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Die Morgenlage Wahl in Israel: Netanjahus Likud liegt nach Beginn der Auszählung klar vorne

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu feiert mit seiner Frau Sara den vemeintlichen Wahlerfolg bei der Parlamentswahl in Israel
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu feiert mit seiner Frau Sara den vemeintlichen Wahlerfolg bei der Parlamentswahl in Israel
© Ilia Yefimovich / DPA
Wahl in Israel: Likud nach Beginn der Auszählung klar vorn +++ Weitere Corona-Fälle in Bayern +++ Erdogan telefoniert mit Merkel +++ Die Nachrichtenlage am Dienstag.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

Rund 13 000 Migranten harren nach Schätzungen der Vereinten Nationen bei Kälte auf der türkischen Grenzseite zu Griechenland aus. Seit der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verkündet hat, sein Land öffne für Flüchtlinge die Grenzen zur EU, haben sich viele auf den Weg gemacht. Die Bilder erinnern an Szenen aus dem Sommer 2015. Die Europäische Union ist seitdem wenig weitergekommen: Über die Verteilung von Asylsuchenden wird viel verhandelt, gestritten - und wenig entschieden. Heute will sich die EU-Spitze an der Grenze ein Bild von der Lage machen, es ist eine Geste, mehr erst einmal nicht.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Erdogan fordert in Telefonat mit Merkel "Lastenteilung" in Flüchtlingskrise

Der türkische Präsident Erdogan hat in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Merkel eine "Lastenteilung" in der Flüchtlingskrise gefordert. Wie die türkische Präsidentschaft am Abend mitteilte, verlangte Erdogan eine "gerechte Aufteilung der Last und der Verantwortung gegenüber Migranten" zwischen der EU und der Türkei. Am Samstag hatte die Türkei ihre Grenzen zur EU für Flüchtlinge geöffnet. Seither versuchten tausende Menschen, nach Griechenland zu gelangen.

13 weitere Corona-Fälle in Bayern - Virus erreicht mehrere ostdeutsche Länder

In Bayern hat sich die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten erneut erhöht. In dem Freistaat wurden 13 weitere Ansteckungsfälle nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Damit stieg die Zahl der bestätigten Fälle in Bayern auf 21. Das Virus erreichte zudem inzwischen auch mehrere ostdeutsche Bundesländer: Brandenburg, Sachsen und Thüringen gaben die ersten Fälle bekannt.

Likud stärkste Kraft bei Israel-Wahl - Netanjahu: "Riesensieg"

Die konservative Likud-Partei des Regierungschefs Benjamin Netanjahu ist bei Israels dritter Parlamentswahl binnen eines Jahres nach Prognosen stärkste Kraft geworden. Vor jubelnden Anhängern in Tel Aviv sprach der 70-Jährige in der Nacht zum Dienstag von einem "Riesensieg". Er werde nun "eine starke nationale Regierung einrichten, die gut für Israel ist", kündigte er an. Der Wahlerfolg des Likud kam nur zwei Wochen vor Beginn eines Korruptionsprozesses gegen Netanjahu.

Netanjahus Likud-Partei kam laut TV-Prognosen bei der Wahl am Montag auf 36 bis 37 Mandate. Das Mitte-Bündnis Blau-Weiß des Herausforderers Benny Gantz wurde mit 32 bis 34 Mandaten nur zweitstärkste Kraft. Netanjahus rechts-religiöses Lager kam nach drei TV-Prognosen auf 59 Sitze, das Mitte-Links-Lager erhielt 54 bis 55 Mandate. Für eine Regierungsmehrheit sind aber mindestens 61 von 120 Mandaten im Parlament notwendig.

Apple will bis zu 500 Millionen Dollar in Akku-Streit zahlen

Apple will den jahrelangen US-Gerichtsstreit um gedrosselte iPhones mit der Zahlung von bis zu einer halben Milliarde Dollar beenden. Für betroffene Kunden ist in dem Vergleich eine Zahlung von 25 Dollar pro Gerät vorgesehen, wie aus kalifornischen Gerichtsunterlagen hervorgeht. Apple bietet mindestens 310 Millionen Dollar (278 Mio Euro) - betont aber zugleich, die Einigung sei nicht mit einem Schuldeingeständnis verbunden. Der Streit war Ende 2017 ausgebrochen, nachdem Messwerte belegten, dass bei iPhones mit älteren Batterien die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war. Die Smartphones konnten dadurch langsamer wirken. Apple erklärte, die Maßnahme sei nötig gewesen, damit sich die Telefone nicht plötzlich abschalten, wenn ein angeschlagener Akku nicht genug Strom liefern kann.

Indonesischer Vulkan spuckt Asche in die Luft

Der als gefährlich geltende Vulkan Merapi auf der indonesischen Insel Java hat Asche ausgeschleudert. Die Säule stieg am Dienstag etwa sechs Kilometer hoch in den Himmel. Der Ausbruch habe mehr als sieben Minuten gedauert, teilte die Geologie- und Katastrophenschutzbehörde mit. Für den Vulkan galt die dritthöchste Alarmstufe. Die Anwohner außerhalb einer Drei-Kilometer-Zone um den Gipfel sollten die Ruhe bewahren und sich normal verhalten, hieß es weiter.

US-Präsidentschaftsbewerberin Klobuchar wirft das Handtuch

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Amy Klobuchar wirft vor dem Superwahltag "Super Tuesday" das Handtuch. Die 59-jährige Senatorin steigt aus dem Präsidentschaftsrennen aus und wird fortan Ex-Vizepräsident Joe Biden unterstützen, wie ein Klobuchar-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Die Mitte-Politikerin hatte bei den bisherigen Vorwahlen schwach abgeschnitten. Ebenso wie Klobuchar riefen auch die zuvor ausgeschiedenen Bewerber Pete Buttigieg und Beto O'Rourke ihre Anhänger dazu auf, sich hinter Biden (77) zu stellen.

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Von der Leyen reist an griechisch-türkische Grenze

Wegen der angespannten Lage an der griechisch-türkischen Grenze besuchen die Spitzen der EU-Institutionen den griechischen Grenzort Orestiada. Im Nordosten Griechenlands wollen sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratschef Charles Michel und der Präsident des Europaparlaments, David Sassoli, ein Bild von der Situation machen. Nach UN-Angaben harren rund 13.000 Migranten bei Kälte auf der türkischen Grenzseite zu Griechenland aus.

"Super Tuesday": Wichtigster Vorwahltag der US-Demokraten steht an

Acht Monate vor der US-Präsidentschaftswahl steht im Rennen um die Kandidatur der Demokraten der wichtigste Tag bei den Vorwahlen an. Beim "Super Tuesday" wird in mehr als einem Dutzend der 50 US-Bundesstaaten darüber abgestimmt, welcher Kandidat am 3. November den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump herausfordern soll. 

Deutsche Bischöfe wählen neuen Vorsitzenden

Die Deutsche Bischofskonferenz wählt heute in Mainz einen neuen Vorsitzenden. Der bisherige Amtsinhaber, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, hatte kürzlich erklärt, für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. An der Wahl beteiligen sich 68 Bischöfe. Die größte Herausforderung für den neuen Vorsitzenden ist der Reformprozess, der Synodale Weg.

Michelin vergibt Sterne für Spitzengastronomie in Deutschland

Der Restaurantführer Guide Michelin verkündet am Dienstag ab 11 Uhr die aktuelle Riege der deutschen Sterne-Häuser. Eine ursprünglich in Hamburg geplante Gala war wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Nun soll bei einem Livestream im Internet bekanntgegeben werden, wer die begehrten Auszeichnungen bekommt. 

Fernsehen mit Anspruch: Grimme-Institut gibt Preisträger bekannt

Das Grimme-Institut gibt um 11 Uhr in Essen die diesjährigen Träger des Grimme-Preises für Qualitätsfernsehen bekannt.

Sport: Nations-League-Auslosung und DFB-Pokal

In Amsterdam werden ab 18 Uhr die Gruppen für die zweite Auflage der Nations League ausgelost. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft könnte auf Weltmeister Frankreich oder Europameister Portugal treffen. Im Viertelfinale des DFB-Pokals will der 1. FC Saarbrücken für die nächste Überraschung sorgen. Der Viertligist empfängt um 18.30 Uhr in Völklingen den Erstligisten Fortuna Düsseldorf. Auch im zweiten Spiel des Tages ist der Gastgeber der Außenseiter. Der zuletzt in der Bundesliga schwächelnde FC Schalke 04 empfängt den Rekord-Pokalsieger FC Bayern München.

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Ihre stern-Redaktion

wue/kng DPA AFP

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