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"The Trump of the Week" Missbrauchsvorwürfe: Wie sich die Geschichte im Obersten Gericht wiederholen könnte

Heute blicken wir auf das Oberste Gericht – "the Supreme Court". Es geht um den umstrittenen Richter Brett Kavanaugh, der als Nachfolger für Anthony Kennedy in das wichtigste Gericht des Landes einziehen soll.
Donald Trump wählt Kavanaugh schon im Juli als Kandidaten aus.
Seit ein paar Wochen muss Kavanaugh sich vor dem Justizausschuss im US-Senat beweisen.
Letzte Woche veröffentlicht die Washington Post die Geschichte einer Frau, die behauptet, Kavanaugh habe sie als Teenager begrapscht und sexuell belästigt. Als sie versucht habe, zu schreien, habe Kavanaugh seine Hand über ihren Mund gelegt.
Das war vor 36 Jahren auf einer High-School-Party. Er 17 und sie 15.
Es handelt sich um Christine Blasey Ford, eine Psychologieprofessorin aus Kalifornien.
Kavanaugh verneint den Vorwurf radikal und will damit nichts zu tun gehabt haben. Einige Republikaner verteidigen ihn. So auch der Präsident.
Trump: "Er ist ein unglaublicher Mann. Er wird ein unglaublich guter Bundesrichter. Aber wir haben das Gefühl, dass wir diesen Prozess durchziehen wollen. Wir wollen beide Seiten hören."
Viele Republikaner wollen so tun, als wäre das alles gar nicht so schlimm. Ihre Ausreden und Entschuldigungen:
Warum kommen die Vorwürfe erst jetzt? Er war doch noch ein Teenager. Auch wenn es stimmt, ist das überhaupt noch relevant?
Ja, jetzt, weil er bald der nächste Richter im Obersten Gericht werden könnte. Genau zu diesem Zeitpunkt müssen solche Vorwürfe untersucht werden. Schließlich sitzt er dort für den Rest seines Lebens und entscheidet über das Leben von allen Amerikanern.
Und die „Alters-Ausrede“, dass er nur ein Teenager gewesen sei? Leute. Egal im welchem Alter: Gewalt gegenüber Frauen ist immer zu verurteilen. Und genau diese Haltung spielt das eigentliche Problem herunter.
Trump: "Guck mal, wenn sie auftaucht und eine glaubwürdige Aussage macht, wird das sehr interessant. Wir werden eine Entscheidung treffen müssen. Aber ich kann eines sagen: Er ist ein hervorragender Mann. Es ist wirklich schwierig für mich mir vorzustellen, dass irgendetwas passiert ist."
Der Senat hat Ford nun eingeladen, ihre Geschichte vor dem Ausschuss zu erzählen. Die Ernennung des Richters verzögert sich dadurch.
Trump: "Eine Verzögerung ist sicherlich akzeptabel. Wir wollen der Sache auf den Grund gehen. Wir wollen, dass jeder in der Lage ist, den Mund aufzumachen und für sich zu sprechen."
Nehmen Sie ihm das ab? Diese sanfte Art kennen wir von Trump nicht. Es wirkt wie eine Strategie.
Trump: "Ich bin total unterstützend. Ich unterstütze ihn sehr. Wenige der Leute, die ich kenne – und ich kenne ziemlich erfolgreiche Leute – sind so hervorragend wie Richter Kavanaugh."
Das ist nun wirklich ein Widerspruch. Man kann nicht sagen, man möchte einen fairen und offenen Prozess, und gleichzeitig die eine Seite unterstützen. 
Es ist Taktik: Das Weiße Haus versucht Trump zu schützen, falls die Nominierung scheitert, und gleichzeitig den Eindruck erwecken, dass Trump 100 Prozent hinter Kavanaugh steht.
Trump: "Wenn sie es nur ein bisschen verzögern, um sicherzugehen, dass jeder glücklich ist. Sie wollen glücklich sein. Die republikanischen Senatoren wollen zu 100 Prozent glücklich sein. Sie machen das sehr professionell."
Und was macht die Republikaner happy? Kavanaugh in dem Obersten Gericht, auf Biegen und Brechen.
Einen unglaublich ähnlichen Fall hatten wir 1991. Professorin Anita Hill saß vor dem Justizausschuss im Senat und warf Supreme Court Kandidat Clarence Thomas sexuelle Belästigung vor. Ihr wurde nicht geglaubt. Thomas hat die Vorwürfe dementiert und sitzt immer noch im Obersten Gericht. Wiederholen wir Geschichte? Wie viel haben wir als Land gelernt?
Republikaner planen eine Abstimmung so bald wie möglich. Sie wollen Kavanaugh unbedingt noch vor den Zwischenwahlen, die möglicherweise zugunsten der Demokraten ausgehen könnten, abgesegnet haben.
Am Montag darf Ford ihre Geschichte vor dem Justizausschuss erzählen. Man kann nur hoffen, dass Amerika aus seinen Fehlern lernt. Sonst hätten wir einen Richter im Supreme Court, dem sexueller Missbrauch vorgeworfen wird. Wir haben schon einen Präsidenten im Weißen Haus sitzen, dem mehrfach sexuelle Belästigung vorgeworfen wird. Ich meine, es reicht einfach Amerika.
Das war es von uns heute. Vielen Dank fürs Zuschauen. Wir sehen uns nächste Woche bei "The Trump of the Week."
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Brett Kavanaugh, Trumps Kandidat für das Oberste Gericht, sieht sich mit sexuellen Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Bereits 1991 stand Anita Hill in der gleichen Situation wie heute Christine Blasey Ford. Für Trump ist Kavanaugh nach wie vor ein "hervorragender Richter".

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