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Finanzkrise in Portugal Offizieller Hilferuf geht bei EU ein


Portugal hat einen offiziellen Antrag auf Milliardenhilfen bei der EU eingereicht. Das bestätigte der EU-Währungskommissar Olli Rehn. Wieviel Geld Lissabon genau benötigt ist noch unklar, zwischen 70 und 80 Milliarden Euro sind im Gespräch.

Portugal hat einen offiziellen Antrag auf Milliardenhilfen der EU eingereicht. Die EU-Kommission habe den Antrag am Donnerstagabend erhalten, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Freitag im ungarischen Gödöllö zum Beginn eines Treffens der europäischen Finanzminister. Der portugiesische Regierungschef José Socrates hatte bereits am Mittwoch angekündigt, dass sein hochverschuldetes Land das Gesuch stellen werde. Damit wird Portugal als drittes Land der Europäischen Union - nach Griechenland und Irland - an den Finanztropf kommen.

"Ich begrüße diesen verantwortungsvollen Schritt", sagte Rehn. Wieviel Finanzhilfe Lissabon benötigt, wurde nicht genannt. In der EU ist eine Summe zwischen 70 und 80 Milliarden Euro im Gespräch. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte dem Land bereits "schnellstmögliche" Hilfe zugesagt.

Bevor das Geld fließen kann, muss Portugal allerdings ein neues striktes Sparprogramm vorlegen. Genau mit einem solchen Sparprogramm war die Regierung Socrates vor gut zwei Wochen in Lissabon an der Opposition gescheitert.

Nach den Worten des belgischen Finanzministers Didier Reynders wird es in dieser Lage nun darauf ankommen, wie Portugal die nötige Konsolidierung der Staatsfinanzen organisiert. Der finnische Finanzminister Jyrki Katainen sagte, das kommende Sparpaket müsse härter als das vorige ausfallen. Dabei werde es darauf ankommen, nicht nur die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Zudem seien strukturelle Reformen nötig.

cjf/DPA DPA

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