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Julian Assange verrät: Wikileaks wollte Snowden mit Präsidentenflugzeug aus Russland schmuggeln

2013 wurde dem amerikanischen Whistleblower Edward Snowden in Russland Asyl gewährt. Jetzt enthüllt Wikileaks-Gründer Julian Assange, dass damals an einem spektakulären Fluchtplan getüftelt wurde.

Der ehemalige amerikanische Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden.

US-Whistleblower Edward Snowden im März 2015 bei einer Videoliveschalte

Wikileaks hat zusammen mit Venezuela im Jahr 2013 eine geheime Ausreise des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden aus Moskau nach Lateinamerika geplant - und zwar im Flugzeug des bolivianischen Staatschefs Evo Morales. Dies gab Wikileaks-Gründer Julian Assange in einem am Sonntag veröffentlichten Gespräch mit der bolivianischen Zeitung "El Deber" bekannt.

"Wir erörterten zunächst die Möglichkeit, Snowden im Flugzeug des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro auszufliegen", sagte Assange der Zeitung in der ecuadorianischen Botschaft in London. Da die Maschine Maduros vom US-Geheimdienst beobachtet worden sei, sei in Betracht gezogen worden, Snowden im Flugzeug von Morales nach Lateinamerika zu fliegen. Beide Präsidenten befanden sich zu einer Konferenz in der russischen Hauptstadt. Der Plan sei aufgegeben worden, als klar wurde, dass europäische Regierungen den Überflug der Maschine von Morales sperren wollten.

Präsidenten-Flugzeug zur Landung gezwungen

Das bolivianische Präsidenten-Flugzeug wurde damals in Wien zu einer Zwischenlandung gezwungen. Erst nachdem klar war, dass Snowden sich nicht an Bord befand, wurde der Weiterflug genehmigt. Bolivien machte damals die USA für den Vorfall verantwortlich. Morales hatte öffentlich erklärt, er sei bereit, Snowden Asyl zu gewähren.

jek / DPA