27. Oktober 2012, 09:58 Uhr

Steinbrück auf Talfahrt

Sein Hoch ist vorüber: Mit Peer Steinbrücks Umfragewerten geht es bergab. Und auch die SPD muss wieder Federn lassen. Die Union hat hingegen einen Höchstwert erzielt.

Steinbrück, Politbarometer, Deutschland, CDU, SPD

Er erlebte nur kurz nach seiner Kür zum SPD-Kanzlerkandidaten ein Umfragehoch: Inzwischen geht es für Peer Steinbrück wieder bergab©

Die Ausrufung von Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten hat den Sozialdemokraten in den Umfragen nur ein kurzes Zwischenhoch beschert. Im neuen ZDF-"Politbarometer" verliert die SPD zwei Prozentpunkte und sinkt damit wieder auf ihr altes Niveau von 29 Prozent. Die CDU/CSU erreicht in der Sonntagsfrage dagegen mit 39 Prozent den besten Wert in dieser Legislaturperiode.

Die FDP bleibt unverändert bei vier Prozent, auch die Piraten würden mit 4 Prozent (minus 1 Prozentpunkt) den Sprung in den Bundestag verpassen. Die Grünen verbessern sich auf 13 Prozent (plus 1). Damit wären nur vier Fraktionen im Bundestag vertreten. Neben einer großen Koalition wären in diesem Fall lediglich eine schwarz-grüne oder eine rot-rot-grüne Koalition mehrheitsfähig.

Im ARD-"Deutschlandtrend" verloren die Sozialdemokraten einen Punkt auf 30 Prozent. Die Union liegt hier bei 38 Prozent (minus 1). Die Grünen legen um zwei Punkte auf 13 Prozent zu, Linke und FDP kommen unverändert auf 7 beziehungsweise 5 Prozent und die Piraten auf 5 Prozent (plus 1).

Merkel hat großen Rückhalt

Schon im jüngsten "Wahltrend" von RTL und "Stern" war die SPD diese Woche um zwei Prozentpunkte abgerutscht - nachdem sie vor zwei Wochen noch auf ein Sechs-Jahres-Hoch gekommen war. Im "Politbarometer" hat sich auch der Vorsprung von CDU-Chefin Angela Merkel (CDU) auch in der Kanzlerfrage weiter vergrößert.

Für Steinbrück als Kanzler sind demnach nur noch 37 Prozent (minus 3), für Merkel sprechen sich jetzt 52 Prozent (plus 3) aus. Dabei ist der Rückhalt von Merkel bei den Unionsanhängern mit 89 Prozent deutlich höher als der von Steinbrück bei den SPD-Anhängern (73 Prozent). Unter den zehn wichtigsten Politikern ist Merkel am beliebtesten, gefolgt von Wolfgang Schäuble, Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier.

Das Verhältnis der Regierungsparteien beurteilen derzeit nur 21 Prozent aller Befragten als eher gut, 70 Prozent halten es eher für schlecht. Die Hauptschuld geben die meisten der FDP (39 Prozent). Nur wenige vermuten die Hauptschuldigen bei der CDU (4 Prozent) beziehungsweise der CSU (6 Prozent). 16 Prozent machen alle Regierungsparteien dafür gleichermaßen verantwortlich.

DPA
 
 
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