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Die Morgenlage Deutschland beim digitalen Lernen im internationalen Vergleich hinten

Schüler einer 5. Klasse lernen mit iPads im Englischunterricht
Schüler einer 5. Klasse lernen mit iPads im Englischunterricht. Laut einer internationalen Umfrage bleibt beim Thema Digitales Lernen in Deutschland noch viel zu tun
© Julian Stratenschulte / DPA
EU und London setzen Verhandlungen über Zeit nach Brexit fort +++ Polizei und Politik äußern sich zu Konsequenzen aus Leipzig-Krawallen +++ Die Nachrichtenlage am Dienstagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

"Europa wird sich nicht erpressen lassen" – das versichert der CSU-Europapolitiker Manfred Weber angesichts der nächsten Verhandlungsrunde über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen der EU zu Großbritannien, die heute in London beginnt. Weber verlangt ein Einlenken Großbritanniens im Streit über einen Handelspakt mit der Europäischen Union nach dem Brexit. "Wenn die Ideologen gewinnen, dann werden alle verlieren", so Weber, der die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament führt. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag: 

Deutschland beim digitalen Lernen im internationalen Vergleich hinten

Den Schulen in Deutschland ist der Übergang zum Online-Unterricht in der Coronakrise in einem internationalen Vergleich schwerer gefallen als in anderen Ländern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Eltern in Deutschland, Australien, Großbritannien, Italien, Kanada, Mexiko und Singapur im Auftrag des Technologieunternehmens Citix. Danach lief nur bei jedem zehnten Schüler in Deutschland (10 Prozent) der Wechsel zum Online-Unterricht reibungslos.

Deutschland landete im Vergleich mit den anderen sechs Ländern auf dem letzten Platz. Aber selbst in Singapur, dem Land mit dem besten Wert, berichteten nur 30 Prozent von einem problemlosen Übergang zum Online-Unterricht.

1499 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1499 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Coronakrise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 252.298 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 8.9., 0 Uhr). Bis heute Morgen hatten etwa 226.500 Menschen die Infektion überstanden.  Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9329.

Thüringens Umweltministerin fordert mehr Hilfe beim Thema Wolf

Um eine sichere Rechtsgrundlage beim Abschuss von eigentlich geschützten Wölfen zu erreichen, hat Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund eine Ausnahme im Bundesnaturschutzgesetz für einzelne Tiere gefordert. Mit diesem und anderen Appellen rund um das Thema Wolf wandte sich die Grünen-Politikerin in einem Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze, wie das Thüringer Ministerium bekannt gab. Siegesmund betont darin, dass es bei ihren Forderungen auch darum gehe, Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung zu schaffen.

Was heute wichtig wird:

Nächste Runde bei Verhandlungen über Handelsdeal nach dem Brexit

Die Verhandlungen über einen Handelspakt der Europäischen Union mit Großbritannien nach dem Brexit gehen heute in die nächste Runde. EU-Chefverhandler Michel Barnier wird zu dreitägigen Gesprächen in London erwartet. Ziel ist, Handelsbarrieren wie Zölle und wirtschaftliches Chaos nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase zu vermeiden.

Zwar ist Großbritannien schon seit Ende Januar nicht mehr Mitglied der EU; bis zum Jahresende gelten jedoch noch die gleichen Regeln wie zuvor. Gelingt kein Vertrag über die künftigen Beziehungen, könnte es Anfang 2021 zum harten wirtschaftlichen Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen kommen. 

Videokonferenz mit Merkel zur Stärkung der Gesundheitsämter 

Die zentrale Rolle der Gesundheitsämter im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist Thema einer Gesprächsrunde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). In einer Videokonferenz (10 Uhr) will sie mit Leitern von Gesundheitsämtern, Gesundheitsdezernenten der Kommunen, Landräten, Oberbürgermeistern und Vertretern der Länder über die Arbeit und Probleme vor Ort sprechen. Bund und Länder haben bereits Milliarden-Hilfen für die 375 Ämter zugesagt, die in der Corona-Krise eine wichtige Rolle spielen. 

Internationaler Bildungsvergleich - OECD legt Studie vor

Wie gut schneidet das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich ab? Antworten darauf versucht die jährliche Studie "Bildung auf einen Blick" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu geben, die heute veröffentlicht wird. In dem Bericht wird unter anderem untersucht, wie viel Geld die Länder für Bildung ausgeben und welche Ergebnisse die Bildungsteilnehmer erzielen. Im vergangenen Jahr gab es in dem OECD-Bericht Lob für Deutschland für seine Investitionen in frühkindliche Bildung und die vergleichsweise hohe Anzahl an Absolventen in naturwissenschaftlichen Fächern. Kritik gab es an der Finanzierung der Grundschulen.

Prozess um Mord an Nebenbuhler beginnt vor Landgericht Nürnberg-Fürth

Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth beginnt heute (9 Uhr) ein Mordprozess gegen eine 33 Jahre alte Frau und ihren 32 Jahre alten Liebhaber. Die wegen Anstiftung zum Mord angeklagte Frau soll den ihr hörigen Liebhaber laut Anklage mehr als 50 Mal zum Mord an einem 27 Jahre alten weiteren Liebhaber und an ihrem Ehemann aufgefordert haben. Der wegen Mordes angeklagte Mann soll im Juli vergangenen Jahres den 27-Jährigen dem Auftrag gemäß tatsächlich getötet haben.

Steuerschätzer berechnen Auswirkungen der Corona-Pandemie

Wie groß sind die Löcher, die die Coronakrise in die Staatsfinanzen reißt? Diese Frage wollen in den kommenden Tagen die Steuerschätzer beantworten. Der Arbeitskreis kommt wegen der Pandemie zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen.  

Polizei und Politik äußern sich zu Konsequenzen aus Leipzig-Krawallen

Nach den Krawallen in Leipzig haben Politik und Polizei Konsequenzen angekündigt. Wie diese aussehen, darüber soll heute informiert werden. In Dresden will sich Innenminister Roland Wöller (CDU) zusammen mit Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar zu dem Geschehen in Leipzig äußern.

Drogenkriminalität nimmt seit Jahren zu – neuer Lagebericht

Die Drogenkriminalität in Deutschland nimmt seit Jahren zu. Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), stellt der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, in Berlin einen aktuellen Lagebericht zur Drogenkriminalität vor. 

Merkel berät mit Autoindustrie über schwierige Lage der Branche

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät heute Abend mit Vertretern der Autoindustrie über die schwierige Lage der Branche. Von 19 bis 21 Uhr ist eine Videokonferenz geplant. Konkrete Beschlüsse wurden im Vorfeld nicht erwartet. 

EU-Verkehrsminister konferieren in Hamburg über grüne Schifffahrt

Die Verkehrsminister der EU kommen um 8.30 Uhr in Hamburg zusammen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) berät auf der Konferenz "Greening Shipping" mit seinen EU-Amtskollegen sowie Reedern, Schiffsbauern und Verbänden über konkrete Maßnahmen für eine klimafreundlichere und innovative Seeschifffahrt.

Prozess gegen Gangster-Rapper Gzuz könnte zu Ende gehen

Der Prozess gegen Gangster-Rapper Gzuz vor dem Hamburger Amtsgericht könnte zu Ende gehen. Die Beweisaufnahme sei abgeschlossen, nur ein Befangenheitsantrag gegen Richter Johann Krieten stehe noch aus, sagte ein Gerichtssprecher. Dem Frontmann der Hamburger Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande werden unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz und Körperverletzung vorgeworfen. 

Alexander Zverev im Viertelfinale der US Open gegen Coric

Der Weltranglisten-Siebte Alexander Zverev kämpft bei den US Open in New York um den Einzug in das Halbfinale. Der 23 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg trifft auf den gleichaltrigen Kroaten Borna Coric. In der Weltrangliste liegt Coric auf Platz 32, im direkten Vergleich gegen Zverev führt er allerdings 3:1. 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag,

Ihre stern-Redaktion!

rw / anb DPA AFP

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