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Charité-Forscher "Hochwirksame" Antikörper machen Hoffnung: Passiver Impfstoff könnte schon bald kommen

Sehen Sie im Video: Berliner Forschungsteam könnte bald passiven Impfstoff liefern – Tierversuchen bereits erfolgreich.


Im Gegensatz zu einer aktiven Impfung bietet die passive einen schnellen und sofortigen Schutz, der allerdings nur für kurze Zeit anhält. Die Berliner Charitè und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sind nach ihren Forschungen bei der Erstellung eines passiven Impfstoffes gegen das Coronavirus nun mit vielversprechenden Ergebnissen an die Öffentlichkeit gegangen. Studienchef Harald Prüß und sein Team glauben, dass ihnen ein Antikörper-Mittel gelungen ist, das bei jenen Menschen einen Schutz aufbauen kann, die vor kurzem mit einem Erreger in Kontakt gekommen sind. "Und zwar an dem Punkt, an dem sich das Virus noch nicht ganz im Körper ausgebreitet hat. Die Ausbreitung kann abgeschwächt werden. Bei jemandem, der ernsthaft erkrankt ist und sich bereits auf der Intensivstation befindet, wird dies wahrscheinlich keinen signifikanten Schutz bieten, aber wir könnten uns vorstellen, dass man im Falle eines Altersheims, in dem sich jemand das Virus eingefangen hat, dieser Impfstoff an andere Personen verabreicht werden kann sodass diese das Virus gar nicht erst bekommen werden." Bei der passiven Impfung werden Konzentrate von Antikörpern gespritzt, die in der Regel von Menschen stammen, die gegen die Krankheit immun sind. Dieser Impfstoff soll laut Prüß vier bis maximal acht Wochen Schutz bieten. Ein aktiver Impfstoff soll den meisten Schätzungen zufolge Mitte bis Ende 2021 einsatzbereit sein. Deutschland hat sich, wie viele andere wohlhabende Länder, bereits viele Dosen verschiedener Hersteller gesichert, da nicht klar ist, welcher wirksam sein wird und welcher nicht.
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Ein Berliner Forschungsteam arbeitet an einem Impfstoff, der Immunität herstellen soll – allerdings nur für kurze Zeit. Bei der passiven Impfung werden Konzentrate von Antikörpern gespritzt, die in der Regel von Menschen stammen, die gegen Corona immun sind.

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