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+++ Ukraine-Newsticker +++ Baltische Staaten fordern ständige Nato-Präsenz


Eine Lösung des Ukraine-Konflikts ist nicht in Sicht. Estland, Lettland und Littauen fühlen sich von Russland bedroht und fordern eine ständige Nato-Präsenz. Der Tag im stern.de-Ticker.

+++ 17:20 Uhr: Estland, Lettland und Littauen rufen nach der Nato +++

Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sprachen sich die Außen- beziehungsweise Verteidigungsminister Estlands, Lettlands und Litauens für eine dauerhafte Stationierung von Nato-Truppen auf ihrem Territorium aus. Die drei baltischen Länder fühlen sich durch eine verstärkte militärische Aktivität Russlands in der Region bedroht. die Nato-Präsenz sei eine "machtvolle Abschreckung gegen jeden möglichen Aggressor", sagte der estnische Verteidigungsminister Artur Jugaste. Bisher hat die NATO mit Rücksicht auf Russland davon abgesehen, Kampftruppen und Material in den östlichen Mitgliedstaaten zu stationieren. Seit der russischen Annexion der Krim überprüft die Allianz jedoch ihre Verteidigungspläne, insbesondere für das Baltikum.

+++ 13.14 Uhr: Straßenkämpfe in Mariupol +++

In Mariupol wird der 10. Mai zum Tag der Trauer für die Getöteten des 9. Mai erklärt. Die Kämpfe zwischen den Separatisten und der ukrainischen Armee gehen jedoch weiter. Ein gepanzertes Militärfahrzeug geriet dabei in Brandt.

+++ 11.35 Uhr: Bei Scheitern von Ukraine-Wahl Sanktionen +++

Deutschland und Frankreich haben gemeinsam eine Stabilisierung der Ukraine gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande pochten am Samstag in Stralsund auf die Abhaltung der für den 25. Mai geplanten Präsidentenwahlen und drohten anderenfalls mit einer Verschärfung der Sanktionen. Zudem forderten sie Russland auf, die militärische Bedrohung entlang der ukrainischen Grenze zu verringern, und verlangten einen "nationalen Dialog" zwischen den Konfliktparteien.

+++ 11.13 Uhr: Rot-Kreuz-Mitarbeiter in Donezk wieder frei ++

Die am Freitagabend in der ostukrainischen Stadt Donezk festgesetzten Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind nach Angaben der Hilfsorganisation wieder frei. Ein Team des örtlichen Roten Kreuzes und ein Mitglied des internationalen Roten Kreuzes seien von Unbekannten gefangengenommen worden, doch seien sie alle gegen 02.00 Uhr morgens (Ortszeit) wieder freigelassen worden, sagt eine Vertreterin der Hilfsorganisation in Kiew. Demnach handele es sich bei dem ausländischen Mitarbeiter um einen Schweizer.

+++ 10.10 Uhr: acker greifen Belgiens Außenministerium an +++

Das belgische Außenministerium wird Opfer eines Hackerangriffs. Mit einem Computervirus versuchen die Täter, "Informationen und Dokumente zur Ukraine-Krise" zu kopieren, erklärt Belgiens Außenminister Didier Reynders. Das Außenministerium und der militärische Geheimdienst hätten die Cyberattacke schon vor "einigen Tagen" bemerkt. Die Behörden prüfen nun Schäden und Identität der Hacker, auch Ministerpräsident Elio Di Rupo sei eingebunden. Den Zeitungen "De Tijd" und "L'Echo" zufolge steht Moskau hinter den Angriffen.

+++ 8.50 Uhr: Lage in Mariupol vorerst ruhig +++

In der südostukrainischen Großstadt Mariupol beruhigt sich die Lage nach tödlichen Gefechten. Die Nationalgarde habe sich aus dem Zentrum der Hafenstadt nahe der russischen Grenze zurückgezogen, teilt die Truppe mit. Es werde alles getan, um die Lage zu stabilisieren.

Am Vortag hatten sich Regierungseinheiten und prorussische Kräfte Schießereien um eine Polizeiwache geliefert, die ausbrannte. Bei den Unruhen wurden nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 7 Menschen getötet und fast 50 verletzt. Innenminister Arsen Awakow sprach von 20 getöteten "Terroristen". Ein Soldat sei ums Leben gekommen.

+++ 8.30 Uhr: Rot-Kreuz-Mitarbeiter unter Spionageverdacht +++

Die prorussischen Separatisten haben nach eigenen Angaben in der ostukrainischen Stadt Donezk mehrere Mitarbeiter des Roten Kreuzes gefangengenommen. Sie seien am Freitagabend unter Spionageverdacht festgenommen worden und die Vorwürfe würden derzeit geprüft, sagte ein Sprecher der selbsternannten "Volksrepublik Donezk", Kiril Rudenko. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden sieben Mitarbeiter festgenommen, darunter ein Franzose.

+++ 3.00 Uhr: Komorowski fordert klarere Haltung Deutschlands gegenüber Russland +++

Polens Präsident Bronislaw Komorowski fordert von Deutschland eine entschiedenere Haltung gegenüber Russlands Präsident Wladimir Putin und seiner Ukraine-Politik gefordert. Sein Land wünsche sich von der Bundesregierung "mehr Entschlossenheit, um den Konflikt zügig beizulegen, damit Europa und seine Nachbarn auch in Zukunft ohne Angst leben können", sagt Komorowski. "Ich habe wenig Verständnis für die Art, wie manche in Deutschland heute auf Russland schauen. Es entsteht der Verdacht, dass manche Politiker in Deutschland einen Weg in der Außenpolitik suchen, der für uns Polen schwer zu akzeptieren ist."

Trotz erster Erfolge der Wirtschaftssanktionen des Westens gegen Russland sei es dennoch fraglich "ob wir nicht mehr tun müssen", sagt der polnische Staatschef. "Es ist besser, das Feuer jetzt zu löschen, als zu warten, bis sich der Flächenbrand auf andere Staaten ausdehnt."

ivi/AFP/DPA/Reuters DPA Reuters

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