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+++ Newsticker zum Germanwings-Absturz +++: Bericht: Beim Absturz war nur ein Pilot im Cockpit

Es ist eine der schlimmsten Katastrophen der deutschen Luftfahrtgeschichte: Bei dem Absturz einer Germanwings-Maschine in Frankreich starben 150 Insassen. Die Absturzursache bleibt noch unklar.

Mit Helikoptern wurde die Bergung der ersten Leichen begonnen

Mit Helikoptern wurde die Bergung der ersten Leichen begonnen

Eine Maschine vom Typ Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings stürzte am Dienstagvormittag auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen ab. Bei einem der schwersten Abstürze in der deutschen Luftfahrtgeschichte sind alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Unter ihnen waren aktuellen Angaben zufolge 72 Deutsche.

Nach Angaben der Luftfahrtbehörde BEA konnten aus dem gefundenen Stimmenrekorder Aufzeichnungen gewonnen werden. Diese müssen noch ausgewertet werden. Vom Flugdatenschreiber wurde nur die Hülle gefunden, die Blackbox selbst fehlt.


Es wurden mehrere Krisentelefone eingerichtet:

Germanwings: 0800 1133 5577

Auswärtiges Amt: 030 5000 3000

Flughafen Düsseldorf: 0800 776 6350



Die aktuellen Ereigenisse im stern-Liveticker.

+++ 3.30 Uhr: Ein Pilot offenbar nicht im Cockpit +++

Einer der beiden Piloten war nach Angaben von Ermittlern kurz vor dem Absturz aus dem Cockpit ausgesperrt. Wie aus französischen Ermittlerkreisen verlautete, verließ der Pilot nach dem Start der Maschine das Cockpit und gelangte später nicht wieder hinein. Die Ermittler beriefen sich auf die ausgewerteten Daten des gefundenen Stimmrekorders.

Hier geht es zum Newsticker mit den aktuellen Nachrichten von Donnerstag.

+++ 22.53 Uhr: Piloten fürchteten die Unglücksmaschine +++

Wie die Zeitung "Der Westen" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, soll die 24 Jahre alte Unglücksmaschine bei den Germanwings-Piloten einen schlechten Ruf gehabt haben. Das Flugzeug soll einer der am "häufigsten gegroundeten Flieger" gewesen sein, sagt ein Germanwings-Pilot. Der Airbus A320 sei deswegen "entsprechend unbeliebt" gewesen.

Als "gegroundet" wird ein Flugzeug eingestuft, wenn es wegen schwerer Störungen am Boden bleiben muss.

+++ 22.17 Uhr: Erste Leichen bereits abtransportiert +++

Rettungskräfte haben nach dem Absturz der
Germanwings-Maschine in Frankreich nach Polizeiangaben erste Leichen bereits geborgen. Sterbliche Überreste der Opfer seien am späten Mittwochnachmittag von der Unglücksstelle weggebracht worden, bestätigt ein Sprecher der Polizei in Digne.

+++ 21.45 Uhr: Germanwings lässt Beschäftigte freinehmen +++

Die Fluggesellschaft Germanwings lässt alle ihre
Beschäftigten nach dem Flugzeugabsturz nach Bedarf freinehmen. "In
Düsseldorf kennt jeder jeden. Deswegen haben wir als Geschäftsführung
jedem Mitarbeiter freigestellt, ob er in dieser Situation arbeiten
möchte", sagt Germanwings-Vorstandschef Thomas Winkelmann den
Zeitungen "Express" und "Kölner Stadt-Anzeiger".

Germanwings stehe als "intakte Familie" zusammen, sagt Winkelmann.
In Stuttgart, Köln und Düsseldorf seien Freiwillige für Kollegen
eingesprungen, die nicht fit genug für den Flug waren. Für ihn selbst
sei der Tag der Katastrophe "der schwärzeste Tag in
meinem Leben".

+++ 21.10 Uhr: Drei US-Bürger an Bord +++

Bei dem Absturz sind nach Angaben der Regierung in Washington drei US-Staatsbürger ums Leben gekommen. Dies teilt die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, mit. Germanwings hatte zuvor von zwei Passagieren aus den USA an Bord der Unglücksmaschine gesprochen. Psaki erklärt erneut, dass die USA "zutiefst betrübt" über die Katastrophe seien.

+++ 20.40 Uhr: Sonderflüge für Angehörige der Absturz-Opfer +++

Die Lufthansa will Angehörige und
Freunde der Opfer des Germanwings-Absturzes am Donnerstag mit zwei
Sonderflügen nach Südfrankreich bringen. Eine Maschine mit Ziel
Marseille soll um 8.40 Uhr in Düsseldorf starten, eine andere um 8.45
Uhr in Barcelona, wie die Lufthansa mitteilt. In Marseille würden die Hinterbliebenen an einem speziell eingerichteten Anlaufpunkt betreut.

+++ 19.43 Uhr: Ermittler unterbrechen Suche +++

Die Ermittler unterbrechen ihre Suche auf dem Gelände am Absturzort für die Nacht. Fünf Gendarmen sichern das Gebiet rund um die Crash-Zone. Das berichtet die französische Zeitung "Figaro".

+++ 19.32 Uhr: Interpol schickt Experten zur Identifizierung +++

Die internationale Polizeiorganisation Interpol hilft bei der Identifizierung der Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen. Ein Expertenteam soll die französischen Behörden bei der Identifizierung der Leichen unterstützen, wie Interpol in Lyon mitteilt. Die Organisation werde "jede erdenkliche Unterstützung leisten, die nach diesem tragischen Vorfall von betroffenen Ländern beantragt wird", erklärt Interpol-Chef Jürgen Stock.

+++ 19.10 Uhr: Erste Leichen werden geborgen +++

Am Absturzort der Unglücksmaschine soll nach Berichten von lefigaro.fr die Bergung der Leichen begonnen haben. "Die Bergung der Leichen durch Helikopter hat begonnen", sagt ein Oberst der Gendarmerie und bestätigt damit einen Bericht des französischen Senders France TVinfo.

+++ 19.01 Uhr: Marokkanisches Hochzeitspaar unter Opfern +++

An Bord der abgestürzten Germanwings-Maschine hat sich auch ein frischverheiratetes marokkanisches Paar befunden, das in Deutschland sein gemeinsames Leben beginnen wollte. Der 24-jährige Mohamed Ettahrioui und seine ein Jahr jüngere Frau Asmaa Ouahoud El Allaoui hätten erst am Samstag in Barcelona mit ihren Familien Hochzeit gefeiert, sagt ein Cousin des Mannes, Abdelhalim Al-Boujoufi, der Nachrichtenagentur AFP. Laut dem marokkanischen Konsul in Barcelona wollte das junge Paar gemeinsam in der Region von Düsseldorf leben.

Nach Angaben der marokkanischen Nachrichtenseite Medias24 wuchs die junge Frau in Spanien auf. Ihr frischgebackener Ehemann lebte örtlichen Medienberichten zufolge seit vier Jahren in Deutschland.

+++ 17.55 Uhr: Psychologen-Verband bietet Hotline an +++

Für Angehörige der Opfer richtet der Berufsverband Deutscher Psychologen eine kostenlose Hotline ein. Ab sofort seien Notfallpsychologen unter der Nummer 0800 777 22 44 von 10 bis 22 Uhr zu erreichen, teilt der Verband mit. Auch Betroffene oder Mitschüler könnten die Fachleuten kontaktieren. Der Verband erklärte, es sei hilfreich zu wissen, dass Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder Hilflosigkeit in der vorübergehenden Form ganz normale Reaktionen auf ungewöhnliche und schreckliche Erlebnisse sind. "Sie lösen bei nahezu jedem Menschen eine tiefgehende Verzweiflung aus und gehen mit emotional stark belastenden und sich aufdrängenden Erinnerungen einher."

+++ 17.42 Uhr: Ermittler: Keine Explosion vor Absturz +++

Die Behörde BEA schließt eine Explosion vor dem Absturz der Germanwings-Maschine aus. "Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen", es habe also keine Explosion gegeben, teilt BEA-Direktor Rémi Jouty mit.

Die
BEA habe zwar auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber
sichergestellt, könne aber nicht die geringste Erklärung für den
Absturz geben. "Wir haben auch nicht die geringste Erklärung dafür,
warum dieses Flugzeug auf die Kontaktversuche der Luftraumkontrolle,
wie es scheint, nicht geantwortet hat", sagt Jouty.

+++ 17.19 Uhr: Kraft: Mehr als 50 Absturzopfer aus NRW +++

Bei dem Flugzeugabsturz in Frankreich sind nach
Angaben von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mehr als 50
Menschen aus Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen.

+++ 17.15 Uhr: Ermittler: Konnten Audiodatei auslesen +++

Über den gefundenen Stimmenrekorder sagt ein Ermittler der Behörde BEA, dass es Probleme gab, eine "nutzbare Audiodatei auszulesen aus dem Speicher". Es sei zu früh, Rückschlüsse zu ziehen. Den Experten sei es nicht gelungen, alle Geräusche, die gehört wurden, zuzuordnen. Die Daten seien aber analysierbar. Wir lange es noch dauern würde, sei schwer zu sagen. Es könne noch Wochen oder Monate dauern.

+++ 17.12 Uhr: Merkel sieht schwierige Aufklärung +++

Merkel versichert, dass mit Hochdruck nach den Ursachen für den Absturz des
Germanwings-Airbus in Frankreich gesucht wird. "Es wird alles hier
getan, um zu versuchen, das, was geschehen ist, das Unfassbare,
soweit wie möglich aufzuklären", sagt Merkel. Allerdings werde dies noch Zeit brauchen, "weil es
eine Katastrophe in einer ganz schwierigen geografischen Region ist".

Hans-Ulrich Jörges: "Klartext": Die Lufthansa-Krise nach dem Airbus-Absturz

+++ 17.04 Uhr: Merkel dankt für "beispiellose Hilfsbereitschaft" +++

Merkel dankt dem französischen Präsidenten Hollande für die "beispiellose Hilfsbereitschaft" der Franzosen. "Die ist gelebte deutsch-französische Freundschaft", sagt die Kanzlerin.

+++ 17.02 Uhr: Absturzopfer sollen Denkmal bekommen +++

Die Opfer des verunglückten Germanwings-Flugs
sollen nach einem Bericht ein Denkmal in der Unfallregion bekommen.
Der Bürgermeister des Orts Le Vernet habe vorgeschlagen, zwischen Le
Vernet und Seyne-les-Alpes ein Monument zu Ehren der Opfer
aufzustellen, berichtet der Sender BFMTV auf seiner
Webseite. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident
François Hollande und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hätten
ihm für den Vorschlag gedankt, heißt es weiter.

+++ 17 Uhr: Hollande: Sprachrekorder wird noch ausgewertet +++

Französischen Unfallermittlern ist es nach eigenen Angaben gelungen, aus dem Cockpit-Stimmenrekorder der Maschine Aufzeichnungen zu gewinnen. Das teilt die Behörde BEA nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters in Paris mit.

Die Untersuchung des Sprachrekorders dauere an, sagt Präsident Hollande. Die bereits gefundene erste Blackbox werde weiter ausgewertet. Dies berichtete auch die New York Times.

+++ 16.55 Uhr: In zweiter Blackbox fehlt Speicherchip +++

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel in Seyne-les-Alpes sagt Frankreichs Präsident Francois Hollande, nach dem zweiten Flugschreiber werde noch gesucht. Der Behälter, in dem sich der Datenschreiber befunden habe, sei gefunden worden, aber nicht das Gerät selbst. Durch einen fehlenden Speicherchip können keine Erkenntnisse gewonnen werden.

+++ 16.43 Uhr: Zwei US-Bürger unter Opfern +++

Unter den Opfern des Flugzeugunglücks in Frankreich sind auch zwei US-Amerikaner. Dies bestätigen Regierungsbehörden in Washington.

+++ 16.20 Uhr: Sondersendungen auch am Mittwoch +++

Zum Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich
sendet die ARD am Abend nach der "Tagesschau" um 20.15 Uhr
einen "Brennpunkt" von 15 Minuten Länge. Das teilt die
Programmdirektion in München mit. Titel der Sendung: "Der Tag nach
dem Absturz - Deutschland trauert". Am späteren Abend gegen 23 Uhr
wird sich Talkerin Anne Will in einer 60-Minuten-Ausgabe mit dem
Thema "Der Tag nach dem Absturz - Deutschland trauert" befassen. Das
ZDF sendet um 19.25 Uhr eine "ZDF spezial"-Sendung zum selben Thema.
Moderation: Matthias Fornoff.

+++ 15.50 Uhr: Angehörige erreichen Absturzort +++

Die ersten Angehörigen von Opfern des Germanwings-Unglücks kommen französischen Medienberichten zufolge am Absturzort an. Wie etwa die Zeitung "Le Figaro" im Internet berichtet, erreichen einige Familen Digne-les-Bains.

+++ 15.46 Uhr: Lufthansa verspricht Angehörigen finanzielle Hilfe +++

Die Lufthansa sagt den Angehörigen der Absturz-Opfer erneut jegliche Hilfe zu. "Die Angehörigen haben für uns jetzt oberste Priorität", sagt Lufthansa-Chef Carsten Spohr auf dem Düsseldorfer Flughafen. Sie würden jede Hilfe erhalten, die sie benötigten - auch finanzielle Unterstützung. Am Donnerstag werde die Lufthansa die Angehörigen mit Sondermaschinen aus Düsseldorf und Barcelona nach Südfrankreich fliegen. Dabei könnten sie so viele Seelsorger oder Helfer begleiten, wie sie benötigten. Notfalls würden weitere Maschinen eingesetzt.

+++ 15.40 Uhr: Zweite Blackbox gefunden +++

An der Absturzstelle soll der zweite Flugschreiber gefunden worden sein, berichtet der Guardian in Bezug auf die Seite AirLive.net. Jedoch soll die Blackbox schwer beschädigt sein, außerdem soll ein Speicherchip fehlen.


+++ 15.27 Uhr: Spanien geht von 51 toten Landsleuten aus +++

Die spanische Regierung geht mittlerweile davon aus, dass 51 Landsleute an Bord der Germanwings-Maschine waren. Zuvor war noch von 49 Spaniern die Rede.

+++ 15.06 Uhr: Verunglückte Schüler wurden per Los für die Reise ausgewählt +++

Die verunglückten Schüler aus Haltern sind für die verhängnisvolle
Spanien-Reise ausgelost worden. Weil es für die Teilnahme am
achttägigen Austauschtrip in die Nähe von Barcelona mehr Bewerber
gegeben habe als Plätze, sei das Los auf die nun ums Leben gekommenen
Mädchen und Jungen gefallen, sagt eine Sprecherin der
Bezirksregierung. Nach Informationen der "Halterner Zeitung"
hatten sich 40 Schüler für die Reise beworben - 14 Schülerinnen und
zwei Schüler seien ausgewählt worden.

+++ 14.44 Uhr: Polizei ermittelt wegen abfälliger Tweets über Opfer +++

Die spanische Polizei leitet Ermittlungen gegen die
Autoren gehässiger Internet-Botschaften über die Opfer des Absturzes
ein. Benutzer sozialer Netzwerke
hatten sich abfällig darüber geäußert, dass an Bord der
Unglücksmaschine überwiegend Deutsche und Katalanen ums Leben kamen.
"Ein Flugzeug voll mit Katalanen und Deutschen stürzt in Frankreich
ab. winwinwin", heißt es in einem Tweet.

+++ 14.34 Uhr: Erste Ergebnisse zur Blackbox sollen am Nachmittag veröffentlicht werden +++

Analysen des ersten gefundenen Flugschreibers sollen bereits am
Nachmittag veröffentlicht werden. Das kündigt
Regierungssprecher Stéphane Le Foll in Paris an. Die für die
Auswertung zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA werde um
16 Uhr erste Ergebnisse vorlegen.

+++ 14.20 Uhr: Merkel trifft in Seynes-les-Alpes ein +++

Angela Merkel, der französische Staatspräsident François Hollande und der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy treffen in Seynes-les-Alpes ein, wenige Kilometer entfernt von der Absturzstelle in schwer
zugänglichem Gelände. Sie wollen gemeinsam der Opfer
der Flugzeugkatastrophe gedenken und mit Angehörigen der vermutlich
150 Toten vor allem aus Deutschland und Spanien zusammenkommen.


+++ 13.50 Uhr: Flugschreiber wird in Paris untersucht +++

Der erste Flugschreiber der Germanwings-Maschine wurde am Vormittag nach Paris gebracht. Experten der französischen Ermittlungsbehörde für Flugunfälle untersuchen ihn nun. Ein Bild zeigt die Blackbox, die schwer beschädigt ist. "Aber wir denken, dass sie nutzbar ist", sagt Staatssekretär Alain Vidalies. Sollten Stimmen auf dem Gerät zu hören sein, dann werde die Auswertung "sehr schnell" gehen.

Auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt hofft auf eine rasche Aufklärung des Absturzes. Einen Zeitpunkt könne man aber noch nicht nennen - entscheidend sei die Auswertung des Stimmrekorders.

+++ 13.33 Uhr: Angela Merkel telefoniert mit Bürgermeister von Haltern +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Bürgermeister
von Haltern, Bodo Klimpel, ihre Anteilnahme am Tod von 16 Schülern und 2 Lehrerinnen ausgesprochen. Die Kanzlerin habe mit Klimpel telefoniert "und ihm ihr
tief empfundenes Beileid ausgesprochen", sagt die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz.

+++ 13.14 Uhr: Dobrindt: Nur ein Bordwandteil identifizierbar +++

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erläutert nach seinem Besuch an der Absturzstelle in Frankreich die Folgen des Aufpralls. "Das größte Teil, was identifizierbar war, war ein Bordwandteil, das
den Umfang von drei Flugzeugfenstern umfasst", sagt er. Er habe den Eindruck gewonnen, dass die Einsatzkräfte gute Arbeit leisteten, was auch für die Betreuung der Angehörigen der Opfer gelte. "Von Seiten der französischen Kollegen wird alles sehr professionell organisiert."

+++ 12.43 Uhr: 72 Deutsche unter den Opfern +++

Offenbar gibt es doch mehr Absturz-Opfer aus Deutschland. In einer Pressekonferenz teilt Germanwings-Chef Thomas Winkelmann mit, dass die Nationalitäten aller Opfer noch nicht geklärt seien. Die Zahl der deutschen Opfer stehe derzeit bei 72 - bisher war von 67 die Rede gewesen. Die Fluggesellschaft habe bis zum Mittag zu Angehörigen von 123 der 150 Opfer Kontakt aufnehmen können und psychologische Betreuung angeboten. Am Donnerstag werde die Fluggesellschaft je einen Sonderflug aus Düsseldorf und Barcelona für Angehörige nach Südfrankreich anbieten.

Die Angaben zur Zahl der Opfer aus Spanien schwanken. Germanwings spricht derzeit von 35. Der spanische Krisenstab geht dagegen von 49 Spaniern aus, die an Bord der Maschine gewesen seien.

+++ 12.20 Uhr: Haltern richtet Kondolenzbuch ein +++

Die Stadt Haltern hat ein Kondolenzbuch auf ihrer Webseite eingerichtet. Dort können Menschen den Angehörigen der getöteten Schüler und Lehrerinnen ihr Mitgefühl aussprechen.

+++ 12.14 Uhr: de Maizière sieht keine Hinweise auf Anschlag +++

Laut Innenminister Thomas de Maizière liegen keine Anhaltspunkte für einen Anschlag auf den Germanwings-Airbus vor. "Es gibt keine belastbaren Hinweise darauf, dass die Ursache für den Absturz absichtlich durch Dritte gesetzt wurde", sagt der CDU-Politiker. Selbstverständlich werde aber "in alle Richtungen mit Hochdruck ermittelt".

+++ 11.58 Uhr: Germanwings angeblich mit neuer Route +++

Nach dem Absturz auf der
Strecke Barcelona-Düsseldorf hat Germanwings unbestätigten
Berichten zufolge am Mittwoch eine andere Flugroute gewählt. Der Flug
habe auch eine neue Flugnummer erhalten, schreibt die https://twitter.com/planefinder;Plattform Plane
Finder# auf Twitter.


+++ 11.45 Uhr: Starker Aufprall, aber wohl keine Explosion +++

Die Ermittler in Frankreich gehen weiter allen Möglichkeiten als Absturzursache nach. "Alle Hypothesen müssen im Einzelnen betrachtet werden", sagt Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve dem Sender RTL. Die Möglichkeit eines Terroranschlags sei aber "nicht vorrangig". Die Überreste des abgestürzten Airbus A320 seien überwiegend auf eineinhalb Hektar konzentriert. "Das ist sicher ein großes Gebiet, weil der Aufprall stark war, aber das zeigt, dass das Flugzeug wahrscheinlich nicht explodiert ist."

+++ 11.32 Uhr: Lufthansa-Chef: "Unglück ist uns unerklärlich"

Die Lufthansa hat nach Aussagen von Konzernchef Carsten Spohr derzeit noch keine Anhaltspunkte für den Grund des Absturzes. "Es ist uns unerklärlich, wie so etwas einem technisch einwandfreiem Flugzeug mit erfahrenen, bei der Lufthansa geschulten Piloten passieren konnte", sagt Spohr. Nun gelte es dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiere. Er kündigt an, dass Angehörigen der Absturzopfer Sonderflüge zur französischen Hafenstadt Marseille angeboten würden.

Laut Spohr wollen die französischen Behörden um 16 Uhr in einer Pressekonferenz Informationen zu den weiteren Ermittlungen geben.

+++ 11.30 Uhr: "An unserer Schule wird nichts mehr so sein, wie es vorher war" +++

Bei einer Pressekonferenz am Joseph-König-Gymnasium in Haltern spricht der sichtlich geschockte Schulleiter Ulrich Wessel über das Entsetzen und die Trauer an der Schule. Er beschreibt die Unsicherheit nach der Nachricht vom Absturz, die Hoffnung, dass es nicht die eigenen Schüler getroffen habe - und die Verzweiflung, als immer klarer wurde, dass Flugzeit und -linie übereinstimmen. "Am Dienstag vor einer Woche haben wir 16 glückliche Schüler verabschiedet", sagt er. Eine fröhliche Fahrt sei in einer Tragödie geendet. Die Schüler und zwei Lehrerinnen starben bei dem Absturz. "An unserer Schule wird nichts mehr so sein, wie es vorher war", sagt Wessel.


+++ 11.27 Uhr: Düsseldorfer Staatsanwälte nehmen deutsche Ermittlungen auf +++

Düsseldorfer Staatsanwälte haben die deutschen
Ermittlungen zum Tod der 150 Opfer übernommen. Zunächst komme es darauf an, die Arbeit deutscher Ermittlerteams in
der Absturzregion mit der französischen Justiz zu koordinieren, sagt ein Behördensprecher. In
einigen Monaten werde ein förmliches Rechtshilfeersuchen an
Frankreich folgen mit der Bitte, die Ermittlungsergebnisse der
französischen Behörden nach Deutschland zu übermitteln.

+++ 11.21 Uhr: Am Mittwoch noch keine Bergung von Opfern +++

Die Rettungskräfte an der Absturzstelle wollen am Mittwoch keine Opfer bergen. Das
sagt Rettungspilot Xavier Roy am Einsatzort in Seyne-les-Alpes. Wichtig sei zunächst, den zweiten Flugschreiber zu finden. Außerdem
werde das Absturzgebiet weiter gesichert. Die Rettungsmannschaften
versuchten, die Körper der Opfer zu finden. Dazu würden auch
zahlreiche Fotos von der Unfallstelle gemacht. Dort gebe es aktuell
keinen Schnee. Die Helikopter könnten gut fliegen, es gebe wenig
Wind.

+++ 11.04 Uhr: Mindestens drei Briten sind unter den Opfern +++

Unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Frankreich sind mindestens drei Briten, wie der britische Außenminister Philip Hammond mitteilt.

+++ 10.59 Uhr: Germanwings schränkt Werbung ein +++

Germanwings schränkt nach dem Absturz die Werbemaßnahmen ein. Das sei nach Unglücken "gängige Praxis", sagt ein Sprecher dem Nachrichtenportal "DerWesten.de". Werbung werde "auf ein Mindestmaß" heruntergefahren.

+++ 10.57 Uhr: Große Hilfsbereitschaft bei Einwohnern der Absturzregion +++

Die Einwohner im Absturzgebiet zeigen große Hilfsbereitschaft. Sie haben für Angehörige
der Opfer zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten bereitgestellt.
Insgesamt soll es etwa 900 Schlafgelegenheiten in Hotels, Ferienanlagen oder Privathaushalten geben. Die mit Bussen anreisenden Angehörigen sollen
vor den Medien abgeschirmt werden. Dafür steht ein Ort für Rückzug
und Stille bereit. Flüge mit Angehörigen zur schwer zugänglichen
Unfallstelle sind nicht vorgesehen.

+++ 10.53 Uhr: Alles steht still ... +++

In einer Schweigeminute gedenken Menschen den Opfern des Absturzes.





+++ 10.35 Uhr: Ankunft der Angehörigen steht kurz bevor +++

Offenbar sollen bald Angehörige den Absturzort erreichen.


+++ 10.23 Uhr: Erster Flugschreiber in Paris eingetroffen +++

Der erste gefundene Flugschreiber der abgestürzten Germanwings-Maschine ist zur Analyse der Daten in Paris
eingetroffen. Die Auswertung werde noch am Vormittag beginnen, sagt
der für Transport zuständige französische Staatssekretär Alain
Vidalies dem Sender Europe 1. Die für die Auswertung zuständige
französische Untersuchungsbehörde BEA habe die Blackbox erhalten. Die
Box sei beschädigt, aber es werde angenommen, dass sie zu verwerten
sei.

+++ 10.07 Uhr: Konkurrenz hilft Germanwings bei Flugbetrieb +++

Nur ein einziger Flug von Germanwings wurde gestrichen. Ihren Betrieb stemmt die Fluglinie mit Hilfe der Konkurrenz. Neben der Germanwings-Mutter
Lufthansa stellen auch Air Berlin, Tuifly und andere Fluglinien ihre
Maschinen zur Verfügung.

+++ 10.03 Uhr: Blumen und Kerzen vor der Germanwings-Zentrale +++

Vor der Germanwings-Zentrale am Flughafen Köln Bonn zünden Mitarbeiter Kerzen an und legen Blumen nieder. "Warum?" steht auf einem Schild.

+++ 9.59 Uhr: Schwedische Fußballmannschaft entging knapp dem Unglück +++

Eine schwedische Drittliga-Fußballmannschaft hätte um ein Haar an Bord der Unglücksmaschine gesessen. Das Team des Vereins Dalkurd
FF war im Trainingslager
bei Barcelona gewesen. "Wir hätten eigentlich mit
dem Flugzeug fliegen sollen", sagte Sportchef Adil Kizil der
Boulevardzeitung "Aftenposten". "Aber die Wartezeit vor dem Weiterflug
war so lang, dass wir stattdessen in drei
unterschiedlichen Gruppen zurückgeflogen sind." Als er
eingecheckt habe, seien vier Flugzeuge auf der Anzeigetafel
am Flughafen angeschlagen gewesen, die über die Alpen Richtung Norden
fliegen sollten. "Es waren vier Flugzeuge, und wir hatten Spieler in
dreien davon. Man kann sagen, dass wir sehr, sehr viel Glück hatten."

+++ 9.48 Uhr: Seyne-les-Alpes bereitet sich auf Politikerbesuche vor +++


+++ 9.44 Uhr: Bundeswehr steht für Hilfe an Absturzort bereit +++

Die Bundeswehr steht zur Unterstützung der französischen Behörden bereit, falls diese Hilfe an der Absturzstelle benötigen sollten. Denkbar wäre die Überführung der Leichen nach Deutschland, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.




+++ 9.35 Uhr: "Bergung der Opfer am wichtigsten" +++

Die Bergung der Opfer wird nach Einschätzung des Polizeichefs der Region sehr schwierig werden. "Wir sind hier im Hochgebirge", sagte Polizeigeneral David Galtier. "Das Wichtigste ist, das Gebiet abzusichern und die Leichen zu bergen." Insgesamt seien 500 französische Einsatzkräfte vor Ort. Das Absturzgebiet sei etwa so groß wie zwei Fußballfelder, fügte er hinzu.

+++ 9.32 Uhr: Lufthansa legt weltweite Schweigeminute ein +++

Der Lufthansa-Konzern hat seine Mitarbeiter aufgerufen, am Mittwoch um 10.53 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer des Germanwings-Absturzes zu gedenken. Zu dieser Uhrzeit war am Vortag der Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen verunglückt. Im Anschluss an die weltweite Schweigeminute will Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der Frankfurter Firmenzentrale ein Medienstatement abgeben.

+++ 9.13 Uhr: Angehörige am Unglücksort erwartet +++

Erste Angehörige der Opfer werden an der Absturzstelle in Seyne-les-Alpes erwartet. Für sie werde ein Ort der Stille eingerichtet, sagte Innenministeriumssprecher Pierre-Henry Brandet. Angaben der Präfektur Digne-les-Bains zufolge sollte die Notfalleinrichtung ab 9 Uhr einsatzbereit sein. Deutsch- und spanischsprachige Dolmetscher seien vor Ort.

Auch am Flughafen Düsseldorf kommen erneut Angehörige zusammen. "Die Menschen suchen einen Ort, an dem sie trauern können", sagt ein Sprecher.

+++ 8.57 Uhr: Trauerbeflaggung an Bundesbehörden +++

Das Bundesinnenministerium hat an allen Bundesbehörden Trauerbeflaggung angeordnet. Bis einschließlich Freitag sollen an sämtlichen Ministerien und den nachgeordneten Stellen die Fahnen auf halbmast wehen, hieß es im Bundespresseamt. Im Bundestag soll am Donnerstag vor Beginn der Tagesordnung der Opfer des Unglücks gedacht werden.


+++ 8.53 Uhr: "Piloten haben keine Sicherheitsbedenken"

Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, weißt Spekulationen zurück, es gebe bei den Piloten Sicherheitsbedenken. "Das hat nichts mit der Sicherheit zu tun", sagte Handwerg im "ARD-Morgenmagazin". Es seien Kollegen und Freunde ums Leben gekommen. Dies belaste "emotional so stark", dass es besser sei, nicht in ein Flugzeug zu steigen.

+++ 8.47 Uhr: Lufthansa Chef Spohr erschüttert +++

Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigt sich erschüttert vom Anblick der Unfallstelle. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer", zitiert ihn die Lufthansa auf Twitter.





+++ 8.40 Uhr: Terrorangriff ist unwahrscheinlich +++

Die französische Regierung geht nicht von einem Terrorangriff aus. Zwar werde in alle Richtungen ermittelt, sagt Innenminister Bernard Cazeneuve dem Hörfunksender "RTL". Ein Anschlag sei jedoch nicht die wahrscheinlichste These.

+++ 8.29 Uhr: Halterner Zeitung trauert +++

+++ 8.24 Uhr: Erster Flugschreiber beschädigt +++

Der erste gefundene Flugschreiber ist beschädigt. Das Gerät sei "beschädigt, aber verwertbar", sagte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve dem Sender "RTL". Nähere Informationen über die Beschädigung gab es zunächst nicht. Bei dem gefundenen Flugschreiber soll es sich um den Cockpit Voice Recorder (CVR) handeln, der Geräusche und Gespräche im Cockpit aufzeichnet. Nach der zweiten Blackbox wird noch an der Abstürzstelle gesucht.

+++ 8.22 Uhr: Hubschrauber starten zur Absturzstelle +++

In den südfranzösischen Alpen sind kurz vor 8 Uhr mehrere Hubschrauber zur Absturzstelle gestartet. Die Bergungsteams hatten die Arbeiten in der Nacht unterbrochen. Die schwer zugängliche Unglücksstelle liegt auf etwa 1500 Metern Höhe.

+++ 8 Uhr: Etliche Germanwings-Maschinen bleiben am Boden +++

Etliche Flüge der Lufthansa-Billigtochter Germanwings wurden gestrichen. "Es wird Unregelmäßigkeiten geben", sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft. "Es gibt Crewkollegen die in der momentanen Situation nicht fliegen wollen, dafür haben wir auch Verständnis."




Bereits gestern hat die Airline auf der Homepage geschrieben: "Im Flugnetz der Germanwings ist es nach dem tragischen Unfall am Dienstag zu vereinzelten Flugausfällen gekommen. Es gibt Crews, die nach der Meldung vom Absturz der Maschine mit den 144 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord heute nicht fliegen wollten. "Dafür haben wir Verständnis", sagte Thomas Winkelmann, Sprecher der Geschäftsführung der Germanwings. Es mussten einige Flüge gestrichen werden."

+++ 7.50 Uhr: Schulbetrieb in Haltern beginnt +++

Die ersten Schüler und Lehrer an des betroffenen Gymnasium in Haltern sind eingetroffen. 16 Mitschüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums waren an Bord der Unglücksmaschine. Seit dem Abend waren auf der Schultreppe immer mehr Kerzen angezündet worden, auf den Stufen ein Lichtermeer. Ein Schild mit der Aufschrift "Gestern waren wir viele. Heute sind wir allein" steht auf dem Schulhof an eine Tischtennisplatte gelehnt.




Nach Bekanntwerden des Unglücks war der Unterricht am Dienstagnachmittag abgesagt worden. Heute ist die Schule aber wieder geöffnet. Es werde Gelegenheit geben, über das Schreckliche zu sprechen, hatte der Bürgermeister angekündigt. Auch Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) will das Gymnasium besuchen und dort ihr Mitgefühl bekunden. Seelsorger und Psychologen seien im Einsatz und würden Schüler und Lehrer in die Klassen begleiten.

+++ 7.46 Uhr: Gefundener Stimmenrekorder soll beschädigt sein +++

Der nach dem Absturz in den französischen Alpen gefundene Flugschreiber ist nach Behördenangaben beschädigt. Das verlautete aus dem Umfeld der Ermittler. Der Flugschreiber, bei dem es sich um den Stimmenrekorder des Airbus A320 handele, werde zur Untersuchung nach Paris gebracht.

+++ 7.07 Uhr: Lufthansa wartet auf erste Hinweise +++

Die Lufthansa wartet auf erste Hinweise zur Ursache des Unglücks. Aus Sicht der Airline gebe es dazu noch nichts Neues, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Auch die Airline sei auf die Untersuchungen der Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und ihrer französischen Kollegen angewiesen.

Der Flugbetrieb bei der Lufthansa werde wie geplant laufen, erklärte der Sprecher weiter. Bei Germanwings komme es aber wie schon am Dienstag zu einzelnen Flugausfällen, weil sich einige Crewmitglieder nicht flugtauglich fühlten. Die Lufthansa werde versuchen, möglichst viele Germanwings-Verbindungen zu übernehmen.

+++ 7 Uhr: Feuerwehrmann: "Alles ist pulverisiert" +++

Die Wucht des Aufpralls hat die Unglücksmaschine von Germanwings nach Aussage von Rettungskräften in kleinste Trümmer zerbersten lassen. "Alles ist pulverisiert. Man kann nichts mehr auseinanderhalten. Man sieht nichts, man kann nicht einmal ein Flugzeug darin erkennen", sagte Feuerwehr-Leutnant Éric Sapet der französischen Zeitung "Le Monde" über den Anblick an der Absturzstelle in den französischen Alpen. Der Lokalpolitiker Richard Bertrand aus dem nahe gelegenen Dorf Vernet sagte: "Das größte, das ich erkennen konnte, hatte die Größe eines Auto-Kotflügels, nicht größer."

+++ 6.57 Uhr: Bereits 1953 Flugzeug in der Unglücksregion abgestürzt +++

In der Absturzregion hat sich schon einmal ein schweres Flugzeugunglück ereignet. Im September 1953 stürzte eine Lockheed L-749A Constellation von Air France am Mont Le Cimet bei Barcelonnette ab. Die Unfallstelle liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich der Absturzregion des Airbus. Nach Informationen von Aviation Safety Network wurden 1953 alle 33 Passagiere sowie neun Besatzungsmitglieder an Bord getötet. Das Flugzeug war auf dem Weg von Paris nach Saigon in Vietnam und sollte einen Zwischenstopp in Nizza einlegen. Nach Einleitung des Sinkflugs kam das Flugzeug nach den damaligen Untersuchungen aus unbekannter Ursache von der Route ab und zerschellte an dem Berg.

Die Wetteraussichten des staatlichen französischen Wetterdienst "Meteo France" für die Unglücksstelle nahe der Ortschaft Seyne-les-Alpes

Die Wetteraussichten des staatlichen französischen Wetterdienst "Meteo France" für die Unglücksstelle nahe der Ortschaft Seyne-les-Alpes

+++ 6.35 Uhr: Bergungsarbeiten an Absturzstelle fortgesetzt +++

An der Absturzstelle in den französischen Alpen sind die Bergungsarbeiten fortgesetzt worden. Ohne Schnee, Regen oder stärkeren Wind waren die Witterungsbedingungen nach Berichten französischer Medien für die Rettungskräfte und Hubschrauber besser als zunächst befürchtet. Zentraler Ausgangspunkt in die schwer zugängliche Absturzregion ist Seyne-les-Alpes. Von dem Ort mit rund 1200 Einwohnern sollten die mehr als 300 Polizisten und 380 Feuerwehrleute operieren.

Laut einem Reporter der "Bild"-Zeitung sollen die Wetterbedingungen jedoch schlechter, als bisher angenommen sein. So sollen die Hubschrauber wegen einer dicken Wolckendecke bisher nicht gestartet sein.


+++ 6.18 Uhr: Jürgen Drews und Schweinsteiger zeigen sich betroffen +++

Die Familie von Jürgen Drews ist nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs sehr betroffen. In der Unglücksmaschine habe eine Bekannte seiner Tochter gesessen, sagte der Sänger am Rande der Deutschlandpremiere des Films "Der Nanny" in Berlin. Und: "Das ist eine Strecke, die ich so oft schon geflogen bin", sagte Drews, der im Münsterland wohnt. "Und eine ganze Klasse aus Haltern - um die Ecke von uns - das ist so was von tragisch."

Auf Twitter zeigt sich auch Fußballer Bastian Schweinsteiger betroffen.



+++ 6.08 Uhr: Schweigeminute vor Länderspiel gegen Australien +++

In Gedenken an die Opfer der Flugzeug-Tragödie wird die DFB-Elf mit Trauerflor spielen und vor dem Anpfiff eine Schweigeminute abhalten. "Das sind wir den Opfern und deren Familien schuldig, dass wir als Fußballfamilie Anteil nehmen", begründete DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Es macht mich traurig und wahnsinnig betroffen", kommentierte Löw das schreckliche Unglück.

+++ 5.56 Uhr: "NYT": Gefundene Blackbox ist Stimmrekorder +++

Laut einem Bericht der "New York Times" ist die geborgene Blackbox nicht der Datenschreiber, sondern der Stimmrekorder.


+++ 5.37 Uhr: Experten nehmen Untersuchung an Unfallstelle auf +++

Drei Fachleute hätten sich auf den Weg gemacht, um die Unfallstelle zu untersuchen, sagte der Sprecher der Bundesstelle, Germout Freitag, in Braunschweig. Vermutlich werden sie nach seiner Schätzung nicht vor 9 Uhr an der Unfallstelle ankommen.

Die deutschen Fachleute wollten gemeinsam mit den französischen Kollegen prüfen, ob alle Trümmerteile zu finden seien oder das Flugzeug möglicherweise in der Luft auseinandergebrochen sei. Dann werde versucht, den Flugschreiber zu bergen. Bilder zeigten unzählige Trümmerteile in einer kargen Felslandschaft. Die Vielzahl der Trümmer spreche für einen Aufschlag mit hoher Geschwindigkeit, erklärte Freitag.

Voraussichtlich erst nach der Untersuchung werden die Fachleute im Laufe des Tages der Bundesstelle Bericht erstatten, kündigte Freitag an.

+++ 5.15 Uhr: "Le Monde": Absturz könnte Lowcost-Entwicklung bei Lufthansa bremsen +++

Die französische Tageszeitung "Le Monde" schreibt über den Absturz der Germanwings-Maschine:

"Der Absturz des Germanwings-Airbus A320 könnte die Strategie der Lowcost-Entwicklung bei Lufthansa infrage stellen. Nach Germanwings als Tochter für Kurz- und Mittelstreckenflüge hatte die deutsche Fluggesellschaft mit Eurowings eine weitere Gesellschaft gegründet, die ausschließlich für Billig-Langstreckenflüge zuständig ist."

+++ 3.23 Uhr: Weitere Opfer aus Dänemark, Kolumbien und Argentinien +++

Nach Angaben des dänischen Außenministeriums kam auch ein dänischer Staatsbürger ums Leben - weitere Informationen zur Identität gab es zunächst nicht. Laut kolumbianischem Außenministerium in Bogotá starben ein Mann und eine Frau aus dem südamerikanischen Land. Auch zwei Argentinier seien in der verunglückten Maschine gereist, erklärte ein Diplomat der argentinischen Botschaft in Paris.

Weiterhin befanden sich Passagiere aus Deutschland, Spanien, Großbritannien, Australien, Israel, Mexiko, und Japan an Bord.

+++ 2.11 Uhr: Erster Germanwings-Flug nach Katastrophe fliegt von Barcelona nach Düsseldorf +++

Mit mehr als zweieinhalbstündiger Verspätung ist am frühen Mittwochmorgen der erste Germanwings-Flug von Barcelona nach Düsseldorf nach der Katastrophe in Südfrankreich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt eingetroffen. Trotz des Nachtflugverbots landete Flug 4U 9529 gegen 0.25 Uhr auf dem Rollfeld in Düsseldorf.

Die Stimmung im Flugzeug sei verhältnismäßig ruhig gewesen. Man habe versucht, das Thema Absturz zu vermeiden. "Die Leute wollten nicht über das sprechen, die Leute waren ruhig", sagte die Spanierin Angeles Sala.

Für die nächtliche Landung der Maschine aus Barcelona wurde kurzfristig eine Ausnahmegenehmigung erteilt, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Eigentlich herrscht am Düsseldorfer Flughafen Nachtflugverbot. Zu der Verspätung sei es dem Sprecher zufolge aufgrund von Problemen der Flugsicherung in Barcelona gekommen. Worin diese Probleme konkret lagen, konnte er nicht sagen.

+++ 1.13 Uhr: Offenbar auch Briten und Australier an Bord +++

Unter den Opfern sind wohl auch Passagiere aus Großbritannien, Australien, Israel und Mexiko. Es sei "wahrscheinlich", dass einige Briten in der verunglückten Maschine gewesen sind, sagt der britische Außenminister Philip Hammond. Darunter sollen auch eine Frau und ihr Baby aus Nordengland gewesen sein.

Nach Angaben der australischen Außenministerin Julie Bishop sollen auch eine Frau aus Australien und ihr erwachsener Sohn an Bord gewesen sein. Der mexikanische Außenminister José Antonio Meade berichtet, es gebe Hinweise, dass es sich bei einem der Opfer um einen Mexikaner handeln könnte. Die Botschaft bemühe sich um Klärung. Nach israelischen Medienberichten war unter den Toten auch ein israelischer Geschäftsmann.

Außerdem berichtet CNN von mindestens einem Opfer aus den Niederlanden, einem aus Belgien sowie zwei Kolumbianern.

+++ 0.45 Uhr: Sucharbeiten am Unglücksort für die Nacht unterbrochen +++

Die Rettungsarbeiten an der Unglücksstelle sind für die Nacht unterbrochen worden. Am frühen Mittwochmorgen würden rund 30 Gendarme der Hochgebirgseinheit zu dem schwer zugänglichen Ort aufbrechen, außerdem hätten sich 65 Einsatzkräfte am Dienstagabend auf den Weg gemacht, um einen Zugang zu Fuß zu finden, teilte die Polizei mit. Fünf Beamte blieben demnach über Nacht vor Ort.

+++ 0.22 Uhr: Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein +++

Kurz vor dem Absturz des Germanwings-Airbus konnte die Flugüberwachung nach Behördenangaben keinen Funkkontakt mehr zur Unglücksmaschine herstellen. Mitarbeiter hätten
vergeblich versucht, die Besatzung zu kontaktieren, sagt der
Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts der
fahrlässigen Tötung aufgenommen. Die Ermittler wollten derzeit acht
Zeugen vernehmen, sagt Robin. Die Black-Box solle am Mittwochmorgen untersucht werden. Unklar bleibt zunächst, ob der Flight Data Recorder (FDR) oder der Cockpit Voice Recorder (CVR) geborgen wurde. Während das erste Gerät technische Daten zum Flug aufzeichnet, registriert das zweite Gespräche und andere Geräusche in der Pilotenkabine. "Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt", sagt Robin.

+++ 0.15 Uhr: Opfer sollen mit DNA-Proben identifiziert werden +++

Am Mittwochmorgen sollen zehn Gerichtsmediziner und drei
Anthropologen zum Unfallort gebracht werden. Sie sollen dort
DNA-Proben entnehmen, um bei der Identifizierung der Opfer zu helfen.

+++ 0.05 Uhr: Lufthansa-Chef schließt Zusammenhang mit Reparatur aus +++

Die Reparatur des Airbus A320 am Tag vor der Katastrophe hat nach Überzeugung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr
nichts mit dem Absturz zu tun. Spohr schließt nach seiner Rückkehr vom
Unglücksort nach Frankfurt aus, dass die Wartung der
Germanwings-Maschine am Montag in Düsseldorf etwas mit der
Absturzursache zu tun haben könnte. Dabei sei es nur um die
Geräuschbelastung gegangen, nichts sicherheitsrelevantes.

Eine Lufthansa-Sprecherin hat zuvor erklärt, ein Problem an der
Klappe für das Bugrad sei am Montag routinemäßig behoben worden. "Das Flugzeug war in hervorragendem technischen Zustand", versichert der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende. Über die Piloten der Unglücksmaschine sagt er: "Wir hatten die Kompetenz im Cockpit, für die unser Unternehmen steht." Die Germanwings-Piloten würden auch bei Lufthansa ausgebildet und der Pilot habe mehr als 6000 Flugstunden gehabt, darunter den größten Teil im Airbus A320.

+++ 23.30 Uhr: Pilot gibt angeblich Notsignal ab +++

Kurz vor dem Absturz soll der Pilot einen Funkspruch abgesetzt haben. "Der Funkspruch Mayday ist die höchste Stufe. In diesem Fall soll es sich um ein Pan Pan Dringlichkeitssignal gehandelt haben", erklärt Jörg Handwerg (Vereinigung Cockpit e. V.) in der Sendung "Menschen bei Maischberger". Dieser werde per Funk abgesetzt und hätte bei der Flugsicherung landen müssen. "Aus diesen Kreisen hört man, dass es tatsächlich ein Signal gegeben hätte. Aus Kreisen der Airline hingegen ist das Gegenteil zu hören", sagt er.

stb/ivi/car/mka/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters