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Presseschau zur Germanwings-Katastrophe: "Wie etwas, das man einmal zu viel hört"

Der Absturz von Germanwings-Flug 4U 9592 hat weithin Bestürzung ausgelöst. Bei aller Tragik weisen die Kommentatoren darauf hin, dass Fliegen dennoch die sicherste Reise-Art ist. Eine Presseschau.

Es war eigentlich eine banale Sache, ein innereuropäischer Flug. Doch schon kurze Zeit später ist dieser einfache Flug von Barcelona nach Düsseldorf auf tragische Weise zu einem Weltereignis geworden. Ein Blick in die internationale Presse.

La Croix (Frankreich): "Ein banaler Flug"

"Bis zum Abend wusste man noch nichts über die Ursache dieser Katastrophe, also konnte man nichts weiter tun, als der Opfer dieses Unfalls zu gedenken. Sie waren an einem Frühlingsmorgen in Barcelona an Bord eines Flugzeugs nach Düsseldorf gestiegen. Eine banale Reise, wie Tausende jeden Tag. Es waren Deutsche, Spanier und andere Nationalitäten. Einige Stunden später sind 150 Familien und ihre engsten Angehörigen für den Rest ihres Lebens tief verletzt."

Berlingske Tidene (Dänemark): "Wie ein Déjà-vu"

"Trotz der aufsehenerregenden Katastrophen des vergangenen Jahres mit verschwundenen und abgestürzten Passagierflugzeugen war es noch nie sicherer zu fliegen, wie neue Untersuchungen zeigen. Aber so nehmen das die Passagiere nicht wahr. Jetzt können sie besorgt in Richtung Alpen schauen. Es mag wie ein Déjà-vu gewirkt haben, als die Meldung von einem Flugzeugabsturz in den Alpen am Dienstag kam. Wie etwas, das man einmal zu viel gehört hat."

The Guardian (Großbritannien): "Fliegen bleibt sicher"

"Trotz einer Reihe von Flugunfällen, die im vergangenen Jahr die Öffentlichkeit bewegten, bleiben Flugzeugabstürze in Europa eine Seltenheit. Germanwings hatte eine makellose Sicherheitsbilanz, und der letzte große Unfall der (Muttergesellschaft) Lufthansa ereignete sich 1993. Weltweit ereignet sich weniger als jeder zehnte Unfall während der Flugphase der Maschine."

Corriere della Sera (Italien): "Europa in Trauer vereint"

"Der Flug einer deutschen Gesellschaft mit einem englischen Namen, Germanwings, Billigflieger von Lufthansa. Airbus 320, in Barcelona gestartet. In den Bergen der Provence abgestürzt, einen Steinwurf von Italien entfernt. Es ist eine gemeinsame Trauer, und wir spüren sie. Es ist ein Flug, den jeder hätte nehmen können, und den einige sicher schon genommen haben. (...) Ein Blick auf die Nachrichten zeigt es: Eine identische, akribische, leidenschaftliche Berichterstattung. Verschiedene Sprachen, gleicher Kummer. Wir haben einen Tag die Dinge vergessen, die uns trennen."

Halterner Zeitung (Deutschland)

Die Rheinpfalz (Deutschland): "Neugier muss Grenzen haben"

"Die Neugier muss eine Grenze haben. Wo das Leid der Hinterbliebenen zum Bildmotiv wird, ist diese Grenze überschritten. Leider ist das nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Auf den Flughäfen von Düsseldorf und Barcelona kam es gestern zu regelrechten Jagdszenen. Müssen die auf Facebook versammelten Fotos mit trauernden Angehörigen erst 300 Mal mit 'Gefällt mir' quittiert werden, bevor jemandem auffällt, dass sich so etwas mit Respekt vor dem Mitmenschen nicht verträgt?"

Der Standard (Österreich): "Absturz trifft Lufthansa schwer"

"Offen wird natürlich nicht darüber gesprochen, doch der Absturz trifft die Lufthansa auch wirtschaftlich schwer. Hohe Pensionslasten, Fehlspekulationen beim Kerosin und die fortgesetzten Arbeitskämpfe haben den Gewinn des Dax-Konzerns im vergangenen Jahr fast auf null schmelzen lassen."

Lidove noviny (Tschechien): "Psychologie des Homo sapiens"

"Diesmal hat es kein malaysisches Flugzeug über der kämpfenden Ukraine oder ein algerisches über Mali getroffen, sondern eine durch und durch westeuropäische Maschine über einem Teil Westeuropas. Daraus lassen sich noch keine Schlussfolgerungen ziehen, außer vielleicht der, dass Flugzeuge abstürzen können. Und wenn es keinen klaren Schuldigen oder andere Erkenntnisse gibt, kommt in der Regel die Statistik zu Wort. Ist Fliegen sicher? Ja, sagen die zuständigen Behörden und deren Zahlen. Diese Zahlen sind nicht gefälscht, haben aber eine Schwäche. Sie rechnen nicht mit der vor zehntausenden Jahren im Kampf um das Überleben geformten Psychologie des Homo sapiens. Der Instinkt sagt ihm, dass ein Autofahrer mehr oder weniger Herr seines Schicksals sei, ein Passagier im Flugzeug aber nicht."

Dennik N (Slowakei): "Sicherheit bleibt relativ"

"Statistisch ist der Flugverkehr ziemlich sicher. Seit 2000 gab es in Europa nur acht große Luftverkehrsunglücke, die zusammen 1200 Menschenleben forderten. Die Hälfte betraf moderne Flugzeuge mit guten Piloten, nicht Raketen, Terroranschläge oder postsowjetisches Chaos. Doch auch die Besten machen Fehler und sind nicht auf alles vorbereitet. Nach einer solchen Katastrophe wird stets wieder etwas verbessert. Das reicht aber gerade, um zu verhindern, dass mit der ständig steigenden Zahl von Flügen nicht auch die Unglücke zunehmen."

Frankfurter Neue Presse (Deutschland): "Spekulation verfrüht"

"Jede Spekulation, dass verseuchte Kabinenluft wie bei zwei früheren Zwischenfällen eine Rolle spielte, ist bislang verfrüht - auch wenn sich das fehlende Absetzen eines Notrufs dadurch möglicherweise erklären ließe. Wenn es allerdings Sicherheitsmängel gab, so wird das das Image der Billigflieger nachhaltig schädigen. Liegt doch der Gedanke nahe, dass solche auf den Preiskampf zurückzuführen sind, der derzeit im Luftverkehr tobt. Seit Ryanair den deutschen Markt mit innerdeutschen Flügen angreift, ist Germanwings stark unter Druck geraten. Vielleicht wurde deswegen auf dem Unglücksflug ein mehr als 24 Jahre alter Airbus eingesetzt."

Le Figaro (Frankreich): "Es braucht Tage, Geheimnis zu lüften"

"Es wird wohl mehrere Tage dauern, bis das Geheimnis gelüftet werden kann, das die Ursachen der Katastrophe des Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings mit 150 Toten umgibt. Es ist einer der mörderischsten Unfälle in Frankreich seit dem Absturz der Concorde von Air France am 25. Juli 2000 kurz nach dem Start vom Flughafen Roissy-Charles de Gaulle, als 113 Menschen starben."

"The Times" (Großbritannien): "Unbehagen wegen Automatisierung"

"Der Airbus A320 gehört zu den beliebtesten Arbeitspferden in der Geschichte der Fluggesellschaften und steht in der Sicherheitsbilanz über dem Durchschnitt. Allerdings gibt es bei einigen Piloten Unbehagen wegen der hochautomatisierten Systeme des Airbus. Seit 1988 sind mehr als 1000 Menschen bei über 20 Unfällen mit Maschinen der A320-Familie gestorben. Die meisten dieser Unfälle standen jedoch nicht in Verbindung mit der technischen Gestaltung des Flugzeugs."

"The Age" (Australien): "Alle 2,5 Sekunden"

"Der Airbus A320 ist einer der am meisten genutzten Flieger der Welt; ein Flugzeug aus der A320-Familie startet oder landet laut Airbus alle 2,5 Sekunden. Aber der Kurzstrecken-A320 mit nur einem Mittelgang war seit 1988 auch in ein Dutzend tödliche Abstürze verwickelt - etwa im Dezember, als ein Jet von AirAsia in das Meer vor Java stürzte und 162 Passagiere und Crew-Mitglieder in den Tod riss."

Guardian Australia (Australien): "Explosion scheint ausgeschlossen"

"Die unbestätigten Flugdaten von Tracking-Webseiten scheinen eine Explosion oder einen Totalausfall mitten in der Luft auszuschließen, weil dann der Sinkflug schneller gewesen wäre. Experten sagen, dass Flugzeuge im Fall eines Motorenversagens länger gleiten können."

The Daily Telegraph (Australien): "Entscheidend: Kein Notruf!"

"Luftfahrtexperten sagen, dass der Sinkflug länger dauerte als die drei bis vier Minuten, die er hätte dauern sollen. Die Tatsache, dass kein Notruf abgesetzt wurde, ist der entscheidende Punkt des Unglücks."

Le Monde (Frankreich): "Lowcost-Strategie infrage gestellt"

"Der Absturz des Germanwings-Airbus A320 könnte die Strategie der Lowcost-Entwicklung bei Lufthansa infrage stellen. Nach Germanwings als Tochter für Kurz- und Mittelstreckenflüge hatte die deutsche Fluggesellschaft mit Eurowings eine weitere Gesellschaft gegründet, die ausschließlich für Billig-Langstreckenflüge zuständig ist."

Neue Zürcher Zeitung (Schweiz): "Schwarzer Tag für deutsche Luftfahrt"

"Der Absturz des Germanwings-Flugs von Barcelona nach Düsseldorf hat in Deutschland grosse Bestürzung ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte alle Termine ab und trat am Nachmittag kurz im Bundeskanzleramt vor die Medien, um ihrer Betroffenheit und ihrer Verbundenheit mit den Angehörigen der Verunglückten Ausdruck zu geben. Der Geschäftsführer von Germanwings, Thomas Winkelmann, und der Flugbetriebsleiter des Unternehmens, Stefan-Kenan Scheib, verbaten sich jegliche Spekulation, sowohl über die Unglücksursache als auch über Angaben zu den Opfern." 

Libération (Frankreich): "Harter Schlag für Airbus"

"Es ist ein harter Schlag für Airbus. Das Unternehmen hat ein Spezialistenteam zum Unfallort geschickt, um bei der Untersuchung der Ursachen zu helfen. Der Airbus A320 ist die von Lowcost-Gesellschaften wie Germanwings am meisten eingesetzte Maschine, weil die Gesellschaften zunehmend auf ein einziges Modell zurückgreifen, um bei der Wartung zu sparen. Airbus plant, im kommenden Jahr 46 Maschinen pro Monat zu produzieren (gegenwärtig sind es 42) und nach 2018 die Zahl zu erhöhen. Diese Perspektiven haben an der Börse am Abend zu einem Anstieg der Airbus-Aktie um 0,3 Prozent geführt, nachdem sie am Morgen um zwei Prozent gefallen war."

dho/DPA/AFP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(