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John McCain: "Ausschaltung der Medien ist erster Schritt von Diktatoren"

Der Republikaner John McCain kritisiert Donald Trump für dessen Umgang mit der Presse. Die Ausschaltung der Medien sei immer der erste Schritt von Diktatoren gewesen. 

Donald Trump bringt nun auch Republikaner gegen sich auf. Via Twitter hatte er seinem offensichtlichen Unmut über die Berichterstattung der Medien nach seiner jüngsten Pressekonferenz Luft gemacht. Die "Fake news media" seien nicht "mein Feind, sie sind der Feind des amerikanischen Volkes", schrieb der Republikaner am Samstag. Namentlich nannte Trump dabei die "New York Times" und die Sender NBC News, ABC, CBS und CNN. Kritik an diesem Tweet kam indes auch aus den eigenen Reihen. Mit solchen Äußerungen hätten "Diktatoren angefangen", sagte der prominente republikanische Senator John McCain dem Sender NBC News.

"Wenn man sich die Geschichte anschaut, dann haben Diktatoren als erstes die Presse mundtot gemacht. Ich sage nicht, dass Präsident Trump versucht, ein Diktator zu sein. Ich sage nur, dass wir aus der Geschichte lernen müssen."

Donald Trump beschimpft Medien als "Feinde des Volkes"

US-Präsident Donald Trump hat in seiner Kritik an den Medien noch einmal nachgelegt. Offensichtlich empört über die Berichterstattung über seine Pressekonferenz vom Donnerstag twitterte der Republikaner am Freitag (Ortszeit), die "Fake news media" seien nicht "mein Feind, sie sind der Feind des amerikanisches Volkes". Namentlich nannte Trump dabei die "New York Times" und die Sender NBC News, ABC, CBS und CNN.

In einem weiteren Tweet zitierte der Präsident den äußerst konservativen Radio-Talkshowgastgeber Rush Limbaugh, der die Pressekonferenz als eine der "effektivsten" bezeichnet hatte, die er jemals gesehen habe. "Viele stimmen zu", schrieb Trump. "Aber Fake Media nennt es anders. Unehrlich."

In der Pressekonferenz hatte Trump die von Verwirrung und Chaos gekennzeichneten ersten vier Wochen seiner Amtszeit als überaus erfolgreich bezeichnet und das Eigenlob mit Frontalangriffen gegen die Medien verbunden. Mehrere von diesen listeten danach eine Reihe von Punkten auf, in denen Trump falsche Angaben gemacht habe.


Von der Leyen warnt Trump vor Alleingängen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump in ungewohnt deutlicher Form vor außenpolitischen Alleingängen etwa in der Russlandpolitik gewarnt. Die Nato sei eine Wertegemeinschaft. "Dies bedeutet, dass wir - da haben wir ein gemeinsames Interesse - wenn wir wieder zu einem verlässlichen Miteinander mit Russland kommen wollen, das gemeinsam angehen und nicht bilateral über die Köpfe von Partnern hinweg", sagte von der Leyen bei der Eröffnung der Münchner Sicherheitskonferenz am Freitag.

Auch der Kampf gegen den islamistischen Terror müsse gemeinsam geführt werden und dürfe nicht in eine "Front gegen den Islam und Muslime an sich" verkehrt werden. "Sonst laufen wir Gefahr, die Gräben weiter zu vertiefen, aus denen Gewalt und Terror wachsen." Die USA hatten mit einem Einreisestopp für mehrere muslimische Länder weltweite Proteste ausgelöst. Trump hat nach juristischen Schwierigkeiten ein nächstes Dekret für kommende Woche angekündigt.

Die Außenpolitik der neuen US-Regierung von Präsident Donald Trump steht im Mittelpunkt der Sicherheitskonferenz. In der Russland-Politik wird der Schlingerkurs der Trump-Regierung so deutlich wie in kaum einem anderen Feld. Noch im Januar sendete Trump deutliche Annäherungssignale Richtung Moskau. US-Außenminister Rex Tillerson forderte jedoch von Russland beim G20-Außenministertreffen in Bonn stärkere Friedensbemühungen Russlands in der Ostukraine.

Lindsay Lohan: USA sollten sich hinter Donald Trump vereinen wie die Türkei hinter Erdogan

Lindsay Lohan und Donald Trump: "Wenn man ihn nicht schlagen kann, muss man ihn unterstützen"


Lindsay Lohan: USA sollten sich hinter Trump vereinigen wie die Türkei hinter Erdogan

US-Schauspielerin Lindsay Lohan hat ihre Landsleute aufgerufen, Donald Trump beizustehen. "Er ist der Präsident, also muss man ihn unterstützen", sagte die 30-Jährige der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail". "Wenn man ihn nicht schlagen kann, muss man ihn unterstützen." Lohan forderte Trump auf, die Türkei zu besuchen, um sich ein Bild von der Situation der Flüchtlinge zu machen. "Es wäre gut für Amerika, Anteilnahme und Unterstützung zu zeigen." In der Türkei könne Trump sehen, wie viele Menschen das Land aufgenommen habe und wie viel die Türkei den Flüchtlingen gegeben habe. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, den Lohan kürzlich selbst besuchte, sei in dieser Hinsicht ein Vorbild. Die Türkei nimmt Flüchtlinge aufgrund eines Abkommens mit der EU auf. Im Gesamtumfang erhält das Land dafür 2,2 Milliarden Euro.

"Erdogan hat ein sehr großes Herz und sein Land steht hinter ihm", sagte Lohan. "Ich denke, wir sollten uns alle so vereinigen." Der Hollywood-Star will sich weiterhin für Flüchtlinge einsetzen und seine Arbeit in einer Dokumentation festhalten. 

Trump zieht Bilanz: Alles läuft großartig, aber die böse Presse berichtet nicht darüber

US-Präsident Donald Trump zieht nach knapp vier Wochen im Weißen Haus eine überaus positive Bilanz seiner bisherigen Amtszeit - ganz im Gegensatz zu der heftigen Kritik aus allen politischen Lagern. Er habe alle Wahlversprechen gehalten und umgesetzt, sagte der Republikaner am Donnerstag in Washington. Trump sagte, vermutlich sei noch nie ein US-Präsident in so kurzer Zeit so erfolgreich gewesen wie er. Er erfahre überall große Zustimmung, und es gebe eine Welle des Optimismus in der Arbeitswelt.

Der gegenwärtige Zustand seiner Regierung sei das genaue Gegenteil von Chaos. "Diese Regierung arbeitet wie eine gut abgestimmte Maschine", sagte Trump. Es sei Schuld der Demokraten, dass sein Kabinett nicht bestätigt werde, das halte vieles auf. "Ich habe ein Chaos geerbt. Zuhause und im Ausland", sagte Trump. Er sei angetreten, um das kaputte System zu reparieren. "Arbeitsplätze verlassen in Strömen unser Land, der Nahe Osten ist ein Desaster", sagte Trump. Auch die Lage in Nordkorea führte Trump als Beispiel dafür an, welch schwierige Situation auf ihn zugekommen sei. 

Allerdings sind die Krisen in Nordkorea und Nahost anhaltende internationale Konflikte, die bereits mehrere US-Präsidenten vor ihm beschäftigt hatten. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den USA ist so positiv, dass die Notenbank Federal Reserve unlängst die Leitzinsen anhob, um eine Überhitzung der Konjunktur zu verhindern. 

Scharfe Kritik an den Medien

Trump wiederholte und verschärfte seine Kritik an den Medien und baute sie zu einem Generalangriff aus. Er wende sich nun direkt an das amerikanische Volk, weil die Medien nicht die Wahrheit berichten wollten und würden, sagte Trump. Sie würden die Erfolge seiner Regierung verschweigen. Sie seien "völlig außer Kontrolle".

Nach der gerichtlich gestoppten Order zum Einreisestopp von Staatsangehörigen aus sieben überwiegend islamischen Ländern kündigte Trump an, Anfang oder Mitte nächster Woche dazu eine neue Order zu erlassen. Er müsse das amerikanische Volk schützen. Der neue Erlass werde auf das jüngste Gerichtsurteil zugeschnitten sein, sagte Trump.

Nächster Arbeitsminister soll nach Trumps Willen Alexander Acosta werden. Der frühere Bundesanwalt, gegenwärtig an der Universität von Florida tätig, ist ein erfahrener Arbeitsrechtler. Er wäre der erste Latino in Trumps Kabinett. 

Die Nominierung wurde nötig, weil Trumps bisheriger Kandidat für diesen Posten am Vortag zurückgezogen hatte. Andrew Puzder war auch in den Reihen der Republikaner nicht durchsetzbar. Kabinettsmitglieder müssen vom US-Senat bestätigt werden. Acosta, geboren 1966, entspricht in vielem sehr viel mehr dem Profil bisheriger Arbeitsminister.

US-Präsident Donald Trump griff während seiner Pressekonferenz die Medien erneut scharf an

US-Präsident Donald Trump griff während seiner Pressekonferenz die Medien erneut scharf an


Frühere US-Botschafter in Israel nennen Trump-Kandidaten "ungeeignet"

Fünf ehemalige US-Botschafter in Israel haben in einem Brief ihren von US-Präsident Donald Trump benannten Nachfolger David Friedman als ungeeignet kritisiert. "Wir denken, er ist unqualifiziert für die Position", schrieben die fünf Männer, wie israelische Medien berichten. Die ehemaligen Diplomaten wandten sich an den US-Senat, der laut der Zeitung "Haaretz" mit Anhörungen Friedmans für seine Ernennung beginnen soll.

Friedman gilt als ausgesprochen siedlerfreundlich. In dem Brief kritisieren die Ex-Botschafter seine "extremen, radikalen Positionen". "Er hat Unterstützer von J Street, einer liberalen jüdisch-amerikanischen Organisation, als "Kapos" charakterisiert, die Juden, die während des Holocausts mit den Nazis kooperiert haben", heißt es in dem Brief.


Die Botschafter sprechen sich für die Zwei-Staaten-Lösung aus, bei der neben Israel ein unabhängiger Staat Palästina entstehen soll.
"Wenn Israel weiter eine demokratische, jüdische Nation bleiben soll, international respektiert, dann sehen wir keine Alternative zu einer Zwei-Staaten-Lösung." Trump hat am Mittwoch erklärt, dass er nicht an der Zwei-Staaten-Lösung festhalten wolle.

Unter den ehemaligen Diplomaten sind James B. Cunningham (2008 bis 2011 unter Präsident Barack Obama), Daniel C. Kurtzer (2001 bis 2005 unter Präsident George W. Bush) und Thomas R. Pickering (1985 bis 1988 unter Präsident Ronald Reagan).

Arbeitsminister-Kandidat Puzder zieht sich zurück

US-Präsident Donald Trump muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Nach dem Rückzug seines Sicherheitsberaters Michael Flynn, hat auch der umstrittene Kandidat für den Posten des Arbeitsministers seinen Verzicht erklärt. Der Fast-Food-Unternehmer Andrew Puzder selbst gab diese Entscheidung bekannt. Hintergrund war offensichtlich sein mangelnder Rückhalt auch unter Trumps Republikanern im Senat, der die Kabinettsnominierungen zu bewilligen hat. "Ich ziehe meine Nominierung für das Amt des Arbeitsministers zurück. Ich fühle mich geehrt, dafür in Betracht gezogen worden zu sein, und bin allen dankbar, die mich unterstützt haben", schrieb Puzder im Kurzmitteilungsdienst Twitter.


In einem von US-Medien veröffentlichten Statement nannte Puzder keine Gründe für seine Rückzugsentscheidung. Darin hieß es lediglich, er habe seine Entscheidung "nach sorgfältiger Abwägung und Gesprächen mit meiner Familie" getroffen. Das Weiße Haus bestätigte Puzders Verzicht, nannte zunächst aber auch keine Gründe dafür. Puzder habe "mit seinem Rückzug eine gute Entscheidung getroffen", erklärte der republikanische Senator Marco Rubio. Nach Informationen der "Washington Post" hatten mindestens sieben Senatoren von Trumps Partei dem Chef der Hamburger-Ketten Carl's Jr. und Hardee's die Unterstützung für das Ministeramt entzogen. Der 66-jährige Puzder war einer der umstrittensten Kabinettskandidaten des neuen Präsidenten. Ihm wird vorgeworfen, für eine Aushöhlung der Rechte der Arbeitnehmer zu stehen. 


Donald Trump provoziert Venezuela

Der US-Präsident geht auf Konfrontationskurs zur sozialistischen Regierung in Venezuela. Demonstrativ traf er nun die Ehefrau des inhaftierten Oppositionsführers Leopoldo López, Lilian Tintori. Zu einem Bild des Treffens schrieb der 70-Jährige bei Twitter: "Venezuela sollte Leopoldo López, einen politischen Gefangenen und Ehemann von Lilian Tintori erlauben, sofort das Gefängnis zu verlassen." Auf dem Bild waren auch Vizepräsident Mike Pence und Floridas Senator Marco Rubio zu sehen. Die Mahnung Trumps dürfte Venezuelas Präsident Venezuelas Nicolás Maduro als Einmischung in innere Angelegenheiten und Affront auffassen. López verbüßt wegen angeblicher Anstachelung zur Gewalt bei regierungskritischen Protesten eine fast 14-jährige Haftstrafe. Das Urteil wurde von vielen Ländern und Organisationen als politisch motiviert kritisiert. Seine Frau Lilian Tintori kämpft weltweit für seine Freilassung. Sie dankte Trump und Pence für die Unterstützung, "die Demokratie in unserem Land wiederherzustellen."   


Trump erwartet von Russland Rückgabe der Krim an die Ukraine

Donald Trump verlangt nach Angaben seines Sprechers, dass Russland die Krim-Halbinsel an die Ukraine zurückgibt. Trump habe diese Forderung gegenüber Moskau "sehr klar gemacht", sagte Trumps Sprecher Sean Spicer vor Journalisten in Washington. Die russische Regierung müsse die "Gewalt in der Ukraine deeskalieren und die Krim zurückgeben".

Seit Trumps Amtsantritt im Januar war mit Spannung erwartet worden, ob es in der US-Position zum Ukraine-Konflikt eine Veränderung geben könnte. Ausgelöst worden waren die Spekulationen durch Trumps anerkennende Worte über den russischen Staatschef Wladimir Putin und seine Ankündigung, sich um eine Annäherung an Moskau bemühen zu wollen.

Vor knapp zwei Wochen hatte Trumps Regierung dann erklärt, sie wolle die wegen der russischen Annexion der Krim-Halbinsel verhängten Sanktionen gegen Moskau aufrecht erhalten. In einem Telefongespräch sicherte Trump dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko zu, sich für ein Ende des Konflikts in der Ostukraine einzusetzen.

Trump und sein Team sehen sich nach dem Rücktritt des Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn mit einer Flut kritischer Fragen zu ihren Verbindungen nach Moskau konfrontiert. Wie die "New York Times" am Dienstag berichtete, standen mehrere führende Mitarbeiter des Trump-Wahlkampfteams in Kontakt zu ranghohen russischen Geheimdienstmitarbeitern. Das Weiße Haus bemüht sich nun, Schaden von Trump selbst abzuwenden. Spicer sagte, Trump sei im Umgang mit Russland "unglaublich hart".

Viel Harmonie im Weißen Haus: Trump und Trudeau demonstrieren größte Nähe

US-Präsident Donald Trump und Kanadas Premier Justin Trudeau haben ein überraschend harmonisches Bekenntnis zu gemeinsamen Werten und Zielen abgelegt. Trotz unterschiedlicher Auffassungen etwa in der Einwanderungspolitik demonstrierten beide im Weißen Haus aufs Engste ihre Verbundenheit. "In gefährlichen Zeiten wie diesen ist es wichtiger als jemals zuvor, unsere Allianz zu stärken", sagte Trump. Trudeau sagte, beide Länder seien in so vielerlei Hinsicht aufeinander angewiesen.

Trump sagte: "Wir haben zusammen Blut vergossen". Mit Blick auf den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat fügte er hinzu: "Die USA sind Kanada für seinen Beitrag zur Anti-IS-Koalition zutiefst dankbar."


In einer gemeinsamen Erklärung Trumps und Trudeaus hieß es, die beiden Länder seien einander unter anderem durch ihre Geschichte, ihre Werte, ihre Wirtschaft und ihre Umwelt tief verbunden. "Kanada und die USA werden einander immer die wichtigsten Partner bleiben", sagte Trudeau.

"Millionen amerikanischer und kanadischer Arbeitsplätze hängen an unserer Partnerschaft", betonten Trump und Trudeau. Man bekräftige, auf der Grundlage des vorhandenen starken Fundaments für Handel und Investitionen aufbauen zu wollen. Die Beziehungen sollten vertieft werden, die Stärkung der Mittelklasse und die Schaffung von Arbeitsplätzen sei ein gemeinsames Ziel.

Kim Jong Un provoziert Donald Trump

Den Zeitpunkt dürfte Nordkorea nicht zufällig gewählt haben. Als die Nachricht über den neuen Raketentest des kommunistischen Regimes die Küste Floridas erreicht, will Donald Trump gerade mit dem japanischen Premier Shinzo Abe zu Abend essen. Der US-Präsident verbringt das Wochenende in seinem Ressort in Palm Beach, Abe ist sein Gast. Plötzlich meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap, dass der Norden erneut eine ballistische Rakete getestet hat. Es ist eine Machtdemonstration: die erste Provokation des isolierten Landes, seit der neue US-Präsident im Amt ist. Kim Jong Un testet Trump. Es dürfte wohl auch eine Antwort auf den Start einer Interkontinentalrakete der amerikanischen Luftwaffe vor einigen Tagen gewesen sein.

Trump bleibt erst einmal auffallend still. Kein Poltern, kein Zetern, kein Wort auf Twitter. Mit Abe schreitet er zum Dinner. Die beiden stellen sich kurz vor die Kameras, die Reporter rufen Trump Fragen zu Nordkorea zu. Er sagt nichts.

"WEIT NACH UNTEN!" Trump will Kosten für Mexiko-Mauer persönlich senken

Nach US-Medienberichten, wonach der Bau der von US-Präsident Donald Trump geplanten Mauer an der Grenze zu Mexiko 21,6 Milliarden Dollar (20 Milliarden Euro) kosten wird, hat Trump deutlich niedrigere Kosten in Aussicht gestellt. Er habe gelesen, dass die "große Grenz-MAUER mehr kosten wird als ursprünglich von der Regierung gedacht", schrieb Trump auf Twitter. Allerdings sei er bislang nicht persönlich mit der Planung oder den Verhandlungen befasst, ergänzte der US-Präsident. Sobald er sich selbst darum kümmern werde, "wird der Preis WEIT NACH UNTEN gehen!", versprach Trump.

US-Medien hatten aus einer internen Regierungsstudie zitiert, wonach das Heimatschutzministerium davon ausgeht, dass der Bau der Grenzmauer mehr als drei Jahre dauern und weit teurer werden wird als die zwölf bis 15 Milliarden Dollar, die der republikanische Chef des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, im vergangenen Monat veranschlagt hatte.


Trump will womöglich neues Einwanderungsdekret erlassen

US-Präsident Donald Trump erwägt nach seiner juristischen Niederlage im Streit um das Einreiseverbot den Erlass eines neuen Einwanderungsdekrets. Er ziehe es in Betracht, eine "ganz neue" Anordnung zu erlassen, sagte Trump vor Journalisten in der Air Force One. Gegen die Entscheidung des Bundesberufungsgerichts in San Francisco, das die Wiedereinsetzung des umstrittenen Einreisebanns abgelehnt hatte, will der US-Präsident nach eigenen Worten zunächst nicht vor das Oberste Gericht ziehen. 

Clintons Schadenfreude über Dekret-Entscheid

Ein Bundesberufungsgericht in San Francisco lehnte die umgehende Wiedereinsetzung des umstrittenen Einsreisestopp-Dekrets ab und fügte Donald Trump damit eine schwere juristische Niederlage zu. Der US-Präsident reagierte erbost und kündigte weitere juristische Schritte an. Aus Politik und Zivilgesellschaft gab es dagegen viel Zustimmung zu dem Urteil. Auch Hillary Clinton, Trumps demokratische Konkurrentin im Wahlkampf, konnte sich eine kleine Spitze via Twitter nicht verkneifen, in der sie sich auf das einstimmig gefällt Urteil der drei Richter bezog:

Basketball-Superstar Curry beleidigt Trump 

Er wurde bereits zum zweiten Mal in Folge zum wertvollster Spieler der US-Basketball-Liga NBA gewählt: Stephen Curry, Point Guard bei den Golden State Warriors, liegt zurzeit im Clinch mit seinem Ausrüster, dem Sportartikel-Hersteller Under Armour. Grund hierfür ist eine Aussage des Konzernchefs Kevin Plank aus einem Interview mit dem US-Sender CNBC, indem dieser US-Präsident Donald Trump lobte. Trump sei ein "real Asset" für die Vereinigten Staaten, also ein wahrer Gewinn für das Land.

Diese Sicht der Dinge passt Stephen Curry offenbar so gar nicht: Der Basketball-Star sagte der US-Zeitung "San Jose Mercury News": "Mit der Beschreibung stimme ich überein, wenn man das "et" streicht." Anders als der Under-Armour-Chef sieht Curry Trump also eher als "Ass", zu Deutsch, "Arsch". Und weil Stephen Curry für Under Armour so wichtig ist, sprach er auch gleich Tacheles mit seinem Sportausstatter und sagte der Zeitung: "Wenn ich sehe, dass die Führungsebene nicht mit meinen Grundwerten übereinstimmt, dann reicht kein Geld der Welt, dann gibt es keine Plattform, von der ich mich nicht lossagen würde, wenn sie nicht zu mir passt."  

Ivankas Kollektion aus Sortiment genommen - Trump attackiert Kaufhauskette

US-Präsident Donald Trump beschwert sich in einem Tweet über den Umgang einer US-Kaufhauskette mit seiner Tochter. "Meine Tochter Ivanka wurde von Nordstrom so unfair behandelt. Sie ist eine großartige Person - sie bringt mich immer dazu, das Richtige zu tun. Schrecklich", schrieb Trump auf Twitter. Nordstrom hatte die Modekollektion von Ivanka Trump aus dem Sortiment genommen. 

Das US-Unternehmen hatte den Schritt in einer Mitteilung mit niedrigen Verkaufszahlen nach Boykottaufrufen gegen Händler, die Geschäfte mit der Trump-Familie machen, begründet. "Wir treffen Kaufentscheidungen abhängig vom Umsatz", hatte es darin gehießen. Es würden jedes Jahr etwa zehn Prozent des Sortiments ausgetauscht. "In diesem Fall haben wir aufgrund des Umsatzes der Marke beschlossen, sie in dieser Saison nicht einzukaufen." In jeder Saison werde neu entschieden.

USA könnte Einreisende bald nach Facebook-Passwort fragen

USA-Reisende könnten bald nach ihren Passwörtern für soziale Netzwerke wie Facebook gefragt werden. Heimatschutzminister John Kelly sagte bei einer Anhörung im Innenausschuss des US-Repräsentantenhauses, eine entsprechende Abfrage bei Visa-Anträgen werde geprüft. Demnach ist die Abfrage von Passwörtern eine von mehreren Maßnahmen, die erwogen werden - vor allem für Reisende aus den sieben muslimisch geprägten Ländern, gegen die US-Präsident Donald Trump einen Einreisestopp verhängt hatte.

"Wir suchen nach erweiterten oder zusätzlichen Überprüfungen", sagte Kelly bei der Anhörung. "Wir könnten uns ihre sozialen Netzwerke anschauen wollen, über die Passwörter." Es sei "wirklich schwierig, die Menschen aus diesen sieben Ländern zu überprüfen", fügte Kelly hinzu. Daher sollten sie vor ihrer Einreise gefragt werden, welche Websites sie besuchen, und zur Herausgabe ihrer Passwörter aufgefordert werden. "So können wir sehen, was sie im Internet machen. Wenn sie nicht kooperieren wollen, kommen sie nicht rein."

Kelly sagte, es sei noch keine Entscheidung darüber getroffen worden. Aber sicher sei, dass die Überprüfungen verstärkt würden, auch wenn dies zu Verzögerungen bei den Grenzkontrollen führen werde. Trump hat stets schärfere Grenzkontrollen verlangt und dies mit dem Schutz vor islamistischen Extremisten begründet. Am 27. Januar unterzeichnete er ein Dekret, mit dem er die Einreise von Bürgern aus Iran, Irak, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan und Syrien für 90 Tage stoppte.

Ein Bundesrichter in Seattle hob die Eilverordnung am vergangenen Freitag vorläufig für das ganze Land auf, Trump Regierung focht diese Entscheidung mit einem Eilantrag an. Dieser wird derzeit von einem Berufungsgericht in San Francisco geprüft, das diese Woche seine Entscheidung bekannt geben will. Der Streit dürfte anschließend vor dem Obersten Gericht der USA landen.

US-Senatorin erhält wegen Attacke auf Trump-Kandidaten Redeverbot

Im US-Kongress ist es zu einer ungewöhnlich scharfen Auseinandersetzung zwischen Senatoren gekommen: Die Republikaner entzogen ihrer demokratischen Kollegin Elizabeth Warren das Rederecht, weil sie den von US-Präsident Donald Trump designierten Justizminister Jeff Sessions zu hart angegangen sei. Warren hatte bei einer Debatte im Senat vor der geplanten Abstimmung zur Bestätigung von Sessions einen Brief der Witwe des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King, Coretta Scott King, von 1986 über Sessions vorgelesen. Darin hatte sich King an den damaligen Senator Strom Thurmond gewandt, um sich gegen die Bestätigung von Sessions als Bezirksrichter in Alabama auszusprechen. "Herr Sessions hat die ehrfurchtgebietende Macht seines Amtes für einen schäbigen Versuch genutzt, ältere schwarze Wähler einzuschüchtern und ihnen Angst einzujagen", heißt es unter anderem.

Der damalige Bundesanwalt Sessions war zu der Zeit von dem Präsidenten Ronald Reagan als Bezirksrichter nominiert worden. Ein Senatskomitee lehnte ihn allerdings ab, weil es ihn für zu rassistisch hielt. Der heutige Senator aus Alabama sollte noch am Mittwoch als Justizminister in der Regierung von US-Präsident Trump bestätigt werden.

Warren durfte bis zur Abstimmung über Sessions nicht mehr im Senat sprechen. Der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, hatte beantragt, ihr das Wort zu entziehen. Warren habe Beweggründe und Verhalten von Sessions in zu scharfer Weise in Abrede gestellt und damit gegen eine Senatsregel verstoßen. Mit 49 zu 43 Stimmen wurde der Antrag angenommen. Warren las den Brief daher später in einem Live-Video auf Facebook vor, das bis zum Mittwochvormittag fast drei Millionen mal angeschaut und rund 75.000 mal geteilt wurde.

Melania Trump klagt wegen Escort-Falschmeldung

US-First-Lady Melania Trump hat eine Medienfirma verklagt, weil ein mutmaßlich verleumderischer Zeitungsartikel ihr nach eigenen Angaben geschäftlich schaden könnte. Laut dem Anwalt der Präsidentengattin hat die britische "Daily Mail" fälschlicherweise behauptet, sie habe als Escort-Dame gearbeitet.

In der am Montag (Ortszeit) beim obersten Gericht des Bundesstaates New York eingereichten Klage heißt es, Trumps Marke "Melania" habe an Wert verloren und "bedeutsame geschäftliche Möglichkeiten, die ihr sonst offen gewesen wären", seien weggefallen. Der Artikel habe Trumps "einmalige Chance" als extrem berühmte Person und erfolgreiche Geschäftsfrau beschädigt, eine kommerzielle Marke mit Produkten wie Schuhen, Kosmetik oder Pflegeprodukten auf den Markt zu bringen.

"Jede davon hätte über eine Zeit von mehreren Jahren hinweg Geschäftsverbindungen im Umfang von vielen Millionen Dollar erlangen können, in einer Zeit, in der die Klägerin eine der meistfotografierten Frauen der Welt ist", schreibt Trumps Anwalt in der Klage. Konkrete Pläne für Produkte nannte er aber nicht. Die verleumderischen Behauptungen schränkten die Eignung der 46-Jährigen ein, ihre Pflichten als First Lady auszuüben, hieß es weiter.  

Trump hatte die "Mail" und einen Blogger schon im September auf 150 Millionen Dollar Schmerzensgeld verklagt. Wenige Stunden nach Bekanntwerden der Klage hatte die "Daily Mail" ihren Bericht zurückgezogen. Man habe weder behaupten noch unterstellen wollen, dass die vorliegenden Angaben wahr seien, hieß es zur Begründung. "Außerdem haben wir nicht beabsichtigt, zu behaupten oder zu unterstellen, dass Mrs. Trump jemals als Escort oder im Sex-Business gearbeitet hat." Ein Richter im Bundesstaat Maryland hatte diese Klage aus Zuständigkeitsgründen abgelehnt, wie die "Washington Post" berichtete.

Kanye West twittert nicht mehr über Trump

Ein Treffen mit Donald Trump? Davon ist auf dem Twitteraccount von Rapper Kanye West keine Spur mehr. Im Dezember hatten sich der 39-Jährige und Trump getroffen. Über Twitter hatte der Superstar danach erklärt, dass beide über "multikulturelle Angelegenheiten" wie Schulen und Gewalt gesprochen hätten. Nun aber sind die Kurznachrichten über den US-Präsidenten zwischen Sonntag und Montag von Wests Seite verschwunden, berichteten US-Medien.

West hat sich bislang nicht zu den Gründen für das Entfernen der Tweets geäußert. Medien mutmaßten, er habe sich aus Unzufriedenheit über die ersten zwei Wochen von Trumps Amtszeit distanzieren wollen. Zur Wahl im November hatte West zuvor gesagt, er habe zwar nicht gewählt - aber wenn, dann hätte er für Trump gestimmt. Unter den gelöschten Tweets befand sich auch ein Bild einer von Trump signierten Zeitschrift, auf der der Präsident den Rapper "einen großartigen Freund" nennt.

Am 13. Dezember 2016 trafen sich Donald Trump und Kanye West im Trump Tower

Am 13. Dezember 2016 trafen sich Donald Trump und Kanye West im Trump Tower


Trump: "Sehr, sehr verlogene Presse will nicht über Terroranschläge berichten"

US-Präsident Donald Trump hat den Medien unterstellt, in der Berichterstattung über Terrorismus bewusst Vorfälle zu verschweigen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begehe weltweit "Völkermord", sagte Trump in einer Rede vor Vertretern des US-Militärs in Tampa (Florida). "Ihr habt gesehen, was in Paris und Nizza passiert ist. Überall in Europa passiert es. Es ist ein Punkt erreicht, an dem gar nicht mehr darüber berichtet wird. Und in vielen Fällen will die sehr, sehr verlogene Presse gar nicht mehr darüber berichten. Sie haben ihre Gründe, und ihr versteht das."

Zuvor hatte Trump der Zeitung "New York Times" vorgeworfen, Berichte über ihn frei zu erfinden. Die Zeitung habe es zwei Jahre lang nicht geschnallt, schrieb er auf Twitter. "Und jetzt erfinden sie Geschichten und Quellen", fügte er hinzu. "Die gescheiterte New York Times schreibt in Bezug auf mich totale Fiktion."

Donald Trump Dekret

Ein Mann, viele Dekrete: US-Präsident Donald Trump


Trump bezog sich offenbar auf einen Artikel in der Zeitung, in dem zahlreiche Details über Arbeitsabläufe und das tägliche Leben im Weißen Haus in den ersten beiden Wochen von Trumps Präsidentschaft aufgelistet sind. In dem Beitrag heißt es zudem, das Weiße Haus stehe vor einer Änderung bei den internen Abläufen. Trump solle künftig früher in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Von der Absicht, den umstrittenen Rechtsaußen Stephen Bannon in den Nationalen Sicherheitsrat aufzunehmen, soll er erst kurz vor seiner Unterschrift erfahren haben.

"Die New York Times" gilt als eines der qualitativ hochwertigsten Blätter der Welt. Die Journalisten der Zeitung gewannen 117 Pulitzer-Preise.

Nach Trump-Interview: Russland erwartet Entschuldigung von "Fox News"

Der Kreml verlangt eine Entschuldigung des US-Fernsehkanals "Fox News", weil einer der Moderatoren des Senders Präsident Wladimir Putin beleidigt haben soll. In einem Interview mit US-Präsident Donald Trump hatte der "Fox"-Journalist auf Morde an Regime-Gegnern in Russland verwiesen und Putin einen Mörder genannt.

"Wir halten diese Worte des 'Fox'-Korrespondenten für unzulässig und beleidigend", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. "Und wir zählen darauf, dass ein so angesehener Fernsehsender sich beim russischen Präsidenten entschuldigt", sagte er der Agentur Tass zufolge.

Das Interview mit Trump war am Sonntag ausgestrahlt worden. Der US-Präsident entgegnete auf die Vorhaltung von Interviewer Bill O'Reilly: "Es gibt eine Menge Mörder. Wir haben eine Menge Mörder. Was glauben Sie? Dass unser Land so unschuldig ist?" Er trete dafür ein, Putin zu respektieren. "Ich respektiere eine Menge Leute. Das heißt nicht, dass ich mit ihnen auskomme."

Trump erleidet Niederlage vor Berufungsgericht

Ein Berufungsgericht hat am Sonntag einen Eil-Antrag der US-Regierung abgelehnt, das Einreiseverbot wieder in Kraft zu setzen. Die Entscheidung eines Richters aus dem Bundesstaat Washington, die das entsprechende Dekret von US-Präsident Donald Trump ausgesetzt hatte, bleibt damit zunächst in Kraft. Eine Entscheidung in der Sache steht noch aus - zunächst ging es nur um eine sofortige Umsetzung des Einreisestopps. 

Die Regierung hatte argumentiert, durch die vorläufige Blockade der Visa-Sperre sei Trumps Autorität in Frage gestellt. In der Begründung für die Berufung gegen das am Freitag erlassene Urteil eines Bundesrichters in Seattle argumentierte das Justizministerium, die Entscheidung von Richter James Robart gefährde die Öffentlichkeit und stelle die Urteilsfähigkeit des Präsidenten in Sachen nationale Sicherheit in Frage.

Trump in Interview zu Putin: "Wir haben auch eine Menge Mörder

US-Präsident Donald Trump hat in einem neuen Interview bekräftigt, dass er seinen russischen Kollegen Wladimir Putin respektiere. "Ich respektiere ihn", sagte er dem Sender Fox News nach dessen eigenen Angaben. "Nun, ich respektiere eine Menge Leute. Das heißt nicht, dass ich mit ihnen auskomme."

In Anspielung auf Vorwürfe, nach denen Putin und enge Gefolgsleute für die Ermordung von Journalisten und Dissidenten verantwortlich seien, warf Interviewer Bill O'Reilly ein, dass Putin doch "ein Mörder ist". Trump entgegnete darauf: "Es gibt eine Menge Mörder. Wir haben eine Menge Mörder. Was glauben Sie? Dass unser Land so unschuldig ist?"

Das vorab aufgezeichnete und zunächst in Auszügen veröffentlichte Interview soll am Sonntagnachmittag (Ortszeit) während des Vorprogramms zum Football-Großereignis Super Bowl ausgestrahlt werden.

Außenministerium hebt Einreiseverbot offiziell wieder auf - so wettert Trump

Die US-Regierung hat die von Präsident Donald Trump verfügten Visa-Sperren für zehntausende Ausländer am Samstag aufgehoben. Wenn die Visa an sich gültig seien, dürften Muslime aus den sieben betroffenen Ländern wieder einreisen, teilte ein Sprecher des US-Außenamts am Samstag in Washington mit.

Das Außenministerium folgte damit der Anweisung eines Bundesrichters, der eine einstweilige Verfügung gegen die Einreiseverbote für viele Muslime verhängt hatte. Allerdings wird erwartet, dass die Trump-Regierung noch am Samstag bei einem Bundesberufungsgericht Widerspruch gegen die Anweisung des Richters einlegt.

Donald Trump hat sich unterdessen auf Twitter zur einstweiligen Verfügung des Bundesgerichts folgendermaßen geäußert: "Die Meinung des sogenannten Richters, die unserem Land die Exekutive nimmt, ist lächerlich und wird erneut gekippt werden!", schrieb der US-Präsident. 

Fluglinien hatten nach dem Urteil bereits Bürger aus den sieben von Trump ausgeschlossenen Ländern wieder mit an Bord genommen. Das Weiße Haus kündigte noch in der Nacht an, die Entscheidung juristisch anzufechten. Das Justizministerium werde "so bald wie möglich" einen Eilantrag gegen den Beschluss einreichen, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer.

Pentagon veröffentlicht zehn Jahre altes Extremistenvideo und meint, es sei neu

Nach einer umstrittenen Kommandoaktion des US-Militärs im Jemen ist dem Pentagon eine Panne unterlaufen. Das Verteidigungsministerium hatte nach dem Einsatz ein Video des Terrornetzwerks al-Kaida veröffentlicht, das als Beispiel für die bei der Operation gesicherten sensiblen Informationen dienen sollte.

Der Film zeigt einen maskierten Dschihadisten, der unter anderem Anweisungen zum Bombenbau gibt. Internetnutzer wiesen darauf hin, dass das Video rund zehn Jahre alt und bereits im Netz verbereitet worden sei.

Kurz nach der Veröffentlichung räumte ein Sprecher des US-Militärs ein, dass die Clips schon früher im Internet kursierten und alt sind.

Man habe nicht den Eindruck erwecken wollen, dass man alte Videos verbreite, sagte der Sprecher des Pentagon. Seinen Angaben zufolge wurden die Aufnahmen ohne eingehende Prüfung verbreitet.

Wegen der Operation am 29. Januar in der Provinz Al-Baida steht das US-Militär in der Kritik. Am Mittwoch teilte das Verteidigungsministerium mit, dass dabei wahrscheinlich auch Zivilisten getötet wurden. Außerdem wurden 14 Kämpfer von Al-Kaida sowie ein US-Soldat getötet.

Die Kommandoaktion war die erste, die Präsident Donald Trump in seiner noch jungen Amtszeit autorisiert hatte. Der Einsatz war jedoch bereits unter der Obama-Regierung geplant worden.

  Seit etwa zwei Wochen im Amt: US-Verteidigungsminister James Mattis

Seit etwa zwei Wochen im Amt: US-Verteidigungsminister James Mattis

US-Bundesrichter in Seattle stoppt Trumps Einreiseverbote

Juristischer Schlag für US-Präsident Donald Trump: Ein Bundesrichter in Seattle hat das vom Präsidenten verhängte Einreiseverbot für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern vorerst gestoppt. Die Entscheidung von Richter James Robart vom Freitag gilt solange landesweit, bis über die Klage des Generalstaatsanwalts des Bundesstaates Washington, Bob Ferguson, entschieden ist.

Trump hatte vor einer Woche per Dekret die Einreise von Bürgern aus dem Irak, Iran, Libyen, Somalia, Syrien, Sudan und Jemen für 90 Tage gestoppt. Flüchtlingen aus aller Welt ist zudem die Einreise für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit. Trump will nach eigenen Angaben striktere Überprüfungsmechanismen ausarbeiten lassen, um "radikale islamische Terroristen" aus den USA fernzuhalten.

US-Präsident im Kreuzfeuer: Umstrittene Magazin-Cover: Trumps Krieg mit den Medien
  Was das Wirtschaftsmagazin "Bloomberg Businessweek" von Trumps protektionistischen Plänen hält, wird schon auf dem Cover deutlich. Gerne präsentiert der neue US-Präsident seine Dekrete medienwirksam vor Vertretern der Presse. "Bloomberg Businessweek" ersetzt den Text einer seiner Verfügungen kurzerhand mit dem knappen Satz: "(Hier irgendeine hastig zusammengeschriebene, rechtlich fragwürdige, wirtschaftlich destabilisierende Verfügung einfügen)".

Was das Wirtschaftsmagazin "Bloomberg Businessweek" von Trumps protektionistischen Plänen hält, wird schon auf dem Cover deutlich. Gerne präsentiert der neue US-Präsident seine Dekrete medienwirksam vor Vertretern der Presse. "Bloomberg Businessweek" ersetzt den Text einer seiner Verfügungen kurzerhand mit dem knappen Satz: "(Hier irgendeine hastig zusammengeschriebene, rechtlich fragwürdige, wirtschaftlich destabilisierende Verfügung einfügen)".


Mehrere andere Bundesrichter unter anderem in Kalifornien und New York hatten sich bereits mit dem umstrittenen Einreiseverbot beschäftigt, doch ist Robarts Urteil das bislang weitreichendste.

Seattle liegt im nordwestlichen Washington, das als erster Bundesstaat gegen Trumps Dekret geklagt hatte. "Die Verfassung hat heute gesiegt", erklärte Generalstaatsanwalt Ferguson am Freitag nach dem Urteil Robarts. "Niemand steht über dem Gesetz - nicht einmal der Präsident." Er hatte seine Klage damit begründet, dass Trumps Dekret gegen in der US-Verfassung verankerte Grundrechte von Einwanderern und ihren Familien verstoße, weil es sich besonders gegen Muslime richte. 

Kurz nach der Entscheidung aus Seattle kündigte das Weiße Haus an, es werde die Entscheidung juristisch anfechten. Das Justizministerium werde "so bald wie möglich" einen Eilantrag gegen den Beschluss einreichen, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer.

US-Kaufhauskette Nordstrom nimmt Ivanka Trumps Modekollektion aus Sortiment

Die Kaufhauskette Nordstrom hat die Modekollektion von US-Präsident Donald Trumps Tochter Ivanka aus dem Verkauf genommen. Das US-Unternehmen begründete den Schritt in einer Mitteilung mit niedrigen Verkaufszahlen nach Boykottaufrufen gegen Händler, die Geschäfte mit der Trump-Familie machen. "Wir treffen Kaufentscheidungen abhängig vom Umsatz", hieß es. 

Es würden jedes Jahr etwa zehn Prozent des Sortiments ausgetauscht. "In diesem Fall haben wir aufgrund des Umsatzes der Marke beschlossen, sie in dieser Saison nicht einzukaufen", hieß es in der Mitteilung an US-Medien. In jeder Saison werde neu entschieden. 

Die Initiative mit dem Schlagwort #GrabYourWallet (Greif deinen Geldbeutel), die hinter den Boykottaufrufen steht, begrüßte die Entscheidung im Kurzbotschaftendienst Twitter. Ivanka Trump, die auch als Beraterin ihres Vaters tätig ist, betreibt eine Kollektion mit Schuhen, Handtaschen, Kleidung und Schmuck.

Trump-Berater Elon Musk kündigt Widerstand gegen Einreisedekret an

Unmittelbar vor einem Treffen von Donald Trump mit Vertretern der US-Wirtschaft rumort es gewaltig: Tesla-Chef Elon Musk, der dem Beratungsgremium angehört, kündigte auf Twitter an, dem Präsidenten ins Gewissen reden zu wollen. "Ich und andere werden unsere Einwände gegen das jüngste Dekret zur Einwanderung äußern und Vorschläge für Änderungen dieser Politik anbieten", erklärte Musk. Zudem betonte er, dass die Teilnahme an dem Beratungsgremium nicht bedeute, dass er mit den Maßnahmen der Regierung übereinstimme. 

Uber-Chef Travis Kalanick will dem Top-Beratungsgremium des US-Präsidenten dagegen den Rücken kehren. Die "New York Times" und CNN zitierten am Donnerstag aus einer Mail Kalanicks an seine Mitarbeiter. Darin heißt es, er habe am gleichen Tag mit Trump über dessen Einwanderungsbann sowie die Auswirkungen des Verbots gesprochen und den Präsidenten über seinen Rückzug informiert. "Der Gruppe anzugehören, war weder als Unterstützung des Präsidenten noch seiner Agenda gemeint", schrieb Kalanick, "es wurde aber fälschlich genau so verstanden".

Kalanick hätte ebenso wie Musk eigentlich an einem für diesen Freitag mit Spannung erwarteten Treffen mit Trump im Weißen Haus teilnehmen sollen, das als "Strategie- und Politikforum" überschrieben ist. Kalanick war einer von 16 Firmenchefs. Das Gremium soll dem Präsidenten überparteilichen Rat geben und ihn über Auswirkungen seiner Politik informieren.

Trump-Regierung verurteilt Russlands "aggressives Verhalten" im Ukraine-Konflikt

Die USA haben das "aggressive Verhalten" Russlands im Ukraine-Konflikt verurteilt und vor der Aufhebung bestehender Sanktionen die Rückgabe der annektierten Halbinsel Krim gefordert. Mit diesen Aussagen überraschte die neuen UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, bei ihrer ersten Sitzung im Sicherheitsrat in New York. Die USA wollten bessere Beziehungen zu Russland, sagte Haley, aber die Lage in der Ukraine erfordere "bedauerlicherweise" eine "klare und starke Verurteilung russischer Handlungen".

US-Präsident Donald Trump und sein am Mittwoch vereidigter Außenminister Rex Tillerson wollen das Verhältnis zu Russland verbessern. Trump erwog bislang eigentlich eine Aufhebung oder Lockerung der Sanktionen. Tillerson unterhielt in seiner vorigen Rolle als Chef des weltgrößten Ölkonzerns ExxonMobil enge Verbindungen nach Russland und versteht sich persönlich gut mit Präsident Wladimir Putin.

Die Bedingungen des 2015 vereinbarten Friedensplans von Minsk müssten voll umgesetzt werden, sagte Haley. Die USA unterstützten weiterhin das Abkommen, das auch die Vorgänger-Regierung unter Präsident Barack Obama unterstützt hatte.

Donald Trump fordert zum Gebet für Arnold Schwarzenegger auf

US-Präsident Donald Trump hat erneut Häme über den Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger ausgeschüttet. Bei einer Versammlung mit dem Titel "Nationales Frühstücksgebet" rief er am Donnerstag in Washington dazu auf, für Schwarzenegger wegen dessen schlechter Quoten bei der TV-Show "Celebrity Apprentice" zu "beten".

Schwarzenegger hatte kürzlich die Moderation der Sendung übernommen und war damit in die Fußstapfen Trumps getreten. Der neue US-Präsident spottete nun in seiner Rede bei dem "National Prayer Breakfast", Schwarzeneggers Quoten seien ein "totales Desaster". Seit dem Einstieg des Schauspielers und früheren kalifornischen Gouverneurs seien die Quoten "direkt den Bach 'runter gegangen".

Er wolle deshalb für Schwarzenegger und seine Quoten beten, sagte Trump. Er forderte das Publikum auf, sich an diesem Gebet zu beteiligen. Schwarzenegger hatte ihm im Wahlkampf die Unterstützung verweigert.

Das "Gebetsfrühstück" ist ein alljährliches Treffen von Repräsentanten aus Religionsgemeinschaften und Politik, das dem Meinungsaustausch über politische und weltanschauliche Barrieren hinweg dienen soll.

Schwarzenegger konterte prompt - und ebenfalls mit ätzendem Spott. "Donald, ich habe einen Vorschlag: Warum tauschen wir nicht die Posten?", sagte er in einem kurzen Webvideo. Dann könnten "die Menschen wieder ruhig schlafen".

Trump hatte sich bereits zu Jahresbeginn über Schwarzenegger lustig gemacht - und seine eigenen Einschaltquoten bei "Celebrity Apprentice" gerühmt. "Wow, die Quoten liegen vor, und Arnold Schwarzenegger wurde versenkt (oder zerstört) im Vergleich zur Einschaltquoten-Maschine DJT", schrieb Trump damals im Kurzbotschaftentdienst Twitter. Das Kürzel steht für "Donald J. Trump".

Trump hatte die Fernsehsendung jahrelang moderiert. Er ist auch weiterhin ihr Ko-Produzent. 

"Keine Bundesmittel": Trump droht Universität in Berkeley

US-Präsident Donald Trump hat der Universität von Kalifornien (UC) mit dem Entzug staatlicher Mittel gedroht, nachdem auf dem Campus in Berkeley der Auftritt eines rechtspopulistischen Bloggers abgesagt worden war. Mehr als tausend Menschen hatten am Mittwoch (Ortszeit) gegen den geplanten Auftritt des umstrittenen Trump-Anhängers Milo Yiannopoulos demonstriert. Dabei wurden Feuer gelegt, Scheiben eingeschlagen und Absperrungen niedergerrissen. Es sei nötig gewesen, Yiannopoulos in Sicherheit zu bringen, erklärte die Uni die Absage in einer Mitteilung.

Trump twitterte am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit): "Wenn U.C. Berkeley freie Meinungsäußerung nicht erlaubt und Gewalt gegen unschuldige Menschen mit anderen Ansichten verübt - KEINE BUNDESMITTEL?"

Die Gruppe republikanischer Studenten "Berkeley College Republicans" hatte den britischen Journalisten, der für das rechtspopulistische US-Nachrichtenportal Breitbart News arbeitet, eingeladen. Der 33-Jährige sollte auf dem Campus eine Rede halten. Trumps Chefstratege Stephen Bannon war bis vor kurzem Chef von Breitbart News.

Etwa 150 maskierte Unruhestifter hätten die Gewalt angezettelt, hieß es von der Universität. Unter anderem seien Molotow-Cocktails geworfen und Polizisten mit Feuerwerk angegriffen worden.

Die Polizei wies Demonstranten und Anwohner an, sich von der Universität fernzuhalten. Nach mehreren Stunden löste sich die Demonstration auf. Die Universität teilte mit, dass der Unterricht am Donnerstag wie geplant stattfinden werde.

Trump soll sich mit Australiens Premier am Telefon gezofft haben

Ein Telefonat des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull ist offenbar wenig diplomatisch verlaufen. Trump habe verärgert aufgelegt, als es in dem Telefongespräch zum Streit um eine Flüchtlingsvereinbarung beider Staaten gekommen sei, berichtete die "Washington Post". Trump habe Turnbull vor Abbruch des Telefonats noch mitgeteilt, dass er an diesem Tag mit vier anderen Staatsmännern gesprochen habe - "und dies war mit Abstand der schlimmste Anruf", zitierte die Zeitung eine Äußerung des Präsidenten aus dem Gespräch.

Australien ist einer der engsten Verbündeten der USA. Turnbull dementierte die Angaben zum Verlauf des Gesprächs nicht. Auf Nachfrage von Journalisten lehnte er am Donnerstag genauere Angaben dazu aber ab: "Es ist besser, wenn solche Dinge, solche Gespräche, ehrlich und privat geführt werden."

Nachdem die "Washington Post" von dem stürmischen Austausch berichtete, meldete sich Trump über den Kurzbotschaftendienst Twitter zu Wort. "Können Sie das glauben?", schrieb er. "Die Obama-Regierung hat eingewilligt, tausende illegaler Immigranten aus Australien aufzunehmen. Ich werde diesen dämlichen Deal prüfen!" In der Tat hatte die Regierung des früheren US-Präsidenten Barack Obama zugesagt, rund 1600 Flüchtlinge aufzunehmen, die von Australien in Flüchtlingslagern auf Pazifikinseln interniert wurden. Die australische Regierung hatte bereits die Sorge geäußert, dass diese Vereinbarung unter dem immigrationskritischen Präsidenten Trump hinfällig werden könnte.

US-Tech-Konzerne verbünden sich gegen Trump - und planen juristische Schritte

Die gemeinnützige Organisation "Avaaz" hat einen "weltweiten offenen Brief" an US-Präsident Donald Trump verfasst. "Die Welt weist Ihre Angstmacherei, Ihre Hetztiraden und Ihre Scheinheiligkeit zurück", heißt es unter anderem in dem Schreiben. "Wir lehnen Ihre Unterstützung von Folter, Ihre Aufrufe zur Tötung von Zivilisten und Ihre generelle Anstiftung zu Gewalt ab. Wir lehnen es ab, dass Sie Frauen, Muslime, Mexikaner und Millionen andere Menschen diskriminieren, die nicht so aussehen und reden wie Sie oder nicht zum selben Gott beten." Der Brief endet mit den Worten: "Als Bürger und Bürgerinnen dieser Welt stehen wir geschlossen gegen Ihre Politik der Spaltung", und wurde bereits von knapp 4,7 Millionen Menschen unterzeichnet.

Trump ernennt Konservativen Gorsuch zum Verfassungsrichter

Der 49 Jahre alte Bundesrichter Neil Gorsuch soll nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump neuer Richter am höchsten US-Gericht, dem Supreme Court, werden. Trump benannte den konservativen Juristen aus dem Bundesstaat Colorado am Dienstagabend in Washington. Der Supreme Court als Verfassungsgerichtshof ist als letzte Instanz für umstrittene Regierungsentscheidungen von entscheidender Bedeutung für die politische Weichenstellung des Landes. "Er hat außerordentliche juristische Fähigkeiten und ist ein brillanter Kopf", sagte Trump.

Der Posten in dem neunköpfigen Gremium war frei geworden, nachdem Antonin Scalia im Februar vergangenen Jahres gestorben war. Richter am Supreme Court behalten ihr Amt auf Lebenszeit.


US-Tech-Konzerne verbünden sch gegen Trump - und planen juristische Schritte

Gegen die von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreiseverbote formiert sich eine breite Allianz von Technologie- und Internetfirmen. Mehr als 20 US-Unternehmen wollten eine gemeinsame juristische Strategie gegen Trumps Dekret absprechen, sagte ein Beschäftigter der Branche, der anonym bleiben wollte. An der Absprache beteiligt sein sollten demnach unter anderem der Google-Mutterkonzern Alphabet, der Zimmervermittler AirBnB, der Filmstreamingdienst Netflix - und auch der von Trump für seine öffentliche Kommunikation vorzugsweise genutzte Kurzbotschaftendienst Twitter.

Trump hatte am Freitag angeordnete, dass Bürger aus den sieben überwiegend muslimischen Staaten Irak, Iran, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan und Syrien 90 Tage lang keine Visa erhalten. EU-Bürger können betroffen sein, wenn sie zusätzlich die Staatsbürgerschaft eines dieser Länder besitzen. Allen Flüchtlingen ist die Einreise in die USA für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit. Die Einreiseverbote haben im Technologie- und Internetsektor große Sorgen ausgelöst. Die Branche beschäftigt Tausende von Ausländern.

IS und al-Qaida feiern Trumps Einreisestopp

Sympathisanten der Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) und al-Qaida feiern in sozialen Netzwerken das Einreisestopp-Dekret des US-Präsidenten Donald Trump. Das berichten unter anderem die "Washington Post", der "Independent" und "Vox.com". Demnach wird die präsidiale Verfügung dort als "gesegneter Bann" begrüßt. Dies ist eine Anspielung auf den Ausspruch "gesegnete Invasion", wie die Terroristen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Irak im Jahr 2003 oft bezeichnen, da dieser die Entstehung des IS begünstigt habe.

Trump hatte ein Dekret unterzeichnet, dass Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern zeitweise von der Einreise in die USA ausschließt. Dort, aber auch weltweit gibt es massiven Protest dagegen.

Die Terrormiliz IS hat bereits mehrfach kommuniziert, dass sie sich Diskriminierung von muslimischen Bürgern in Nationen der westlichen Welt wünscht. Dies soll Muslime dazu bewegen, sich dem IS anzuschließen. Auch Anschläge in Europa oder den USA verfolgen dieses Ziel. "Die Muslime im Westen werden bald vor die Wahl gestellt: Entweder sie legen ihren Glauben ab, oder sie schließen sich dem 'Islamischen Staat' an, um der Verfolgung durch die Kreuzzügler-Regierungen und ihre Bürger zu entkommen", zitiert der "Spiegel" aus einem IS-Propagandablatt. 

Deutsch-iranischer Werder-Coach Nouri hat eine Botschaft für Trump 

Werder Bremens deutsch-iranischer Trainer Alexander Nouri hat die US-Einreiseverbote, von denen er selbst betroffen sei, kritisiert. "Im Sport würde der US-Präsident für sein Verhalten wohl eine rote Karte für unsportliches Verhalten kassieren", schrieb Nouri am Montag auf Facebook. "Die jüngsten Entscheidungen bedeuten nicht weniger, als dass ich aufgrund meiner doppelten Staatsbürgerschaft derzeit nicht in die USA fliegen darf." Der 37-Jährige, der den Fußball-Bundesligisten seit vergangenem Herbst trainiert, ist der Sohn einer Deutschen und eines Iraners.

Er sei besorgt, "wie unsere demokratischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte gerade mit Füßen getreten werden", schrieb der Coach weiter. Die Situation von Freunden und Familienmitgliedern in den Vereinigten Staaten machten ihm Sorgen. "Kein demokratisch denkender Mensch darf es hinnehmen, dass andere Menschen pauschal verurteilt und abgestraft werden", forderte Nouri.


Obama meldet sich zurück - gerührt vom Engagement der Menschen

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat sich nur zehn Tage nach seinem Ausscheiden aus dem Amt in der politischen Debatte zurückgemeldet. Es gehe dem Ex-Präsidenten ans Herz, wie viele Menschen sich derzeit bei Demonstrationen und in Sozialen Netzwerke für politsche Werte, Demokratie und den Schutz der Verfassung engagierten, heißt es in einer Mitteilung von Obamas Sprecher Kevin Lewis. 

Obama kritisierte nicht direkt den Einreisestopp für Muslime, den sein Nachfolger Donald Trump am vergangenen Freitag verhängt hatte. "Der Präsident (Obama) ist fundamental dagegen, Menschen wegen ihres Glaubens oder ihrer Religion zu diskriminieren." In den USA behalten die Präsidenten ihre Amtsbezeichnung auch nach Ausscheiden aus dem Weißen Haus. Obama hatte bei seiner Abschieds-Pressekonferenz erklärt, er wolle sich in die Tagespolitik nicht einmischen. Lediglich wenn er fundamentale Werte der US-Demokratie verletzt sehe, wolle er sich äußern.

Trump entlässt Justizministerin nach Kritik an seiner Einwanderungspolitik

Im Streit um sein Einwanderungsdekret hat US-Präsident Donald Trump die kommissarische Justizministerin Sally Yates entlassen. "Die amtierende Justizministerin, Sally Yates, hat das Justizministerium verraten, indem sie sich geweigert hat, die Rechtsverordnung zum Schutz der Bürger der Vereinigten Staaten umzusetzen", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des Weißen Hauses. Der Präsident "entbindet Frau Yates von ihren Aufgaben".

Als Nachfolgerin auf dem Posten der kommissarischen Leiterin des Justizministeriums wurde Staatsanwältin Dana Boente aus dem Bundesstaat Virginia ernannt. Yates gehörte noch der Regierung von Ex-Präsident Barack Obama an. Das Nominierungsverfahren des designierten Justizministers Jeff Sessions ist noch nicht abgeschlossen. Sie hatte sich öffentlich gegen Trumps Dekret gestellt, mit dem er ein Einreiseverbot gegen Bürger mehrerer mehrheitlich muslimischer Staaten verfügt hatte. Yates hatte es ihren Untergebenen untersagt, das Dekret bei Anfechtungen vor Gericht zu verteidigen.

US-Diplomaten protestieren gegen Trumps Einreiseverbot

Eine Reihe von US-Diplomaten hat offiziell gegen die von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreiseverbote für Bürger mehrerer muslimischer Länder protestiert. Wie ein Ministeriumssprecher in Washington mitteilte, benutzten die Diplomaten für ihren Protest einen offiziellen internen Kommunikationskanal des State Department. Es war zunächst unklar, wieviele Mitarbeiter sich dem Protest anschlossen. Nach US-Medienberichten sollen es mehrere Dutzend sein.

Das Protestschreiben wurde auch nicht veröffentlicht, im Internet kursierte aber ein Entwurf. Darin heißt es, eine Politik, die "mehr als 200 Millionen legitimen Reisenden die Tür verschließt", werde ihr Ziel verfehlen, das Land sicherer zu machen. Auch laufe diese Politik "den amerikanischen Werten der Nicht-Diskriminierung, der Fairness und des warmen Willkommens für ausländische Besucher sowie Einwanderer" entgegen.

Die Spitze des US-Außenministeriums ist derzeit unbesetzt, da der von Trump als Ressortchef nominierte Ex-ExxonMobil-Vorsitzende Rex Tillerson bislang nicht das erforderliche grüne Licht des Senats erhalten hat.

Trump hatte in seiner ersten Amtswoche per Dekret die Einreise von Bürgern aus sieben überwiegend muslimischen Ländern für 90 Tage gestoppt. Außerdem ist Flüchtlingen aus aller Welt die Einreise für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit. 

Martin Schulz: Trump versucht die EU zu spalten 

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat angesichts der Politik von US-Präsident Donald Trump eine Stärkung der EU gefordert. In Washington gebe es "schon offensichtlich den Wunsch, die Europäische Union zu spalten", sagte Schulz in Berlin. Trumps Sympathien für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union seien "ein Angriff auf Europa", der in keinem Fall im Interesse der Bundesrepublik Deutschland sei.

Trump verdiene als frei gewählter Präsident der USA zwar "den Respekt, der ihm von Amtswegen zusteht", fügte Schulz hinzu. Allerdings erwarte er von dem US-Präsidenten auch Respekt für "unsere Werteordnung" und die transatlantische Beziehungen.

Trump sorgt derzeit mit dem von ihm verhängten Einreiseverbot für Menschen aus mehreren muslimischen Ländern für Empörung. In seiner ersten Rede als SPD-Kanzlerkandidat hatte Schulz einen "unerträglichen Tabubruch" durch den US-Präsidenten beklagt und dessen "unverschämte und gefährliche Äußerungen" kritisiert. In der ARD sagte er, Trump gehe "mit der Abrissbirne" gegen "unsere Grundwerteordnung" vor.

Kim Kardashian zeigt mit nur einem Bild, wie absurd Trumps Dekret ist

Donald Trumps Dekret, Bürgern und Flüchtlingen aus sieben mehrheitlich muslimischen Staaten, künftig die Einreise in die USA zu verbieten, hat ein weltweites Echo ausgelöst. Auch wenn eine US-Richterin die Verfügung noch am Wochenende in Teilen kippte, äußerten sich nicht nur Politiker und Menschenrechtler besorgt über die Pläne Trumps, der argumentiert hatte, so sicherzustellen, dass keine "radikalen islamischen Terroristen" in die USA gelangten. 

Celebrity Kim Kardashian wollte diese Begründung nicht gelten lassen und postete auf Twitter eine Statistik der Gesundheitsbehörde CDC (Central for Desease Control and Prevention), die der Argumentationslinie des US-Präsidenten das Wasser abgräbt. Demnach sind islamistisch geprägte Migranten statistisch gesehen "lediglich" für zwei Morde pro Jahr verantwortlich. Zählt man Morde durch radikalisierte US-Bürger hinzu, steigt die Zahl auf neun Morde. Zum Vergleich: Durch Kleinkinder, die zur Waffe ihrer Eltern greifen, sterben jährlich beispielsweise 21 Menschen. Sogar die Gefahr, durch einen Blitz ums Leben zu kommen, ist mit 31 Fällen deutlich höher. Und weiter: Auch tödliche Unfälle mit Rasenmähern (69), durch Busse (264) oder durch Stürze aus dem Bett (737) stellen islamistisch motivierte Morde deutlich in den Schatten. Ganz zu schweigen von Morden, die US-Bürger pro Jahr begehen. Diese beziffern sich laut CDC auf 11.737 Fälle.

Was Kardashians Ehemann Kanye West vom Affront seiner Frau gegen den US-Präsidenten hält, ist nicht bekannt. Freuen dürfte es ihn vermutlich aber nicht, gilt der Rapper doch als Befürworter Trumps.

Trump: Nur 109 Personen von Einreiseverbot betroffen

Wie Donald Trump via Twitter verkündet, seien nur 109 von 325.000 Menschen von der umstrittenen Einreise-Verfügung betroffen gewesen. Die Probleme an den Flughäfen seien demnach vielmehr durch Computer-Ausfälle bei Delta Airlines, Demonstranten und "die Tränen von Senator Schumer" verursacht worden. Chuck Schumer, Fraktionsführer der Demokraten im US-Senat, hatte den Bann in einer emotionalen Rede als "engstirnig und unamerikanisch" bezeichnet.

Wie Trump sein Einreiseverbot verteidigt

Donald Trump hat das von ihm verfügte Einreiseverbot für Flüchtlinge und Bürger aus sieben Staaten verteidigt. Der US-Präsident wies darauf hin, dass sein Vorgänger Barack Obama 2011 sechs Monate lang Visa für irakische Flüchtlinge verweigert und damit einen ähnlichen Schritt unternommen habe. Die in seiner Direktive genannten - mehrheitlich muslimischen - Staaten seien bereits zuvor von der Obama-Regierung als Quellen des Terrorismus identifiziert worden.

"Um es klar zu machen, dies ist kein muslimischer Bann, wie die Medien es falsch berichten. Hier geht es nicht um Religion - es geht um Terror und darum, unser Land zu schützen", fuhr Trump fort. Es gebe weltweit über 40 mehrheitlich muslimische Länder, die nicht von seiner Direktive betroffen seien. Gegner der Maßnahme führen dagegen an, dass Muslime unter Generalverdacht gestellt würden.

Emirates stellt nach Trump-Dekret Besatzung für US-Flüge um

Angesichts des US-Einreiseverbots für Muslime stellt die arabische Fluggesellschaft Emirates ihre Besatzung für Flüge in den USA um. "Die jüngste Änderung der Einreisebedingungen in die USA für Bürger von sieben Staaten gilt für alle Reisenden und Crewmitglieder", teilte die größte Airline der Vereinigten Arabischen Emirate mit. Das Unternehmen habe bei der Besatzung deshalb "notwendige Änderungen" vorgenommen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Unter den Angestellten von Emirates sind auch Bürger von den sieben mehrheitlich muslimischen Staaten, gegen die US-Präsident Donald Trump ein vorübergehendes Einreiseverbot verhängt hatte. Die Fluggesellschaft fliegt mehrere Städte in den USA an. Bisher sei kein Besatzungsmitglied von der Neuregelung betroffen gewesen, erklärte das Unternehmen. Die Flüge finden den Angaben zufolge wie geplant statt. 

Deutscher Industrie-Präsident in Sorge wegen Trump

Der neue BDI-Präsident Dieter Kempf ist besorgt wegen der Entwicklung in den USA nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump und empfiehlt deutschen Unternehmen daher Wachsamkeit. "Ich rate meinen Unternehmenskollegen: Seid aufmerksam besorgt", sagte der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie der "Süddeutschen Zeitung". Die Politik Trumps sei "unkalkulierbar", daher bestehe "die große Gefahr, dass sich Investoren massiv zurückhalten, weil die Unsicherheit steigt".

Höhere Zölle etwa, wie Trump sie ins Gespräch gebracht hat, könnten die Wettbewerbsnachteile der US-Industrie nicht beheben, zudem verstießen sie gegen die WTO-Regeln. "Damit würde er sich selbst ins Knie schießen", sagte Kempf. "Denn kein anderes Land wehrt sich mit den WTO-Regeln so intensiv wie die USA."

Farhadi sagt Oscar-Teilnahme offiziell ab

Der international ausgezeichnete iranische Filmemacher Asghar Farhadi hat seine Teilnahme an der Oscar-Verleihung offiziell abgesagt. In einer Erklärung, die die "New York Times" veröffentlichte, begründet Farhadi seine Entscheidung mit dem von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisebann für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern.
"Engstirnige Individuen nutzen das Einflößen von Angst häufig dazu, Extremismus und fanatisches Verhalten zu rechtfertigen", schrieb Farhadi. Sein Film "The Salesman" ist dieses Jahr in der Kategorie bester ausländischer Film für den Oscar nominiert.

Kanadas Premier Trudeau gibt Trump Kontra

Nach dem von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp hat der kanadische Premierminister Justin Trudeau den Willen seines Landes bekräftigt, weiterhin Flüchtlinge aufzunehmen - unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. "An alle, die vor Verfolgung, Terror und Krieg flüchten, Kanada wird euch willkommen heißen, ungeachtet eures Glaubens. Vielfalt ist unsere Stärke", teilte Trudeau via Twitter mit. Kanada hat seit Dezember 2015 allein 35.000 Flüchtlinge aus S yrien aufgenommen. ​Dazu postete er ein Foto von sich und einem syrischen Flüchtlingsmädchen, das er im Dezember 2015 persönlich am Flughafen von Toronto willkommen geheißen hatte. 

Trump hatte als ein Kernstück seines Anti-Terrorkampfes einen 90-tägigen Einreisestopp für Syrer, Iraner, Iraker, Somalier, Libyer, Sudanesen und Jemeniten verfügt. Flüchtlinge aus aller Welt sind für 120 Tage ausgesperrt, jene aus Syrien sogar auf unbestimmte Zeit. Ein Gericht in New York hatte den Erlass anschließend teilweise gestoppt.


Laut der letzten Volkszählung aus dem Jahr 2011 wurde jeder fünfte Einwohner Kanadas im Ausland geboren. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hatten damals mehr als 35.000 kanadische Staatsbürger einen zweiten Pass aus den vom US-Einreiseverbot betroffenen Ländern.

Trudeau ging in seinem Tweet nicht direkt auf Trumps Anordnung ein. Sein Sprecher erklärte jedoch später, der Premier freue sich darauf, bei einem Gespräch mit dem neuen US-Präsidenten über "den Erfolg der kanadischen Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik diskutieren zu können".

In Mexiko herrscht Empörung über ein Melania-Trump-Cover

In Mexiko sorgt ein Foto von US-Präsidentengattin Melania Trump auf dem Cover der mexikanischen "Vanity Fair" für Empörung. Inmitten der schwersten diplomatischen Krise zwischen den beiden Nachbarländern seit Jahrzehnten veröffentlichte das Magazin die Titelseite seiner Februar-Ausgabe: Die First Lady der USA, ein früheres Model aus Slowenien, rollt darauf lächelnd eine silberne Kette wie Spaghetti auf einen Löffel auf.

Das Bild sorgte in Mexiko für empörte Reaktionen. Viele Internetnutzer nannten das Foto "erniedrigend" und unterstellten der "Vanity Fair"-Redaktion "schlechten Geschmack". Die bekannte Intellektuelle Denise Dresser bedankte sich im Kurzbotschaftendienst Twitter ironisch für das Titelbild. Es sei ein "tolles Beispiel für Feingefühl, Einfühlungsvermögen, Patriotismus und redaktionelle Intelligenz".

Die "Vanity Fair"-Redaktion räumte in einer Erklärung ein, das Cover in einem "schwierigen Moment" veröffentlicht zu haben. Das Magazin folge damit aber lediglich seiner Linie, "einen unabhängigen und kritischen Blickwinkel auf aktuelle Ereignisse und die beteiligten Personen" zu vertreten.

Was twittert Sean Spicer denn da?

Ist es eine geheime Nachricht? Ein Tastaturunfall, der Atomabschusscode oder ein Passwort? Und falls letzteres, für was? Sean Spicer, Donald Trumps Pressesprecher hat eine rätselhafte Buchstaben- und  Zahlenfolge auf Twitter gepostet. Warum und wieso? Niemand weiß es und wird es vermutlich auch nicht erfahren, den Tweet hat er schnell wieder gelöscht. Es ist allerdings nicht der Zwischenfall dieser Art. Bereits vor einigen Tagen hatte Spicer eine ähnlich kryptische Botschaft abgesetzt - und ebenfalls schnell gelöscht. 


Donald Trump wird mit Angela Merkel telefonieren

Der neue US-Präsident und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen am Samstag erstmals nach Donald Trumps Amtsübernahme miteinander in direkten Kontakt treten. Ein Telefonat des Präsidenten mit der Kanzlerin sei geplant, teilte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, mit. Trump hatte Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik wiederholt hart kritisiert.

Das Weiße Haus schreibt Theresa Mays Namen falsch

Vor dem Treffen von Donald Trump mit Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat sich die neue US-Regierung sehr bemüht, die besonderen Beziehungen beider Länder herauszustellen. Das hielt das Weiße Haus nicht davon ab, in den Ankündigungen des Tagesprogramms für Freitag Mays Vornamen gleich drei Mal falsch zu schreiben und das "h" aus Theresa wegzulassen. Pikant: Der Twitter-Account @RealTeresaMay (also ohne "h") gehört einem früheren Model mit pornografischer Vergangenheit,

Donald Trump nennt Madonna "ekelhaft"

Mit provokanten Statements auf einer Massenkundgebung hat Sängerin Madonna, 58, den Zorn von Donald Trump auf sich gezogen. "Ehrlich, sie ist ekelhaft", sagte er in einem Fernseh-Interview dem Sender "Fox News". "Ich glaube, sie hat sich selbst sehr geschadet. Was sie gesagt hat, war eine Schande für unser Land." Madonna hatte vor einer Woche bei der Kundgebung auf der Bühne ihrer Wut Luft gemacht und war im Nachhinein wegen ihrer Wortwahl kritisiert worden. "Ich habe viel darüber nachgedacht, wie es wäre, das Weiße Haus in die Luft zu sprengen, aber das würde ja nichts ändern", hatte sie gesagt. "An unsere Gegner, die sagen, dass unser Marsch zu nichts führt: Fuck you." Bei den Demonstrationen für Frauen- und Menschenrechte waren Schätzungen zufolge rund eine Million Menschen in Washington und mehrere Millionen im ganzen Land und auch außerhalb der USA auf die Straße gegangen 

Putin und Trump telefonieren

Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin wollen nach einem Medienbericht am Samstag telefonieren. Dies meldete der Sender CNN unter Berufung auf Regierungskreise. Er beabsichtige, "bald" mit Putin zu sprechen, sagte Trump in einem Interview des konservativen Senders Fox News. "Ich gehe davon aus, dass wir bald ein Gespräch führen werden", antwortete er auf eine Frage des Journalisten Sean Hannity. Trump hatte angekündigt, er wolle die Beziehungen zu Russland verbessern.

Bürgermeister von Florida beugt sich Trumps Einwanderungspolitik

Ein Bürgermeister aus dem US-Bundesstaat Florida beugt sich der Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump: Der Verwaltungschef von Miami-Dade County, Carlos Gimenez, wies die Strafvollzugsbehörden an, Einwanderer ohne Aufenthaltsrecht ab sofort an die Bundesbehörden auszuliefern. Alle Haftbefehle des US-Heimatschutzministeriums würden künftig vollstreckt, erklärte ein Sprecher. Damit will der Bezirk von Trump angekündigte Haushaltskürzungen für sogenannte "sanctuary cities" (etwa: Zufluchtsstädte) abwenden. Trump hatte zuvor mit einem Dekret verfügt, den "Zufluchtsstädten" sämtliche Bundesmittel zu kürzen, bei denen dies rechtlich möglich ist. Die Bürgermeister mehrerer Großstädte - darunter New York und Los Angeles - kündigten umgehend ihren Widerstand gegen Trump an.

Strategiechef Bannon: Medien sollen Mund halten

Bildkombo Donald Trump (r.) und Stephen K. "Steve" Bannon

Donald Trump und Stephen Bannon (l.): Der Ex-Chef der rechten Website Breitbart.com steht für die konsequenteste Form politischer Rücksichtslosigkeit.


Der Strategiechef von US-Präsident Donald Trump, Stephen Bannon, sieht in den Medien der USA die Opposition. "Sie verstehen dieses Land nicht. Sie haben immer noch nicht begriffen, warum Trump Präsident ist. Sie sollten sich schämen und demütig sein und den Mund halten und mal eine Weile lang zuhören", sagte er in einem seiner seltenen Interviews der "New York Times". Mit Blick auf den Wahlausgang sagte Bannon, die "Elitenmedien" hätten zu 100 Prozent falsch gelegen. "Deshalb habt Ihr keine Macht". "Ihr wurdet gedemütigt." "Ihr seid die Opposition. Nicht die demokratische Partei. Ihr seid die Opposition. Die Medien sind die Oppositionspartei."

Trump droht Mexiko: 20 Prozent Strafzoll als "Mauersteuer"

Neue Wendung im Fall Mauerbau: Trump droht Mexiko mit einer Importsteuer von 20 Prozent auf alle Produkte, um mit den Einnahmen den Bau einer tausende Kilometer langen Grenzmauer zu finanzieren. "Wir wollen Steuern auf Importe aus Ländern erheben, mit denen wir ein Außenhandelsdefizit haben", sagte Trumps Sprecher Sean Spicer. Im Falle von Mexiko könnten die USA so pro Jahr zehn Milliarden US-Dollar einnehmen. "Durch diesen Mechanismus können wir die Mauer leicht bezahlen." Nach massiver Kritik an den Plänen, die ein Ende des jahrzehntelangen, weitgehend zollfreien Handels bedeuten würden, ruderte Spicer dann etwas zurück: Das sei zunächst nur eine Option.

Trump vom Präsidentenflieger begeistert

Donald Trump zeigte sich nach seinem ersten Flug angetan von der Präsidentenmaschine Air Force One. "Wunderschön, ein großartiges Flugzeug", sagte er zu Journalisten nach der Landung auf der Andrews-Luftwaffenbasis im Bundesstaat Maryland. Sein Privatjet, eine Boeing 757, sei zwar auch ein gutes Flugzeug, aber "das hier ist aus vielen Gründen ein sehr spezielles Flugzeug." Den US-Präsidenten stehen seit den 90er Jahren zwei speziell für diesen Zweck umgebaute Maschinen vom Typ Boeing 747-200B zur Verfügung. Die Flugzeuge sind mit Schlafzimmern, einem Konferenzraum und sogar einem OP ausgestattet. Trump hatte im Dezember per Twitter gedroht, den Auftrag für ein neues Präsidentenflugzeug zu stornieren: "Boeing baut eine brandneue 747 Air Force One für künftige Präsidenten, aber die Kosten sind außer Kontrolle, mehr als vier Milliarden Dollar. Streicht die Order!" 

Trump vorerst kein Ehrenbürger von Kallstadt

Donald Trump wird nicht Ehrenbürger von Kallstadt, dem Pfälzer Heimatort seiner ausgewanderten Großeltern. Das geht aus einer Mitteilung des Kallstadter Ortsbürgermeisters Thomas Jaworek (CDU) nach einer Sitzung des Ortsgemeinderats hervor. Kallstadt habe noch nie die Ehrenbürgerwürde vergeben und wolle auch dabei bleiben. Zuvor hatte der Republikaner-Landesvorsitzende Alexander Dietel beantragt, Trump zum Kallstadter Ehrenbürger zu machen. Der Ortsgemeinderat, in dem CDU, SPD und Freie Wähler vertreten sind, befasste sich nicht mit dem Antrag sondern beschloss vielmehr, dass die Weinbaugemeinde - wie in der Vergangenheit auch - keine Ehrenbürgerschaft vergibt.

Chicago - in Trumps Augen ein Kriegsgebiet

Die Gewalt in der Großstadt Chicago vergleicht Donald Trump mit der Situation in einer Kriegszone. Was dort passiere, sei schlimmer als in den Krisengebieten im Mittleren Osten, sagte Trump in einem Interview des Senders ABC News. "Chicago ist wie ein Kriegsgebiet." 2016 wurden in der Stadt mehr als zwei Morde pro Tag registriert, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr zuvor. Gründe liegen vor allem in vielen illegalen Waffen, zersplitterten Gangs und sozialen Problemen. Trump bekräftigte seine Absicht, im Ernstfall die Bundespolizei nach Chicago zu schicken. "Sie machen ihre Arbeit nicht", sagte er offensichtlich mit Blick auf die örtlichen Sicherheitsbehörden. Wenn seine Hilfe gefragt sei, werde er Unterstützung schicken. "Vielleicht werden sie nicht ganz so politisch korrekt sein. Vielleicht sind sie übermäßig politisch korrekt", fügte er hinzu. 


Folter? "Wenn sie es wollen, werde ich darauf hinarbeiten

Der neue US-Präsident Donald Trump hat mit einer Aussage über Folter für Verwirrung gesorgt. Er sei der Meinung, dass Folter funktioniere, sagte Trump in einem Interview des Senders ABC News. Als der Journalist von ihm wissen wollte, ob er die Verhörmethode des simulierten Ertränkens (Waterboarding) zurückbringen wolle, sagte Trump: "Ich will nicht, dass Leute im Mittleren Osten die Köpfe von anderen Menschen abschneiden. (...) Und uns ist es nicht erlaubt, irgendwas zu tun." Trump erklärte aber auch, dass er sich an das halten werde, was Verteidigungsminister James Mattis und CIA-Chef Mike Pompeo für richtig erachteten. Beide hatten sich gegen Folter ausgesprochen. "Wenn sie es nicht wollen, ist das okay. Wenn sie es wollen, werde ich darauf hinarbeiten." Trump erklärte, dass er kürzlich hochrangige Geheimdienstmitarbeiter gefragt habe, ob Folter funktioniere. "Und die Antwort war ja, absolut."


Wahlbetrug-Anekdote über deutschen Golfer Bernhard Langer

Donald Trump hat von Betrug bei der US-Präsidentenwahl gesprochen - und stützt diese Behauptung nach einem Medienbericht zum Teil auf eine fragwürdige Anekdote über den deutschen Golfer Bernhard Langer. Dieser habe ihm erzählt, er sei an einem Wahllokal in Florida abgewiesen worden, während viele Menschen vor und hinter ihm in der Schlange gestanden und Stimmen abgegeben hätten, "die nicht aussahen, als sollten sie wählen dürfen". Das soll Trump bei einem Treffen mit führenden Parlamentariern im Weißen Haus erzählt haben, wie die "New York Times" unter Berufung auf drei "Mitarbeiter" berichtete, die dort gewesen seien. Die angeblich unrechtmäßigen Wähler stammten dem Präsidenten zufolge vermutlich aus lateinamerikanischen Ländern. Der "sehr berühmte Golfer" sei ein Freund von ihm. Langers Tochter Christina erklärte auf Nachfrage, ihr Vater sei deutscher Staatsbürger und könne daher nicht an US-Wahlen teilnehmen, wie das Blatt weiter berichtete. "Er ist kein Freund von Präsident Trump, und ich weiß nicht, warum er über ihn reden würde."

Trump will angeblichen Wahlbetrug untersuchen lassen


US-Präsident Donald Trump will untersuchen lassen, ob es bei der Wahl zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. "Ich werde um eine groß angelegte Untersuchung zu Wahlbetrug bitten", twitterte Trump. Dabei solle es um Wähler gehen, die in mehr als zwei Staaten registriert seien, illegale Wähler sowie registrierte Wähler, die bereits verstorben seien.  Trump hatte wiederholt behauptet, es habe zwischen drei und fünf Millionen Stimmen für seine Konkurrentin Hillary Clinton gegeben, die nicht hätten abgegeben werden dürfen. Zahlreiche Untersuchungen aus der Vergangenheit aber konnten nie systematischen Wahlbetrug im großen Stil nachweisen.

Weißes Haus fordert Privatsphäre für Präsidentenkinder ein

Erst kürzlich nahm Chelsea Clinton Donald Trumps zehnjährigen Sohn Barron vor dem Spott der Öffentlichkeit in Schutz - nun hat sich das Weiße Haus zu Wort gemeldet. Es sei eine langjährige Tradition, dass die Kinder von Präsidenten abseits des politischen Rampenlichts aufwachsen dürften, heißt es in einer Mitteilung. "Das Weiße Haus rechnet fest damit, dass diese Tradition fortgeführt wird. Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe in dieser Angelegenheit", ist in dem knappen Text zu lesen, der Barron Trump nicht namentlich erwähnt. In sozialen Medien waren nach der Amtseinführung Trumps Witze über sein jüngstes Kind gemacht worden.

Trump will Dekret zum Mauerbau an Grenze zu Mexiko unterzeichnen

Donald Trump will in Sachen Mauerbau an der Grenze zu Mexiko ernst machen: Der neue US-Präsident kündigte im Online-Dienst Twitter einen "großen Tag in Sachen nationale Sicherheit" an. "Neben vielen anderen Dingen werden wir die Mauer bauen!" Es wird damit gerechnet, dass Trump ein entsprechendes Dekret unterzeichnet und weitere Maßnahmen zur Begrenzung der Einwanderung anordnet. Der Bau einer Mauer an der US-Südgrenze gehörte zu den zentralen Wahlversprechen Trumps. Die Kosten dafür soll nach seinen Vorstellungen die mexikanische Regierung übernehmen, die dies aber ablehnt.

Trump legt umstrittene Pipeline-Projekte neu auf

Donald Trump hat zwei hochumstrittene Pipeline-Projekte wiederbelebt. Trump unterzeichnete zwei Dekrete, mit denen er sowohl die Keystone-XL- als auch die Dakota-Access-Pipeline neu genehmigte. Beide Ölprojekte waren unter seinem Vorgänger Barack Obama gestoppt worden. In den Reihen der US-Republikaner wurde Trumps Entscheidung begrüßt, Politiker der Demokraten und Umweltschützer kritisierten sie dagegen.

Donald Trump bereitet schon Wiederwahl in vier Jahren vor

Der neue US-Präsident inszeniert sich nicht nur als kerniger Macher, sondern ist offenbar auch ein großer Visionär: Anscheinend fest überzeugt von seinem künftigen Erfolg und einer zweiten Amtszeit, hat Trump sich bereits den Slogan für seine Kampagne 2020 schützen lassen. Nach "Make America great again" 2016 soll es dann "Keep America great" (etwa: "Halte(t) Amerika großartig") lauten. Bereits zwei Tage vor seiner Amtseinführung beantragte Trump beim zuständigen Marken- und Patentamt die Markenrechte. Ironie dabei: Mit exakt diesem Slogan wurde der Film "The Purge: Election Year" beworben - ein Polit-Thriller, in der eine düstere Zukunft der Vereinigten Staaten zeichnet.

Fakten, Zitate und Hintergründe zum neuen US-Präsidenten:

Wie ist Donald Trump geworden, wer er ist?

Eine Biografie, die nur (fast) nur Erfolge kennt: Kind aus gutem und begütertem Hause wird erst zu einem Superstar und dann zum US-Präsidenten. Auf die Welt kommt er am 14. Juni 1946 im New Yorker Stadtteil Queens als Sohn eines Bauarbeiters deutscher Abstammung. Trumps Vater Fred ist mit Sozialwohnungen reich geworden, er gilt als kühl, ehrgeizig und geschäftstüchtig. Den aufmüpfigen Sohn Donald, das vierte von fünf Kindern, schickt er als Teenager auf eine Militärakademie. Nach seinem Studium beginnt er seine Immobilienkarriere in Manhattan, sein protziger und luxuriöser Lebensstil macht ihn schnell zu einem gefragten Prominenten der Klatschpresse. Dort ist Donald Trump seit mehr als 40 Jahren Dauergast - trotz oder besser wegen dreier Ehen, zahlloser Seitensprünge, skurriler Showeinlagen  und diverser Firmenpleiten. Endgültig zu einer amerikanischen Ikone wird er durch die TV-Show "The Apprentice", die durch seinen Spruch "You're fired" Kultstatus erreichte.

Donald Trump und Twitter - eine Liebesgeschichte

Mehr als 140 Zeichen braucht Trump nicht, um seine Botschaften unters Volk zu bringen. Knapp 35.000 Tweets hat er in rund acht Jahren auf Twitter abgesetzt - das sind im Schnitt zwölf pro Tag. Auf dem Kurznachrichtendienst teilt er unter "realdonaldtrump" gegen politische Gegner aus, führt bizarre Kleinkriege gegen Kritiker, kündigt Pläne an oder schickt mit einem Satz die Aktienkurse auf Talfahrt. Etwa, als er die Kosten für den Neubau der Präsidentenmaschine Air Force One von Boeing für zu hoch befand und drohte, den Auftrag zu stornieren. Seine Postings schreibt er meist selbst, gerne morgens und spät am Abend, während tagsüber seien Mitarbeiter in die Tasten hauen. Grund für seine Viel-Twitterei sei nach eigener Auskunft sein Misstrauen gegenüber den (klassischen) Medien, über die er behauptet, sie würden ihn permanent falsch zitieren. Auch als gewählter Präsident 2017 und nach seiner Vereidigung twittert er beherzt weiter, was Experten als Sicherheitsrisiko bewerten.

Trumps allererster Tweet aus dem Jahr 2009:


Wer ist seine Frau und wie viele Kinder hat Donald Trump?

Trumps Eheleben ist so schillernd wie sein restliches Leben. Aktuell ist er zum dritten Mal verheiratet (für US-Präsidenten äußerst ungewöhnlich): Seine Frau heißt Melania, Ex-Model, gebürtige Slowenin und 24 Jahre jünger als er. Seinen Biografen zufolge hatte er sie auf einer Party kennengelernt, die er mit seiner zweiten Frau Marla Maples besucht hatte. Mit ihr war er sechs Jahre lang verheiratet, die Ehe endete in einem öffentlich ausgetragenen Rosenkrieg. Trumps erste Gattin war Ivana Trump, ebenfalls ein Model, mit der Trump bislang am längsten zusammen war. Aus dieser Ehe stammen die ältesten Kinder Donald Jr. (geboren 1977), Ivanka (geboren 1981) und Eric (geboren 1984). Mit Maples hat er ein Kind (Tiffany, geboren 1993) und mit Melania den Sohn Barron, geboren 2006. Trump hat mittlerweile acht Enkelkinder.

Sehen Sie hier im Video mehr über die Kinder von Donald Trump

Welche Ziele verfolgt Donald Trump als US-Präsident?

Donald Trumps Wahlkampfversprechen lautete "Make America great again", also "Macht Amerika wieder groß(artig)". Unter diesem Slogan versteht der US-Präsident, die USA zu alter Stärke und Größe zu führen. Dazu plant er in Zukunft Kooperationen und Handel mit anderen Staaten einzuschränken. In seiner Antrittsrede nach der Vereidigung sprach deshalb er von "America first". Konkrete Ziele von Trump im Jahr 2017 sind:

  • Einige Freihandelsabkommen neu zu verhandeln (etwa mit Mexiko und Kanada) oder geplante Freihandelsabkommen (das pazifische TPP sowie TTIP) erst gar nicht in Kraft treten zu lassen.
  • Arbeitsplätze, die ins Ausland (China und Mexiko) zurück in die USA zu holen. Dazu will er beispielsweise Firmen mit Strafzöllen belegen, die im Ausland für den US-Markt produzieren (unter anderem den iPhone-Hersteller Apple und Autoproduzenten).
  • Nato-Mitglieder auffordern, ihre finanziellen Beitragsgarantien zu erfüllen (zwei Prozent des Haushalts für Militär ausgeben). Andernfalls droht er mit dem Entzug der militärischen US-Unterstützung.
  • Aufnahmestopp für Flüchtlinge. Einer von seinen ersten Amtshandlungen sofort nach der Vereidigung war es, das US-Flüchtlingsprogramm für 120 Tage auszusetzen. Besonders betroffen davon sind Syrer und Iraker, denen kein Asyl mehr gewährt werden soll.
  • Begrenzung der Einreise von Muslimen in die USA. Einer seiner umstrittensten Wahlkampfversprechen war es, Datenbanken für Muslime (US-Bürger sowie ausländische) einzurichten, in denen alle Mitglieder der Religion registriert werden sollen. Ziel des Plans ist es, islamistischen Terror zu bekämpfen.
  • Den Islamischen Staat bekämpfen. Obwohl Trump angekündigt hat, die USA künftig weitgehend aus militärischen Konflikten herauszuhalten, soll der IS möglichst zerstört werden. Wie genau das passieren soll, ist noch unklar, aber engere Zusammenarbeit mit Russland kann sich Trump vorstellen.
  • Der Brexit, den Ausstieg Großbritanniens aus der EU, sieht Trump positiv - und als Vorbild für andere europäische Staaten. Bereits im Wahlkampf hat er angekündigt, nach dem Brexit bilaterale Abkommen mit dem Königreich zu schließen.

Kabinett und Berater von Donald Trump - sie sollen Amerika wieder great machen

Innenpolitisch verfolgt Trump vor allem eine Politik, die im Gegensatz zu der von Barack Obama steht. Dazu zählen unter anderem:

  • Rücknahme und Ersatz für die als Obamacare bezeichnete Gesundheitsreform
  • Öl- und Gasförderung auch in ökologisch sensiblen Gebieten
  • Steuersenkungen für Unternehmen
  • Bau und Verstärkung der Grenzmauer zu Mexiko durch den Bau einer Mauer
  • Ausweisung von Millionen von Illegalen

Wie groß ist Vermögen von Donald Trump und woher hat er es?

Über den Reichtum von Trump gibt es unterschiedliche Angaben. Laut des bekanntesten Reichenranking des Forbes-Magazins verfügt der US-Präsident über 3,7 Milliarden Dollar. Der Finanzdienstleister Bloomberg spricht mit 2,9 Milliarden. Trump selbst gab sein Vermögen im Wahlkampf mit zehn Milliarden Dollar an, berechnete aber dabei auch den Wert der Marke "Donald Trump" mit ein - ein zweifelslos existenter, aber nur schwer in Zahlen zu fassender Wert. Sicher ist auch, dass Trump rund 700 Millionen Dollar Schulden hat, alleine 350 Millionen davon bei der Deutschen Bank. Sein Reichtum verdankt der Milliardär dem Bau und Handel mit Immobilien (Trump-Tower), Verkauf von Merchandising und Namensrechten sowie dem Betreiben von Golfplätzen.

Die USA unter Donald Trump und Deutschland

Als einer der engsten Verbündeten wird Deutschland vom neuen Kurs des US-Präsidenten auf die eine oder andere Art betroffen sein. Wie genau, ist noch nicht absehbar. Aber vermutlich wird die deutsche Wirtschaft am schnellsten den protektionistischen Kurs von Donald Trump zu spüren bekommen. Etwa beim Auto- und Maschinenbau. So drohte der US-Präsident dem Autobauer BMW, der in Mexiko Autos für den US-Markt produziert, Strafzölle in Höhe von bis zu 23 Prozent an. Politisch hatte Trump Bundeskanzlerin Merkel mehrfach wegen der deutschen Flüchtlingspolitik kritisiert. Offen ist, ob die US-Regierung Deutschland zu mehr militärischem Engagement in Krisen-und Kriegsgebieten auffordern wird.

Ist Donald Trump eigentlich rechtmäßiger Präsident der USA?

Eindeutig ja - obwohl er selbst vor als auch nach seiner Wahl mehrfach von Wahlbetrug sprach. Zuletzt wenige Tage nach seiner Vereidigung vor Kongressabgeordneten. Der Grund: Im Gesamtergebnis liegt Donald Trump drei Millionen Stimmen hinter seiner Kontrahentin Hillary Clinton. Präsident wurde er, weil in den USA das Staatsoberhaupt nicht direkt, sondern über Wahlmänner gewählt wird. Lesen Sie hier mehr zum US-Wahlsystem und die Wahlmänner. Seinen Sieg verdankt er letztlich den Erfolgen in den Staaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania. Trump aber ist überzeugt, dass er nur wegen millionenfachen Wahlbetrugs durch illegale Wähler hinter Hillary Clinton lag. Kurz nach seiner Inauguration am 20. Januar 2017 hat er angekündigt, die Wahlbetrugsvorwürfe untersuchen zu lassen.

Donald Trump - Fakten, Sprüche und Auftritte dies- und jenseits der Politik

Der 45. US-Präsident hat so ziemlich alle Konventionen von Politik, Wahlkampf und Sitten auf den Kopf gestellt. Übrigens auch nicht erst seitdem er Kandidat der Republikaner wurde. Seit 40 Jahren ist Trump in den USA ein Superpromi und stets für Showeinlagen gut.

  • Sein Buch "The Art of Deal" von 1987 hat sich rund eine Million Mal verkauft
  • Donald Trump hatte in rund 30 Filmen und Serien Gastauftritte. Hier ein Zusammenschnitt von Trumps sämtlichen Cameos:


Wenn Mexiko seine Leute schickt, schickt es nicht seine Besten. Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger. Und einige, nehme ich an, sind gute Leute.

(Trump im Juni 2015 bei der Verkündung seiner Bewerbung um das Weiße Haus)

Man konnte sehen, dass Blut aus ihren Augen kam. Blut kam aus wo auch immer.

(Trump attackiert im August 2015 die Moderatorin Megan Kelly mit einer offenkundigen Anspielung auf Menstruationsbeschwerden)

Seht euch diese Hände an, sind das kleine Hände?

(Mit dieser Bemerkung bezieht Trump in einer TV-Debatte Stellung zu seinem Penis. Sein Rivale Marco Rubio hatte unter Verweis auf seine angeblich kleine Hände einen schlechten Witz über das Genital seines Rivalen gemacht.)

Schafft das Baby hier raus.

(Bei einem Wahlkampfauftritt im August äußert sich Trump zunächst verständnisvoll über ein schreiendes Baby, dann platzt ihm der Kragen.)

Wenn Du ein Star bist, dann lassen sie Dich ran. Du kannst alles machen (...) Sie an der Muschi packen.

(Anfang Oktober veröffentlicht die "Washington Post" eine Aufzeichnung von 2005, in der Trump mit sexuellen Übergriffen prahlt.)

Meine Tochter einen 'steilen Zahn' (piece of ass) zu nennen, geht in Ordnung.

(Der Satz ist eine von vielen Entgleisungen aus früheren Gesprächen mit dem Radio-Talkmaster Howard Stern. Zitate aus diesen Gesprächen werden im Oktober vom Sender CNN veröffentlicht).

  • Mit Ronald Reagan hatten die USA zwar schon einen Schauspieler als Chef im Weißen Haus, doch ein US-Präsident, der beim Wrestling teilnimmt (im Anzug und roter Krawatte) gab es noch nie. Hier Szenen des Ausschnitts aus dem Jahr 2007:
  •  14 Folgen lang hat Trump die Show "The Apprentince" moderiert. Die Sendung wurde durch den Spruch "You're fired" bekannt. Auch Trumps Kinder Donald Jr. und Ivanka saßen dort einige Staffeln lang.

Sehen Sie im Video: Weitere Geheimnisse von Donald Trump:


kg/mad/nik/DPA/AFP
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