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Die Morgenlage Markus Söder: Dieses Jahr bleibt niemand sitzen, aber womöglich fällt das Oktoberfest aus

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USA: 2600 Tote in 24 Stunden - Trump verkündet, wie es weitergeht +++ NRW will Schulen teilweise wieder öffnen +++ Südkoreaner bestätigen Regierung mit Drei-Fünftel-Mehrheit +++ Die Nachrichtenlage am Donnerstagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gibt in der Corona-Krise weiter den Hardliner. Anders als etwa sein Kollege aus Düsseldorf, will er die Beschränkungen nicht so flink lockern. Für die Schüler aber hat das auch Vorteile: Wegen des Schulausfalls wird kein Schüler sitzen bleiben müssen, sagte er am Mittwochabend auf einer Veranstaltung der "Bild"-Zeitung. Ein ganz mieses Gefühl hat er dagegen was das bei den Bayern heilige Oktoberfest angeht: "Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt", so der Mann im Bayerischen Rundfunk. Ein spätsommerliches München ohne Wiesn? Auch kaum vorstellbar. In den nächsten zwei Wochen will Söder darüber mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beraten.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Südkoreaner bestätigen Regierung mit Drei-Fünftel-Mehrheit

Mitten in der Coronavirus-Krise haben die südkoreanischen Wähler dem sozialliberalen Parteilager von Präsident Moon Jae In einen überwältigenden Sieg verschafft. Der Erfolg bei der Parlamentswahl stärkt der Regierung in ihrem auch international gewürdigten Vorgehen gegen den Ausbruch von Covid-19 den Rücken. Nach Auszählung fast aller Stimmen sicherten sich die Demokratische Partei Koreas (Minjoo) und ihre Satellitenpartei eine komfortable Drei-Fünftel-Mehrheit in der 300 Sitze zählenden Nationalversammlung.

NRW will Schulen teilweise wieder öffnen

Nordrhein-Westfalen will nach den Worten von Ministerpräsident Armin Laschet die Schulen in der kommenden Woche teilweise wieder öffnen. Dies gelte für Prüfungs- und Prüfungen vorbereitende Abschlussklassen dieses Schuljahres. In NRW seien am 12. Mai die Abiturprüfungen geplant, hinzu komme der Abschluss der früheren Mittleren Reife. "Und genau die Klassen sind es, die in der nächsten Woche wieder in den Unterricht gehen können." Ab dem 4. Mai sollten dann auch Schüler der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen haben, hinzukommen sowie die letzte Grundschulklasse.

Zietlow zieht sich aus Facebook zurück

Nach umstrittenen Postings zur Corona-Krise hat die Fernsehmoderatorin Sonja Zietlow ihr Facebook-Profil eigenen Worten zufolge vorerst gelöscht. "Ich muss mir leider selbst den Vorwurf machen, dass ich Facebook unterschätzt habe", sagte die 51-Jährige der Nachrichtenagentur DPA. Sie habe sich entschieden, "diesem digitalen Watschen-Karussell bis auf weiteres den Rücken zu kehren", ließ die RTL-Dschungelcamp-Moderatorin weiter mitteilen. Zietlow hatte auf ihrer privaten Facebook-Seite Kommentare, Bilder und Videos zu Corona gepostet und war als "Verschwörungstheoretikerin" angegangen worden.

S-Bahn-Waggon in Berlin entgleist - keine Verletzten

Eine Berliner S-Bahn ist teilweise entgleist. Verletzt wurde nach erstem Kenntnisstand niemand, wie ein Bahnsprecher sagte. Am Bahnhof Lichtenberg sprang demnach der letzte Waggon einer S75 aus den Schienen und kippte seitlich weg. 15 Fahrgäste seien in der Bahn gewesen, als der Waggon gegen 21 Uhr entgleiste. Zwischen Ostkreuz und Springpfuhl wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, wie der Sprecher sagte. Wie lange die Bahnstrecke gesperrt bleibt, war zunächst nicht absehbar. Zur Ursache könne noch nichts gesagt werden, sagte der Sprecher.

Mehr als 4000 neue Corona-Infektionen in der Türkei

Die Zahl der bekannten Erkrankungen in der Türkei ist um 4281 gestiegen, die Zahl der Toten um 115. Den Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca zufolge sind damit insgesamt 69.392 Infektionen und 1518 Todesfälle verzeichnet.

Das wird heute wichtig:

2600 Tote in 24 Stunden - Trump verkündet, wie es weitergeht

Donald Trump will im Laufe des Tages seine Marschroute für ein Wiederhochfahren der US-Wirtschaft bekannt geben. Der US-Präsident sagte, die USA hätten den Höhepunkt bei den Corona-Fallzahlen wahrscheinlich hinter sich. Kurz danach veröffentlichte die Johns-Hopkins-Universität ihre neuesten Zahlen: Binnen binnen 24 Stunden starben in den USA fast 2600 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion - die höchste Todesfallzahl an einem einzigen Tag weltweit. "Morgen wird ein großer Tag", sagte Trump. "Wir werden die Bundesstaaten wieder öffnen, einige Staaten viel früher als andere." In einigen Staaten könnten die Corona-Einschränkungen vor dem 1. Mai gelockert werden.

Staats- und Regierungschefs der G7 beraten über Corona-Krise

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe führender Industrieländer werden sich in einer vertraulichen Videoschalte über den Kampf zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beraten.

Polens Parlament stimmt in erster Lesung über Verschärfung des Abtreibungsrechts ab

Das Parlament will in erster Lesung über einen Gesetzentwurf abstimmen, nach dem eine Abtreibung auch bei schweren Missbildungen des Kindes nicht mehr erlaubt sein soll. Polen hat bereits ein sehr restriktives Abtreibungsrecht. Ein ähnlicher Vorstoß scheiterte schon einmal an breitem gesellschaftlichem Widerstand. Doch diesmal sind Demonstrationen wegen der Coronavirus-Epidemie nicht möglich. Das Parlament befasst sich außerdem mit Entwürfen zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen für Sexualkunde und zur Frage einer Entschädigung für jüdisches Eigentum, das nach dem Zweiten Weltkrieg an den polnischen Staat fiel.

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