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Ticker: Wer gewinnt wo bei den Demokraten

Der mit Spannung erwartete "Super Tuesday" hat im parteiinternen Rennen der US-Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur keine Entscheidung erbracht. Dennoch konnte Hillary Clinton sich ein Stück weit von ihrem Konkurrenten Barack Obama absetzen. Überraschend gewann sie im wichtigen Kalifornien.

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7 Uhr: Enges Rennen bei Demokraten - Clinton siegt in Kalifornien

Auch der Vorwahl-Marathon in mehr als 20 US-Staaten hat das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten noch nicht entschieden. Die New Yorker Senatorin Hillary Clinton gewann am Dienstag zwar unter anderem in den Schlüsselstaaten New York und Kalifornien, konnte ihren Rivalen Barack Obama aber nicht entscheidend distanzieren. Obama war in dreizehn Staaten erfolgreich, darunter vor allem im Süden, aber auch in seinem Heimatstaat Illinois. Am Dienstag waren bei den Demokraten 1.681 Delegierte zu bestimmen. Für die Nominierung sind in dieser Partei mindestens 2.025 Stimmen erforderlich. Derzeit hat Clinton 559 Delegierte auf ihrer Seite, Obama 456.

Clinton errang in mindestens acht Staaten Siege. Neben New York und Kalifornien verbuchte sie auch Erfolge in Massachusetts, New Jersey und Arkansas. Dort profitierte sie vom Ansehen ihres Mannes Bill Clinton, der diesen Staat als Gouverneur regierte.

Wo war welcher Kandidat bislang siegreich?
Hillary Clinton"Super Tuesday"Arizona, Arkansas, Kalifornien, Massachusetts, New Jersey, New York, Oklahoma, Tennessee
ZuvorFlorida, Nevada, Michigan, New Hampshire
Barack Obama"Super Tuesday"Alabama, Alsaka, Colorado, Connecticut, Delaware, Georgia, Idaho, Illinois, Kansas, Minnesota, Missouri, North Dakota, Utah
ZuvorSouth Carolina, Iowa

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6.26 Uhr: Clinton siegt in Kalifornien

Die demokratische Bewerberin Hillary Clinton hat bei den US-Präsidentschaftsvorwahlen am Dienstag (Ortszeit) die Vorwahl in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien gewonnen. Das meldeten mehrere US-Fernsehsender auf Basis von Nachwahlbefragungen. Allein in Kalifornien werden 441 Delegiertenstimmen vergeben. Am "Super Tuesday" waren bei den Demokraten 1.681 Delegierte zu bestimmen. Für die Nominierung sind in dieser Partei mindestens 2.025 Stimmen erforderlich. Derzeit hat Clinton 357 Delegierte auf ihrer Seite, Obama 287. In vielen Staaten, unter ihnen auch Kalifornien, bekommt der Sieger nicht alle Delegiertenstimmen, stattdessen werden sie proportional verteilt. Also kann auch Obama in Kalifornien viele Stimmen sammeln.

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5.40 Uhr: Wichtige Siege für Clinton und Obama - beide Konkurrenten halten Rede In den USA bleibt das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei auch nach dem "Super Tuesday" spannend. Sowohl Hillary Clinton als auch Barack Obama errangen am Dienstag wichtige Siege bei den parteiinternen Vorwahlen in mehr als 20 US-Staaten. Clinton gewann in ihrem Heimatstaat New York rund 60 Prozent der Stimmen. Mit einem Anteil von 37 Prozent sammelte aber auch Obama in diesem bevölkerungsreichen Staat wichtige Delegiertenstimmen für den Parteitag der Demokraten, auf dem im August der Präsidentschaftskandidat für die Wahl am 4. November nominiert wird. Clinton konnte sich auch im benachbarten New Jersey sowie in Massachusetts, Oklahoma, Tennessee, Arizona, Missouri und Arkansas durchsetzen - im letzteren Staat profitierte sie vom Ansehen ihres Mannes Bill Clinton, der dort als Gouverneur regierte.

++++++++++++++++++++++ 4.30 Uhr Obama siegt in Minnesota

Nach Hochrechnungen der US-Sender CNN und Fox News hat der schwarze Senator Barack Obama am Dienstag bei der Präsidentschaftsvorwahl im US-Staat Minnesota seine Rivalin Hillary Clinton geschlagen.

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4.25 Uhr: Obama siegt in Kansas und Connecticut

Senator Barack Obama hat aktuellen US-Medienberichten zufolge bei den Vorwahlen der Demokraten auch in den US-Staaten Kansas und Connecticut die meisten Stimmen bekommen. Zuvor gewann er bereits in North Dakota, Georgia, Illinois, Delaware, Alabama und Utah. Seine Rivalin Hillary Clinton setzte sich in den sechs Staaten Oklahoma, Arkansas, Tennessee, Massachusetts, New York und New Jersey durch.

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4 Uhr: Obama siegt in North Dakota

Senator Barack Obama hat bei den Wählerversammlungen (Caucus) der Demokraten im US-Staat North Dakota die meisten Stimmen bekommen. Die Abstimmung ist jedoch nicht so wichtig, da dort nur 21 von insgesamt 4049 Delegierten vergeben werden.

Doch zuvor gewann Obama bereits in Georgia, Illinois, Delaware, Alabama und Utah. Seine Rivalin Hillary Clinton setzte sich aber in den sehr wichtigen Staaten Massachusetts, New York und New Jersey durch, die aufgrund ihrer großen Bevölkerungszahl sehr viele Delegierte zum Nominierungsparteitag der Demokraten entsenden dürfen. Auch in Oklahoma, Arkansas, Tennessee siegte Clinton vor Obama.

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3.46 Uhr Clinton gewinnt in Massachusetts

Die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gewinnt Medienberichten zufolge die Vorwahlen in Massachusetts. Dies ist ein sehr überraschender Sieg für die frühere First Lady. Denn ihr Konkurrent Barack Obama hatte vor wenigen Tagen die Unterstützung des immens populären Senators aus Massachusetts, Edward Kennedy, bekommen. Der Bruder des legendären Ex-Präsidenten John F. Kennedy und andere Mitglieder des Kennedy-Clans hatten sich für Obama ausgesprochen. Massachusetts stellt 121 von insgesamt 4049 Delegierten auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer, New Jersey 127. Clinton hat bislang 299 Delegierte auf ihrer Seite, Obama 219.

Die New Yorker Senatorin Clinton gewann damit bislang in den sechs Staaten Oklahoma, Arkansas, Tennessee, Massachusetts, New York und New Jersey. Obama gewann in Georgia, Illinois, Delaware, Kansas und Alabama.

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3.30 Uhr: Clinton gewinnt New Jersey, Obama in Alabama

Die frühere First Lady Hillary Clinton hat nach Hochrechnungen des Senders MSNBC die demokratische Präsidentschaftsvorwahl am Dienstag im US-Staat New Jersey gewonnen. Ihr Konkurrent Barack Obama hat dagegen im Südstaat Alambama gesiegt. New Jersey stellt 127 von insgesamt 4049 Delegierten auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer, Alabama 60.

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3 Uhr: Clinton gewinnt New York, Obama gewinnt Delaware

Hillary Clinton gewinnt die US-Präsidentschaftsvorwahlen der Demokraten in New York. Der US-Sender CNN erklärte sie vor ihrem Konkurrenten Barack Obama zur Gewinnerin in dem Staat, den sie als Senatorin in Washington D.C. vertritt. Obama ist demnach der Sieger im kleinen Neu-England-Staat Delaware. Der Sender bezieht sich dabei auf erste Hochrechnungen, die jedoch jeweils große Vorsprünge zeigen. New York ist einer der wichtigsten Staaten, da hier 281 von insgesamt 4049 Delegierten auf dem Nominierungsparteitag im Sommer vergeben werden. Derzeit führt Clinton mit 279 zu 210 Delegierten.

Dass Clinton New York gewinnt, war erwartet worden. Überraschend ist jedoch, dass dort rund 75 Prozent der Latino-Wähler für Clinton gestimmt haben. Dass er bei dieser sehr wichtigen Wählergruppe so schlecht abschneidet, könnte sich für Obama auch in anderen Staaten mit vielen Latinos - wie Arizona und Kalifornien -sehr negativ auswirken.

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2.30 Uhr. Hillary Clinton gewinnt Arkansas und Tennessee:

Hillary Clinton gewinnt die US-Präsidentschaftsvorwahlen der Demokraten in Arkansas und Tennessee. Der US-Sender CNN erklärte sie vor ihrem Konkurrenten Barack Obama zum Gewinner in den beiden Staaten. Clintons Sieg in Arkansas war erwartet worden, schließlich war ihr Ehemann, Ex-Präsident Bill, jahrelang Gouverneur des Staates. Der Erfolg in Tennessee wird von US-Analysten als einigermaßen überraschend eingeschätzt, auch Obama hatte sich dort gute Chancen ausgerechnet. Bei der Vorwahl in New Jersey, einem wichtigen Staat mit vielen Delegiertenstimmen, ist Hillary Clinton zunächst in Führung gegangen. Nach Auszählung von wenigen Prozent der Stimmen lag Clinton nach Angaben des Senders CNN mit 58 Prozent vor Obama mit 37 Prozent.

Arkansas stellt bei den Demokraten insgesamt 47 der 4049 Delegierten auf dem Nominierungsparteitag im Sommer, in Tennessee sind es 85, New Jersey stellt 127.

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2.10 Uhr Barack Obama gewinnt Illinois und Georgia, Hillary Clinton in Oklahoma:

Der US-Sender CNN erklärte Obama zum Gewinner der Vorwahlen in Illinois und Georgia. Seine Konkurrentin Hillary Clinton gewinnt dagegen den Prognosen zufolge in Oklahoma. Noch gibt es aber keine offiziellen Ergebnisse. Illinois ist die Heimat von Obama, der den Staat mit der Hauptstadt Chicago als Senator im US-Senat vertritt. Illinois stellt bei den Demokraten insgesamt 185 der 4049 Delegierten auf dem Nominierungsparteitag im Sommer, in Oklahoma sind es 47, Georgia stellt 103.

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1.45 Uhr: Obama gewinnt Georgia

Obama hat die Vorwahlen in Georgia gewonnen. Der US-Sender CNN erklärte den US-Präsidentschaftskandidaten der Demokraten zum Sieger. Ersten Auszählungen aus dem Staat zufolge liegt Obama mit 64 Prozent vor Clinton mit 30 Prozent. Nach South Carolina ist dies der zweite Sieg Obamas in den Südstaaten, wo die Wähler mit dunkler Hautfarbe einen besonders großen Anteil stellen. Obama hatte auch die erste Vorwahl in Iowa gewonnen, Clinton siegte in New Hampshire, Nevada sowie gewann die Abstimmungen in Florida und Michigan, die wegen eines parteiinternen Streits jedoch keine Delegierten entsenden dürfen. Georgia stellt 103 der 4049 Delegierten auf dem Nominierungskongress der Demokraten im Spätsommer.

Für Obama ist ein Sieg in Georgia sehr wichtig, da dort viele Schwarze leben, die zu Obamas Kernwählerschaft zählen. CNN zufolge hat Obama 88 Prozent der Stimmen von schwarzen Wählern bekommen, Clinton nur 11. "Sie hat den Hintern verprügelt bekommen", bewertete ein CNN-Analyst das Ergebnis aus Georgia. Denn für Obama stimmte auch eine Mehrheit der weißen Männer. Dies werten Analysten als große Überraschung. Clinton lag nur bei weißen Frauen deutlich vor Obama.

Großer Preis ist Kalifornien

Die Kandidatenkür für die Nachfolge von Präsident George W. Bush ist am "Superdienstag" mit Abstimmungen in insgesamt 24 der 50 US-Staaten in die entscheidende Phase getreten. Die demokratischen Bewerber können sich am "Super Tuesday" insgesamt 1.681 Delegiertenstimmen sichern, notwendig für eine Kandidatur sind 2.025. Als "Großer Preis" gilt das Votum in Kalifornien, wo es für die Demokraten um 370 an das Vorwahlergebnis gebundene Delegierte ging.

Bis zu den Wahlen vom "Super-Dienstag" führte Clinton mit 261 zu 202 Delegiertenstimmen, einschließlich der sogenannten Superdelegierten. Dabei handelt es sich um Abgeordnete und Parteifunktionäre, die außerhalb der Vorwahlen für den Nominierungsparteitag delegiert werden.

Wahlstrategen gehen davon aus, dass weder der schwarze Senator noch die ehemalige First Lady als klarer Sieger aus den Abstimmungen hervorgeht. Vermutlich dürfte sich ihr Zweikampf noch über Wochen oder gar Monate hinziehen. Offiziell werden die Kandidaten bei den Nominierungs-Parteitagen der Republikaner und der Demokraten im Spätsommer ausgerufen - die Präsidentenwahl selbst ist am 4. November.

Noch am Dienstag eilten die Bewerber von Auftritt zu Auftritt und gaben TV-Interviews, um unentschlossene Wähler in letzter Minute auf ihre Seite zu ziehen. Jüngsten Erhebungen zufolge lag Clinton landesweit bei 45 Prozent, Obama nur hauchdünn dahinter. Der Senator aus Illinois hatte den Abstand zu seiner Rivalin, die noch vor einigen Monaten unangefochten vorne lag, in den vergangenen Wochen stetig verringert. Beide machten bereits klar, dass sie weiterkämpfen und ihre Kandidatur nicht zurückziehen wollen.

Die Wählerumfragen im Auftrag der Nachrichtenagentur AP und mehrerer Fernsehsender ergaben, dass Clinton diesmal nur einen leichten Vorsprung bei Frauen und weißen Wählern hatte. Bei den weißen Männern lag sogar Obama vorn, der auch wieder die meisten Stimmen der Schwarzen erhielt. Bei den Wählern mit lateinamerikanischer Herkunft, den "Hispanics", führte wiederum Clinton mit rund 60 Prozent. Wähler beider Parteien gaben die Entwicklung der Wirtschaft als wichtigstes Thema an. Bei den Demokraten folgten danach der Irak-Krieg und die Gesundheitsversorgung.

mta mit Agenturmaterial