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Die Morgenlage: WHO warnt vor drastischem Anstieg der Krebserkrankungen

Zahl der Coronavirus-Infektionen in China steigt rasant +++ Warnstreiks von Ärzten an Unikliniken +++ Vertragsunterzeichnung für geplante Minderheitsregierung in Thüringen +++ Die Nachrichtenlage am Montag.

Auf einem Monitor im Kontrollraum des Deutschen Krebsforschungszentrum erscheint das Querschnittsbild einer Prostata

Ein Mitarbeiter betrachtet in einem Kontrollraum des Deutschen Krebsforschungszentrum auf einem Monitor das Querschnittsbild einer Prostata

DPA

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

heute ist Weltkrebstag. Die Weltgesundheitsorganisation hat aus diesem Anlass einen Bericht über die Krankheit veröffentlicht, in dem sie davon ausgeht, dass die Krebserkrankungen in der gesamten Welt bis 2040 stark zunehmen werden. Die WHO fordert dass nicht nur Krebspatienten in reichen Ländern, sondern Menschen überall auf der Welt von den in den vergangenen Jahren erreichten Therapie-Verbesserungen "gleichermaßen profitieren" müssten.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

WHO warnt vor drastischem Anstieg der Krebserkrankungen in armen Ländern

Die Weltgesundheitsorganisation  warnt vor einem drastischen Anstieg der Krebserkrankungen in armen Ländern in den kommenden Jahrzehnten. In Staaten mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau wird bis zum Jahr 2040 die Zahl der Krebsfälle ohne energische Gegenmaßnahmen um 81 Prozent steigen, wie die WHO in einem zum heutigen Weltkrebstag veröffentlichten Bericht vorhersagt. Als Grund nannte die Organisation, dass in diesen Ländern mit begrenzten Ressourcen der Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Infektionen und die Versorgung von Müttern und kleinen Kindern gelegt werde. Maßnahmen gegen den Krebs würden dabei vernachlässigt.

In ihrem Bericht schätzt die WHO, dass die Krebserkrankungen in der gesamten Welt bis 2040 um 60 Prozent zunehmen werden. Laut Schätzung der Organisation könnten zusätzliche Investitionen von 23 Milliarden Euro innerhalb der nächsten zehn Jahre rund sieben Millionen Menschen vor dem Tod durch Krebs bewahren.

Kleiner Junge läuft den Flur einer Schule entlang

Erste Vorwahlen im US-Präsidentschaftsrennen haben in Iowa begonnen

Im US-Bundesstaat Iowa haben die ersten Vorwahlen im US-Präsidentschaftsrennen begonnen. Bei Parteiversammlungen, verteilt über den ganzen Staat, stimmten Demokraten und Republikaner seit gestern Abend darüber ab, wen sie für den besten Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei halten. Präsident Donald Trump gewann erwartungsgemäß mit überwältigender Mehrheit die erste Vorwahl der Republikanischen Partei, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten. Bei den Demokraten ist das Ergebnis noch nicht bekannt.

Zahl der Coronavirus-Infektionen in China steigt rasant

Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bis heute 20.438 bestätigte Erkrankungen - 3225 neue Fälle im Vergleich zu gestern. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425. Es ist der bisher stärksten Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der Todesfälle innerhalb eines Tages. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zwölf Menschen nachgewiesen.

Das wird heute wichtig:

Polizeikongress in Berlin: Grenzschutz und Rechtsextremismus

Neue Routen für irreguläre Migration und der Kampf gegen Rechtsextremismus stehen in den kommenden zwei Tagen beim Europäischen Polizeikongress in Berlin auf dem Programm. Die Eröffnungsrede hält Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Er war zuletzt von Innenpolitikern der CDU kritisiert worden, weil er den Einsatz von automatisierter Gesichtserkennung an Bahnhöfen und Flughäfen aus einem Entwurf für das neue Bundespolizeigesetz gestrichen hat. 

Vertragsunterzeichnung für geplante Minderheitsregierung in Thüringen

In Thüringen wollen Spitzenpolitiker von Linken, SPD und Grünen ihren Vertrag für eine gemeinsame Minderheitsregierung unterzeichnen. Die drei Parteien sind seit 2014 Regierungspartner, verloren aber bei der Landtagswahl Ende Oktober ihre Mehrheit im Parlament. Am Mittwoch soll in Thüringen ein neuer Ministerpräsident gewählt werden. Bodo Ramelow (Linke) will Regierungschef bleiben. 

Krippenkind ertrunken - Prozess gegen Betreuerinnen beginnt

Wegen des Todes eines Krippenkindes müssen sich vier Betreuerinnen vor dem Amtsgericht Wolfsburg verantworten. Sie sind wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft bemerkten die Beschuldigten im April 2019 nicht, dass sich ein 16 Monate alter Junge von der Gruppe entfernt hatte und in ein etwa 30 Meter entferntes Regenrückhaltebecken gestürzt war. Der Junge wurde in eine Klinik gebracht, wo er zwölf Tage später an Hirnschäden durch Ertrinken starb. Nach Angaben der Ermittlungsbehörde lag das Kind mindestens 30 Minuten im Wasser, bevor die Beschuldigten Rettungsmaßnahmen einleiteten. Geklärt werden muss auch, ob die beiden Erzieherinnen, eine Sozialassistentin und eine Praktikantin, überhaupt zu dem Spielplatz nahe der Kita im Stadtteil Nordsteimke hätten gehen dürfen. Die Anlage soll nur für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren angelegt sein.

Warnstreiks von Ärzten an Unikliniken - Dritte Tarifrunde

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat rund 20.000 Ärzte an 23 Universitätskliniken zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will sie Druck in den Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) machen, die am frühen Nachmittag (14.00 Uhr) in dritter Runde in Hannover fortgesetzt werden. Der Gewerkschaft sind vor allem die vielen Nacht- und Wochenenddienste der Ärzte ein Dorn im Auge.

DFB-Pokal-Achtelfinale: Frankfurt fordert Leipzig

RB Leipzig will nach dem Verlust der Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga ein Aus im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Eintracht Frankfurt ab 18.30 Uhr unbedingt verhindern. Hertha BSC Berlin hofft mit einem Sieg bei Schalke 04 einen Schritt Richtung Endspiel im heimischen Olympiastadion im Mai zu machen. Außerdem spielen Werder Bremen gegen Borussia Dortmund und der 1. FC Kaiserslautern gegen Fortuna Düsseldorf (20.45)

mad / rw / DPA / AFP

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