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Trotz Studenten-Protest: AfD-Gründer Bernd Lucke lehrt wieder an der Uni Hamburg

Nachdem seine Wiederwahl ins Europaparlament scheiterte, setzt AfD-Gründer Bernd Lucke seine akademische Karriere an der Universität Hamburg fort. Das stößt auf heftige Kritik seitens der Studenten.

Bernd Lucke uni Hamburg

Der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Lucke lehrt ab dem Wintersemester wieder an der Uni Hamburg.

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Bernd Lucke wird wieder Dozent. Nachdem seine Wiederwahl in das EU-Parlament scheiterte, will der AfD-Gründer zum Wintersemester wieder eine Lehrtätigkeit aufnehmen. Das bestätigte eine Sprecherin der Universität Hamburg. Lucke selbst wollte sich nicht öffentlich äußern. Bei den Studierenden stößt die Rückkehr des Professors auf Kritik. Lucke habe mit "seiner bürgerlichen Fassade den Weg der AfD zur menschenverachtenden und rassistischen Partei geebnet", sagte der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), Karim Kuropka, der Deutschen Presse-Agentur. "So ein Mensch gehört an keine Universität."

Universität will nichts zur politischen Haltung Luckes sagen

Der Volkswirtschaftler und Euro-Kritiker war 2013 maßgeblich an der Gründung der AfD beteiligt und einer ihrer ersten Bundessprecher. 2014 hatte er sich von der Uni Hamburg beurlauben lassen, um als Berufspolitiker für die AfD ins Europaparlament zu wechseln. 2015 verließ er die Partei im Streit um eine stärker nationalkonservative Ausrichtung und prangerte in der Folgezeit fremdenfeindliche und rechtsextreme Tendenzen an. Seine Versuche, mit der von ihm gegründeten Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA), die sich später in Liberal-Konservative Reformer (LKR) umbenannte, politisch Fuß zu fassen, scheiterten.

Bei der Europawahl Ende Mai kam die LKR mit Spitzenkandidat Lucke nur auf 0,1 Prozent der Stimmen. Die Universität enthielt sich einer Bewertung der Personalie Lucke. Das Präsidium darf und möchte sich nicht zu seiner politischen Vergangenheit oder zu seinem Dienstverhältnis äußern", sagte die Sprecherin. Genau genommen habe Lucke seine Professur auch nie verlassen und kehre daher in diesem Sinne auch nicht zurück. "Er war lediglich beurlaubt, wozu die Universität verpflichtet ist."

fk / DPA