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Ukraine: Donald Trump beleidigt Obama

Während Obama und Putin während der D-Day-Feierlichkeiten unter allen Umständen einen Ausrutscher vermeiden, hält sich Donald Trump mit Kritik nicht zurück. Die Ereignisse im stern-Newsticker.

+++ 19.50 Uhr: Putin fordert Ende der "Strafaktion" +++

Wladimir Putin fordert die ukrainische Regierung auf, den Militäreinsatz gegen Separatisten im Südosten zu beenden. Diese "Strafaktion" müsse gestoppt werden, sagt Putin im französischen Deauville. Er sagt weiter, sollten die Ukraine und die EU ein Assoziierungsabkommen schließen, werde Russland seine Wirtschaft zu schützen wissen.

+++ 19.20 Uhr: Poroschenko tritt Amt an +++

Petro Poroschenko tritt am Samstag offiziell sein Amt an. An der Zeremonie zur Amtseinführung in Kiew sollen neben Bundespräsident Joachim Gauck auch US-Vizepräsident Joe Biden und der französische Außenminister Laurent Fabius teilnehmen. Moskau ist auf der Ebene des Geschäftsträgers vertreten. Eine direkte Einladung an Putin erging nicht.

+++ 18.30 Uhr: Donald Trump hetzt gegen Obama +++

Aus seiner Abneigung gegenüber Barack Obama hat Donald Trump noch nie einen Hehl gemacht. Nun greift der Multi-Milliardär erneut zu harten Worten. Auf Twitter schreibt er: "Ohne Frage, Obama ist der schlechteste Präsident aller Zeiten. Ich sage voraus, jetzt wird er jetzt etwas wirklich schlimmes und dämliches tun, um seine Männlichkeit zu beweisen!"

Schon am Donnerstag scherzte Trump boshaft über die Außenpolitik von Obama. "Eilmeldung: Obama hat gerade mit Russland eine Vereinbarung getroffen. Sie bekommen Florida, Kalifornien und unsere Goldreserven. Wir bekommen Borscht und eine Flasche Wodka", twitterte er.

+++ 17.25 Uhr: Separatisten schießen Flugzeug ab +++

Separatisten schießen bei Slawjansk ein Aufklärungsflugzeug der ukrainischen Nationalgarde ab. Amateuraufnahmen, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht worden sind, zeigen, wie das Flugzeug Feuer fängt und zu Boden stürzt.

+++ 16.40 Uhr: Putin und Poroschenko rufen zu Waffenstillstand auf +++

Petro Poroschenko und Wladimir Putin hätten sich "für ein schnellstmögliches Ende des Blutvergießens im Südosten der Ukraine ausgesprochen", wird Kreml-Sprecher Dmitri Peskow von russischen Nachrichtenagenturen zitiert. Jegliche militärischen Aktivitäten seitens "der bewaffneten ukrainischen Kräfte und Anhänger einer Föderalisierung der Ukraine" sollten eingestellt werden.

+++ 15.31 Uhr: Auch Obama trifft Putin zum Gespräch +++

Barack Obama und Wladimir Putin treffen sich am Rande der D-Day-Feierlichkeiten zu einem "informellen Gespräch", wie das Weiße Haus mitteilt. Der Kreml sagt dazu: "Obwohl das kein eigens angesetztes Treffen war, hatten die Staatsoberhäupter die Möglichkeit, ihre Meinungen über die Lage in der Ukraine auszutauschen - und auch über die Krise in der Ostukraine."

+++ 14 Uhr: Steinmeier reist nach Russland +++

Zum ersten Mal seit der russischen Annexion der Krim reist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kommende Woche nach Russland. In St. Petersburg trifft Steinmeier am Dienstag gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski den russischen Außenminister Sergej Lawrow, wie das Auswärtige Amt mitteilt. Das direkte Gespräch mit der russischen Regierung sei notwendig, "um nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen für die aktuelle Krise in der Ukraine", sagt ein Sprecher.

+++ 13.15 Uhr: Putin trifft auf Poroschenko +++

Putin und der designierte ukrainische Staatschef Petro Poroschenko treffen am Rande der Feiern zum 70. Jahrestag der Alliierten-Landung in der Normandie erstmals zusammen. Vor einem Mittagessen der geladenen Staats- und Regierungschefs im Schloss von Bénouville hätten beide vereinbart, in den kommenden Tagen über "die Modalitäten eines Waffenstillstandes" zwischen Kiew und den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine zu beraten, heißt es aus dem Umfeld von François Hollande.

+++ 12.15 Uhr: Merkels Gespräch mit Putin beendet +++

Das Treffen von Merkel mit Putin ist vorüber. Nach Angaben aus deutschen Delegationskreisen dauerte es knapp über eine Stunde. Es war das erste persönliche Gespräch der beiden seit Langem. Ergebnisse sind noch nicht bekannt.

+++ 11.13 Uhr: Kurzer Handschlag zwischen Merkel und Putin +++

Kanzlerin Angela Merkel kommt in der Normandie mit Putin zusammen. Zur Begrüßung geben sich Merkel und Putin kurz die Hand, die Atmosphäre wirkt aber kühl. Die Politiker sitzen bei dem Gespräch vor den Flaggen beider Länder an einem Tisch relativ weit voneinander entfernt. Nach russischen Angaben sollen beide einen Plan besprechen, um die schwerste Sicherheitskrise in Europa nach Ende des Kalten Krieges zu entschärfen.

+++ 11.19 Uhr: 15 Separatisten getötet +++

Wie jetzt bekannt wurde, haben prorussische Separatisten am gestrigen späten Abend einen Grenzposten unter Beschuss genommen. Ukrainische Soldaten hätten mit Unterstützung der Luftwaffe den Angriff in Mariniwka, knapp 100 Kilometer östlich der Regionalhauptstadt Donezk, abgewehrt, teilt der Grenzschutz mit. Fünf ukrainische Soldaten wurden den Angaben zufolge verletzt. Ersten Informationen des Grenzsschutzes zufolge seien 15 Separatisten getötet worden.

+++ 06.45 Uhr: Clinton greift Putin an +++

Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat offenbar keine hohe Meinung von Kremlchef Wladimir Putin. Der russische Präsident sei "dünnhäutig und autokratisch", schreibt sie nach einem Bericht des TV-Senders CBS in ihrer bald erscheinenden Autobiografie. "Er nimmt Kritik übel und greift schließlich bei Widerspruch und Debatten hart durch." Die Gegenreaktion des Westens auf seine Annexionspolitik habe Erfolg, soll sie andeuten. "Wenn Putin sich zurückhält, dann nicht, weil er seinen Appetit für mehr Macht, Land und Einfluss verloren hätte", zitiert CBS aus dem Buch. Die Stärke der Nato trage ihren Teil dazu bei, ihm Einhalt zu gebieten.

+++ 04.15 Uhr: Warnung von Merkel +++

Angela Merkel warnt kurz vor dem Treffen mit Putin, Frieden und Freiheit könnten rasch in Frage gestellt werden. Der Jahrestag der Alliierten-Landung in der Normandie 1944, der heutige 6. Juni, solle dazu beitragen, "unser Engagement für den Erfolg Europas fortzusetzen", schreibt sie in einem Beitrag für die Tageszeitung "Ouest-France". Das Recht müsse in Europa den Vorrang haben - und nicht das Recht des Stärkeren.

+++ 02.50 Uhr: Putin trifft Cameron und Hollande +++

Erstmals seit der Eskalation in der Ukraine ist Russlands Präsident Wladimir Putin wieder mit führenden westlichen Politikern zusammengetroffen. Der britische Premier David Cameron übermittelte dem Kremlchef nach Angaben einer Sprecherin am gestrigen Abend "einige sehr klare und sehr deutliche Botschaften". Die beiden Politiker kamen auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle zusammen. Im Anschluss empfing Frankreichs Präsident François Hollande Putin. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird heute mit Putin sprechen. Während es beim Zusammentreffen Cameron-Putin nach russischen Angaben keinen Händedruck der beiden Politiker gab, schüttelten sich Putin und Hollande im Anschluss zu Beginn ihres Treffens die Hand.


ivi/mod/nck/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters