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Reaktion auf Dobrindt-Tirade Westerwelle nennt CSU-Äußerungen zu Euro-Debatte "unpatriotisch"


Der Außenminister schießt gegen die CSU: Guido Westerwelle hat mit deutlichen Worten vor einer Anti-Euro-Debatte in Bayern gewarnt.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat vor einer Anti-Euro-Debatte in Bayern gewarnt. Die Wirtschaft in diesem Bundesland hänge so stark an Exporten, "dass es geradezu unpatriotisch, dass es geradezu gegen Landesinteressen wäre, wenn man partiell in Bayern der Auffassung wäre, dass man Europa aufgeben oder das Ausfransen Europas zulassen könnte", sagte Westerwelle am Dienstag auf dem Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz in Berlin. Er spielte damit auf Äußerungen von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt an, der ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone als unvermeidlich bezeichnet und EZB-Präsident Mario Draghi einen "Falschmünzer" genannt hatte. ""Diese teutonische Keule, die teutonische Axt wird zum Bumerang, sie fällt uns vor die Füße." ", warnte Westerwelle. "Wir können ja mal die Aufgabe Europas und des Euro mit bayerischen Unternehmen wie Audi diskutieren."

Der FDP-Politiker hatte bereits am Montag die CSU-Kritik an Griechenland kritisiert. "Das ist unpatriotisch, Europa auf die schiefe Bahn zu setzen. Es ist gegen deutsche Interessen, wenn wir hier Europa zerreden, nur weil man da in bestimmten Kreisen Beifall erhält", hatte Westerwelle bereits zum Auftakt der Botschafterkonferenz gemahnt. "Die bayerische Wirtschaft wäre fertig ohne Europa."


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