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Die Morgenlage Mann schießt vor New Yorker Kathedrale um sich – Polizei tötet ihn

Die Morgenlage: Mann schießt vor New Yorker Kathedrale um sich – Polizei tötet ihn
Polizeibeamte untersuchen den Tatort vor der Kathedrale St. John the Divine im New Yorker Stadtteil Manhattan
© KENA BETANCUR / AFP
Bürgerrechtler in Frankreich prangern "willkürliche" Festnahmen bei Protesten an +++ SpaceX befördert Satelliten ins All +++ Wahlleute in den USA stimmen über Präsidenten ab +++ Die Nachrichtenlage am Montagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

ein Weihnachtskonzert vor einer Kathedrale in New York endete am vergangenen Abend tödlich. Ein Mann schoss um sich, verletzte dabei jedoch niemanden. Drei Polizisten eröffneten das Feuer gegen ihn und trafen den Mann dabei tödlich. Während die Hintergründe der Tat noch unklar sind, wurde eine Tasche mit vielsagendem Inhalt am Tatort gefunden. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Bürgerrechtler in Frankreich prangern "willkürliche" Festnahmen bei Protesten an

Bürgerrechtsgruppen und Journalistenverbände haben "willkürliche" Festnahmen bei den jüngsten Protesten gegen das geplante Sicherheitsgesetz in Frankreich angeprangert. Bei den Demonstrationen am Wochenende seien zahlreiche Teilnehmer ohne rechtliche Grundlage und "ohne legitimen Grund" festgenommen worden, hieß es in einer gestern veröffentlichten Erklärung dieser Gruppen. In Paris und anderen französischen Städten hatten am dritten Samstag in Folge mehrere zehntausend Menschen gegen das Sicherheitsgesetz protestiert. 

SpaceX befördert Satelliten ins All

Wenige Tage nachdem eine neue SpaceX-Rakete bei einer Testfluglandung explodiert war, hat das Raumfahrt-Unternehmen mit einer altgedienten Raketenversion einen Satelliten für einen US-Radioanbieter ins All befördert. Die unbemannte "Falcon 9"-Rakete sei gestern (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet, teilte das Unternehmen bei Twitter mit. Auch der Satellitenradio-Anbieter SiriusXM teilte mit, der Start sei erfolgreich verlaufen und der Satellit funktioniere wie geplant.

Polizei in New York tötet Täter bei Schusswaffenvorfall vor Kathedrale

In New York ist ein Mann von der Polizei erschossen worden, der am Rande eines Weihnachtskonzerts das Feuer eröffnet hatte. Der Mann hatte am Sonntag vor der Kathedrale St. John the Divine im Stadtteil Manhattan um sich geschossen, aber niemanden verletzt, wie der örtliche Polizeichef Dermot Shea mitteilte. Drei Polizisten feuerten daraufhin mindestens 15 Mal auf den Mann, mindestens eine der Kugeln traf ihn im Kopf. Vor der Kathedrale hatte ein Chor Weihnachtslieder vorgetragen. Mehrere hundert Menschen besuchten das Konzert.

Eine anwesende Journalistin der Nachrichtenagentur AFP sagte, der Mann habe das Feuer eröffnet, als sich die Menge nach Ende des Konzerts aufzulösen begonnen habe. Er habe auf der Kirchentreppe gestanden und geschossen. "Ich bin einfach um mein Leben gerannt", sagte die Journalistin. Eine andere Zeugin sagte, der Mann habe acht bis zehn Schüsse abgefeuert, bevor er selber erschossen worden sei. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Am Tatort fand die Polizei zwei Schusswaffen. In der Nähe entdeckte sie außerdem eine Tasche mit einem gefüllten Benzinkanister, einem Seil, Draht und mehreren Messern.

Berichte: Cyberangriffe gegen US-Ministerien – Moskau unter Verdacht

Hacker sollen nach Medienberichten das Finanz- und das Handelsministerium sowie weitere Behörden der USA angegriffen haben. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, John Ullyot, teilte der Deutschen Presse-Agentur in Washington am gestrigen Abend (Ortszeit) auf Nachfrage mit: "Die US-Regierung ist sich dieser Berichte bewusst und wir unternehmen alle notwendigen Schritte, um mögliche Probleme im Zusammenhang mit dieser Situation zu identifizieren und zu beheben." Das Handelsministerium bestätigte dem Sender CNN, dass Hacker in einem seiner Büros Schutzmaßnahmen überwunden hätten.

Die "Washington Post" berichtete, Hacker mit Verbindungen zum russischen Geheimdienst SWR seien für die Angriffe auf das Finanz- und Handelsministerium sowie weitere US-Behörden verantwortlich. 

Das wird heute wichtig:

Wahlleute in den USA stimmen über Präsidenten ab

Die 538 Wahlleute in den USA stimmen stellvertretend für das Volk über den künftigen US-Präsidenten ab. Sie votieren bei den Treffen in ihren jeweiligen Bundesstaaten gemäß den dortigen Ergebnissen der Wahl vom 3. November. In den allermeisten Bundesstaaten bekommt der Sieger alle Stimmen der dortigen Wahlleute. Den zertifizierten Ergebnissen zufolge entfallen auf den Demokraten Joe Biden 306 Wahlleute und 232 auf den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump. Das Ergebnis wird offiziell erst am 6. Januar im Kongress bekannt gegeben.

CDU-Spitze entscheidet über Ablauf des Wahlparteitags Mitte Januar

Die CDU-Spitze entscheidet von 9.00 Uhr an über den Ablauf des für Mitte Januar geplanten Parteitags zur Wahl eines neuen Vorsitzenden. Generalsekretär Paul Ziemiak hat dafür mehrere Varianten vorbereitet - einen fast vollständig digitalen Parteitag und ein hybrides Treffen, bei dem sich die 1001 Delegierten auf 10 bis 20 Standorte verteilt in ganz Deutschland treffen würden. Wegen der Corona-Pandemie schleppt sich die Lösung der Personalfrage nach der Rückzugsankündigung von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer im Februar seit dem Frühjahr hin.

EU-Innenminister beraten über festgefahrene EU-Asylreform

Die EU-Innenminister beraten heute ab 10.00 Uhr per Video über die seit Jahren blockierte Reform der Asylpolitik. Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte sich ursprünglich vorgenommen, die Verhandlungen unter der Ende des Jahres auslaufenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft deutlich voranzubringen. Allerdings hat es bislang kaum Fortschritt gegeben. Ob Seehofer heute selbst an den Gesprächen teilnimmt oder sich durch einen Staatssekretär vertreten lässt, war gestern noch unklar. Der CSU-Politiker befindet sich seit einigen Tagen vorsorglich in Quarantäne, nachdem eine mögliche Kontaktperson positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

BGH klärt Verjährungsfrage bei Klagen von Diesel-Käufern gegen VW

Der VW-Abgasskandal beschäftigt erneut den Bundesgerichtshof (12.30 Uhr). Diesmal geht es um die Frage, ob betroffenen Diesel-Käufern auch dann Schadenersatz von Volkswagen zusteht, wenn sie ihre Klage erst 2019 oder 2020 erhoben haben. VW geht davon aus, dass die Ansprüche mit Ablauf des Jahres 2018 verjährt sind. Der Dieselskandal war im Herbst 2015 aufgeflogen. Die gesetzlich vorgesehene Verjährungsfrist beträgt drei Jahre. Eine Ausnahme ist nur möglich, wenn die Rechtslage so unsicher und zweifelhaft ist, dass die Erhebung einer Klage unzumutbar wäre.

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Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

fs / sve DPA AFP

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