Guido Westerwelle hat sich in den vergangenen Tagen lautstark zu Wort gemeldet. Aber waren die Äußerungen zu Hartz IV und zum deutschen Sozialstaat richtig? Oder nur Populismus? Ein Faktencheck. Von Marcus Gatzke

Nur laut oder auch richtig? Guido Westerwelle erregt die Gemüter© John MacDougall/AFP
Spätrömische Dekadenz, geistiger Sozialismus, anstrengungsloser Wohlstand: Vize-Kanzler und Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat mit seinen Äußerungen zu Hartz IV und dem seiner Meinung nach ausufernden Sozialstaat die Gemüter erregt.
Von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und Opposition hagelte es massive Kritik. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sprach von "unerträglichem Zynismus". Grünen-Chefin Claudia Roth bezichtigte den FDP-Chef des "quartalsmäßigen Rechtspopulismus".
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt warnte vor Klientelpolitik und sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel distanzierte sich vom Sprachduktus ihres Stellvertreters. Aber wie viel von dem, was Guido Westerwelle behauptet, stimmt und wo irrt der FDP-Politiker?
stern.de hat sich einige markante Zitate des Vize-Kanzlers aus den vergangenen Tagen herausgesucht und sie Experten für einen Faktencheck vorgelegt. Die Ergebnisse sind überraschend.