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Afrika und Jemen: Hungersnot bedroht mehr Menschen als je zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg

Die Hungerkrise in Afrika und im Jemen nimmt nach UN-Angaben immer dramatischere Ausmaße an. Am Horn von Afrika drohe ein "Massensterben", und das Spendenaufkommen sei alarmierend gering.

Ein unterernährtes Kind wird von Mitarbeitern eines durch Unicef finanzierten Hilfsprogramms in Somalia gewogen

Ein unterernährtes Kind wird von Mitarbeitern eines durch Unicef finanzierten Hilfsprogramms in Baidoa, im Südwesten Somalias, gewogen

Die Vereinten Nationen haben wegen der Hungerkrise in mehreren afrikanischen Ländern und im Jemen vor einem "Massensterben" gewarnt und dafür unter anderem fehlende Hilfe verantwortlich gemacht. Es bestehe das zunehmende Risiko eines "Massensterbens" durch Verhungern, sagte Adrian Edwards, ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Genf. Diese humanitäre Krise "hätte verhindert werden können". Nun sei sie bald "unabwendbar".

"Es ist schon fast zu spät"

Betroffen seien neben dem bitterarme Bürgerkriegsland Jemen der Südsudan, Somalia, Teile Südäthiopiens und Nigeria, sagte Edwards. Allein in Südostäthiopien seien 50 bis 79 Prozent der Kinder bis fünf Jahren akut unterernährt. Insgesamt leiden in Äthiopien rund 5,6 Millionen Menschen akut an Hunger, wie Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vergangene Woche vor einem Besuch in der besonders betroffenen äthiopischen Somali-Region mitgeteilt hatte.

In Ostafrika herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit fünf Jahrzehnten. Mehrere Ernten sind ausgefallen. Nun habe örtlich endlich etwas Regen eingesetzt, aber es dauere, bis die Felder wieder bestellt werden könnten, erklärte Edwards. Insgesamt seien 20 Millionen Menschen von Dürren betroffen. Damit sind laut "Washington Post" so viele Menschen von einer Hungersnot bedroht wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Unter den Betroffenen sind nach UN-Angaben auch mehr als vier Millionen Menschen, die vor Gewalt und Konflikten flohen.

Edwards machte neben der seit Langem andauernden Trockenheit und den Konflikten in den betroffenen Ländern die unzureichenden finanziellen Hilfen aus dem Ausland für das Ausmaß der Katastrophe verantwortlich. Es drohe eine "schlimmere humanitäre Krise" als 2011, warnte der Sprecher. "Es ist schon fast zu spät." 2011 waren am Horn von Afrika infolge der Dürre 260.000 Menschen gestorben.

"Hunger wartet nicht auf eine politische Lösung"

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel rief die internationale Gemeinschaft zu einem entschlossenen Kampf gegen die Hungerkrise auf. "Nur mit schneller humanitärer Hilfe lässt sich eine Katastrophe noch größeren Ausmaßes verhindern", schrieb Gabriel in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wir müssen uns der wachsenden Herausforderung durch mehr Verantwortung stellen. Denn Hunger wartet nicht auf eine politische Lösung." Auch wenn Deutschland einer der größten humanitären Helfer weltweit sei, könne es Hungerkatastrophen aber nicht alleine abwenden. "Auch andere Geber müssen zu ihrer Verantwortung stehen und nun mehr Mittel und Engagement für humanitäre Hilfe bereitstellen."

Unter anderem wegen der prekären Lage in Afrika hat Gabriel für diesen Mittwoch zu einer internationalen Konferenz gegen die Hungersnot eingeladen.

mad / AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.