blasphemie-Paragrafen in der Verfassung. Jeweils knapp 70 Prozent sprachen sich für die Streichung des Paragrafen aus, der Gotteslästerung unter Strafe stellt. Befragt wurden jeweils rund 3400 Wähler. Offizielle Ergebnisse der Wahl werden erst am Samstag erwartet.

wue / fs / AFP / DPA
Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg