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Anheizen von Panik und Angst EU-Bericht: Deutschland ist "Hauptziel" russischer Propaganda-Kampagnen

Wladimir Putin spricht im Großen Kremlpalast vor den Mitgliedern des Rates der Russischen Föderation
Wladimir Putin spricht im Großen Kremlpalast vor den Mitgliedern des Rates der Russischen Föderation
© Mikhail Klimentyev / DPA
Russland überzieht Deutschland wie kein anderes Land der EU mit systematischen Desinformationskampagnen. So steht es in einem EU-Bericht. Seit 2015 habe es über 700 Fälle gegeben, warnen die Experten. 

Russland verbreitet einem EU-Bericht zufolge systematisch Desinformationen über Deutschland. "Kein anderer EU-Mitgliedstaat wird so heftig durch Desinformation angegriffen wie Deutschland", heißt es dem Bericht einer Task Force des Auswärtigen Dienstes der EU, der den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben) vorlag. Demnach haben die EU-Experten seit 2015 über 700 Fälle gezielter Desinformation registriert, die Deutschland betrafen.

Frankreich war demnach in rund 300 Fällen Ziel der Desinformationskampagne, Italien in etwa 170 und Spanien in mindestens 40 Fällen. Der Report spricht von Deutschland als "Hauptziel" und beschreibt eine systematische Kampagne, die sowohl auf formeller, politischer Ebene als auch durch regierungsnahe Pro-Kreml-Medien geführt werde. So schaffe der Kreml ein Bild von Deutschland, wo nur wenige geistig gesunde Stimmen in einem Chor von irrationaler "Russophobie" zu hören seien.

EU-Bericht hebt "Doppelzüngigkeit" hervor

Deutsche Politiker würden beschuldigt, einem Dialog mit Russland ausweichen zu wollen; in Deutschland lebende Russen würden systematisch unterdrückt.

Der EU-Bericht hebt die "Doppelzüngigkeit" des russischen Vorgehens hervor: Der Kreml und die Führung des Außenministeriums erklärten ihre Bereitschaft zum Dialog und hätten die längste Zeit auch Deutschland als Unterstützer eines Kooperationskurses  gewürdigt - doch gleichzeitig würden diese Desinformationskampagnen betrieben.

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Ziel ist es, "Verwirrung, Panik und Angst zu verschärfen"

Die Task Force des Auswärtigen Dienstes wurde auf Beschluss der EU-Staats- und Regierungschefs 2015 nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim eingesetzt, um russische Desinformationskampagnen aufzudecken; inzwischen beobachtet sie auch andere staatliche Akteure etwa in China. Zuletzt hatte die Expertengruppe beklagt, dass Russland und andere Akteure zu Beginn der Corona-Pandemie die EU mit Desinformationen überschwemmt und versucht hätten, "Verwirrung, Panik und Angst zu verschärfen".

tis AFP

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