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Möglicher Verlust der Topbonität: S&P-Drohung macht Dax zu schaffen

Der Rundumschlag von Standard & Poor's verunsichert die Anleger. Die Ratingagentur hat zahlreichen Eurostaaten mit dem Verlust der Topbonität gedroht. Der Dax eröffnete im Minus.

Die drohende Herabstufung Deutschlands und praktisch aller anderen Eurozonen-Ländern hat den Dax am Dienstag ins Minus gedrückt. Der Leitindex gab um 1,4 Prozent auf 6019 Zähler nach. "Die Downgrade-Warnung von Standard & Poors kommt auf den ersten Blick zur absoluten Unzeit - auf der anderen Seite wird hierdurch aber der Druck auf die Teilnehmer des anstehenden EU-Gipfels erhöht", sagte ein Händler.

Die Ratingagentur hatte am späten Montagabend zu einem Rundumschlag in Europa ausgeholt. Sie warnte die bisher mit der Top-Bonitätsnote AAA bewertete Bundesrepublik, sie könnte wegen der Schuldenkrise in der Euro-Zonzahle um eine Stufe abgewertet werden.

Juncker: "Unfaire und exzessive Entscheidung"

Der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hat die S&P-Ankündigung scharf kritisiert. Nahezu alle Eurostaaten mit einem negativen Ausblick zu versehen sei eine "unfaire" und "komplett exzessive" Entscheidung, sagte der Luxemburgische Regierungschef am Dienstag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

Die Drohung sei ein K.o.-Schlag für alle Staaten, die sich bemühen, ihre Haushaltsdefizite zu senken, sagte Junker. Vor allem der Zeitpunkt der Drohung kurz vor einem entscheidenden EU-Gipfel zur Schuldenkrise sein "erstaunlich".

Bereits zuvor hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy betont unaufgeregt reagiert. Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, "um die Stabilität der Eurozone zu gewährleisten", erklärten sie in einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie hatten am Nachmittag in Paris eine rasche Verschärfung der Euro-Spielregeln vereinbart. Beim EU-Gipfel sollen nach ihrem Willen die Weichen für die nötige Änderung der EU-Verträge gestellt werden. Bis März 2012 sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein.

Analysten glauben nicht an Gipfel-Erfolg

Die Analysten von S&P scheinen aber nicht überzeugt, dass die Versprechen auch fruchten. Die Probleme in der Eurozone hätten in den vergangenen Wochen ein Maß erreicht, das die Zone als Ganzes unter Druck setze, schrieben sie und beklagten, dass sich die europäischen Politiker weiterhin uneins seien, wie sie mit der Krise umgehen sollten.

S&P beschränkte sich bei dem Warnschuss nicht darauf, den Ausblick für das Rating auf "negativ" zu senken, wie es üblich ist. Die Agentur wählte die schärfere Form des "CreditWatch with negative implications", was eine höhere Dringlichkeit der Überprüfung bedeutet. S&P hat nun maximal 90 Tage Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Die Agentur will auf jeden Fall noch den EU-Gipfel Ende der Woche abwarten.

Halber Eurozone droht Herabstufung

Neben Deutschland und Frankreich besitzen auch die Niederlande, Österreich, Finnland und Luxemburg eine Topbonität von "AAA". Die meisten anderen Länder der Eurozone verfügen immerhin noch über eine gute oder sehr gute Bonität. Ein "befriedigend" haben Irland, Portugal und Zypern, wobei S&P das Rating von Zypern schon zuvor unter besondere Beobachtung gestellt hatte. Griechenland ist schon auf Ramschstatus abgerutscht; S&P hält die Wahrscheinlichkeit eines Bankrotts in naher Zukunft für "relativ hoch".

Im Falle von Deutschland begründete S&P die mögliche Herabstufung mit der engen Verflechtung innerhalb Europas und den damit einhergehenden Gefahren für die deutsche Wirtschaft und den staatlichen Schuldenabbau. S&P erklärte, es gebe das Risiko, dass die Eurozone als Ganzes im kommenden Jahr in die Rezession rutsche. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 40 Prozent. Für Staaten wie Spanien, Portugal und Griechenland geht S&P ganz sicher von einem Wirtschaftsabschwung aus.

Märkte reagieren - der Euro fällt

"Wir müssen uns beeilen, wir haben nicht so viel Zeit", hatte zuvor Sarkozy nach einem Treffen mit Merkel am Montag in Paris gesagt. Notfalls komme für die beiden größten Volkswirtschaften derEurozone auch ein Alleingang der 17 Euroländer infrage. Merkel betonte mit Blick auf den EU-Gipfel: "Wir sind fest entschlossen, die Entscheidung jetzt genau bei diesem Rat herbeizuführen." Natürlich werde aber auch mit dem Europaparlament und den anderen Partnern gesprochen.

Seit Monaten sind die Märkte wegen der Schuldenkrise nervös. Der Euro fiel nach ersten Medienberichten über die bevorstehende S&P-Aktion unter 1,34 Dollar. In Gefahr ist das entscheidende sogenannte Langzeit-Rating. Darauf schauen all jene Investoren, die Staaten oder auch Unternehmen ihr Geld ein Jahr und länger leihen wollen. Als Faustregel gilt: Je schlechter die Bonität eines Schuldners ist, desto höhere Zinsen muss er zahlen. Bereits jetzt müsste eine steigende Zahl von Mitgliedern der Eurozone trotz guter Kreditwürdigkeit tiefer in die Tasche greifen, erklärte S&P.

Doch es gibt keinen Automatismus: S&P hatte im Sommer die USA wegen ihrer überbordenden Schulden mit einer Herabstufung ihrer Bonität auf die zweitbeste Note "AA+" geschockt. Dennoch ist der Zinssatz eher gesunken, den die Vereinigten Staaten für neue Kredite zahlen müssen. Denn die Angst vor weiteren Verwerfungen in der Eurozone hatte viele Investoren ihr Geld in US-Anleihen stecken lassen.

Seit jeher gelten US-Staatsanleihen als "sicherer Hafen" in Krisenzeiten; auch Anleihen der Bundesrepublik Deutschland haftet dieser Ruf eigentlich an. Die Sorgen um eine Ausweitung der Eurokrise haben das Vertrauen an den Kapitalmärkten allerdings beschädigt. Seit Monaten ist Europa das Thema an der Wall Street.

Deutschland hatte im vergangenen Monat enorme Probleme gehabt, frisches Geld an den Kapitalmärkten aufzunehmen. Eine neuerliche Platzierung von Staatsanleihen verlief dagegen am Montagmorgen problemlos. Auch Italien konnte wieder günstiger Geld am Kapitalmarkt aufnehmen, nachdem der neue Ministerpräsident Mario Monti sein Sparpaket auf den Weg gebracht hatte.

swd/kng/Reuters/DPA / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(