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News vom Wochenende Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown für 422 Euro

News vom Wochenende: Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown für 422 Euro
Sehen Sie im Video: Experiment  beim Friseur – wann ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch? Videoquelle: RTL.de
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Drei Tote nach Schüssen in Waffen-Outlet in den USA +++  Flugzeugteile stürzen auf Wohngebiet nahe US-Stadt Denver +++ Teenager stehlen Auto mit zwei Kleinkindern +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown für 422 Euro

Ein Friseur in Bayreuth hat den ersten Termin nach dem Lockdown für 422 Euro zu einem guten Zweck versteigert. Ein 43 Jahre alter Handwerker und Mitglied einer Hilfsorganisation, die sich für Kinder einsetzt und an die das Geld auch gehen soll, habe den Termin am 1. März auf der Plattform eBay ersteigert, sagte der Friseur Andreas Nuissl.

Zusätzlich zu den 422 Euro seien von Kunden und Freunden bisher 1310 Euro als Spenden zusammen gekommen. "Ich denke, dass in den nächsten drei Wochen, besonders wenn wir ab dem 1. März wieder geöffnet haben, noch zusätzliche Spenden kommen", sagte Nuissl. Das Geld soll der Tafel Bayreuth und dem Kinderprojekt Round Table 98 Bayreuth am 15. März übergeben werden. 

+++ Die aktuellen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 19.30 Uhr: Sieben Vertreter der Wahlbehörde im Niger bei Explosion getötet +++

Im westafrikanischen Niger sind sieben Vertreter der Wahlbehörde am Tag der Stichwahl um das Präsidentenamt bei einer Explosion getötet worden. Das Fahrzeug der örtlichen Wahllokalleiter sei in der westlichen Region Tillabéri nahe der Grenze zu Mali auf eine Mine gefahren, sagte der Gouverneur Tidjani Ibrahim Katiella der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Vorfall seien außerdem drei Menschen verletzt worden.

Die Wahllokalleiter, die von der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission (Ceni) bestimmt wurden, sollten die zweite Runde der Präsidentschaftswahl in dem bitterarmen und von Gewalt erschütterten Land überwachen. Erstmals seit der Unabhängigkeit des Sahel-Staates von Frankreich 1960 soll ein Machtwechsel zwischen zwei Staatschefs gelingen, die aus demokratischen Wahlen hervorgingen.

+++ 18.02 Uhr: Streit um Rettung von 1700 kranken Rindern an Bord von Frachtschiff +++

In Zypern gibt es Streit über den Umgang mit einem vor der Nordküste der Mittelmeerinsel ankernden Viehtransportschiffes mit rund 1700 Rindern an Bord. Zyperns Tierpartei drängte die Regierung in Nikosia am Sonntag zur Rettung hunderter kranker Tiere, die sich seit Dezember auf dem Schiff befinden. Das Schiff sei vor zwei Monaten in Spanien ausgelaufen und liege nun vor der Küste des türkisch besetzten Nordzyperns, weil kein Land die Tiere aufnehmen wolle. 

Die Tierpartei, die sich für Verbot von Lebendtransporten einsetzt, forderte die Regierung der zur EU gehörenden Republik Zypern auf, "alle geeigneten Maßnahmen" zu ergreifen, um die kranken Tiere zu retten - möglicherweise auch mit Hilfe der EU-Kommission.

+++ 17.42 Uhr: Zahl der Ebola-Toten im Kongo auf vier gestiegen +++

In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Ebola-Toten auf vier gestiegen. Von mittlerweile sechs Infizierten seien vier gestorben, gab der Gesundheitsminister des Provinz Nord-Kivu, Eugene Syalita, bekannt. Nach zwei Todesfällen Anfang Februar seien am Freitag und Samstag zwei weitere Patienten verstorben. Zwei weitere Infizierte werden demnach in einem Ebola-Behandlungszentrum in Katwa nahe der Großstadt Butembo versorgt.

Syalita beklagte, viele Bewohner der Region hielten sich nicht an die Schutzmaßnahmen. "Einige Familien weigern sich kategorisch, ihre Häuser desinfizieren zu lassen oder würdevolle und sichere Beerdigungen zu veranstalten", sagte der Minister. "Die Leute haben noch nicht verstanden, dass Ebola wieder da ist."

+++ 16.18 Uhr: Bericht: Behörde ermittelt gegen sieben Ex-Wehrmachtssoldaten +++

Die Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg ermittelt einem Bericht zufolge gegen sieben ehemalige Wehrmachtssoldaten wegen möglicher Beihilfe zum Mord. Die Einrichtung prüfe, ob die Ex-Soldaten in Verbrechen gegen sowjetische Kriegsgefangene verwickelt seien, berichtete die "Welt am Sonntag". Die Soldaten sollen demnach Kriegsgefangenenlager bewacht haben, in denen Angehörige der Roten Armee massenhaft zu Tode gekommen sind.

"In unserer Zentralkartei befinden sich etwa 250 Lager mit Informationen zu den dort eingesetzt gewesenen Wachleuten", sagte der Leiter der Zentralen Stelle, Thomas Will, der "Welt am Sonntag". "Aus diesem Pool konnten wir etwa 2000 Personen aus möglicherweise heute noch lebenden Geburtsjahrgängen identifizieren."

+++ 15.30 Uhr: Weltkriegsbombe in Frankfurt entschärft +++

Der Blindgänger einer 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt ist entschärft. Das teilte die Feuerwehr via Twitter mit. Alle Absperrungen seien aufgehoben. In dem Evakuierungsbereich sind rund 4500 Anwohner gemeldet. Hier liegen auch ein Heizkraftwerk, eine unterirdische Gashochdruckleitung, Fernwärmeverbindungen, Umspannanlagen, ein S-Bahnhof mit Bahnstrecken sowie ein Polizeirevier. Der amerikanische Blindgänger war am Dienstag bei Bauarbeiten im Stadtteil Niederrad entdeckt worden.

+++ 15.02 Uhr: Illegaler Transport mit knapp 60 Tieren auf engem Raum gestoppt +++

Einen illegalen Tiertransporter aus Spanien und Portugal haben Beamte in Köln gestoppt. "In der geschlossenen Ladefläche von knapp zehn Quadratmetern wurden an den Seiten 52 Hunde und sechs Katzen in rund 30 Käfigen und mehreren Boxen gehalten", teilte die Stadt Köln mit. Demnach machte eine Zeugin die Behörden auf den unangemeldeten Transport am Samstagnachmittag aufmerksam.

Dieser stoppte an einer Straße im Kölner Stadtteil Bocklemünd Mengenich, wo sich mehr als 50 Menschen teils ohne Mindestabstand und vereinzelt ohne Maske versammelt hätten. Die Käfige stapelten sich den Angaben zufolge in drei Reihen übereinander. Bei der Kontrolle der beiden Fahrer entdeckten der Ordnungsdienst und das Umweltamt "fragwürdige Zustände": Beim Umweltamt sei der Transport nicht angemeldet worden, zudem wurden Papiere nicht nach EU-Regeln ausgestellt.

+++ 14.51 Uhr: Brände im französischen Baskenland verwüsten 790 Hektar Gelände +++

Im französischen Baskenland haben Brände rund 790 Hektar Gelände verwüstet. Wie die Präfektur in Bayonne mitteilte, fielen Dickicht, Heide und Wald den Flammen zum Opfer. 70 Wanderer wurden in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr kämpfte in der Region im äußersten Südwesten Frankreichs am Samstag zeitweise mit 170 Einsatzkräften gegen die Flammen, am Sonntag waren die Brände weitgehend unter Kontrolle.

Die Flammen wurden zeitweise von heftigen Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu hundert Stundenkilometern angefacht. Eine Scheune und ein Schafstall fielen ihnen zum Opfer. Die französische Gendarmerie leitete eine Ermittlung zur Ursache der Brände ein, von denen einer möglicherweise von der benachbarten spanischen Region Navarra ausging.

+++ 14.38 Uhr: Fünf Tote durch Überschwemmungen in Jakarta +++

In der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind durch Überschwemmungen fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, befanden sich unter den Toten zudem ein 67-jähriger Mann. Drei Jungen wurden vom Hochwasser mitgerissen, ein Mädchen ertrank. Die Meteorologen warnten vor weiteren schweren Regenfällen in der kommenden Woche. Die Hauptstadtregion mit ihren rund 30 Millionen Einwohnern wurde am Wochenende von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. In 40 von 200 Stadtvierteln stand das Wasser am Sonntag noch mindestens 30 Zentimeter hoch. 

+++ 13.53 Uhr: Hakenkreuze auf Gedenkplakate für Opfer von Hanau geschmiert +++

 Unbekannte haben in Frankfurt zwei Gedenkplakate für die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags in Hanau mit Hakenkreuzen beschmiert. Die Kreuze seien spiegelverkehrt vermutlich mit einem dicken Filzschreiber auf die Plakate gemalt worden, teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz ermittelt. Am Freitag war bei einer Veranstaltung in Hanau mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) der Toten gedacht worden.

+++ 13.51 Uhr: Stichwahl in Niger – Bürger wählen neuen Präsidenten +++

In dem von Terror heimgesuchten westafrikanischen Land Niger haben die Bürger in einer Stichwahl über den nächsten Präsidenten abgestimmt. Der frühere Präsident Mahamane Ousmane trat dabei gegen den früheren Außenminister Mohamed Bazoum an. Beide hatten beim ersten Wahlgang Ende Dezember keine absolute Mehrheit erzielt. Sie bewarben sich um die Nachfolge von Staatschef Mahamadou Issoufou, der - wie von der Verfassung vorgesehen - nach seinen zwei Amtszeiten ausscheiden wird. Dies sei ein großer Tag für den Niger, der erstmals in seiner Geschichte einen demokratischen Wechsel erlebe, sagte Issoufou nach seiner Stimmabgabe am Mittag in der Hauptstadt Niamey.

+++ 13.43 Uhr: Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown für 422 Euro +++

Ein Friseur in Bayreuth hat den ersten Termin nach dem Lockdown für 422 Euro zu einem guten Zweck versteigert. Ein 43 Jahre alter Handwerker und Mitglied einer Hilfsorganisation, die sich für Kinder einsetzt und an die das Geld auch gehen soll, habe den Termin am 1. März auf der Plattform eBay ersteigert, sagte der Friseur Andreas Nuissl.

Zusätzlich zu den 422 Euro seien von Kunden und Freunden bisher 1310 Euro als Spenden zusammen gekommen. "Ich denke, dass in den nächsten drei Wochen, besonders wenn wir ab dem 1. März wieder geöffnet haben, noch zusätzliche Spenden kommen", sagte Nuissl. Das Geld soll der Tafel Bayreuth und dem Kinderprojekt Round Table 98 Bayreuth am 15. März übergeben werden. Friseurgeschäfte sind seit dem Lockdown vom 16. Dezember geschlossen. Das Verbot wurde nach einem Bund-Länder-Gipfel zum 1. März aufgehoben.

+++ 13.42 Uhr: Ecuador: Banker Lasso tritt in Stichwahl gegen Linkskandidat Arauz an +++

 Zwei Wochen nach der ersten Runde der Präsidentenwahl in Ecuador stehen die beiden Kandidaten für die Stichwahl fest. Am 11. April wird der konservative Banker Guillermo Lasso gegen den Linkskandidaten Andrés Arauz antreten, wie das Wahlamt des südamerikanischen Landes in der Nacht (Ortszeit) mitteilte. Das Rennen zwischen Lasso und dem Drittplatzierten Yaku Pérez war so eng, dass zahlreiche Stimmen neu ausgezählt werden mussten.

Arauz gilt als Zögling von Ex-Präsident Rafael Correa. Im Falle eines Wahlsiegs dürfte er an die Politik seines Ziehvaters anknüpfen, staatliche Subventionen hochfahren, sich gegen das vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderte Sparprogramm stemmen und sich um eine Wiederbelebung des südamerikanischen Staatenbündnisses Unasur bemühen.

+++ 13.40 Uhr: Berliner AfD meldet Parteiausschluss des früheren Abgeordneten Wild +++

Die Berliner AfD hat den Parteiausschluss des früheren Fraktionsmitglieds im Abgeordnetenhaus, Andreas Wild, vermeldet. Über den Ausschluss sei am Samstagabend vom Landesschiedsgericht entschieden worden, teilte Fraktionschef Georg Pazderski mit. "Wild ist nicht politikfähig und hat weder in einer Parlamentsfraktion noch in einer demokratischen Partei etwas zu suchen". Seine ständigen "unseriösen Ausfälle beschädigen die politische Integrität eines jeden, der sich auf ihn einlässt".

Wild selbst widersprach der Darstellung der AfD-Fraktion zum Ausschluss am Sonntag auf Twitter. Es habe am Vorabend einen Termin vor dem Schiedsgericht gegeben, zu dem weder er noch sein Vertreter hätten erscheinen können. Der Abgeordnete war im Jahr 2017 aus der Fraktion ausgeschlossen worden. Die Partei warf ihm Kontakte in die rechtsextreme Szene vor und leitete die Partei daraufhin ein Parteiausschlussverfahren ein. 

+++ 10.29 Uhr: Deutscher Archäologe übernimmt Leitung von Pompeji +++

Der deutsche Archäologe Gabriel Zuchtriegel wird die Leitung der antiken Stätte von Pompeji übernehmen. Zuchtriegel übernehme damit "eine spannende Mission: den schönsten Job der Welt für einen Archäologen", sagte Italiens Kulturminister Dario Franceschini am Samstag bei einer Pressekonferenz am Kolosseum in Rom. Der 39-Jährige war seit 2015 Direktor der italienischen Ausgrabungsstätte Paestum, die unweit von Pompeji südlich von Neapel gelegen ist. 

"Ich bin glücklich, einen Ort zu leiten, der einzigartig auf der Welt ist", sagte der in Rom, Berlin und Bonn ausgebildete Archäologe. Zuchtriegel ist verheiratet und hat zwei Kinder. Im Juli 2020 nahm er die italienische Staatsbürgerschaft an.

+++ 10.21 Uhr: Teenager stehlen Auto mit zwei Kleinkindern - Festnahmen +++

In der englischen Großstadt Birmingham haben Teenager ein Auto gestohlen, in dem zwei Kleinkinder saßen. Die beiden 15-Jährigen seien wegen des Verdachts auf Kidnapping festgenommen worden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Vater der verschwundenen Kinder hatte die Polizei verständigt, nachdem sein Wagen am Samstagnachmittag mitsamt den zwei und vier Jahre alten Söhnen verschwunden war.

Einsatzkräfte suchten das Auto mit Helikopter und Polizeihunden. Sie brachten die Diebe, die auf einer zweispurigen Fahrbahn in falscher Richtung unterwegs waren, zum Anhalten. Die 15-Jährigen versuchten noch wegzurennen, wurden jedoch gestoppt und festgenommen. "Glücklicherweise waren die beiden Kinder im Auto in Sicherheit und konnten noch an der Straße mit ihren Eltern wiedervereinigt werden", hieß es von der Polizei.

+++ 07.36 Uhr: Flugzeugteile stürzen auf Wohngebiet nahe US-Stadt Denver +++

Nach dem Brand eines Triebwerks sind Flugzeugteile auf ein Wohngebiet nahe der US-Stadt Denver niedergegangen. Die Passagiermaschine der Fluglinie United Airlines musste kurz nach dem Start am Samstag notlanden, wie die Behörden mitteilte. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. 

Die Boeing 777-220 mit 241 Menschen an Bord war auf dem Weg von Denver im Bundesstaat Colorado nach Hawaii. Wenige Minuten nach dem Start setzte der Pilot einen Notruf ab, da das rechte Triebwerk ausgefallen war. Auf Videoaufnahmen eines Passagiers war zu sehen, dass die Verkleidung des brennenden Triebwerk abgefallen war. 

Trümmerteile des Flugzeugs fielen auf ein Wohngebiet im Denver Vorort Broomfield. Ein großes rundes Metallstück landete auf dem Pick-up von Anwohner Kirby Klements. Ein anderes Flugzeugteil durchbohrte nach seinen Angaben das Dach eines Nachbarn. Auch auf einem Sportplatz in einem Park fanden sich Trümmer.

Er habe Todesangst gehabt, als das Flugzeug nach dem Triebwerksbrand an Höhe verlor, sagte der Passagier David Delucia der "Denver Post". "Ich habe die Hand meiner Frau genommen und gesagt: 'Das war's'". Nach Angaben der Behörden wurde niemand an Bord des Flugzeugs oder am Boden verletzt. 

United Airlines teilte mit, das Flugzeug sei in Denver sicher notgelandet. Die meisten Passagiere seien an Bord einer neuen Maschine nach Honolulu geflogen. Diejenigen, die nach dem Turbulenzen nicht weiterreisen wollten, seien in einem Hotel untergebracht worden. 

Die US-Flugaufsicht FAA erklärte, es werde eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet. Die Polizei in Bloomfield rief die Anwohner auf, die Trümmerteile nicht zu berühren, um die Ermittlungen nicht zu behindern.

+++ 05.12 Uhr: Luftstützpunkt der irakischen Armee mit Raketen beschossen +++

Im Irak ist ein Luftstützpunkt der Armee nördlich der Hauptstadt Bagdad mit Raketen beschossen worden. Der Beschuss erfolgte während eines Einsatzes der irakischen Streitkräfte und regierungstreuer Truppen gegen eine Stellung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), wie die irakische Armee am Samstag mitteilte. Insgesamt vier Raketen seien auf den Luftstützpunkt abgefeuert worden, auf dem sich mehrere Kampfflugzeuge vom Typ F-16 befinden. Dabei sei ein irakischer Angestellter der US-Unternehmens Sallyport, das sich um die Instandhaltung der F-16 kümmert, verletzt worden, sagte eine Quelle aus Sicherheitskreisen.

Nach Angaben der irakischen Armee wurden insgesamt vier Raketen auf den Luftstützpunkt abgefeuert. Zum Zeitpunkt des Beschusses waren die F-16 an einem Angriff irakischer Streitkräfte auf eine IS-Stellung nördlich der Hauptstadt beteiligt, bei der nach Armeeangaben fünf IS-Kämpfer und zwei Mitglieder regierungstreuer Einheiten getötet wurden. Die irakische Armee habe den Beschuss erwidert.

+++ 01.30 Uhr: Trump tritt erstmals als Ex-Präsident bei Konferenz auf +++

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat seinen ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus geplant. Seit Samstag steht Trump auf der Rednerliste der jährlichen Konferenz CPAC - einer Veranstaltung konservativer Aktivisten. Er wolle dort am 28. Februar unter anderem über die Zukunft der Republikanischen Partei sprechen, berichteten unter anderem der Nachrichtensender CNN und die „New York Times“.

Donald Trump

Die Veranstaltung findet dieses Jahr in Orlando in Florida statt. Seit dem Ende seiner Präsidentschaft lebt Trump in dem Bundesstaat. Bei der Konferenz trifft er auf viele Verbündete: Als Redner angekündigt sind unter anderem der ehemalige Außenminister Mike Pompeo, der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, und die frühere Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders.

Seit der Abwahl Trumps entzweit die Republikanische Partei ein Richtungsstreit, den Trump aktiv befeuert. Zuletzt griff der 74-Jährige den Top-Republikaner im US-Senat, seinen einstigen Verbündeten Mitch McConnell, offen an.

+++ 00.38 Uhr: Drei Tote nach Schüssen in Waffen-Outlet in den USA +++

In einem Waffen-Outlet im US-Bundesstaat Louisiana sind mehrere Menschen durch Schüsse getötet und verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen habe ein Schütze zwei Personen in dem Geschäft in einem Vorort von New Orleans erschossen, erklärte der zuständige Sheriff des Jefferson Parish, Joseph Lopinto, am Samstag. Im Anschluss hätten mehrere Personen den ursprünglichen Verdächtigen angegriffen und außerhalb des Ladens getötet. Neben den drei Toten gebe es mehrere Verletzte. Zwei Personen kamen ins Krankenhaus. Der Sheriff machte deutlich, warum die Situation zunächst unübersichtlich war: Es gebe mehrere Schützen am Tatort - Kunden, Angestellte und Unbeteiligte. Zu den Hintergründen des Vorfalls wurde zunächst nichts bekannt.

+++ Nachrichten von Samstag, 20. Februar +++

+++ 22.15 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Bombenanschlägen in Kabul +++

In Kabul sind mindestens fünf Menschen bei Bombenanschlägen getötet worden. Wie die Polizei und das Innenministerium mitteilten, explodierten am Morgen drei an Fahrzeugen befestigte Sprengsätze an verschiedenen Orten in der afghanischen Hauptstadt. Getötet wurden demnach eine Zivilistin, zwei Soldaten und zwei Polizisten. Zwei weitere Zivilisten wurden verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Trotz der Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den radikalislamischen Taliban hatten die Anschläge in Afghanistan zuletzt wieder zugenommen. In den vergangenen Wochen wurden in Kabul wiederholt teils prominente Afghanen während des morgendlichen Berufsverkehrs angegriffen. Dabei gerieten zunehmend auch Politiker, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten ins Visier der Extremisten. 

+++ 21.47 Uhr: Biden plant erstes bilaterales Treffen per Video mit Trudeau +++

Nach seinem ersten Telefonat plant US-Präsident Joe Biden auch sein erstes bilaterales Treffen per Video mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau. Wie das Weiße Haus in Washington mitteilte, wollen Biden und Trudeau bei der Video-Konferenz am Dienstag über "gemeinsame Herausforderungen" wie die Corona-Pandemie oder den Kampf gegen den Klimawandel sprechen. Der größte Streitpunkt zwischen Washington und Ottawa, die umstrittene Pipeline Keystone XL, wurde in der Mitteilung nicht erwähnt.

Biden hatte zwei Tage nach seinem Amtsantritt am 20. Januar bereits in seinem ersten Telefonat mit einem ausländischen Staats- oder Regierungschef mit Trudeau gesprochen. Nach Angaben beider Seiten sprachen Biden und Trudeau dabei auch über Bidens Entscheidung, den Bau der Pipeline Keystone XL zwischen den USA und Kanada zu stoppen. Trudeau teilte Biden seine "Enttäuschung" über die Entscheidung mit.

+++ 21.38 Uhr: Kardinal Woelki gibt Fehler zu: "Das tut mir von Herzen leid" +++

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat Fehler bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvergehen und in der Krisenkommunikation der vergangenen Wochen eingeräumt. "Da habe ich auch Schuld auf mich geladen", gestand der Erzbischof in einer veröffentlichten Videobotschaft ein. "Das tut mir von Herzen leid." Gleichzeitig versicherte er: "Es ging und es geht mir um konsequente Aufarbeitung."

Woelki hatte ein Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester in Auftrag gegeben. Das Gutachten ist seit längerem fertig, doch Woelki hält es bisher unter Verschluss. Er führt dafür rechtliche Bedenken an. Stattdessen hat er ein neues Gutachten bestellt, das am 18. März veröffentlicht werden soll. Sein Vorgehen hat eine schwere Vertrauenskrise im größten deutschen Bistum ausgelöst.

+++ 21.04 Uhr: Bildhauer des New Yorker Wall-Street-Bullen gestorben +++

Der Erschaffer des berühmten Wall-Street-Bullen in New York, Arturo Di Modica, ist tot. Der italienische Bildhauer starb am Freitagabend im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Vittoria auf Sizilien, wie italienische Medien berichteten. Der Zeitung "La Repubblica" zufolge kämpfte Di Modica schon seit Jahren gegen eine Krebserkrankung.

Di Modica, der in Vittoria geboren wurde, aber lange in den USA lebte, hatte sein berühmtestes Werk, den Charging Bull oder Wall Street Bull, zunächst illegal vor der Börse an der New Yorker Wall Street aufgestellt. Er brachte die 3,2 Tonnen schwere Bronzestatue im Dezember 1989 mitten in der Nacht mit einem Lastwagen nach Manhattan und stellte sie mit der Hilfe von Freunden unter einem großen Weihnachtsbaum vor der New York Stock Exchange ab.

+++ 19.55 Uhr: Identitäre protestieren gegen geplantes Verbot in Frankreich +++

In Paris sind hunderte Anhänger der rechtsextremen Identitären Bewegung auf die Straße gegangen, um gegen ein geplantes Verbot ihrer bekanntesten Organisation Génération identitaire in Frankreich zu demonstrieren. Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot versammelten sich nach Polizeiangaben rund 1500 Demonstranten auf einem Platz im Pariser Stadtviertel Montparnasse. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP zählte bis zu 2000 Demonstranten.

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin hatte Mitte Februar ein Verfahren zur Auflösung der Gruppe in Gang gesetzt. Auslöser waren Aktionen der Identitären unter dem Motto "Defend Europe". Dabei wurden in den Pyrenäen und den Alpen Flüchtlinge vom Grenzübertritt abgehalten. Die französische Justiz ermittelt wegen "Aufrufs zum Rassenhass".

+++ 19.22 Uhr: IAEA-Chef in Teheran zu Gesprächen über Atomabkommen und Inspektionen +++

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, ist in Teheran eingetroffen. Anlass seiner Mission ist die vom Iran angekündigte Einschränkung der IAEA-Inspektionen der Atomanlagen im Land. Grossi wird dazu am Sonntag Gespräche mit Irans Atomchef Ali Akbar Salehi, Außenminister Mohammed Dschawad Sarid und voraussichtlich auch Präsident Hassan Ruhani führen. Auf der Agenda steht auch die Zukunft des Wiener Atomabkommens von 2015.

Das Abkommen sollte den Iran am Bau einer Nuklearwaffe hindern und im Gegenzug die Sanktionen gegen Teheran aufheben. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump jedoch stieg 2018 aus dem Deal aus. Seit 2019 hat dann auch der Iran Schritt für Schritt gegen die Auflagen im Deal verstoßen, unter anderem mit einer höheren Urananreicherung sowie Uranmetall-Produktion. Ab Dienstag will das Land nun auch den Zugang der IAEA-Inspektoren zu den Atomanlagen erheblich einschränken. Niedrige Urananreicherung und IAEA-Inspektionen zählten zu den Kernpunkten des Wiener Abkommens.  

+++ 19.12 Uhr: Drei Tote bei Fabrik-Einsturz in Russland +++

In Russland sind beim Einsturz einer Fabrik drei Menschen ums Leben gekommen. Wie das russische Bergbauunternehmen Norilsk Nickel mitteilte, wurden bei dem Unglück in der Industriestadt Norilsk im Norden Sibiriens in der Nacht zum Samstag drei weitere Arbeiter verletzt. Nach Angaben des Unternehmens waren bei Reparaturarbeiten Teile einer Fabrikhalle eingestürzt. Mehr als 70 Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach den Verschütteten. Zur Ursache des Unglücks erklärte Norilsk Nickel, ersten Erkenntnissen zufolge habe es in der Fabrik grobe Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen gegeben. Der Leiter der Fabrik sei vom Dienst suspendiert worden.

+++ 18.06 Uhr: Katrin Göring-Eckardt: Knappe Entscheidung fürs Fasten +++

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat sich in diesem Jahr nur mit Mühe zum Verzicht auf Alkohol und Süßes in der Fastenzeit durchringen können. "Die Pandemie ist mit so viel Verzicht verbunden. Es ging bei mir 51:49 für das Fasten aus", sagte die 54-jährige Thüringerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Ich habe mir gesagt, wenn in dieser Zeit alte Gewohnheiten Normalität geben, ist das doch gut." 

+++ 17.59 Uhr: Mini-Hubschrauber "Ingenuity" meldet sich erstmals vom Mars +++

Der kleine Hubschrauber "Ingenuity", der sich an Bord des Mars-Rovers "Perseverance" befindet, hat am Freitag (Ortszeit) seinen ersten Statusreport an das Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena gefunkt. "Alles scheint bestens zu funktionieren", sagte Projektleiter Tim Canham laut einer Mitteilung der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Nun sei es wichtig, schnell die sechs Lithium-Ionen-Akkus des rund zwei Kilogramm schweren Fluggerätes aufzuladen, um die Elektronik warmzuhalten.

Noch ist "Ingenuity" (auf Deutsch: Einfallsreichtum) an der Unterseite von "Perseverance" (Durchhaltevermögen) befestigt. Aber in 30 bis 60 Tagen soll der Helikopter den Mars aus der Vogelperspektive erkunden. Es wäre der erste Flug eines Luftfahrzeugs über einen anderen Planeten. "Ingenuity" wird dabei extremen Bedingungen trotzen müssen: Auf dem Mars ist es nachts bis zu minus 90 Grad Celsius kalt.

Der Rover "Perseverance", rund 1000 Kilogramm schwer und so groß wie ein Kleinwagen, setzte am Donnerstag - nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern - mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten See namens "Jezero Crater" auf. Diesen See mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern soll "Perseverance" in den kommenden zwei Jahren untersuchen.

+++ 17.49 Uhr: Nawalny wegen Veteranen-Beleidigung zu hoher Geldstrafe verurteilt +++

Nur Stunden nach der Bestätigung eines umstrittenen Straflager-Urteils ist Kremlkritiker Alexej Nawalny in Russland zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Weil er einen Veteranen des Zweiten Weltkriegs beleidigt haben soll, verhängte das Moskauer Gericht am Samstag eine Geldbuße in Höhe von 850.000 Rubel (rund 9400 Euro) gegen den Oppositionspolitiker. Das ist in etwa das Doppelte eines durchschnittlichen Jahresgehalts in Russland.

Nawalny hatte im vergangenen Sommer ein in den russischen Staatsmedien ausgestrahltes Video scharf kritisiert. Darin werben mehrere Bürger - unter anderem ein heute 94-jähriger Veteran des Zweiten Weltkrieges - für eine Verfassungsänderung, die auch der Machtsicherung von Präsident Wladimir Putin diente. Nawalny beschimpfte die Menschen im Clip damals auf Twitter als "Verräter".

Als einen Beleg dafür, dass der alte Mann kein Verräter ist, verwies die Richterin in ihrer fast einstündigen Urteilsverkündung auf das Innenministerium, das ihn weder als Landesverräter noch als Spion liste. Nawalny hatte immer wieder sein Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt und betont, dass er den Mann als Protagonisten in dem Video kritisiert habe und nicht in seinem Veteranenstatus. Er bezeichnet den 94-Jährigen als "Marionette" in einem politisch motivierten Prozess.

+++ 17.47 Uhr: Prinz Charles besucht seinen Vater Philip in Londoner Krankenhaus +++

Prinz Charles hat seinen Vater Prinz Philip im Krankenhaus besucht. Der britische Thronfolger und älteste Sohn von Philip und Queen Elizabeth II. betrat das King-Edward-VII.-Krankenhaus in London am Nachmittag mit Mund-Nasen-Schutz und verließ es nach rund einer halben Stunde wieder. Er war das erste Mitglied der Königsfamilie, das dem 99-Jährigen einen Besuch abstattete, seit dieser am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Philips Enkelin, Prinzessin Eugenie, würdigte ihren Großvater derweil auf andere Weise: Die Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson gab am Samstag den Namen ihres Sohnes bekannt, der am 9. Februar geboren wurde. Der Junge heißt August Philip Hawke Brooksbank.

+++ 17.36 Uhr: Retter bergen Körper von vierter vermisster Person in Italien +++

Einen Tag nachdem die italienische Bergwacht drei Tote aus dem Schnee in den Abruzzen geborgen hat, ist auch der leblose Körper der vierten vermissten Person gefunden worden. Knapp einen Monat hatten die Retter nach den vier Ausflüglern in dem Gebirge in Mittelitalien gesucht. Sie galten den Angaben der Feuerwehr zufolge seit dem 24. Januar als vermisst. Die Zeitung "Corriere della Sera" schrieb unter Berufung auf die Rettungskräfte, dass die Wanderer am Monte Velino in der Provinz L'Aquila womöglich von einer Lawine überrollt wurden. Am Freitag hatten Suchhunde der Polizei die Einsatzkräfte zu den ersten Leichen geführt. Hunderte Einsatzkräfte der Bergrettung, Feuerwehr und Polizei waren den Angaben der Bergwacht zufolge in den Wochen davor an der Suche im Schnee beteiligt.

+++ 16.26 Uhr: Tötungsdelikt in französischem Flüchtlingsheim –Verdächtiger in Haft +++

Nach dem Tötungsdelikt am Leiter einer Unterkunft für Asylbewerber im Südwesten Frankreichs sitzt ein Verdächtiger in Untersuchungshaft. Wie die zuständige Staatsanwältin sagte, hat der 38-Jährige die Tat zugegeben. Demnach habe er aus der Unterkunft in Pau, die ihn früher begleitet hatte, ein Dokument holen wollen, um seine drohende Abschiebung in den Sudan zu verhindern. Sein Schutzstatus war im November abgelaufen, nach einer Gefängnisstrafe drohte er ihn zu verlieren. Wie französische Medien übereinstimmend mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft berichteten, wird ein terroristisches Motiv ausgeschlossen.

Das Opfer starb kurz nach dem Vorfall am Freitagvormittag. Mitarbeiter der Unterkunft waren durch Schreie alarmiert worden, wie die Staatsanwältin sagte. Vor Ort wurde ein Messer gefunden. Ein Untersuchungsrichter soll am Sonntag entscheiden, ob ein Ermittlungsverfahren gegen den Verdächtigen eingeleitet wird.

+++ 15.34 Uhr: Tausende erinnern in Berlin an Opfer von Anschlag in Hanau +++

Tausende Menschen haben in Berlin bei einer Demonstration an die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags im hessischen Hanau vor einem Jahr erinnert. Bis zum Nachmittag hätten sich rund 4000 Teilnehmer im Stadtteil Neukölln versammelt, sagte ein Polizeisprecher. Immer mehr Menschen stießen demnach dazu. Angemeldet waren ursprünglich 900 Teilnehmer. Von Neukölln aus setzte sich der Zug nach Berlin-Kreuzberg in Bewegung.

Die Demonstranten hielten Schilder und Fotos mit den Namen der neun Getöteten in die Luft. "Hanau war kein Einzelfall" stand auf Plakaten. Laut Polizei blieb die Lage zunächst ruhig und entspannt. Der Zug wurde demnach von rund 80 Einsatzkräften begleitet.

Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte am Abend des 19. Februar 2020 neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten in der Stadt im Rhein-Main-Gebiet erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter und anschließend sich selbst tötete. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht. Die "Initiative 19. Februar Hanau" sieht ein "Versagen der Behörden vor, während und nach der Tat".

+++ 15.18 Uhr: Früherer KZ-Wächter aus den USA nach Deutschland ausgeliefert +++

Die USA haben den früheren KZ-Wächter Friedrich Karl Berger an Deutschland ausgeliefert. Der 95-Jährige traf am Flughafen Frankfurt (Main) ein, wie das hessische Landeskriminalamt mitteilte. Auch das US-Justizministerium bestätigte Bergers Auslieferung. Berger war 1959 in die USA in den Bundesstaat Tennessee gezogen und hatte dort viele Jahre unerkannt gelebt. 

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Celle sagte AFP, Berger sei in ihrem Auftrag bei seiner Ankunft von der Polizei gefragt worden, ob er grundsätzlich bereit sei, sich zu äußern. Das habe er bejaht, sah sich aber nicht mehr am selben Tag dazu in der Lage. 

Ein früheres Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Celle gegen den 95-Jährigen wegen Beihilfe zum Mord war im Dezember "mangels hinreichenden Tatverdachts" eingestellt worden. Nun werde noch entschieden, ob die Ermittlungen wieder aufgenommen werden und Berger in diesem Rahmen vernommen werde, sagte der Sprecher.

+++ 14.56 Uhr: Deutscher Archäologe übernimmt Leitung von Pompeji +++

Der deutsche Archäologe Gabriel Zuchtriegel wird die Leitung der antiken Stätte von Pompeji übernehmen. Zuchtriegel übernehme damit "eine spannende Mission: den schönsten Job der Welt für einen Archäologen", sagte Italiens Kulturminister Dario Franceschini bei einer Pressekonferenz am Kolosseum in Rom. Der 39-Jährige war seit 2015 Direktor der italienischen Ausgrabungsstätte Paestum, die unweit von Pompeji südlich von Neapel gelegen ist. 

"Ich bin glücklich, einen Ort zu leiten, der einzigartig auf der Welt ist", sagte der in Rom, Berlin und Bonn ausgebildete Archäologe. Zuchtriegel ist verheiratet und hat zwei Kinder. Im Juli 2020 nahm er die italienische Staatsbürgerschaft an.

+++ 14.31 Uhr: Zwei Tote und 30 Verletzte durch Polizeischüsse in Myanmar +++

Bei den Protesten gegen die Militärjunta in Myanmar sind mindestens zwei Menschen durch Sicherheitskräfte getötet worden. Etwa 30 weitere Menschen wurden in Mandalay verletzt, wie Rettungskräfte der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Sicherheitskräfte hätten in der Stadt das Feuer auf Demonstranten eröffnet.

Die Sicherheitskräfte schossen mit scharfer Munition auf Demonstranten, die sich zu einer Kundgebung in Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes, versammelten. Unter den Todesopfern befindet sich den Rettungskräften zufolge auch ein Junge, dem in den Kopf geschossen wurde. Mehrere hundert Polizisten waren an dem Einsatz auf einer Werft beteiligt. Mindestens fünf Menschen seien außerdem von Gummigeschossen getroffen worden, sagte ein Fotograf, der sich vor Ort befand. 

In dem südostasiatischen Land herrscht Aufruhr, seit die bisherige De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi am 1. Februar bei einem Militärputsch entmachtet wurde. Hunderttausende Menschen beteiligten sich an Straßenprotesten, mehrere hundert Menschen wurden festgenommen. Die Sicherheitskräfte setzten bislang kaum scharfe Munition ein.

+++ 13.57 Uhr: Russland meldet weltweit erste Übertragung von H5N8-Vogelgrippe-Virus auf Menschen +++

Russland hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten Fall einer Übertragung des H5N8-Vogelgrippe-Virus auf Menschen entdeckt. "Informationen über den weltweit ersten Fall der Übertragung der Vogelgrippe (H5N8) auf Menschen wurden bereits an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesendet", sagte die Leiterin der russischen Gesundheitsbehörde, Anna Popowa. Die sieben in einer Geflügelfabrik infizierten Menschen fühlten sich "gut".

Die auch als Geflügelpest bezeichnete Vogelgrippe tritt sowohl bei Wildvögeln als auch immer wieder in Geflügelbetrieben auf. Auch in Deutschland wurde sie in der Vergangenheit immer wieder nachgewiesen, so Ende vergangenen Jahres bei mehreren Wildvögeln in Norddeutschland. Das Virus ist für die Vögel in der Regel tödlich, eine Gefahr für den Menschen wurde bisher nicht angenommen. Der letzte große Ausbruch der Geflügelpest in Deutschland und anderen europäischen Staaten hatte sich im Winter 2016/17 ereignet. In der Bundesrepublik wurden hunderttausende Tiere in Geflügelfarmen gekeult, um das Geschehen einzudämmen.

+++ 12.04 Uhr: Früherer KZ-Wächter wird aus den USA nach Deutschland ausgeliefert +++

Die USA liefern den früheren KZ-Wächter Friedrich Karl Berger nach Deutschland aus. Der 95-Jährige werde noch am Samstag in Frankfurt erwartet, berichtete der "Spiegel". Die Generalstaatsanwaltschaft Celle bestätigte die Angaben. 

Für die Überstellung des 95-Jährigen aus dem US-Bundesstaat Tennessee nach Deutschland wurde dem Bericht zufolge extra ein Ambulanz-Jet angemietet. Berger, dem es gesundheitlich seinem Alter entsprechend gut gehe, werde noch am Flughafen von deutschen Ermittlern befragt.

Berger hatte bei seinen Vernehmungen in den USA seine Rolle als KZ-Wächter eingeräumt. Über Misshandlungen von Gefangenen oder Todesfälle unter den Häftlingen sei ihm aber nichts bekannt gewesen, sagte er.

Berger war 1959 nach Tennessee gezogen und hatte dort viele Jahre unerkannt gelebt. Der US-Staatsanwalt Brian Benczkowski bezeichnete ihn im März 2020 als "Teil der SS-Maschinerie der Unterdrückung".

Berger war im Jahr 1945 als Wächter in einem Außenlager des Hamburger Konzentrationslagers Neuengamme nahe dem niedersächsischen Meppen eingesetzt. Das KZ Neuengamme war 1938 zunächst als Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen gegründet worden. Nach Angaben der KZ-Gedenkstätte Neuengamme wurde es dann 1940 zu einem eigenständigen Konzentrationslager. Es war demnach bis 1945 das zentrale KZ Nordwestdeutschlands und hatte mehr als 85 Außenlager.

Die Häftlinge wurden als Zwangsarbeiter für die Kriegswirtschaft eingesetzt. Mehr als 42.000 Menschen kamen in den Lagern, während der Zwangsarbeit, bei Todesmärschen oder dem Bombardement von KZ-Schiffen ums Leben.

+++ 12.02 Uhr: Prinzessin Eugenies Sohn heißt August Philip Hawke Brooksbank +++

Das jüngste Baby des britischen Königshauses hat jetzt auch einen Namen: "Wir wollen euch August Philip Hawke Brooksbank vorstellen", schrieb Queen-Enkelin Prinzessin Eugenie (30) am Samstag auf Instagram zu einem Foto, auf dem das Baby - in eine hellblaue Decke gewickelt - mit seinen stolzen Eltern zu sehen ist.

"Unsere Herzen sind voller Liebe für diesen kleinen Menschen, das können Worte nicht beschreiben", erklärte die Prinzessin. Ihr Sohn war am 9. Februar im Portland Hospital in London zur Welt gekommen. Es ist das erste Kind von Eugenie und ihrem Mann Jack Brooksbank (35) - und bereits der neunte Urenkel der Queen.

Der zweite Vorname Philip gilt als Tribut an Eugenies Großvater Prinz Philip (99), der sich aktuell für einige Tage in einem Londoner Krankenhaus aufhält - nach Angaben des Palastes eine reine Vorsichtsmaßnahme. Aktuell ist der kleine August auf Platz elf der Thronfolge, dürfte allerdings in einigen Monaten auf Platz zwölf rutschen - wenn Prinz Harry und Meghan ihr zweites Kind bekommen.

+++ 10.41 Uhr: Italienische Küstenwache rettet gekenterte Migranten vor Lampedusa +++

Die italienische Küstenwache hat fast 50 Bootsmigranten im Mittelmeer gerettet. Ihr Boot sei rund 15 Seemeilen vor der Insel Lampedusa gekentert, als die Einsatzkräfte die Menschen an Bord holen wollten, teilte die Guardia Costiera am Samstag mit. Ein Patrouillenboot nahm 40 von ihnen auf, ein weiteres sieben. Mit einem Helikopter suchte die Polizei nach weiteren Menschen im Wasser. Laut Küstenwache kamen am Freitag verhältnismäßig viele Boote mit Flüchtlingen an.

In diesem Jahr landeten nach Angaben des Innenministeriums bislang etwas mehr als 2900 Migranten per Boot in Italien an. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 2065. Insgesamt erreichten das Mittelmeerland im vergangenen Jahr rund 34 150 Bootsmigranten - ein starker Anstieg im Verhältnis zu 2019 als rund 11 470 ankamen.

+++ 10.37 Uhr: Moskauer Gericht bestätigt Nawalnys Verurteilung zu Haft in Straflager +++

Ein Gericht in Moskau hat die Berufung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny gegen seine Haftstrafe zurückgewiesen. Es bestätigte damit am Samstag laut dem Bericht eines anwesenden AFP-Journalisten ein Urteil von Anfang Februar, durch das eine 2014 gegen Nawalny verhängte Bewährungsstrafe in eine Haftstrafe umgewandelt worden war. 

Das Berufungsgericht reduzierte die Strafe allerdings leicht, so dass Nawalny nun rund zweieinhalb Jahre Haft in ein Straflager muss. Der Richter rechnete sechs Wochen Hausarrest, die Nawalny bereits verbüßt hatte, auf die Gesamtstrafe an.

Nawalny war nach einem Giftanschlag im vergangenen August, für den er den Kreml verantwortlich macht, in Deutschland im Krankenhaus behandelt worden. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Russland im Januar wurde er festgenommen. Wegen angeblicher Verstöße gegen seine Bewährungsauflagen während seines Aufenthalts in Deutschland wurde er am 2. Februar zu zwei Jahren und acht Monaten Haft in einem Straflager verurteilt. Die Entscheidung war international scharf verurteilt worden und löste Massenproteste in Russland aus.

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++++ 10.02 Uhr: Aktivisten: 21 Dschihadisten bei russischen Luftangriffen in Syrien getötet +++

Bei russischen Luftangriffen im Norden Syriens sind nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte innerhalb von 24 Stunden mindestens 21 Dschihadisten getötet worden. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien sprach am Samstagmorgen von mindestens 130 Luftangriffen. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Stellungen der Miliz Islamischer Staat (IS) im Grenzgebiet der Provinzen Aleppo, Hama und Raka.

Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Aktivisten-Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

+++ 09.53 Uhr: Gedenken an Tatorten des Hanauer Anschlags +++

Die Gedenkveranstaltungen ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Anschlag von Hanau sind nach Polizeiangaben ruhig und friedlich verlaufen. Am späten Freitagabend hatten Dutzende Menschen an den damaligen Tatorten in Hanau an die neun Opfer erinnert. In stillem Gedenken versammelten sie sich genau zu den Uhrzeiten, als der Attentäter am 19. Februar 2020 die Schüsse in der Innenstadt und kurz darauf im Stadtteil Kesselstadt abgegeben hatte. Auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) kam zu dem Tatort in der Hanauer Innenstadt und zündete an einer Gedenktafel mit Bildern der Toten eine Kerze an. Er sprach auch mit Mitgliedern der "Initiative 19. Februar Hanau", in der sich mehrere Angehörige zusammengeschlossen hatten.

Von hinten sind vier junge Männer auf Stühlen zu sehen. Sie sitzen mit Blick auf vier Grabsteine und umarmen einander

Zuvor war in einer Veranstaltung in Hanau mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) der Toten gedacht worden. Hanaus Ehrenbürger Rudi Völler hatte mit einem Zitat von Wilhelm Grimm die Gedenkveranstaltung eröffnet.

Die Tat hatte nicht nur in Deutschland großes Entsetzen ausgelöst. Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte am Abend des 19. Februar 2020 neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten in der Stadt im Rhein-Main-Gebiet erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter tötete und anschließend sich selbst. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht. Die "Initiative 19. Februar Hanau" spricht unter anderem von einem "Versagen der Behörden vor, während und nach der Tat".

+++ 09.28 Uhr: Vier Ex-Geheimdienstagenten in Taiwan der Spionage für China beschuldigt +++

Vier ehemalige Agenten des Militärgeheimdienstes in Taiwan sind der Spionage für China beschuldigt worden. Ihnen wird zur Last gelegt, ein Spionage-Netzwerk für Peking aufgebaut und vertrauliche Informationen an die chinesische Regierung weitergereicht zu haben, wie die Staatsanwaltschaft in Taipeh am Samstag mitteilte. 

Taiwan hatte sich 1949 am Ende eines Bürgerkriegs von der Volksrepublik China losgesagt. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit Gewalt. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielten die Beschuldigten, unter ihnen ein Ex-Generalmajor, Bargeld, Geschenke und andere Gegenleistungen. Ihnen drohen nun Strafen wegen Verstößen gegen das nationale Sicherheitsgesetz und das Geheimdienstgesetz. 

Im Oktober hatte ein Gericht in Taiwan einen früheren Oberstleutnant wegen Spionage für Peking zu vier Jahren Haft verurteilt. China gab damals die Festnahme mehrerer mutmaßlicher Spione aus Taiwan bekannt. 

+++ 08.30 Uhr: Moskauer Gericht prüft Bewährungsstrafe gegen Kremlkritiker Nawalny +++

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat in der russischen Hauptstadt Moskau eine Berufungsverhandlung gegen den Kremlkritiker Alexej Nawalny begonnen. Ein Gericht prüfte am Samstag eine vor zweieinhalb Wochen verhängte mehrjährige Haft in einem Straflager. Vor dem Gebäude im Nordosten der Hauptstadt bezogen Sicherheitskräfte Stellung, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete. Dutzende Journalisten warteten vor dem Gericht.

Nawalny war Anfang Februar verurteilt worden, weil er gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben soll. Er hielt sich zu dieser Zeit zur Behandlung in Deutschland auf, nachdem ein Giftanschlag auf ihn verübt worden war. Von dreieinhalb Jahren Straflager soll er nach Anrechnung von Hausarrest und Haftzeiten noch zwei Jahre und acht Monate absitzen. Ihm droht noch eine Vielzahl anderer Verfahren.

Bereits für den Samstagnachmittag wurde ein weiterer Prozess gegen Nawalny angesetzt. In dem Verfahren wird ihm vorgeworfen, einen 94 Jahre alten Teilnehmer des Zweiten Weltkrieges beleidigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft forderte eine hohe Geldstrafe.

Der 44-Jährige wurde am frühen Morgen aus der Untersuchungshaft zu dem Gerichtsgebäude gebracht, wie Fotos zeigten. Zu Beginn der Verhandlung habe sich Nawalny gut gelaunt gezeigt, berichteten Journalisten aus dem Gerichtssaal. Er habe auf den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verwiesen, der Nawalnys Freilassung fordert. Der Richter sagte: "Darüber werden wir noch diskutieren."

+++ 07:00 Uhr: Krankschreibungen wegen psychischer Probleme auf Höchststand +++

Die Zahl der bei der DAK versicherten Beschäftigten, die wegen einer psychischen Erkrankung im Job fehlen, hat 2020 einen Höchststand erreicht. Im Schnitt hatte jeder Versicherte rund 2,65 Fehltage aufgrund von etwa Depressionen oder Anpassungsstörungen, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit mitteilte. Mit Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis, zum Beispiel einen Trauerfall, gemeint. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es rund 2,6 Fehltage pro versicherten Beschäftigten, 2010 etwa 1,7 Fehltage.

"Unsere aktuelle Analyse zeigt, wie gerade Menschen mit psychischen Problemen unter den Pandemie-Einschränkungen und -Belastungen leiden", sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Ein psychischer Krankheitsfall dauerte im Schnitt 39 Tage - so lange wie noch nie seit Beginn der jährlichen Datenerhebung 1997.

Bei psychischen Leiden handelte es sich 2020 laut DAK um die zweitwichtigste Erkrankungsgruppe. Nur aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen fehlten versicherte Erwerbstätige 2020 noch häufiger - etwa 3,3 Fehltage waren es in dieser Gruppe.

Frauen meldeten sich im Job häufiger wegen psychischer Probleme krank als Männer. So fehlten DAK-versicherte Arbeitnehmerinnen 2020 im Schnitt an 3,4 Tagen, bei Männern waren es 2,0 Tage.

Für die Analyse wurden Daten von mehr als 2,4 Millionen bei der Kasse versicherten Beschäftigten ausgewertet. Berücksichtigt wurden alle Fehlzeiten, für die eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung mit einer psychischen Diagnose an die Kasse geschickt wurden.

+++ 05.20 Uhr: Giffey: Können Kinder nicht noch viel länger zuhause lassen +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die am Montag in vielen Bundesländern geplanten Öffnungen von Kitas und Grundschulen verteidigt. "Man kann die Kinder nicht noch viel länger zuhause lassen, weil sonst der Kinderschutz und das Kindeswohl in Gefahr sind", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie wies auf Probleme wie Vereinsamung, Bewegungsmangel und entstehende "Bildungs- und Bindungslücken" hin. Zudem seien viele Eltern am Ende. "Die Belastungsgrenze ist erreicht."

Gleichzeitig betonte Giffey, dass die Öffnungen "verantwortungsvoll" erfolgen müssten, mit Einhaltung von Hygieneregeln und Schutzmaßnahmen für das Personal. "Dass wir dabei das Infektionsgeschehen weiter im Blick haben müssen, ist selbstverständlich. Es geht jetzt um Öffnungsschritte mit Sicherheit."

+++ 04.55 Uhr: Elfjähriger Umweltaktivist aus Kolumbien wird EU-Goodwill Botschafter +++

Der elfjährige kolumbianische Umweltaktivist Francisco Vera ist für seinen Einsatz gegen den Klimawandel zum Goodwill Botschafter der Europäischen Union ernannt worden. "Wir haben seine Initiativen genau verfolgt. Sie geben Hoffnung in einer Zeit wie dieser, in der wir ein nachhaltiges Wachstum neu aufbauen können", zitierte die kolumbianische Zeitung "El Tiempo" am Freitag (Ortszeit) die Botschafterin der EU in Kolumbien, Patricia Llombart. Vera schrieb zu Fotos mit Llombart auf Twitter: "Ich verspreche, mein Bestes zu geben, um unsere Welt zu einer besseren Welt für alle zu machen."

+++ 02.31 Uhr: Erste Gruppe von Migranten überquert nach Bidens Reformen Grenze von Mexiko zu USA +++

Nach Erleichterungen in der Einwanderungspolitik durch die Regierung des neuen US-Präsidenten Joe Biden hat eine erste Gruppe von Migranten die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten überquert. 25 Asylbewerber wurden am Freitag per Bus von der mexikanischen Stadt Tijuana aus über die Grenze gefahren, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Sie wurden dabei von einem Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR begleitet.

Joe Biden über transatlantisches Bündnis: "Amerika ist zurück"

Ein US-Beamter in der US-Stadt San Diego bestätigte kurz darauf die Ankunft der Gruppe. Die Asylbewerber kamen demnach zunächst in einem Hotel unter. Über ihr weiteres Ziel war zunächst nichts bekannt.

Bidens Regierung hatte den Schritt vor einer Woche angekündigt. Demnach wollen die USA zehntausende Migranten einreisen lassen, die bislang in Mexiko auf die Entscheidung in ihren Asylverfahren warten mussten. Biden brach damit auch mit der harten Einwanderungspolitik seines republikanischen Vorgängers Donald Trump

+++ 00.32 Uhr: Erstürmung von US-Kapitol: Mitglieder rechter Miliz angeklagt +++

Mehr als sechs Wochen nach der Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump hat das Justizministerium Anklage gegen sechs weitere Verdächtige erhoben. Die Frauen und Männer hätten alle Verbindungen zu der rechten Miliz „Oath Keepers“ oder seien Mitglieder von ihr. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf Verschwörung. Die Angeklagten sollen sich verabredet haben, die Zertifizierung der Ergebnisse der US-Präsidentenwahl zu behindern, wie am Freitag aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hervorging.

Die sechs in dieser Woche in Florida, North Carolina und Ohio Festgenommenen sollen mit drei weiteren Verdächtigen, die bereits im Januar angeklagt wurden, zusammengearbeitet haben. Sieben der Frauen und Männer sollen am 6. Januar paramilitärische Ausrüstung getragen haben und im Stil einer taktischen Einheit des Militärs die Treppen des Kongressgebäudes hinaufmarschiert sein, eine Tür durchbrochen haben und in das Gebäude gestürmt sein.

+++ 00.58 Uhr: Vierte Krawall-Nacht in Folge in Spanien wegen Haft für Rapper +++

Die vierte Nacht in Folge hat es in mehreren Städten Spaniens am Freitagabend gewalttätige Proteste gegen die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél gegeben. Der 32-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Pablo Rivadulla Duró heißt, war am Dienstag festgenommen worden, nachdem er sich geweigert hatte, eine neunmonatige Haftstrafe anzutreten. Der Musiker war zuvor wegen Beleidigung des Königshauses und wegen Verherrlichung von Gewalt verurteilt worden.

Proteste gab es am Freitag vor allem in der katalanischen Hauptstadt Barcelona sowie in anderen Städten dieser Region im Nordosten Spaniens, in der Hasél geboren wurde. Hunderte Demonstranten schoben im Zentrum von Barcelona erneut Müllcontainer zu Barrikaden zusammen und setzten sie in Brand. Sie plünderten nach Medienberichten auch einige Geschäfte. Zudem wurden die Polizisten mit Steinen, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Die Beamten gingen mit ihren Schlagstöcken mehrfach gegen die Kundgebungsteilnehmer vor.

In Barcelona seien vier Demonstranten festgenommen worden, in Girona weitere zwei, berichtete der TV-Sender RTVE unter Berufung auf die katalanischen Behörden. Die Proteste gingen bis kurz vor Mitternacht.

ikr AFP

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