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Die vor wenigen Jahren vollendete Bahnverbindung nach Tibet gehört zu den spektakulärsten Zugstrecken der Welt. Sie verlängert ein Schienennetz, das vor allem im Westen den legendären alten Seidenstraßen folgt. Auf dem Weg nach Lhasa überwindet sie am Ende einen über 5000 Meter hohen Pass ? ein Abenteuer auf Schienen.
Angst vor Blutvergießen: Tibets Belagerungszustand im Frühjahr hat Tradition. Mönche und Laien demonstrieren alljährlich am 10. März gegen die chinesische Regierung. In diesem Jahr riegeln Soldaten die Klöster ab, China will Proteste unter allen Umständen verhindern. Was aber geschah vor 50 Jahren, als der Tibetaufstand in Lhasa seinen Anfang nahm?
Nach drei Stunden war alles vorbei: Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot ist am Samstag das Olympische Feuer durch die tibetische Hauptstadt Lhasa getragen worden. Dabei kam es zu keinen Zwischenfällen - die chinesische Regierung hatte nichts dem Zufall überlassen.
Auch am Samstag ist es in der tibetischen Hauptstadt Lhasa wieder zu Demonstrationen gekommen. Chinesische Sicherheitskräfte seien gegen den Protest vorgegangen, hätten in die Luft geschossen und Tränengas eingesetzt, hieß es. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief Demonstranten wie Sicherheitskräfte zur Mäßigung auf.
Der Konflikt in Tibet spitzt sich weiter zu. Bei Razzien in der Hauptstadt Lhasa haben chinesische Sicherheitskräfte offenbar Hunderte von Tibetern festgenommen. Die chinesische Regierung verhängte mittlerweile ein Einreiseverbot für Touristen. Alle Ausländer wurden aufgefordert, das Hochland zu verlassen.
Exiltibeter haben angekündigt, die Feier zur Entzündung der olympischen Fackel in Griechenland stören zu wollen. Angeblich sind mehrere große Klöster in Tibet von jeder Versorgung abgeschnitten - und China bleibt bei seiner harten Linie, die Autonomiebestrebungen in Tibet um jeden Preis zu stoppen.
Den Tibetern ist er menschgewordener Gott, im Westen gilt er als größte Sehnsuchtsleinwand für Sinnsucher. Eine Begegnung mit dem 14. Dalai Lama, der auszog, sein Land zu befreien und die Welt Weisheiten des Buddhismus lehrte.
Dutzende Mönche haben den Besuch einer Gruppe ausländischer Journalisten in Lhasa für eine Protestaktion gegen die chinesische Fremdherrschaft genutzt. Unterdessen hat das EU-Parlament einstimmig das Vorgehen der Chinesen in Tibet kritisiert - in der Frage eines Olympiaboykotts kam es jedoch zu keiner Einigung.
Auch zwei Wochen nach Ausbruch der Unruhen in Tibet spitzt sich die Lage weiter zu. Chinesische Sicherheitskräfte sollen erneut auf demonstrierende Mönche geschossen haben. Bis zu 1200 Tibeter seien in Haft, hieß es. Derweil traf eine kleine Gruppe Journalisten in Tibet zu einer Stipvisite ein.
Bei zwei schweren Grubenunglücken sind mindestens 111 Menschen gestorben. Die Bergungsarbeiten gestalten sich besonders in der tibetischen Berglandschaft schwierig.
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