VG-Wort Pixel

Nach Bund-Länder-Gipfel Wann die Schulen und Kitas in den einzelnen Bundesländern wieder öffnen

Nach Bund-Länder-Gipfel: Wann die Schulen und Kitas in den einzelnen Bundesländern wieder öffnen
Mehr
Nach den Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise bereiten viele Bundesländer nun die Wiederöffnung von Kindertagesstätten und Schulen vor. Die Pläne von Schleswig-Holstein bis Bayern im Überblick.

Viele Grundschulen und Kitas in Deutschland sollen vom 22. Februar an wieder schrittweise ihren Betrieb aufnehmen. Nach den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Coronakrise plant eine Mehrzahl der Bundesländer mit der Rückkehr von Kindern und Grundschülern ab diesem Datum. Dazu zählen etwa Nordrhein-Westfalen, Bayern, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg, Berlin und Hessen. Mecklenburg-Vorpommern will am 24. Februar starten. Geknüpft wird die Rückkehr teilweise auch an bestimmte Inzidenzzahlen.

Sachsen hat angekündigt, seine Einrichtungen schon am Montag wieder zu öffnen. Sachsen-Anhalt will bisher an seinem Plan festhalten, die Schulen vom 1. März an schrittweise wieder zu öffnen. In Niedersachsen sind Grundschüler bereits seit Januar wieder im sogenannten Wechselbetrieb. Darum geht es nun überwiegend auch in den anderen Ländern. Das heißt, Klassen werden geteilt und besuchen abwechselnd die Schule.

Länder: Entscheidung über weiteres Vorgehen eigenständig

Die meisten älteren Schüler werden voraussichtlich erst im März ihre Einrichtung wieder von innen sehen, mit Ausnahme von Abschlussklassen, für die auch bisher schon Präsenzunterricht möglich war.

Bund und Länder hatten bei ihren Beratungen am Mittwoch festgehalten, dass die Länder eigenständig über das weitere Vorgehen an Schulen und Kitas entscheiden sollen. Eine ähnliche Vereinbarung hatten sie auch schon im Frühjahr nach der ersten Corona-Welle getroffen.

Die Öffnungspläne der Länder im Überblick:

Baden-Württemberg: Kitas und Grundschulen sollen nach den Faschingsferien ab dem 22. Februar schrittweise geöffnet werden. Im Kern liege das Konzept für den Wiedereinstieg in den Präsenzbetrieb an den Grundschulen bereits vor, so Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU): "Es geht um einen Wechselbetrieb, in dem jeweils zwei Klassenstufen in die Präsenz kommen, die beiden anderen Klassenstufen von zu Hause aus lernen."

Bayern: In Bayern sollen Grundschulklassen ab dem übernächsten Montag (22. Februar) an die Schulen zurückkehren – aber nur im Wechselunterricht und nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. Auch Kitas sollen an diesem Termin wieder im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München an.

Berlin: In Berlin sollen die Schulen ab 22. Februar wieder schrittweise öffnen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) an. Es gehe nicht um eine Öffnung auf einen Schlag, sondern um "ein schrittweises Hochfahren des Präsenzbetriebes an den Grundschulen" mit Wechselunterricht, Hygieneregeln und auch neuen Testmöglichkeiten für Lehrer und Kinder.

Brandenburg: Geplant ist ein Wechselunterricht in den Klassenstufen 1 bis 6 ab dem 22. Februar. Wann auch weiterführende Schulen wieder öffnen können, sei laut Ministerpräsident Dietmar Woidke noch offen – man sei in den Oberschulen aber auch in einer anderen Situation: "Distanzunterricht funktioniert bei den Kleinen nur sehr eingeschränkt, bei den Großen geht das schon besser."

Bremen: Termine zur Öffnung wurden im Stadtstaat bislang noch nicht bekanntgegeben.

Hamburg: In der Hansestadt sollen Schulen und Kitas nicht vor dem 7. März öffnen. Als Grund führt Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher die Frühjahrsferien an, die in Hamburg schon am 1. März beginnen.

Hessen: Ein Wechselunterricht soll in den Klassenstufen 1 bis 6 ab dem 22. Februar stattfinden, kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) an. Von Klasse sieben an gelte mit Ausnahme von Abschlussklassen Distanzunterricht. Das soll vorerst bis zu den Osterferien Bestand haben. Auch für die Kitas soll ab dem 22. Februar wieder der eingeschränkte Regelbetrieb gelten.

Mecklenburg-Vorpommern: Grundschulen und Kitas sollen ab dem 22. Februar wieder öffnen. Dies soll für Landkreise und kreisfreie Städte gelten, die einen Inzidenzwert von unter 50 haben – einen Schwellenwert, den die Landkreise Vorpommern-Rügen, Rostock, Nordwestmecklenburg sowie die Hansestadt Rostock derzeit unterschritten haben. Die höheren Jahrgangsstufen sollen weiterhin landesweit zu Hause lernen, ausgenommen sind Abschlussklassen.

Niedersachsen: Termine zur Öffnung wurden hier noch nicht festgelegt. Ein Zehn-Punkte-Plan, der das weitere Vorgehen bei den Schulöffnungen skizziert, soll noch in dieser Woche vorgestellt werden.

Nordrhein-Westfalen: Im größten Bundesland ist eine schrittweise Öffnung der Schulen ab dem 22. Februar hin zum Präsenzbetrieb geplant.

Rheinland-Pfalz: "Es ist klar, dass mit Schulen und Kitas die ersten Schritte gemacht werden müssen", sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Mit dem Wechselunterricht wolle man deshalb ab dem 22. Februar "durchstarten".

Saarland: Der Wechselunterricht an Grundschulen soll ab dem 22. Februar beginnen, kündigte Ministerpräsident Tobias Hans an. Der Schritt werde begleitet von einem strengen Hygienekonzept und ausgiebigen Testungen.

Sachsen: Ministerpräsident Kretschmer sagt: "Sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen zunächst die Kindergärten öffnen und die Grundschulkinder wieder in die Schulen gehen können." Für Grundschulen und Kitas gilt daher ein eingeschränkter Regelbetrieb ab dem 15. Februar, die Präsenzpflicht bleibt aber ausgesetzt.

Sachsen-Anhalt: Ministerpräsident Reiner Haseloff ist vorsichtiger als die Nachbarn in Sachsen: Eine Öffnung von Schulen und Kitas ist ab dem 1. März angepeilt, eingeschränkter Präsenzunterricht soll für ältere Schüler gelten.

Schleswig-Holstein: Regelbetrieb an Grundschulen und Kitas soll es ab dem 22. Februar geben, zur gleichen Zeit wechseln die Kitas von Not- in den Regelbetrieb. Ministerpräsident Daniel Günther kündigte ein "echtes Testregime" für Schulen und Kitas an

Thüringen: Genaue Termine sind noch offen, aber Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hat sich für eine schrittweise Öffnung der Schulen im Freistaat ausgesprochen: "Mein Vorschlag ist, zuerst mit den Grundschulkindern und den Kindergärten in Stufe gelb zu beginnen. Danach könnten zeitlich versetzt die 5. und 6. Klasse starten."

tim

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker