HOME

Militärintervention: Was Moskaus Luftangriffe für Syrien bedeuten

Seit Bürgerkriegsausbruch gehört Moskau zu den treuen Assad-Partnern. Jetzt greift Russland in Konflikt ein. Doch warum? Und kann der Islamische Staat so zurückgedrängt werden? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Russische Kampflugzeuge vom Typ Sukhoi Su-27 bei einer Vorführung in Moskau

Russische Kampflugzeuge vom Typ Sukhoi Su-27 bei einer Vorführung in Moskau

Seit dieser Woche bombardiert auch Russlands Luftwaffe Ziele in Syrien. Damit hat ein neuer mächtiger Akteur in den mehr als vier Jahre dauernden Bürgerkrieg eingegriffen - für Syrien-Experten eine äußerst bedeutende Entwicklung. Die vom Westen stark kritisierte Intervention erhielt am Donnerstag zusätzliche Brisanz, nachdem bekannt wurde, dass russische Kampfjets auch das Lager einer vom US-Geheimdienst trainierten Gruppe getroffen haben sollen. Dies zumindest erklärte ein Rebellenkommandeur gegenüber der Agentur Reuters. Die Aufständischen dort hätten eine Ausbildung durch die CIA in Katar und Saudi-Arabien erhalten, sagte der Kommandeur weiter. Auch US-Senator John McCain bestätigte den Vorfall in einem Interview mit dem Sender CNN. Moskau hingegen bestritt die Vorwürfe. Wie die russische Nachrichtenagentur Ria vermeldete, hätten Auswertung der Luftwaffe ergeben, dass die eigenen Kampfjets ausschließlich IS-Ziele getroffen habe. 

Zwei Seiten, zwei Sichtweisen - das Einschreiten Russlands in den Konflikt wird die Welt die nächsten Tage weiter intensiv beschäftigen. Antworten auf die wichtigsten Fragen im Überblick: 

Welche Ziele verfolgt Russland mit den Luftangriffen?

Russland erklärte, seine Jets hätten im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes den Islamischen Staat (IS) angegriffen. Doch zahlreiche syrische Aktivisten bestreiten das. Nach ihrer Darstellung attackierte die russische Luftwaffe etwa mehrere Ziele nördlich der Stadt Homs sowie in der Provinz Idlib. Diese Gebiete stehen nicht unter Kontrolle des IS, sondern werden von verschiedenen gemäßigten und radikalen Rebellen beherrscht, die mit ihm verfeindet sind.

Allerdings bedrohen diese Gruppen vom Regime gehaltene Gebiete wie die Stadt Homs. Russland wolle Syriens Armee helfen, diese Rebellengruppen auszuschalten, heißt es in einer Analyse des Washington Institute for Near East Policy. Deren Autor Fabrice Balanche kommt zu dem Schluss, Moskaus erste Angriffe hätten vor allem das Ziel gehabt, Gebiete unter Regime-Kontrolle zu sichern. 

Bedeuten Russlands Luftangriffe eine Wende zugunsten von Assad?

Assads Truppen haben in den vergangenen Monaten schwere Rückschläge hinnehmen müssen. So verloren sie fast die gesamte nordsyrische Provinz Idlib an ein Rebellenbündnis, das seitdem auch die Hochburg des Regimes um die Küstenstadt Latakia bedroht. Der IS wiederum vertrieb die Armee aus der historischen Wüstenstadt Palmyra.

Dass die Kräfte der Assad-Anhänger ausgelaugt sind, zeigt sich auch daran, dass das Regime immer größere Probleme hat, Kämpfer zu rekrutieren. Auch mit russischer Hilfe werden Assads Truppen zu schwach bleiben, um den Bürgerkrieg militärisch zu gewinnen.

Aaron Lund, Syrien-Fachmann der Carnegie-Stiftung, sieht trotzdem einen positiven Effekt der Luftangriffe für das Regime: "Sie mögen keine Wende im Krieg bedeuten, aber sie können für Assad sehr hilfreich sein." So könnten sie die Moral seiner Anhänger stärken.

Wie reagieren die syrischen Rebellen?

Ob gemäßigt oder radikal: Die Assad-Gegner weltweit sind wütend. "Die GESAMTE syrische Opposition sieht sich nun in einem umfassenden Krieg mit Russland", twitterte Charles Lister, Syrien-Experte der US-Denkfabrik Brookings. "Eine äußerst bedeutsame Veränderung." Schon vom Westen, vorneweg von den USA sind die Rebellen enttäuscht, weil sie sich im Stich gelassen fühlen.


Lister geht davon aus, dass die Hauptprofiteure der Luftangriffe extremistische Kräfte wie die Nusra-Front sind. So könnte Moskaus Intervention mehr Rebellen in die Arme von Radikalen treiben. Für die allermeisten Oppositionellen hat der Sturz Assads absolute Priorität. Dafür sind sie sogar bereit, mit Extremisten zusammenzuarbeiten.

Wie wirken sich die Angriffe auf das Ringen um Friedensgespräche aus?

Die UN, Russland und andere Staaten bemühen sich seit Monaten darum, die verfeindeten Parteien wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Doch viele Rebellen misstrauen den internationalen Vermittlern. Auch der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura genießt bei ihnen keinen guten Ruf. Ihr Wille zu einer Lösung am Verhandlungstisch dürfte durch die Angriffe geschwächt werden. Auch ein militärisch gestärkter Assad dürfte eher auf das Militär als auf Diplomatie setzen.

Kann der Islamische Staat jetzt zurückgedrängt werden?

Mit Luftangriffen alleine lässt sich der IS nicht besiegen, da sind sich alle Militärexperten einig. Um die Extremisten zurückzudrängen sind starke Kräfte am Boden nötig. So gelang es den Kurden im Norden Syriens mit Luftunterstützung der von den USA geführten Koalition, große, vom IS gehaltene Gebiete einzunehmen. 

Russland selbst schließt einen Einsatz von Bodentruppen aus. Syriens Armee dürfte auch mit Hilfe der Moskauer Luftangriffe zu schwach sein, um dem IS wirklich gefährlich werden zu können. Zudem ist Damaskus schon in der Vergangenheit allenfalls mit gebremster Kraft gegen die Extremisten vorgegangen. Stattdessen greifen Assads Truppen und ihre Verbündeten vor allem andere Regimegegner an.


mod/Jan Kuhlmann / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?