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Rauchverbote in Deutschland: 2008 droht Rauchern Platznot

Für Raucher wird es 2008 noch enger, ihre Reservate werden noch begrenzter. In einigen Bundesländern gilt das Rauchverbot in Gaststätten schon, zum Jahreswechsel kommen acht weitere hinzu. Der stern.de-Rauchverbots-Atlas zeigt, was man wo ab wann darf - und vor allem: was nicht.

Zitternd, bibbernd stehen sie in der Kälte, in prangerähnlichen, separaten Räumen räuchern sie im blau-grauen Dampf vor sich hin. Wenn sie ihre kleinen begrenzten verglasten Reservate verlassen, müssen sie mit Strafen rechnen: Raucher sind in Deutschland in den vergangenen Jahren zu einer gejagte Spezies geworden, die Ausrottung ihres Lasters ist erklärtes Ziel der Politik in Bund und Ländern. Zum Jahreswechsel werden die Reservate im öffentlichen Raum für sie nun noch kleiner. Acht weitere Bundesländer führen zum neuen Jahr ein Rauchverbot in Gaststätten ein. Damit ist das Rauchen in elf der 16 Bundesländer dann grundsätzlich tabu. Weitere Länder folgen im Jahresverlauf.

Bayern geht am Weitesten

Ernst wird es ab dem 1. Januar für Raucher auch in den Bundesländern Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig- Holstein. Überdies will Mecklenburg-Vorpommern, das Raucher bereits aus Behörden verbannt hat, nun bei Gaststätten nachziehen. In Sachsen soll ein Verbot ab dem 1. Februar, in Rheinland-Pfalz und im Saarland vom 15. Februar an gelten. Auch Nordrhein-Westfalen und Thüringen wollen den Rauch verbannen - ab Juli 2008. Für Behörden in NRW gilt dies schon zum 1. Januar.

In Niedersachsen und Baden-Württemberg gibt es bereits seit dem 1. August ein Rauchverbot, in Hessen seit dem 1. Oktober. Das schärfste Rauchverbot gilt künftig in Bayern. Dort ist das Rauchen dann auch in Nebenräumen von Gaststätten tabu. Auf dem Oktoberfest darf erstmals in seiner fast 200-jährigen Geschichte nicht geraucht werden. Wer seinem Laster frönen will, kann dies noch in Biergärten und auf Freiflächen bayerischer Wirtshäuser tun. Auch geschlossene Gesellschaften dürfen weiter qualmen. Das Saarland erlaubt Rauchen in inhabergeführten Eckkneipen, wenn der Wirt selbst bedient. Wie in Rheinland-Pfalz wurde der Start auf Februar verschoben - auch mit Rücksicht auf Karneval. Die saarländische SPD-Landtagsabgeordnete Petra Scherer sprach von einem "Geschenk an die Narren".

Rauchen in Diskotheken fast überall verboten

In allen Ländern bis auf Bayern ist vorgesehen, dass das Rauchen in einem abgetrennten Raum weiter erlaubt ist. Das darf nur ein Nebenraum sein, heißt es in vielen Gesetzen, doch nicht immer ist dies umfassend definiert. In Sachsen-Anhalt können Gastwirte mit mehreren Räumen ihren Hauptschankraum für Raucher freigeben. In den meisten Ländern ist das Rauchen auch in Diskotheken nicht mehr erlaubt.

Für Bier-, Wein- und Festzelte gelten oft Ausnahmen vom Rauchverbot, etwa in Baden-Württemberg. In Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Schleswig- Holstein darf in Zelten nur bei befristeten Veranstaltungen geraucht werden. Ein Wirt in Karlsruhe war besonders findig und stellte im Festsaal seines Restaurants einfach ein Bierzelt auf. Die Gesetze zum Nichtraucherschutz gelten auch für Landesbehörden, Schulen und Krankenhäuser. In Baden-Württemberg kann die Schulkonferenz in Berufsschulen und Gymnasien entscheiden, ob es Raucherecken geben darf. Bundesweit ist das Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Bundesbehörden und dem Bundestag seit dem 1. September grundsätzlich verboten.

Bätzing warnt vor unterschiedlichen Ausnahmeregelungen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, jedenfalls ist zufrieden. "Wir werden im nächsten Jahr überall Nichtraucherschutzgesetze haben, die spätestens Mitte des Jahres in Kraft sind", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presseagentur. "Das ist ein ganz großer Erfolg." Bätzing warnt jedoch vor der Gefahr, dass die Ausnahmen zu unterschiedlich sind.

In Niedersachsen, im Südwesten und in Hessen haben die schweren Zeiten für Raucher bereits begonnen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) klagt über Umsatzeinbußen besonders bei Kneipen mit einem Raum. Bei jedem vierten Gastronomiebetrieb im "Ländle" und in Niedersachsen seien die Gästezahlen seit Einführung des Rauchverbots um mehr als zehn Prozent eingebrochen, will eine Studie des Instituts CHD Expert/Marktplatz Hotel herausgefunden haben.

Mit einer "Volksinitiative" will der niedersächsische Hotel- und Gaststättenverband Ausnahmen für kleine Kneipen erreichen. Bätzing sieht dagegen in Niedersachsen sogar teilweise Umsatzzuwächse. Der Dehoga plant, einen Wirt bei einer Verfassungsklage zu unterstützen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran", sagt Dehoga-Sprecherin Stefanie Heckel.

Wer verbotenerweise raucht, muss künftig mit unterschiedlich hohen Bußgeldern rechnen. Allerdings gilt meist eine Übergangsfrist. In Mecklenburg-Vorpommern droht Rauchern eine Geldstrafe bis zu 500 Euro, Gastwirten bis zu 10.000 Euro. Schließlich raucht im Nordosten jeder Dritte - das ist bundesweit Spitze.

Strenge Regeln auch auf Kreuzfahrtschiffen

Wer vermeint, sich auf See retten zu können, um dort in Ruhe rauchen zu können, hat sich ebenfalls getäuscht, zumindest wenn er Kreuzfahrtschiffe als Rettungsboote auserkoren hat. Auf Kreuzfahrtschiffen verschiedener deutscher Anbieter müssen die Passagiere vom 1. Januar an zum Rauchen vor die Tür gehen. Wie das Unternehmen AIDA Cruises in Rostock mitteilte, wird der gesamte Innenbereich der AIDA-Schiffe zur Nichtraucherzone. Damit folge das Unternehmen den europaweiten Bestrebungen zum Schutz der Nichtraucher und der ab 2008 gültigen Gesetzgebung in Deutschland, hieß es. Die Schiffe fahren zwar unter italienischer Flagge, man richte sich aber nach der Herkunft der Passagiere, die fast ausschließlich aus Deutschland kommen. Rauchen ist dann nur noch auf den Freidecks und den Kabinenbalkonen erlaubt.

Auch auf der "MS Deutschland" darf in allen Restaurants, Bars und Salons an Bord sowie in den Kabinen künftig nicht mehr geraucht werden. Die Reederei Deilmann fühle sich dem neuen schleswig- holsteinischen Nichtraucherschutzgesetz verpflichtet, da die "Deutschland" und die neun Flusskreuzfahrtschiffe der Reederei unter deutscher Flagge führen, teilten die Reederinnen Gisa und Hedda Deilmann mit. Die Reederei hat ihren Firmensitz in Neustadt im Kreis Ostholstein.

DPA/stern.de / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(