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Boeing MQ-25 Stingray: Angst vor Chinas Raketen - die Stingray-Drohne, die US-Jets auftankt

Unsichtbar fürs Radar und ohne Besatzung – so wird die Boeing MQ-25 Stingray die Jets der US-Träger auftanken. Die benötigen die zusätzliche Reichweite dringend, denn neuartige Raketen gefährden die teuren Maschinen.

Ursprünglich sollte die Stingray eine Angriffsdrohne werden.

Ursprünglich sollte die Stingray eine Angriffsdrohne werden.

Hersteller

Kampfflugzeuge werden in der Luft aufgetankt, das Verfahren führt zu einer höheren Reichweite und erlaubt den Jets, beim Start mehr Waffen an Bord zu nehmen. Das Verfahren gibt es seit Jahrzehnten, nun hat die U.S. Navy bei Boeing ein ganz besonderes Tankflugzeug bestellt. Die MQ-25 Stingray ist eine ferngesteuerte Tarnkappen-Drohne ohne Besatzung. Außerdem kann sie von einem Flugzeugträger aus starten. Boeing erhielt einen 805 Millionen Dollar teuren Konstruktions-, Fertigungs- und Entwicklungsauftrag für vier Exemplare. Insgesamt werden 72 Flugzeuge benötigt, die zusammen etwa 13 Milliarden Dollar kosten, das sagte James Geurts, Chef der Navy Akquisition.

Stealthdrohne : Die Boeing MQ-25 Stingray soll die US-Träger vor Chinas Raketen retten
Auf die ursprünglich vorgesehene Bewaffnung wurde verzichtet.

Auf die ursprünglich vorgesehene Bewaffnung wurde verzichtet.

Hersteller

Bis in die 2000er Jahre schrumpfte die Einsatzreichweite der von Trägern gestarteten Bomber. Zuletzt auf nur 830 Kilometer. Damit die Jets mehr Waffen transportieren konnten, mussten die Träger näher ans Ziel. Die totale Überlegenheit der U.S. Navy auf den Meeren machte es zu keinem großen Risiko, dass die Träger so nah am Ufer operieren können.

Russland und China rüsten gegen Träger auf

Inzwischen sieht die Lage anders aus. Die weit unterlegene russische Marine operiert etwa im östlichen Mittelmeer unter der Schutzglocke weitreichender Raketen, die an Land stationiert sind. Oder wie die Hyperschall-Waffe Kinzhal von Flugzeugen aus starten.

China verwandelt die angrenzenden Meere systematisch in eine Todeszone für feindliche Kräfte. Die chinesische Antischiffsrakete DF-21D hat eine Reichweite von 1500 Kilometer – heute müsste ein Flugzeugträger tief im Wirkungsraum der Rakete operieren, damit seine Jets überhaupt nah genug wären, um die Basis der DF-21D anzugreifen.

Vizeadmiral Mike Shoemaker sagte, dass der Einsatzradius einer Super Hornet mit der MQ-25 sich von 830 km auf über 1300 km steigern ließe. "Ich denke, wir werden diesen Tag als historisches Ereignis anerkennen", sagte der Chief of Naval Operations Admiral John Richardson. Tatsächlich betritt die US-Navy gleich mehrfach Neuland. "Vom operativen Standpunkt aus mischen wir erstmals unbemannte Flugkörper mit bemannten in einer einzigen Formation."

Drohne mit Flammenwerfer

Ursprünglich wurde die Stingray als Tarnkappen-Angriffsdrohne entwickelt. Erst 2016 wurde das Programm auf Luftbetankung ausgerichtet. Letztlich erschien es einfacher, eine Drohne zu entwickeln, die alle vorhandenen Jets betanken kann, als ein Angriffsflugzeug mit hoher Reichweite zu bauen. Interessant ist, dass Lockheed den Wettbewerb mit dem Design eines Nurflüglers gewann. Auf die Form spielt auch der Name Stingray – Rochen - an.

Kampfdrohnen wie die Reaper basieren meist auf einem Flügel-Körper-Schwanz-Entwurf.Der derzeit bekannteste Nurflügler ist der strategische US-Bomber Northrop B-2. Diese Konstruktionen gehen auf Entwürfe des Zweiten Weltkriegs zurück. Reimar und Walter Horten entwickelten damals die Horten H III und die Horten H IX, auch Gotha Go 229. Zum Kriegseinsatz kamen diese revolutionären Flugzeuge jedoch nicht.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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