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Die Morgenlage Biden nominiert Ex-General Lloyd Austin als ersten schwarzen US-Verteidigungsminister

Sehen Sie im Video: Der gewählte US-Präsident Joe Biden nominiert Ex-General Austin als Verteidigungsminister.




Der gewählte US-Präsident Joe Biden will weitere Schlüsselpositionen mit Vertrauten aus seiner Zeit als Vizepräsident unter dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama besetzen. Biden habe sich entschieden, den pensionierten General Lloyd Austin als Verteidigungsministers zu berufen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Das US-Nachrichtenportal "Politico" hatte zuerst über die Personalentscheidung berichtet. Austin war Kommandeur der US-Streitkräfte im Nahen Osten unter Obama und wäre der erste afroamerikanische Verteidigungsminister in der Geschichte Amerikas. Der 67-Jährige gilt als Verteidigungsminister bei einigen progressiven Gruppen als umstritten, da er unter anderem im Vorstand des Waffenherstellers Rytheon Technologies sitzt. Biden hatte zuvor angekündigt am Freitag seinen neuen Verteidigungsminister ernennen. Austin wäre der erste Afro-Amerikaner an der Spitze des Pentagons. Zudem müsste der Kongress seiner Ernennung zustimmen, da weniger als sieben Jahre seit seinem Militärdienst vergangen sind. Biden besetzte außerdem den kalifornischen Generalstaatsanwalt Xavier Becerra als Leiter des Gesundheits- und Sozialdienstes im Gesundheitsministerium, zudem habe Biden Dr. Anthony Fauci gebeten, als medizinischer Chefberater in seiner Administration weiterzumachen.
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Olaf Scholz eröffnet Haushaltswoche im Bundestag +++ Großbritannien beginnt mit flächendeckenden Impfungen +++ Jedes fünf Schulkind weltweit muss wegen Corona zuhause bleiben +++ Die Nachrichtenlage am Dienstagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

alle reden vom Impfen, in Großbritannien geht es heute schon los. Zuerst sollen über 80-Jährige, Mitarbeiter und Bewohner in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal das Mittel des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer erhalten - klingt alles sehr ähnlich wie die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission hier bei uns. Dabei handelt es sich um etwa sechs Millionen Menschen. Die Briten freuen sich, dass sie etwas schneller sind als die EU, weil sich die Genehmigungsverfahren für Impfstoffe unterscheiden. Beim Brexit-Deal allerdings sind sie allerdings sehr spät dran, weshalb sich jetzt Ministerpräsident Boris Johnson persönlich darum kümmern will - eine dramatische Polit-Show, um die Brexit-Hardliner im eigenen Land, die gar keinen Deal mit der EU wollen, zu überrumpeln, wie Beobachter glauben? Eine Entscheidung fällt wohl erst Silvester - wenige Stunden vor Ultimo. Auch das eine Geschichte aus dem Problemjahr 2020.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Brexit-Finale mit ungewissem Ausgang: Handelspakt auf der Kippe

Zitterpartie bis zum Schluss: Mit einem letzten Kraftakt haben die Europäische Union und Großbritannien zu Wochenbeginn versucht, doch noch einen Handelspakt für die Zeit ab dem 1. Januar zustande zu bringen. In Brüssel bewerteten EU-Unterhändler Michel Barnier, Diplomaten und Abgeordnete die Aussichten für eine Einigung heute düster. Doch noch war keine Seite bereit, die Verantwortung für ein Scheitern zu übernehmen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Premier Boris Johnson wollten bei einem Telefonat beraten, wie es weitergeht.

Berichte: Biden will schwarzen Ex-General zum Pentagon-Chef machen

Der künftige US-Präsident Joe Biden will nach übereinstimmenden Medienberichten mit Ex-General Lloyd Austin erstmals einen Schwarzen zum US-Verteidigungsminister berufen. Das meldeten die Nachrichtenseite "Politico" und der Sender CNN. Austin, 67, war zuletzt von 2013 bis zu seinem Ruhestand 2016 Kommandeur der US-Streitkräfte im Nahen Osten (Centcom) und kennt sich daher mit den weiterhin aktuellen Konfliktherden aus. Centcom ist verantwortlich für die US-Einsätze unter anderem im Irak, in Syrien und in Afghanistan. Zu Beginn seiner mehr als 40-jährigen Karriere im US-Militär war Austin nach Centcom-Angaben zunächst in Deutschland eingesetzt. 

Spahn: Härtere Maßnahmen bei weiter hohen Infektionszahlen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält schärfere Kontaktbeschränkungen für notwendig, sollten die hohen Corona-Infektionszahlen nicht zeitnah zurückgehen. Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, sei wahrscheinlich der erfolgreichere, sagte Spahn dem Fernsehsender Phoenix. Er schloss nicht aus, dass es auch einen erneuten Lockdown im Einzelhandel geben könnte. Das sei abhängig von den nächsten Tagen, ob es gelinge, die Zahlen runterzubringen, so Spahn.

Jedes fünfte Schulkind weltweit muss wegen Corona zuhause bleiben

Wegen im Zuge der Corona-Pandemie geschlossener Schulen müssen seit dem 1. Dezember rund 320 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit zuhause bleiben. Das berichtete das Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in New York unter Berufung auf Daten der Unesco. Damit sei fast jedes fünfte Schulkind weltweit betroffen. Im Vergleich zum 1. November stieg die Zahl der von Schulschließungen betroffenen Jungen und Mädchen noch einmal um fast 90 Millionen. Unicef monierte, durch die Schließungen litten die Kinder unter den verheerenden Auswirkungen auf ihr Lernen, ihr geistiges und körperliches Wohlbefinden, ihre Ernährung und ihre Sicherheit.

Hunderte Traktoren blockieren mehrere Discounter-Zentrallager

Hunderte Landwirte haben mit ihren Traktoren in der Nacht zum Dienstag in mehreren Bundesländern die Zentrallager von Discountern blockiert. In Niedersachsen meldete die Polizei an mindestens acht Standorten über das Bundesland verteilt Blockadeaktionen mit teils bis zu 200 Treckern. Zeitweise waren Zu- und Ausfahrten für den Lieferverkehr nicht mehr passierbar. Auch im nordrhein-westfälischen Greven standen etwa 50 Traktoren vor einem Zentrallager. In Montabaur in Rheinland-Pfalz wurde eine Blockade mit über einem Dutzend Traktoren bekannt. In jüngster Vergangenheit hatte es immer wieder Bauernproteste gegen die Preispolitik des Einzelhandels gegeben.

Hoffenheim siegt im Montagsspiel der Bundesliga

Die TSG 1899 Hoffenheim hat den ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga seit über zwei Monaten eingefahren. Die Kraichgauer siegten am Montagabend gegen den FC Augsburg mit 3:1 (1:1). Florian Grillitsch mit zwei Treffern (17. Minute und 46.) sowie Ihlas Bebou (50.) trafen für die Gastgeber, die in der Tabelle den Rückstand auf die Europapokalplätze auf vier Punkte verkürzten. Für den FCA erzielte Daniel Caligiuri den zwischenzeitlichen Ausgleich (31.).

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Großbritannien beginnt mit Impfungen gegen Corona 

Vor allen EU-Staaten will Großbritannien am Dienstag mit flächendeckenden Impfungen gegen Corona beginnen. Zuerst sollen über 80-Jährige, Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal das Mittel des Mainzer Herstellers Biontech und dessen US-Partners Pfizer erhalten. 50 Kliniken sollen als Impfzentren dienen. Die logistische Herausforderung ist groß, weil das Mittel bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss.

Prozessauftakt gegen inhaftierten Wuppertaler im Urlaubsort Antalya

Ein Zahnarzt aus Wuppertal muss sich am Dienstag im türkischen Urlaubsort Antalya unter anderem wegen des Vorwurfs der Präsidentenbeleidigung vor Gericht verantworten. Sein Mandant Kristian B. werde wegen der Corona-Pandemie per Video aus dem Gefängnis an der Verhandlung teilnehmen, sagte sein Anwalt Ahmet Ünal Ersoy der Deutschen Presse-Agentur. Er erwarte, dass sein Mandant aus der Untersuchungshaft entlassen werde.

Beginn der Haushaltswoche im Bundestag

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise beginnt am Dienstag im Bundestag die Haushaltswoche. Zunächst will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Planungen erläutern, bevor dann bis Freitag über die Etats der einzelnen Ressorts beraten wird. Am Mittwoch kommt es zum Ressort des Kanzleramts zur sogenannten Generaldebatte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Am Freitag stimmt der Bundestag dann über den Haushalt 2021 ab.

Letzte Plädoyers der Nebenklage im Halle-Prozess

Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag von Halle stehen die letzten Plädoyers der Nebenklage an. Dabei sollen am Dienstag (9.30 Uhr) auch zwei Überlebende aus der Synagoge vor dem Oberlandesgericht (OLG) Naumburg das Wort bekommen. Geplant sind außerdem die Schlussvorträge von Vertretern weiterer Überlebender, darunter die der Polizisten, auf die der Attentäter geschossen hatte. 14 der 21 Vertreter der Nebenklage hatten schon an den letzten beiden Prozesstagen plädiert.

Folgt auf die Corona-Krise die Pleitewelle? Insolvenzzahlen 2020 

Die Pleitewelle ist trotz Corona-Krise bislang ausgeblieben. Mehr noch: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank in den vergangenen Monaten sogar. Staatliche Hilfsmilliarden und Ausnahmeregelungen entspannten die Lage in der Pandemie. An diesem Dienstag (10.30 Uhr) veröffentlicht die Wirtschaftsauskunftei Creditreform auf Basis der Zahlen bis einschließlich November ihre Hochrechnung zu den Unternehmenspleiten in Deutschland im Gesamtjahr 2020.

Rapper Kollegah wegen unerlaubten Waffenbesitzes vor Gericht 

Gangster-Rapper Kollegah muss wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz an diesem Dienstag (11.30) in Viersen vor Gericht. Polizisten wollen in seinem Wagen eine täuschend echt wirkende Schreckschusspistole entdeckt haben, die unter das Waffenrecht fallen soll. Den dafür benötigten kleinen Waffenschein soll der Musiker aber nicht besessen haben.

Leipzig und Dortmund beschließen Gruppenspiele in Champions League

Die Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und Borussia Dortmund beschließen an diesem Dienstag ihre Gruppenspiele in der Champions League. Dabei geht es vor allem für die Leipziger noch um sehr viel. Mit einem Sieg im Heimspiel (21.00 Uhr/Sky) gegen Manchester United qualifiziert sich das Team von Trainer Julian Nagelsmann wie im Vorjahr für das Achtelfinale. Bei einer Niederlage droht in der Gruppe H Platz drei und der Abstieg in die Europa League. Vor dem letzten Spieltag haben Leipzig, Manchester und Paris Saint-Germain jeweils neun Punkte.

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Ihre stern-Redaktion

DPA AFP

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