VG-Wort Pixel

Die Morgenlage Ehemaliger US-Außenminister Mike Pompeo wird Kommentator bei Fox News

Ex-US-Außenminister Pompeo wird Kommentator beim Sender Fox News
Ex-US-Außenminister Pompeo wird Kommentator beim Sender Fox News
© Joe Raedle / AFP
Iran lässt festgesetzten südkoreanischen Tanker frei +++ Weitere Krawalle in Nordirland +++ Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt +++ Die Nachrichtenlage am Freitagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

im Unterschied zu vielen anderen hochrangigen Regierungsmitarbeitern, die während Donald Trumps turbulenter Amtszeit gefeuert wurden oder von sich aus das Handtuch warfen, bekleidete Mike Pompeo während dieser gesamten vier Jahre hohe Ämter. So viel Treue zahlt sich nun auch nach der Zeit in der US-Regierung aus. Der frühere US-Außenminister wird nun Kommentator beim rechtskonservativen US-Fernsehsender Fox News.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Pompeo wird Kommentator bei Fox News

Pompeo kündigte am Donnerstag an, er wolle den Zuschauern eine "ehrliche und geradlinige" Einschätzung der Geopolitik und internationalen Beziehungen bieten. Fox-News-Chefin Suzanne Scott bezeichnete Pompeo, der Chefdiplomat unter dem im Januar aus dem Amt geschiedenen Präsidenten Donald Trump war, als "eine von Amerikas angesehensten und respektiertesten Stimmen" in der Außen- und Sicherheitspolitik.

Pompeo war unter Trump zunächst Direktor des Auslandsgeheimdienstes CIA, bevor er dann 2018 an die Spitze des Außenministeriums wechselte. Pompeo blieb Trump bis zum Schluss treu, auch als dieser ohne jegliche Belege die Rechtmäßigkeit seiner Wahlniederlage gegen den heutigen Präsidenten Joe Biden in Zweifel zog.

Fox News berichtete während der gesamten vier Jahre meist überaus wohlwollend über Trump und dessen Präsidentschaft. Trump gab dem Sender während seiner Amtszeit zahlreiche Interviews.

Mehr als 25.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 25.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 25.464 Neuansteckungen sowie 296 weitere Todesfälle registriert. 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg an und lag am Freitag bei 110,4. Am Vortag hatte sie 105,7 betragen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an.

Seoul: Iran lässt festgesetzten südkoreanischen Tanker frei

Drei Monate nach der Festsetzung eines südkoreanischen Tankers im Persischen Golf hat der Iran nach Angaben der Regierung in Seoul das Schiff freigegeben. Zudem sei der Kapitän des Chemikalien- und Ölprodukte-Tanker "Hankuk Chemi" auf freien Fuß gesetzt worden, teilte Südkoreas Außenministerium mit. "Das Schiff ist heute sicher abgefahren." Die iranischen Revolutionsgarden hatten den Tanker im Januar wegen Meeresverschmutzung festgesetzt. Der Vorfall führte zu einer diplomatischen Krise zwischen den eigentlich gut befreundeten asiatischen Staaten.

Weitere Krawalle in Nordirland

Ungeachtet aller Appelle zum Stopp der Gewalt haben in der Nacht zu Freitag in der nordirischen Hauptstadt Belfast erneut Randalierer gewütet. Jugendliche warfen im Westen der Stadt Steine, Feuerwerkskörper und Molotowcocktails auf Polizisten, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Daraufhin habe die Polizei Wasserwerfer gegen die Randalierer eingesetzt - laut BBC zum ersten Mal seit sechs Jahren bei Krawallen. Sie habe zudem mit dem Einsatz von Plastikgeschossen gedroht.

Hunderte Randalierer hätten sich versammelt, berichtete die Zeitung "Belfast Telegraph". Die nordirische Justizministerin Naomi Long machte für die Krawalle auf Twitter "nationalistische Jugendliche" verantwortlich. Die Gewalt müsse aufhören. Über Verletzte an diesem Abend wurde zunächst nichts bekannt.

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Termin für MPK wackelt - Regierungsfraktionen fordern Corona-Debatte

Die Spitzen der Regierungsfraktionen von Union und SPD dringen vor der nächsten Bund-Länder-Runde auf eine breite Debatte im Bundestag über die Corona-Lage – damit wird eine Verschiebung des für Montag geplanten Treffens immer wahrscheinlicher. Auch eine Regierungserklärung könne ein geeigneter Rahmen für die Diskussion über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie sein, schrieben die Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU), Rolf Mützenich (SPD) und der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Voraussichtlich weiteres Urteil im Missbrauchskomplex Münster

In einem Prozess im Missbrauchskomplex Münster wird das Landgericht der Stadt am Freitag (9.00 Uhr) voraussichtlich ein weiteres Urteil verkünden. Am ersten Prozesstag am Mittwoch, der zum Schutz der Opfer weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt wurde, hatte der 45-jährige Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Dem Berliner mit Zweitadresse in Magdeburg wird der schwere sexuelle Missbrauch eines Kindes in drei Fällen sowie der Besitz von kinderpornografischen Schriften in fünf Fällen vorgeworfen.

Am zweiten Prozesstag soll noch ein Zeuge vernommen werden. Nach den Plädoyers von Anklage, Nebenklägern und Verteidigung soll dann voraussichtlich das Urteil folgen. Ursprünglich hatte das Landgericht noch Termine bis Mai angesetzt. Die werden durch das Geständnis jetzt nicht mehr benötigt. 

Drei Raumfahrer fliegen zur ISS

Drei Raumfahrer wollen am Freitag vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Die Trägerrakete Sojus 2.1a soll nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos um 9.42 Uhr (MESZ) in der zentralasiatischen Republik Kasachstan abheben. An Bord sind die Kosmonauten Oleg Nowizki und Pjotr Dubrow sowie der Nasa-Astronaut Mark T. Vande Hei. Läuft alles nach Plan, werden sie nach mehr als drei Stunden Flugzeit den Außenposten der Menschheit erreichen.

Wegen der Corona-Pandemie erfolgt der Start in Baikonur unter strengen Hygiene-Vorschriften. In Erinnerung an den ersten Menschen im All vor 60 Jahren trägt die Rakete den Namen Juri Gagarin. Der Kosmonaut startete am 12. April 1961 von Baikonur aus. Die Startrampe, von der aus er abhob, wird derzeit saniert.

Bielefeld hofft gegen Freiburg auf Punkte im Abstiegskampf

Arminia Bielefeld empfängt zur Eröffnung des 28. Spieltages der Fußball-Bundesliga den SC Freiburg. Die akut vom Abstieg bedrohten Gastgeber brauchen in der Partie am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) dringend Punkte. Mit einem Sieg würde der aktuell Tabellen-17. aus Ostwestfalen (23 Punkte) den Spieltag in jedem Fall auf dem Relegationsrang beenden, da die unmittelbar vor ihnen liegenden 1. FC Köln (23) und Mainz 05 (25) im direkten Duell aufeinandertreffen.

Freiburg kann mit einem Erfolg hingegen seine Außenseiterchance im Rennen um die Europapokal-Plätze wahren. Den Gästen fehlt jedoch in der Offensive ein wichtiges Trio: Vincenzo Grifo, Lucas Höler und Ermedin Demirovic. So wird voraussichtlich Ex-Nationalspieler Nils Petersen eine Chance in der Startelf bekommen.

Weitere Nachrichten lesen Sie hier bei stern.de.  Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

rw DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker