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1. März 2008, 17:40 Uhr

Streit um Kurt Beck und die K-Frage

SPD-Parteivize Steinbrück, Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck und Ex-Vizekanzler Müntefering wollen laut "Spiegel" Außenminister Frank-Walter Steinmeier als nächsten Kanzlerkandidaten durchsetzen. Führende Sozialdemokraten haben nun Parteichef Kurt Beck den Rücken gestärkt.

SPD-Vorsitzender Kurt Beck (r),und Peer Steinbrück (l), stellvertretender SPD-Vorsitzender und Bundesfinanzminister bei einer SPD-Präsidiumssitzung© Maurizio Gambarini/DPA

Führende Sozialdemokraten haben Parteichef Kurt Beck im Streit über den Umgang mit den Linken den Rücken gestärkt und vor Personalspekulationen gewarnt. "Kurt Beck ist und bleibt unser Vorsitzender", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel der "Welt am Sonntag". Angebliche Pläne, eine mögliche Kanzlerkandidatur von Beck bei der Bundestagswahl 2009 zu verhindern, wurden am Samstag entschieden zurückgewiesen. SPD-Parteivize Peer Steinbrück stieß mit seinem neuerlichen Vorwurf, Beck habe Fehler im Umgang mit den Parteigremien gemacht, auf scharfe Kritik. Schleswig-Holsteins SPD- Vorsitzender Ralf Stegner warf dem Finanzminister Illoyalität vor.

Nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" wollen Steinbrück, der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck und der ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering Außenminister Frank-Walter Steinmeier als nächsten Kanzlerkandidaten durchsetzen. Ihrer Ansicht nach habe Beck seinen Anspruch auf die Kanzlerkandidatur verwirkt, weil er der Zusammenarbeit mit der Linken das Tor geöffnet habe.

Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune wies den Bericht am Samstag als "absoluten Blödsinn" zurück. Für Platzeck stehe fest, "dass Kurt Beck als Vorsitzender der SPD das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur hat". Stegner: "Über die Kanzlerkandidatur entscheidet die Partei auf einem Parteitag, das wird nicht in Hinterzimmern entschieden." Es gebe keinerlei Grund, darüber heute zu reden. Hermann Scheer, Mitglied des Parteivorstands, sprach von einem Versuch, Beck als Kanzlerkandidat gezielt zu demontieren. "Aber dieser Versuch wird nicht fruchten", sagte er der "Bild am Sonntag".

Stellvertreter sollen vertreten, nicht treten

Stegner griff ebenso wie Scheer insbesondere Steinbrück scharf an. "Wenn der Vorsitzende krank ist, dann haben seine Stellvertreter die Aufgabe, ihn zu vertreten, nicht zu treten", sagte Stegner den "Lübecker Nachrichten". Steinbrücks Verhalten werde am Montag in den Parteigremien zur Sprache kommen. Der Finanzminister hatte in der "Frankfurter Rundschau" betont, Beck hätte seine Ansichten zum Umgang mit der Linken intern besser kommunizieren und vorbereiten sollen. Stegner bezog in seine Kritik auch Vize Steinmeier ein. Er erwarte, dass stellvertretende Vorsitzende "glasklar vertreten, was die Partei beschlossen hat, statt zu schweigen".

Gabriel sagte in der "Welt am Sonntag": "Wer einen Karren ziehen soll, der muss sich auch in Krisensituationen auf die Loyalität seiner Leute verlassen können. Ich kann nur davor warnen, in dieser Situation Personaldebatten zu beginnen. Sie helfen nur dem politischen Gegner." Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) sagte am Samstag in der Hansestadt, beim Rennen um die Kanzlerkandidatur stehe Beck weiterhin an erster Stelle. "Das ist wohl schon Lust am Chaos, jetzt eine Kanzlerkandidatur-Debatte in der SPD anzustoßen."

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 19)
 
Schnaafpaaf (02.03.2008, 14:17 Uhr)
@ganzbaf
Schon wieder im Delirium? Ratschlag: Zeug absetzen und entgiften, könnte vielleicht gerade noch helfen. Ansonsten ......
ganzbaf (02.03.2008, 14:01 Uhr)
JBSSGWEK
Rate mal, was das heißt, schnaufpuff... ;-D
Schnaafpaaf (02.03.2008, 13:37 Uhr)
Lachnummer K.Beck
als Bundeskanzler auf internationaler Bühne - Z.B. UNO-Vollversammlung oder G 8-Gipfel etc.? Die würden wahrscheinlich erstmal zusammenlegen, um ihn zum Friseur und zum Rasieren zu schicken. Jeder Vertreter eines Dritt-Landes macht mehr her als Vokuhila-Beck! Der Himmel und der Wähler bewahre uns vor diesem Jammer.
ecomoc4u (02.03.2008, 11:08 Uhr)
lachnummer steinmeier
nur ein mensch der auf dem boden steht, spricht die gleiche sprache wie das volk. deswegen gebe ich ihm eine chance. steinmeier kann es ja nicht sein, da steinmeier alle illegalen cia flüge von folteropfern genehmigt hat, also sozusagen ein verbrecher ist.
ganzbaf (02.03.2008, 10:35 Uhr)
"Bürgerlich"...

sind wir aber auch alle irgendwie ein bisschen, manesse...;-Pp
.
Außedem taugt der Begriff eh kaum als Adelsprädikat. Die Bürgerlichen der Weimarer Republik hatten einem gewissen Adolf H. einst erst die Reichskanzlerschaft angedient...
Und ihn später auch weiter unterstützt.
herdon (02.03.2008, 10:35 Uhr)
Die da oben und darunter Schweinerei
.
Es geht bergab mit uns. Die Kaufkraft wird immer geringer. Die Globalisierung macht die Regierungen immer handlungsunfähiger.
Seit Jahren reden so genannte Politiker von einem Ruck der durch Deutschland gehen soll.
Sie wissen, was sie meinen, sprechen es nur falsch aus.
Es heißt in Wirklichkeit – Rück!! Nicht links oder rechts! Wir brauchen einen Rückruck.
Wie sieht dieser Rückruck aus. Es geht ums große Geld. Es reicht gerade für Gehälter der Manager und sog Führungskräfte.
Die breite Masse oder besser blöde Masse welche unfähig ist zufriedenstellend zu wählen, geht leer aus.
Hier und heute müssen wir handeln, uns wehren,- sonst sind wir bald „Die da unten“ Hier meine Vorschläge, wie man uns schneller nach unten bringen kann, wobei nicht zu vergessen ist das ich mir alle Rechte vorbehalten.
Rente, Artenverarmung usw. gibt es nicht mehr, wenn man uns nicht in Rente, sondern zur Bundeswehr schickt.
Die Kriege würden billiger und freundlicher weil über den Austausch der Krankengeschichten das gegenseitige Töten einfach vergessen würde.
Wehretat und Rente in einen großen Topf. Krankenkassen ? - wer hat noch Zeit für den Arzt.
Die Bewaffnung? Einen Krückstock und einen Kampfpekinesen für Ratten und hochrangige Antreiber.
Und ist immer noch nicht genug für Gehälter, Schmiergeld, Steuerhinterziehung und Liechtenstein da?
Na dann verkauft uns Rentner doch,- der Ami sucht deutsche Soldaten.
Um unsere kostenlose Entsorgung braucht sich dann keiner Gedanken zu machen.
Nun zur Umwelt und Energieversorgung. Wir müssen alle bei 00 anfangen.
Außer natürlich „Die da oben“, die fangen nicht unter 6Nullen an. 00 heißt: Es gibt für uns keine Autos mehr. Die Straßen werden zugeschüttet. Die neuen Beförderungsmittel
sind Reitschweine. Es gibt da große, für große Schweine und kleine für arme Schweine.
Selbstverständlich gilt das alles auch für unsere Frauen. Einige kennen sich schon mit Schweinen aus.
Bayrischen Frauen sollten im Damensattel reiten. Ist sittsamer! Können sie sich etwas Erregenderes vorstellen, meine Damen, als einen braun gebrannten, muskelbepackten, (halb)nackten Mann auf einen brünstigen Eber. Sehen sie!
Die Energie für alle ,ob Schilda oder Wurzen ,
wird unser Schwein als Gas dann – fu.. pubsen.
Die Entsorgung der unbrauchbaren, müden Schweine findet in Großküchen statt, die für uns alle kochen.
Privates Grillen und brutzeln wird unter Strafe gestellt. Wer sich mit Meeresunrat wie Muscheln, Schnecken, Austern, Kaviar in die alte dekadente Zeit zurück versetzt, bekommt öffentlich den Magen ausgepumpt.
Solche Sachen sind nur “Den da oben“ gestattet.
Positiv – auf dem Schweinerücken darf geraucht und sogar gesungen werden.
Arbeitsbeschaffung: Wofür wollen sie jetzt noch arbeiten – wir dürfen doch noch leben. Und sind sie schon einmal auf einem Schwein geritten? -- Das ist Arbeit!
Sehen Sie, - wenn wir hier sind, dann sind „Die da oben“ zufrieden.
Und wir sind selber Schuld. Warum haben wir auch Salat für 1,90 € gekauft, für 1.-€ gearbeitet, - und sind nie auf die Straße gegangen.
Sollten da noch fragen sein? herdon3@web.de beantwortet sie vielleicht.
Nursery (02.03.2008, 08:33 Uhr)
Der Anfang vom Ende

Die SPD hat schon Agenda 2010 innerparteilich verarbeiten können.So meine ich ,ist die Große Koalition der Anfang vom Ende dieser Partei.Für mich ist viel schlimmer daß sich die Grünen Kampfesgeil auf die CDU stürzt.Mir wird nur schlecht dabei was alles über Bord geht (Umweltpolitik) dabei.Für die SPD ist die Zerreißprobe gravierender sie hat in Zukunft kaum Chancen als Überzeugende Alternative zu den Konservativen in die Regierung zu gehen.Was aber hat sie jetzt noch zu verlieren? Am besten sofort gleich in die Opposition zu gehen.Und gar nicht die Wahl mehr zu warten.Den diese Wahl wird ein Desaster für Sie.Das die Partei immer mit der Knute und durch die Selbstdemontage ihrer eigenen Leute , geführt wurde rächt sich jetzt.Mutmaßungen,Vorwürfe Indiskretionen alles für ein effektiven Selbstmord dieser Partei.Traurig um die Wähler den die werden kaum noch Alternativen haben. Und bei den bedrückenden Problemen, lieber mit den Füßen abstimmen.
manesse (02.03.2008, 01:28 Uhr)
Einer Meinung mit den Linken
Ich bin mit den links und kommunistisch gesonnenen Kommentarschreibern einer Meinung: Man muss Beck unbedingt zum Kanzlerkandidaten ausrufen. Der Mann muss seine Chance haben. Das Volk wird ihm dann schon zeigen, was es von ihm hält und wo er hingehört. Ich prognostiziere ein noch schwächeres Ergebnis als das von Lafontaine für die SPD. Es wird dann eine bürgerliche Mehrheit von CDU/CSU und FDP geben. Also: Liebe SPD, lass den Mann kandidieren. Das ist der beste Weg in die Opposition. Die absehbare Niederlage ist die einzige Chance, dass die Sozen wieder auf dem Boden der Realität zu stehen kommen. Es gibt nämlich überhaupt keine Mehrheit links der Mitte. Es gibt nur eine Mehrheit mit der Mitte. Brandt, Schmidt und Schröder haben das gewusst.
schichtarbeiter (01.03.2008, 22:38 Uhr)
TomH
Nee, nicht verfluchen oder beschimpfen...
Verachten!
PPSS (01.03.2008, 21:28 Uhr)
wer hat uns verraten?
Die Sozialdemokraten...
Zumindest diejenigen, die glauben, dass es ein Linksrutsch sei, sich auf die alten Qualitäten der Sozialdemokatie zu besinnen...
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