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Die Morgenlage: Ukrainisches Passagierflugzeug im Iran abgestürzt – keine Überlebenden

Ukrainische Boeing-Passagiermaschine nach Abflug von Teheran abgestürzt +++ Kampf gegen die Buschbrände geht weiter - Sydneys Oper im Rauch +++ Brexit: Von der Leyen reist zu Johnson nach London +++ Die Nachrichtenlage am Mittwoch

Teheran: 170 Tote bei Flugzeugabsturz im Iran

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

Ein iranischer Vergeltungsangriff auf US-Soldaten im Irak schürt die Angst vor einer weiteren Eskalation und einem möglichen neuen Krieg im Nahen Osten. Inmitten der militärischen Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran stürzt nahe Teheran ein Passagierflugzeug ab. Ob ein Zusammenhang besteht, ist bislang noch völlig unklar. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Passagierflugzeug im Iran abgestürzt

Ein ukrainisches Passagierflugzeug ist kurz nach dem Abflug von Teheran abgestürzt. Die Boeing-Maschine habe nach Kiew fliegen sollen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch. Bei dem Absturz sind nach Angaben der Hilfsorganisation iranischer Halbmond alle Insassen ums Leben gekommen. Ein Sprecher sagte am Mittwochmorgen im iranischen Staatsfernsehen, es seien alle 173 Passagiere und Crewmitglieder getötet worden. Nach dem Absturz der Boeing 737 in der Nähe des Teheraner Imam-Chomeini-Flughafens hatte die iranische Nachrichtenagentur Insa zunächst von 180 Insassen berichtet. Die iranische Luftfahrtbehörde führte den Crash auf einen technischen Defekt zurück, wie der iranische Nachrichtensender Chabar unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde berichtete. Wie diese so kurz nach dem Absturz am Mittwochmorgen zu dem Schluss eines Technikfehlers als Ursache kam, blieb zunächst offen. "Uns sind die Medienberichte aus dem Iran bekannt und wir tragen gerade mehr Informationen zusammen", twitterte Boeing am Mittwoch. 

Kampf gegen die Buschbrände geht weiter – Sydneys Oper im Rauch

Etwas Regen und Temperaturen um 23 Grad haben den Feuerwehrleuten im Südosten Australiens eine kleine Atempause beschert. Der Kampf gegen die Flammen ist aber noch lange nicht vorbei: Im besonders betroffenen Bundesstaat New South Wales tobten am Mittwoch noch mehr als 120 Feuer. In der Küstenmetropole Sydney umhüllte Rauch die berühmte Oper, die Luft war nach Angaben der Gesundheitsbehörden zum Teil gefährlich schlecht. In der rund 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Canberra war es 34 Grad heiß. Die Menschen trugen nach wie vor Schutzmasken.

Das wird heute wichtig:

Sondertreffen der EU-Kommission wegen Iran-Krise

Die EU-Kommission kommt wegen der Krise im Nahen Osten am Mittwoch zu einer Sondersitzung in Brüssel zusammen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell soll Kommissionschefin Ursula von der Leyen und die anderen EU-Kommissare über seine Kontakte der vergangenen Tage unterrichten. Auch die anderen Kommissare sollen über ihre Gespräche mit Beteiligten in der Region berichten. Zudem soll während des Treffens das weitere Vorgehen der Brüsseler Behörde koordiniert werden. 

Brexit: Von der Leyen reist zu Johnson nach London

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen trifft am Mittwochnachmittag den britischen Premierminister Boris Johnson in London. Dabei soll es um den für 31. Januar geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und die anstehenden Verhandlungen über die künftigen Beziehungen gehen. Schon Ende dieses Jahres soll ein Handelsabkommen stehen. Zu der künftigen Partnerschaft hält von der Leyen auch eine Rede an der renommierten London School of Economics.

Krisengespräche und Pipeline-Eröffnung: Putin und Erdogan in Istanbul

Inmitten schwerer Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika werden der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Kremlchef Wladimir Putin in Istanbul zusammenkommen. Ein Anlass ist die Einweihung der russisch-türkischen Erdgas-Pipeline Turkish Stream, die nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit in Betrieb geht. Die rund 930 Kilometer lange Pipeline durch das Schwarze Meer soll die Türkei jährlich mit bis zu 15,75 Milliarden Kubikmetern Gas aus Russland versorgen.

40 Jahre nach der Tat: 57-Jähriger wegen Mordes vor Gericht

Ein 57 Jahre alter Mann muss sich vor dem Landgericht Aschaffenburg verantworten, weil er vor 40 Jahren einen Sexualmord an einem jungen Mädchen begangen haben soll. Der Mann sitzt seit Mai in Untersuchungshaft. Die Ermittler waren Jahrzehnte nach der Tat auf ihn gekommen, nachdem sie ihm die Spuren einer Bisswunde zuordnen konnten, die er der 15-Jährigen im Dezember 1979 zugefügt haben soll. Der Fall ist einer der sogenannten Cold Cases, die Ermittler auch nach Jahren weiterverfolgen. 

jek / AFP / DPA