VG-Wort Pixel

Die Morgenlage "Sehr behutsam" und mit OP-Masken: Lehrerverband warnt vor zu schneller Öffnung der Schulen

Digitaler Unterricht via Teams
Sehen Sie im Video: So funktioniert digitaler Unterricht - eine Schule in Neu-Ulm macht's vor. Videoquelle: RTL.de
Mehr
14 Leichen nach Sturzflut im indischen Himalaya geborgen +++ Überragender Brady führt Tampa Bay zum Super-Bowl-Triumph +++ Myanmars Aktivisten rufen zum Generalstreik auf +++ Die Nachrichtenlage am Montagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

der harte Lockdown in Deutschland ist bis zum kommenden Sonntag gesetzt – bis dahin bleiben auch Kitas und Schulen weitgehend geschlossen. Bevor am Mittwoch über den weiteren Fahrplan beraten wird, mehren sich die Forderungen, Kitas und Schulen stufenweise wieder zu öffnen. Der Deutsche Lehrerverband sieht das kritisch und warnt vor überstürzten Handlungen. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

14 Leichen nach Sturzflut im indischen Himalaya geborgen

Durch die von einem Gletscherabbruch in Nordindien ausgelöste Sturzflut in Nordindien sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 170 weitere werden noch vermisst, wie die Behörden mitteilten. In einer ersten Bilanz am Sonntag hatten die Behörden noch bekanntgegeben, dass drei Menschen tot geborgen worden seien. Die Zahl der Vermissten war ursprünglich mit etwa 200 beziffert worden. Nun teilte die Regierung des Bundesstaats Uttarakhand mit, dass 14 Leichen geborgen worden seien. 15 Menschen seien gerettet worden. Durch den Abbruch des Gletschers im indischen Teil des Himalaya-Gebirges war der Dhauliganga-Fluss zu einer Sturzflut angeschwollen. Die Wassermassen rissen Brücken und Straßen mit. Zwei Kraftwerke wurden unter den Fluten und Gesteinsmassen begraben. Zahlreiche Dörfer in der betroffenen Region wurden evakuiert. Bei den meisten Vermissten handelte es sich den Angaben zufolge um Arbeiter in zwei Kraftwerken.

Überragender Brady führt Tampa Bay zum Super-Bowl-Triumph

Star-Quarterback Tom Brady hat die Tampa Bay Buccaneers zum Triumph im Super Bowl geführt und seinen siebten Meistertitel gewonnen. Das Team aus Florida setzte sich im Finale der National Football League gestern überlegen mit 31:9 gegen die Kansas City Chiefs und Spielmacher Patrick Mahomes durch. Die Buccaneers gewannen damit ihre zweite Meisterschaft nach 2003. Sie waren das erste Team der NFL-Geschichte, das einen Super Bowl im eigenen Stadion spielte. Vorjahreschampion Kansas City verpasste hingegen die erfolgreiche Titelverteidigung. Mit sechs Super-Bowl-Siegen für die New England Patriots war Brady bereits zuvor der erfolgreichste Footballprofi der Geschichte und untermauerte den Ausnahmestatus in seiner ersten Saison für die Bucs eindrucksvoll. Der 43-Jährige warf in seinem zehnten Final-Auftritt drei Touchdownpässe, zwei davon auf seinen langjährigen Teamkollegen Rob Gronkowski. 

Myanmars Aktivisten rufen zum Generalstreik auf

Myanmar hat sich heute auf neue Proteste gegen den Militärputsch vorbereitet. Gleichzeitig riefen prominente Aktivisten zu einem landesweiten Generalstreik auf. Am Wochenende hatten zehntausende Demonstranten gegen die Militärs protestiert und die Freilassung der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi gefordert. Das Militär in Myanmar hatte sich in der Nacht zum 8. Februar zurück an die Macht geputscht. Die seit 2016 als faktische Regierungschefin amtierende Aung San Suu Kyi wurde knapp drei Monate nach ihrem klaren Wahlsieg zusammen mit zahlreichen anderen Politikern festgesetzt und soll sich im Hausarrest befinden. Nach Medienberichten gab es landesweit Proteste, unter anderem in den beiden größten Städten, Yangon und Mandalay, aber auch in der vom Militär dominierten Hauptstadt Naypidaw.

Palästinenser wollen eigene Postleitzahlen einführen

Die Palästinenserverwaltung im Westjordanland will ihre eigenen Postleitzahlen einführen. Die Maßnahme solle der Durchsetzung der "palästinensischen Rechte" dienen, sagte der palästinensische Kommunikationsminister Ishak Sidr gestern in Ramallah. Bislang müssen Briefe und Pakete für Adressaten in den Palästinensergebieten oder von dortigen Absendern über Israel oder Jordanien befördert werden. Die Palästinenserverwaltung wirft Israel vor, die Lieferung von Paketen immer wieder zu blockieren. Die Palästinenserverwaltung habe den Weltpostverein (WPF) über die Einführung der Postleitzahlen informiert, gab Sidr bekannt. Ab April würden Postsendungen ohne diese Postleitzahlen nicht mehr bearbeitet.

Biden erinnert vor Super Bowl an Corona-Opfer

US-Präsident Joe Biden hat vor dem Super Bowl zum Gedenken an die Opfer von Covid-19 aufgerufen. "Lasst uns an alle diejenigen erinnern, die wir verloren haben", sagte Biden in einer aufgezeichneten Videobotschaft gestern vor dem Finale der National Football League in Tampa (Florida). Er rief die Amerikaner außerdem dazu auf, sich impfen zu lassen. In den USA sind laut der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore bereits mehr als 460.000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. In absoluten Zahlen sind dies mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Lehrerverband warnt vor zu rascher Öffnung der Schulen

Der Deutsche Lehrerverband hat vor einer schnellen Wiedereröffnung der Schulen gewarnt. Eine Öffnung sei nur "sehr behutsam und vorsichtig" und "auf keinen Fall flächendeckend in allen Regionen möglich", sagte Verbandspräsident Hans-Peter Meidinger der Zeitung "Die Welt" in der heutigen Ausgabe. Auch in Städten und Landkreisen mit geringem Infektionsgeschehen sollten Bildungseinrichtungen nur stufenweise in den Wechselbetrieb zwischen Präsenz- und Fernunterricht zurückkehren und in halbierten Gruppen mit Mindestabstand unterrichten, forderte er. Meidinger plädierte zudem dafür, eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken für Lehrkräfte und mindestens von Operationsmasken für Schüler einzuführen. Diese Arten von Masken bieten effektiveren Schutz vor dem Coronavirus als die Alltagsmasken.

Das wird heute wichtig:

Österreich lockert Lockdown – Schulen und Einzelhandel öffnen wieder

Nach sechs Wochen Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie öffnen in Österreich die Geschäfte wieder. Auch Kinder und Jugendliche dürfen – teilweise im Schichtbetrieb und mit Coronatests – wieder in die Schule gehen. Friseure können Kunden bedienen. Es gelten allerdings verschärfte Hygienemaßnahmen. Das Tragen einer besonders schützenden FFP2-Maske wird nahezu überall Pflicht.

Für körpernahe Dienstleistungen wie etwa einen Besuch beim Friseur oder eine Massage ist zudem ein negativer Coronatest nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Dafür wurde das Angebot für kostenlose Testungen auf fast 1000 Stationen ausgebaut. In Betrieben gibt es eine Testoffensive und schrittweise sollen auch Apotheken flächendeckend gratis testen. Museen in Österreich können nun ebenfalls wieder besucht werden. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben jedoch bestehen. Hotels und die Gastronomie müssen weiter geschlossen bleiben. 

Netanjahu muss in Korruptionsprozess vor Gericht erscheinen

Der wegen Korruption angeklagte israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu muss vor Gericht erscheinen. Es ist das erste Mal seit Prozessbeginn im Mai vergangenen Jahres, dass der 71-Jährige sowie weitere Angeklagte im Jerusalemer Bezirksgericht wieder bei einer Sitzung anwesend sein müssen. Die Verteidigung soll dabei Gelegenheit erhalten, sich zur Anklageschrift zu äußern. Netanjahu ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Er weist die Vorwürfe zurück und wirft Polizei und Staatsanwaltschaft vor, sie hätten die Anklage gegen ihn "fabriziert".

Getötete Nathalie M. – Plädoyers im Totschlagsprozess sollen beginnen

Knapp ein Jahr nach dem Prozessauftakt gegen einen Mann, der die 23-jährige Nathalie M. aus Nordfriesland getötet haben soll, werden heute ab 9.15 Uhr die Plädoyers erwartet. Der Fall hatte 2019 bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die 23-Jährige aus Stadum war rund zwei Wochen lang vermisst worden. Dann wurde ihre Leiche in einer Baumgruppe am Rande eines Feldweges nahe der dänischen Grenze gefunden. Der Angeklagte und Nathalie M. sollen sich über eine Datingplattform im Internet kennengelernt haben, auf der die 23-Jährige sich prostituiert haben soll. Am 17. August 2019 soll der heute 47-Jährige mit ihr zu einem abgelegenen Waldweg gefahren sein und sie dort getötet haben. Vor Gericht schwieg der Angeklagte bisher zu den Vorwürfen.

Weitere Nachrichten lesen Sie hier bei stern.de. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

fs / sve DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker