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Ukraine: Separatisten töten in Debalzewe angeblich 3000 ukrainische Soldaten

Der Abzug der ukrainischen Armee aus dem umkämpften Debalzewe ist ein schwerer Rückschlag für Kiew. Separatisten sprechen von bis zu 3000 getöteten Soldaten. Die Ereignisse des Tages im Rückblick.

Der Kampf um die ostukrainische Stadt Debalzewe kostete viele ukrainische Soldaten das Leben

Der Kampf um die ostukrainische Stadt Debalzewe kostete viele ukrainische Soldaten das Leben

Die Niederlage der ukrainischen Armee bei Debalzewe bringt die prowestliche Führung weiter unter Druck. Der Ruf nach einer militärischen Lösung der Krise wird in Kiew erneut lauter. Hält das in Minsk ausgehandelte Friedensabkommen noch?

Die Ereignisse in der Ostukraine im Tagesrückblick:

+++ 20.55 Uhr: Separatisten kontrollieren Debalzewe +++

Die Separatisten erklären, Debalzewe vollständig unter ihrer Kontrolle zu haben. Schon am Nachmittag hissten sie dort die Fahne der selbsternannten Volksrepublik Donezk und feierten ihren Sieg in den sozialen Netzwerken, wie dieses Bild zeigt.

+++ 20.20 Uhr: USA verlegen Kampfjets nach Deutschland +++

Die USA erhöhen ihre Militärpräsenz im rheinland-pfälzischen Spangdahlem. Ende vergangener Woche seien zwölf A-10 Kampfflugzeuge mit rund 300 Militärangehörigen aus dem US-Staat Arizona in die Eifel verlegt worden, sagt Generalleutnant Darryl Roberson vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein auf der Airbase Spangdahlem. Die A-10-Flugzeuge sollen sechs Monate in der Eifel stationiert sein und an Übungen mit Nato-Partnern an der russischen Grenze teilnehmen.

+++ 19.25 Uhr: Luftaufnahmen zeigen zerstörtes Debalzewe +++

Ein Youtube-Video zeigt einmalige Luftaufnahmen von Debalzewe. Deutlich sind die Zerstörungen zu sehen, die die Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und den Separatisten hinterlassen haben.

+++ 18.53 Uhr: Merkel: Russland soll wieder unser Partner werden +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel erneuert ihre Kritik an Russland und wirbt zugleich für eine Rückkehr Moskaus zu einer Partnerschaft mit der Europäischen Union. Ohne auf den Bruch der Waffenruhe in der Ostukraine durch prorussische Separatisten einzugehen, sagt Merkel beim politischen Aschermittwoch der CDU in Demmin in Mecklenburg-Vorpommern: "Die Bundesregierung, die europäischen Regierungen, Deutschland und Frankreich gemeinsam werden nicht nachlassen, alles dafür zu tun, damit die Ukraine ihren Weg gehen kann und ihre territoriale Integrität hat." Moskau habe mit der Annexion der Krim das Völkerrecht verletzt. Genauso aber würden die EU-Regierungen alles dafür tun, "dass Russland wieder unser Partner wird". Und: "Wir wollen diese europäische Friedensordnung mit Russland gestalten und nicht gegen Russland."

+++ 18.16 Uhr: Lettland will Militärausgaben früher als geplant erhöhen +++

Lettland will unter dem Eindruck des Ukrainekrieges seine Verteidigungsausgaben schon 2018 auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) erhöhen. "Angesichts der gegenwärtigen geopolitischen Lage ist es wichtig, dass wir eigene Mittel für Verteidigungszwecke aufbringen", sagt Regierungschefin Laimdota Straujuma im lettischen Fernsehen. Ursprünglich war die Anhebung des Verteidigungsetats erst für 2020 vorgesehen.

Auch Präsident Andris Berzins unterstützt höhere Ausgaben für das Militär. "Obwohl Lettland nicht direkt militärisch bedroht wird, ist klar, dass Europas Sicherheitssystem gravierenden Veränderungen unterliegt", sagt er nach einem Treffen mit Nato-Chef Jens Stoltenberg. Dem müssten Lettland und die gesamte EU Rechnung tragen.

+++ 18.03 Uhr: Cameron für unnachgiebige Haltung gegenüber Putin +++

Großbritanniens Premierminister David Cameron fordert von seinen europäischen Partnern eine harte Haltung gegenüber Russland ein. Europa müsse Moskau deutlich machen, dass es für viele Jahre wirtschaftliche und finanzielle Konsequenzen zu befürchten habe, wenn es nicht aufhöre, die Ukraine zu destabilisieren, sagt Cameron. Die in der vergangenen Woche erklärte Waffenruhe dürfe nicht zum Anlass genommen werden, um Sanktionen zu lockern.

"Natürlich gibt es den Drang für jedes Land in Europa, mit dem Handel so weiter zu machen, wie man es vorher gemacht hat und die Verantwortung für das, was in der Ukraine passiert, anderen zu überlassen und sich abzuwenden", so Cameron. "Ich fürchte, das wäre ein furchtbarer Fehler", sagt er.

+++ 17.09 Uhr: Separatisten machen Propaganda mit Linke-Abgeordneten +++

Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine nutzen einen Besuch von zwei Bundestagsabgeordneten der Linken für ihre Propaganda. Auf ihrer Internetseite "Novorossia.su" veröffentlichten sie ein Foto des Separatistenführers Alexander Sachartschenko mit den Außen- und Europapolitikern Wolfgang Gehrcke und Andrej Hunko.

Die beiden waren vergangene Woche in die Region gereist, um 28 Tonnen Medikamente für Kinderkrankenhäuser in Donezk, Gorlowka und Lugansk zu übergeben. Dafür hatten sie bis zur Abreise 74.000 Euro Spenden gesammelt. Die von prorussischen Kräften kontrollierte Region leidet unter einer Wirtschaftsblockade der ukrainischen Regierung.

Die Separatisten bezeichnen die Linken auf ihrer Internetseite als EU-Repräsentanten. "Seit Beginn der Kampfhandlungen ist das die erste humanitäre Mission unter Beteiligung von Vertretern der Europäischen Union", erklärte Jakow Samuschija, stellvertretender Vorsitzender der Landsmannschaft Donbass.

+++ 16.50 Uhr: Angeblich bis zu 3000 ukrainische Soldaten in Debalzewe gefallen +++

Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax meldet, könnten in Debalzewe bis zu 3000 ukrainische Soldaten getötet worden sein. Interfax zitiert zwei Quellen aus dem Kreis der Separatistenführer. Eine weiter nicht benannte Quelle spricht dabei von 2000 Toten. Der Vize-Verteidigungsminister der selbsternannten Volksrepublik Donezk Eduard Bassurin beziffert die Opferzahl hingegen mit 3000.

+++ 16.35 Uhr: Özdemir fordert "spürbar" schärfere Sanktionen +++

Grünen-Chef Cem Özdemir fordert nach den Kämpfen um Debalzewe eine härtere Gangart gegenüber Russland. "Was auf den Tisch muss, ist eine spürbare Verschärfung der Sanktionen", sagt Özdemir dem Berliner "Tagesspiegel" (Donnerstagsausgabe). Der Ausschluss ausgewählter russischer Banken aus dem Zahlungsverkehrssystem Swift wäre ein geeigneter Schritt und müsste mit einer starken humanitären und wirtschaftlichen Hilfe für die Ukraine einhergehen, so Özdemir.

Es brauche großen Optimismus, um dem zweiten Abkommen von Minsk noch viele Chancen zu geben, sagt Özdemir. Während der russische Präsident Wladimir Putin dort verhandelt habe, habe er weiter Waffen in die Ostukraine geliefert und den Rebellen den Rücken zur Einnahme von Debalzewe freigehalten.

+++ 16.11 Uhr: Zehn Millionen Euro zur Unterstützung notleidender Ukrainer +++

Die Bundesregierung will die notleidende Bevölkerung in der Ostukraine unterstützen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier kündigt eine Summe von zehn Millionen Euro für die humanitäre Hilfe an. Viele Menschen vor Ort hätten nicht genügend Nahrungsmittel und könnten ihre Häuser nicht heizen, so Steinmeier bei einem Treffen mit Vertretern von Hilfsorganisationen in Berlin. Bis Ende Januar hatten die EU und ihre Mitgliedsländer insgesamt schon rund 95 Millionen Euro bereitgestellt.

+++ 15.55 Uhr: Putin witzelt über ukrainische Armee +++

Der Rückzug ukrainischer Truppen aus Debalzewe gibt Wladimir Putin Anlass zum Sticheln gegen die Führung in Kiew und ihre Armee. "Besiegt zu werden ist natürlich immer schlimm. Es ist immer eine Tragödie - zumindest für die Verlierer. Besonders dann, wenn man von ehemaligen Bergarbeitern und Traktoristen geschlagen wird", sagt der Kremlchef bei einem Besuch in Ungarn. Das berichten russische Medien. Damit spielt Putin darauf an, dass die Separatisten keine professionelle Armee darstellen, sondern sich angeblich aus der Bevölkerung der Ostukraine rekrutieren.

+++ 15.25 Uhr: Steinmeier hält an Waffenstillstandsabkommen fest +++

Deutschland hält ungeachtet der Kämpfe um die Stadt Debalzewe am Minsker Waffenstillstandsvertrag fest. Die Bundesregierung bleibe bemüht, die Lage in der Ukraine nicht weiter eskalieren zu lassen, sagt Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin. Die nächsten Schritte zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen müssten gegangen werden.

+++ 15.01 Uhr: Ukrainische Truppen angeblich unter Beschuss +++

Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax meldet, soll eine Kolonne abziehender ukrainischer Truppen von den Separatisten unter Beschuss genommen worden sein. Das behauptet der ukrainische Parlamentarier Semen Semenchenko auf seiner Facebookseite. Die Soldaten sollen auf dem Rückzug aus Debalzewe von Panzertruppen attackiert worden sein.

+++ 14.45 Uhr: Ukrainische Soldaten ziehen aus Debalzewe ab +++

Auf Twitter verbreiten ukrainische Truppen Bilder ihres Abzugs aus Debalzewe. Rund 80 Prozent der ukrainischen Streitkräfte hätten den Eisenbahnknotenpunkt bereits verlassen, erklärt Petro Poroschenko.

+++ 14.35 Uhr: Schweden und Finnland wollen militärisch enger zusammenarbeiten +++

Angesichts der wachsenden Spannungen mit Russland wollen die neutralen Staaten Schweden und Finnland ihre militärische Zusammenarbeit vertiefen. In einer gemeinsamen Studie schlagen die Länder vor, zusammen eine Marineeinheit zu schaffen, die im Jahr 2023 einsatzbereit sein könnte. Auch könnten die Marinestützpunkte des jeweils anderen Landes verstärkt genutzt werden. Im Gespräch sind zudem gemeinsame Manöver zur U-Boot-Jagd.

Der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist sagt der Zeitung "Dagens Nyheter", die Kooperation solle potenzielle Angreifer abschrecken. Dass die russische Regierung auf die Pläne verärgert reagieren könnte, stelle für das Land kein Problem dar, so der Sozialdemokrat. "Unsere Pläne dienen ausschließlich der Verteidigung. Wir können nicht danach gehen, was andere Staaten fühlen oder denken könnten."

+++ 14.33 Uhr: Polen plant derzeit keine Waffenlieferungen an die Ukraine +++

Polen plant derzeit keinen Verkauf von Waffen an die Ukraine. "Polen gehört zu den Ländern, die der Meinung sind, dass diese Option in der Zukunft bestehen sollte", sagt Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak nach der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Warschau. "Jetzt allerdings planen wir keine Waffenlieferungen. Wir meinen, dass die Welt sich trotz der Spannungen, trotz der Opfer der vergangenen Tage darauf konzentrieren sollte, die Minsker Vereinbarungen umzusetzen und von dort den Weg zu Dialog und Frieden aufzunehmen."

Allerdings könne "niemand im Westen" damit zufrieden sein, dass das Hauptziel der Minsker Vereinbarung, nämlich ein Ende des Blutvergießens, in den vergangenen Tagen nicht erreicht wurde, betont Siemoniak.

+++ 14.27 Uhr: Nato fordert Abzug aller russischer Truppen +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg fordert von Russland den "Abzug all seiner Truppen" aus der Ostukraine. "Ich dränge Russland, all seine Truppen aus dem Osten der Ukraine abzuziehen, seine Unterstützung für die Separatisten einzustellen und die Minsker Vereinbarung einzuhalten", sagt Stoltenberg in der lettischen Hauptstadt Riga. Die formell seit Sonntag geltende Waffenruhe sei "nicht eingehalten" worden und die Situation um den erbittert umkämpften Bahnknotenpunkt Debalzewe habe sich "verschlechtert".

Russland bestreitet die Vorwürfe, die Rebellen mit Truppen und Waffen zu unterstützen. Stoltenberg sagt aber, "russische Streitkräfte, Artillerie und Luftabwehreinheiten sowie Kommando- und Kontrollelemente sind weiter aktiv in der Ukraine". Moskau habe die Zahl der Panzer und gepanzerten Fahrzeuge in der Ukraine stetig erhöht. Der Bruch der Waffenruhe durch die Separatisten, ebenso wie deren Weigerung, den Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) den Zugang zu Debalzewe gewähren, gefährdeten den Friedensplan.

+++ 14.09 Uhr: Lawrow warnt Westen vor Waffenlieferungen an Ukraine +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnt den Westen erneut vor Waffenlieferungen an die Ukraine. Die Lage in der Kleinstadt Debalzewe dürfe nicht zu einem Vorwand werden, den Friedensprozess scheitern zu lassen, sagt Lawrow am Mittwoch in Moskau.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte in einem Telefonat mit US-Vizepräsident Joe Biden nach Angaben aus Kiew erneut um Unterstützung mit Militärtechnik gebeten.

+++ 13.37 Uhr: Gabriel: Putin muss für Ende der Gewalt sorgen +++

Vizekanzler Sigmar Gabriel gibt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Schuld an der Eskalation im Ukraine-Konflikt. "Die Verantwortung für das, was in der Ukraine passiert, die hat Herr Putin, und die hat Russland. Und er muss dafür sorgen, dass die Gewalt durch die Aufständischen endlich unterbrochen wird", sagt der SPD-Chef beim politischen Aschermittwoch der Sozialdemokraten im bayerischen Vilshofen.

Zudem bekräftigt er, dass Deutschland keine Waffen in die Ukraine liefern werde. Dies wäre ein "Irrsinn". Auch Regierungssprecher Steffen Seibert und das Auswärtige Amt schlossen Waffenlieferungen aus. Die USA erwägen hingegen entsprechende Hilfen für die ukrainische Armee.

+++ 13.21 Uhr: Nato über Lage um Debalzewe tief besorgt +++

Die Nato ist tief besorgt über die sich verschlechternde Lage um Debalzewe. Generalsekretär Jens Stoltenberg sagt, die Weigerung der Separatisten, die Waffenruhe einzuhalten, gefährde das Minsker Abkommen.

+++ 13.13 Uhr: Großbritannien bringt Sanktionsverlängerung ins Gespräch +++

Der britische Außenminister Philip Hammond bringt eine weitere Verlängerung der Sanktionen gegen Russland und die prorussischen Separatisten in der Ukraine ins Gespräch. Sollte der Waffenstillstand nicht eingehalten werden, wäre die Ausweitung der Strafmaßnahmen bis zum Jahresende ein starkes Signal an die russische Führung, sagt Hammond bei einem Besuch in Lissabon. Einige der EU-Sanktionen laufen im Sommer aus, andere sind bis September verlängert.

+++ 12.43 Uhr: Tsipras warnt vor Wirtschaftskrieg gegen Russland +++

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras lässt offen, ob er einer Verlängerung oder Verschärfung von EU-Sanktionen gegen Russland zustimmen würde.

"Ein Wirtschaftskrieg gegen Russland bringt nichts", sagt er dem stern. Er wolle, dass die EU mit einer Stimme spreche. "Aber auch Griechenland leidet unter den Sanktionen."

+++ 12.27 Uhr: Neue Telefonkonferenz für den Abend geplant +++

Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Russland und der Ukraine werden noch an diesem Abend in einer Telefonkonferenz über die Ukraine-Krise beraten. Das teilt der französische Regierungssprecher Stéphane Le Foll mit.

+++ 12.15 Uhr: Tschechischer Hilfstransport in Ukraine eingetroffen +++

Ein tschechischer Hilfstransport trifft in der vom Bürgerkrieg geschüttelten Ukraine ein. Vier Lastwagen der tschechischen Feuerwehr hätten rund 40 Tonnen Hilfsmaterial in ein Verteilerzentrum in Kiew gebracht, teilt eine Rotkreuz-Sprecherin am Mittwoch in Prag mit.

Mehr als 20 Paletten medizinischen Materials und Geräte sind den Angaben zufolge für Krankenhäuser in der von Kämpfen betroffenen Ostukraine bestimmt. Darunter sind Spezialgeräte für die Behandlung von Verbrennungsopfern. Aus staatlichen Reserven und von privaten Spendern stammen ferner 300 Decken und Schlafsäcke, 1000 Isolierdecken und mehrere Tonnen Dachmaterial.

+++ 11.57 Uhr: Bundesregierung: Rebellen verstoßen gegen Minsker Abkommen +++

Die Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel verurteilt die Einnahme von Debalzewe scharf. Das militärische Vorgehen breche die seit Sonntag geltende Waffenruhe und verstoße massiv gegen das in der vorigen Woche im weißrussischen Minsk vereinbarten Maßnahmenpaket, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

Die neue Gewalt belaste und verletzte dieses Abkommen und die Friedenshoffnungen schwer. "Das bringt ohne jede Rücksicht großes Leid, weitere große Not über die Bevölkerung der Region." Die Frage, ob das Minsker Abkommen gescheitert sei, will Seibert weder mit einem klaren Ja noch mit einem Nein beantworten.

Die neue Gewalt belaste und verletze dieses Abkommen und die Friedenshoffnungen schwer, sagte der Regierungssprecher. "Das bringt ohne jede Rücksicht großes Leid, weitere große Not über die Bevölkerung der Region."

Seibert sagte weiter: "Auf deutscher Seite (...) hat immer die Erwartung geherrscht, dass die Umsetzung der Vereinbarung äußerst schwierig werden könnte und tatsächlich muss man heute sagen, dass die bisherige Bilanz der Umsetzung ernüchternd ist."

Außenminister Frank-Walter Steinmeier soll unterdessen in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen, Sergej Lawrow, den Vorstoß der Separatisten kritisiert haben.

+++ 11.43 Uhr: Lawrow: Waffenruhe wird fast überall eingehalten +++

Die Waffenruhe in der Ostukraine wird nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow in fast allen Kampfgebieten eingehalten. Eine Ausnahme sei Debalzewe.

+++ 11.37 Uhr: Poroschenko bestätigt Truppenabzug +++

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bestätigt den Abzug von Regierungseinheiten aus der umkämpften Stadt Debalzewe. Bisher hätten vier Fünftel der Soldaten den strategisch wichtigen Ort "organisiert" verlassen, teilte er am Mittwoch in Kiew mit.

+++ 11.28 Uhr: Russland verärgert über kanadische Sanktionen +++

Die russische Regierung reagiert verärgert auf neue kanadische Sanktionen im Ukraine-Konflikt. Russland behalte sich das Recht vor, auf die Strafmaßnahmen zu reagieren, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax das Außenministerium in Moskau. Die Regierung verstehe die Logik nicht, die dahinter stecke, und rufe den Westen auf, "den Krieg der Sanktionen" zu stoppen.

Am Dienstag hatte Kanada Handelsbeschränkungen gegen 17 russische und ukrainische Firmen und Einrichtungen sowie gegen 37 Personen beschlossen. Darunter ist der russische Ölkonkerzn Rosneft. Ministerpräsident Stephen Harper begründete die Sanktionen mit dem Vorwurf, Russland unterstütze die Rebellen in der Ostukraine. Russland weist dies zurück. "Die gemeinsamen Sanktionen, die von Kanada und seinen Partnern erlassen wurden, üben einen echten wirtschaftlichen Druck auf das Regime von Putin und seinen Kollaborateuren aus", sagte Harper mit Blick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

+++ 11.13 Uhr: Ukrainische Armeefahrzeuge verlassen Debalzewe +++

Dutzende Panzer und Armeefahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte ziehen sich aus der umkämpften Stadt Debalzewe im Osten des Landes zurück. Wie ein AFP-Reporter berichtet, traf die Kolonne mit sichtlich erschöpften Soldaten in der nahegelegenen Stadt Artemiwsk ein.

Einer von ihnen bestätigt, dass sie aus Debalzewe kämen. Die strategisch wichtige Stadt zwischen den selbsterklärten "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk war am Dienstag trotz der seit dem Wochenende geltenden Waffenruhe von den prorussischen Rebellen teilweise eingenommen worden.

Soldaten der ukrainischen Armee ziehen sich aus der umkämpften Stadt Debalzewe zurück

Soldaten der ukrainischen Armee ziehen sich aus der umkämpften Stadt Debalzewe zurück

ivi/mod/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.