VG-Wort Pixel

Krieg in der Ukraine G7-Staaten wollen trotz Putin-Einladung am G20-Gipfel teilnehmen

Bundeskanzler Olaf Scholz verlässt eine Pressekonferenz zum Abschluss des G-7-Gipfels auf Schloß Elmau
Bundeskanzler Olaf Scholz verlässt eine Pressekonferenz zum Abschluss des G-7-Gipfels auf Schloß Elmau
© Peter Kneffel / DPA
G7-Staaten wollen trotz Putin-Einladung am G20-Gipfel teilnehmen +++ Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest +++ Mindestens 20 Tote nach Raketenangriff auf Einkaufszentrum +++ Die Nachrichten zu Russlands Krieg in der Ukraine im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Tag 124 des Ukraine-Krieges: Nach dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine steigt die Zahl der Todesopfer auf mindestens 20. Zum Ende des G7-Gipfels betonen die Teilnehmer ihre Unterstützung der Ukraine und drohen Russland mit Konsequenzen. Präsident Wolodymyr Selenskyj wiederholt vor Beginn des Nato-Gipfels seine Forderung nach modernen Luftabwehr-Systeme. Unterdessen stellt die Ratingagentur Moody's wegen nicht beglichener Schulden bei internationalen Investoren einen Zahlungsausfall Russlands fest.

Die wichtigsten Entwicklungen im stern-Ticker.

Helfen Sie den Menschen in der Ukraine
Stiftung stern: Hier spenden

19.11 Uhr: Kämpfe um wichtige Versorgungsstraße im Osten der Ukraine

In der Ostukraine kämpfen ukrainische und russische Truppen weiter erbittert um die Kontrolle der Trasse von Lyssytschansk nach Bachmut. Dem ukrainischen Generalstab zufolge wurde ein russischer Vorstoß auf die Ortschaft Spirne in Richtung der Stadt Siwersk abgewehrt. Die umkämpfte Straße ist eine der wenigen verbliebenen Nachschubrouten für Lyssytschansk. Die ehemalige Großstadt ist die letzte von ukrainischen Truppen gehaltene größere Ortschaft im Gebiet Luhansk.

18.32 Uhr: Bulgarien will 70 russische Diplomaten ausweisen

Bulgarien hat die Ausweisung von 70 russischen Diplomaten angekündigt. "Unsere Dienste haben sie als Personen identifiziert, die gegen unsere Interessen arbeiten", sagte der Regierungschef des Balkanlandes, Kiril Petkow. Es ist die bislang größte Zahl an Ausweisungen auf einen Schlag in dem EU-Mitgliedstaat. Die Diplomaten, die als "Gefahr für die nationale Sicherheit" identifiziert wurden, müssten bis zum 3. Juli ausreisen, erklärte das bulgarische Außenministerium. Die russische Botschafterin Eleonora Mitrofanowa sei einbestellt worden, um sie über Sofias Entscheidung zu informieren.

17.02 Uhr: USA setzen bei G7-Gipfel vereinbarte Sanktionen gegen Russland um

Die USA haben mit der Umsetzung der beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau vereinbarten Sanktionen gegen Russland begonnen. "Die heute ergriffenen Maßnahmen (...) treffen das Herzstück der Fähigkeiten Russlands, Waffen und Technologien zu entwickeln und einzusetzen", erklärte das Finanzministerium in Washington. Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten sich unter anderem auf Sanktionen gegen die russische Rüstungsindustrie verständigt. Sanktioniert werden nun 70 russische Unternehmen und 27 Einzelpersonen, darunter der staatliche Mischkonzern Rostec, den Washington als "Eckpfeiler" der russischen Militärindustrie bezeichnet. 

16.26 Uhr: G7-Staaten wollen trotz Putin-Einladung am G20-Gipfel teilnehmen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht davon aus, dass die G7-Staats- und Regierungschefs trotz der Einladung von Russlands Präsident Wladimir Putin am G20-Gipfel im November in Indonesien teilnehmen werden. Es habe beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau "große Einigkeit" gegeben, "dass wir die G20 nicht auseinander treiben wollen", sagte Scholz zum Abschluss des Treffens am Dienstag. Aus heutiger Sicht sei die Entscheidung der G7-Spitzen, "dass sie da sich hinbegeben".

Ein Berater Putins hatte am Montag gesagt, dass der russische Präsident an dem G20-Gipfel am 15. und 16. November teilnehmen wolle. Die indonesische Regierung als aktueller G20-Vorsitz hat auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeladen.

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi ging aber am Dienstag nicht von einer persönliche Teilnahme Putins aus. Indonesiens Präsident Joko Widodo, der auch am G7-Gipfel teilgenommen hatte, habe diese ausgeschlossen. "Da war er kategorisch, er wird nicht kommen." Denkbar sei vielleicht "eine Teilnahme aus der Ferne" etwa per Videoschalte, sagte Draghi. "Wir werden sehen."

15.02 Uhr: Britischer General – Moskau unabhängig von Kriegsausgang gefährlicher

Nach Einschätzung des Generalstabschefs der britischen Streitkräfte steigt die von Russland ausgehende Gefahr für die Sicherheit Europas unabhängig vom Ausgang des Ukrainekriegs. "Wir wissen nicht, wie der Krieg in der Ukraine ausgehen wird, aber in den meisten Szenarien wird Russland eine größere Gefahr für die europäische Sicherheit sein als vorher", sagte Generalstabschef Patrick Sanders bei einer Konferenz in London. 

Russland habe in der Vergangenheit oft bewiesen, dass es trotz anfänglicher Schwierigkeiten dank seiner Ausdauer und seiner beinahe endlosen Ressourcen siegreich aus einer militärischen Auseinandersetzung hervorgehen könne, begründete Sanders seine Warnung. Zudem habe Russlands Präsident Wladimir Putin klargemacht, dass er expansionistische Ziele verfolge. Rückschläge seien daher nur temporär.

14.35 Uhr: UN – 5,5 Millionen ukrainische Binnenflüchtlinge zurück in der Heimat

In der Ukraine sind 5,5 Millionen Menschen, die nach dem russischen Angriff in andere Landesteile geflohen waren, nach Angaben der Vereinten Nationen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Weiterhin seien aber 6,2 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben, berichtete das UN-Büro für Migration (IOM) in Genf. Viele Rückkehrer gab es im Norden des Landes und in der Hauptstadt Kiew. Binnenflüchtlinge sind Menschen, die in innerhalb ihres eigenen Landes aus der Heimat geflohen sind, aber nicht im Ausland Schutz suchten.

14.28 Uhr: Tempo bei Nato-Verhandlungen mit der Türkei hat offenbar zugenommen

Vor einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sehen Finnland und Schweden Fortschritte bei der Lösung des Nato-Streits mit der Türkei. Das Tempo der Verhandlungen habe sich deutlich erhöht, sagte Finnlands Präsident Sauli Niinistö nach Angaben der Nachrichtenagentur STT auf einer Pressekonferenz vor finnischen Journalisten. Natürlich werde die Diskussion mit Erdogan unvoreingenommen beginnen, um zu sehen, "wo der Schuh wirklich drückt und ob etwas dagegen getan werden kann", sagte er demnach. Er sei zu diesem Zeitpunkt weder optimistisch noch pessimistisch.

14.15 Uhr: Kiew – Ukraine erhält mehr als 40 Leichen gefallener Soldaten

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erneut Leichen gefallener Soldaten aus den eigenen Reihen von Russland erhalten. "Die Ukraine hat die Körper von 46 heldenhaften Verteidigern für ihre würdige Bestattung zurückgeholt", teilte das Ministerium für Reintegration in Kiew mit. 21 der Leichen seien von Verteidigern des Stahlwerks Azovstal aus dem von russischen Truppen eroberten Mariupol in der Ostukraine. Die Übergabe habe im südostukrainischen Gebiet Saporischschja stattgefunden. Ob und wie viele Tote an die russische Seite übergeben worden seien, wurde nicht mitgeteilt. Eine russische Bestätigung lag zunächst nicht vor. 

13.24 Uhr: Kreml: Russland würde Offensive bei Kapitulation der Ukraine sofort beenden

Russland würde seine Offensive gegen die Ukraine nach Kreml-Angaben im Fall einer Kapitulation Kiews sofort beenden. "Die ukrainische Seite kann alles noch vor dem Ende des heutigen Tages stoppen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau vor Journalisten. Dafür sei "ein Befehl an die nationalistischen Einheiten", "an die "ukrainischen Soldaten zur Niederlegung ihrer Waffen" notwendig. Kiew müsse zudem alle russischen Bedingungen erfüllen. "Dann wäre alles binnen eines Tages vorbei."

13.52 Uhr: Scholz hält Ende des Ukraine-Kriegs für nicht absehbar

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht im Moment wenig Chancen für eine diplomatische Beendigung des Ukraine-Kriegs. Es sei "leider zu beobachten, dass Russland mit unveränderter Brutalität den Krieg fortführt", sagte Scholz zum Abschluss des G7-Gipfels im bayerischen Schloss Elmau. "Wir sind also nicht in der Situation, in der man das Ende absehen kann." Es sei absehbar, dass "am Ende irgendwann" eine Vereinbarung der Präsidenten Russlands und der Ukraine stehe - "aber gegenwärtig ist das eben noch nicht der Fall". 

13.07 Uhr: Als Reaktion auf Nato: Russland will westliche Außengrenze stärken

Als Reaktion auf die von der Nato geplante Aufstockung ihrer schnellen Eingreifkräfte will Russland seine westliche Grenze weiter stärken. Vor dem Hintergrund neuer Gefahren entwickele das Verteidigungsministerium entsprechende Pläne, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Details nannte er nicht. "Die Nato ist ein aggressiver Block, ein Block, der zu Konfrontationszwecken geschaffen wurde."

13 Uhr: Mehr als die Hälfte der Trümmer in Krementschuk geräumt

Nach dem Raketenangriff im zentralukrainischen Krementschuk dauern die Aufräumarbeiten in dem völlig zerstörten Einkaufszentrum an. "Mehr als 60 Prozent der Trümmer sind geräumt", schrieb der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, auf Telegram. Nach jüngsten Angaben der ukrainischen Behörden stieg die Zahl der Todesopfer erneut - auf inzwischen mehr als 20. Zudem wurde eine dreitägige Trauer ausgerufen.

12.56 Uhr: Scholz: Werden Kosten des Ukraine-Kriegs für Putin hochtreiben

Zum Abschluss des G7-Gipfels auf dem bayerischen Schloss Elmau hat Kanzler Olaf Scholz die Geschlossenheit der Teilnehmer gegenüber Russland unterstrichen. "Wir sind uns einig: Präsident Putin darf diesen Krieg nicht gewinnen", sagte der SPD-Politiker in Elmau. "Und wir werden weiter die wirtschaftlichen und politischen Kosten für Präsident Putin und sein Regime hochhalten und in die Höhe treiben. Dafür ist es wichtig, zusammenzustehen, auch auf der langen Strecke, um die es hier sicherlich noch gehen wird."

12.47 Uhr: Selenskyj fordert Einstufung Russlands als "staatlichen Sponsor von Terrorismus"

Nach dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum im ukrainischen Krementschuk mit mindestens 20 Todesopfern hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland als "staatlichen Sponsor von Terrorismus" bezeichnet. "Nur völlig wahnsinnige Terroristen, die keinen Platz auf der Erde haben sollten, können Raketen auf zivile Objekte abfeuern. Russland muss als staatlicher Sponsor von Terrorismus anerkannt werden", forderte Selenskyj via Telegram.

12.27 Uhr: Gouverneur: Ukrainische Armee verteidigt weiterhin Lyssytschansk

Nach der Einnahme der ostukrainischen Großstadt Sjewjerodonezk durch russische Truppen verteidigt die ukrainische Armee laut Behördenangaben weiterhin die Nachbarstadt Lyssytschansk. "Lyssytschansk setzt die Verteidigung fort", erklärte Regionalgouverneur Serhij Hajdaj via Telegram. Russische Truppen versuchten weiterhin, Lyssytschansk einzukreisen und die Autobahn zwischen Bachmut und Lyssytschansk unter ihre Kontrolle zu bringen.

12.02 Uhr: G7 für internationale Konferenz zum Ukraine-Wiederaufbau

Die sieben großen westlichen Wirtschaftsnationen streben eine internationale Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine an. Die G7-Gruppe würde eine solche Konferenz und ein Wiederaufbauprogramm für die Ukraine unterstützen, heißt es im Entwurf der Abschlusserklärung des G7-Gipfels, der AFP vorlag. Planung und Ausführung des Programms sollten der Ukraine "in enger Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern" obliegen.

11.43 Uhr: Vor Nato-Gipfel: Selenskyj fordert Raketenabwehrsystem

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Spanien hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg telefoniert. Auf Twitter schrieb das Staatsoberhaupt, er habe die Bedeutung eines leistungsfähigen Raketenabwehrsystems für die Ukraine betont, "um russische Terroranschläge zu verhindern". Zudem seien die Positionen abgestimmt worden. Die Ukraine fordert seit Monaten Waffen vom Westen zur Abwehr des russischen Angriffskriegs, der Ende Februar begann. Der Nato-Gipfel findet am Mittwoch und Donnerstag in Madrid statt. Es wird erwartet, dass Selenskyj per Videoschalte daran teilnimmt.

11.36 Uhr: Russlands untersagt Bidens Frau und Tochter die Einreise

Als Reaktion auf westliche Sanktionen hat Russland weitere Einreiseverbote gegen Amerikaner verhängt, darunter gegen die Familie von US-Präsident Joe Biden. Dessen Frau Jill und Tochter Ashley dürften nicht mehr nach Russland reisen, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Der Präsident selbst und Außenminister Anthony Blinken sowie Hunderte Mitglieder des US-Repräsentantenhauses stehen bereits auf dieser Liste.

Neu aufgenommen wurden demnach weitere Mitglieder des US-Senats und mehrere Professoren von Hochschulen. Sie seien für einen "russophoben Kurs" in den USA verantwortlich, hieß es aus dem russischen Außenamt.

10.51 Uhr: Moskau: Einkaufszentrum in Krementschuk während Angriffs geschlossen

Der russische Raketenangriff in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk hat sich nach Angaben aus Moskau gegen ein ukrainisches Waffenlager gerichtet. Das nach dem Angriff am Montag ausgebrannte Einkaufszentrum sei zum Zeitpunkt des Angriffs geschlossen gewesen, erklärte die russische Armee. Der Raketenangriff richtete sich demnach gegen ein nahe gelegenes Waffen- und Munitionslager. Durch explodierende Munition sei das Einkaufszentrum in Brand geraten.

Die ukrainischen Behörden hatten dagegen am Montag angegeben, das Einkaufszentrum sei voller Menschen gewesen: Zum Zeitpunkt des Raketenbeschusses hätten sich "mehr als 1000 Menschen" in dem Gebäude aufgehalten, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Mindestens 18 Menschen kamen nach ukrainischen Behördenangaben bei dem russischen Angriff ums Leben.

10.09 Uhr: G7-Staaten wollen an Preisdeckel für russisches Öl arbeiten

Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Mechanismen für einen Preisdeckel für russisches Öl prüfen. Die zuständigen Minister sollten entsprechend angewiesen werden, bestätigten mehrere Diplomaten kurz vor dem Abschluss des G7-Gipfels im bayerischen Elmau.

9.57 Uhr: US-Regierung: G7-Staaten geben Milliarden für Ernährungssicherheit

Die G7-Staaten werden sich nach Angaben der US-Regierung verpflichten, bis zu fünf Milliarden US-Dollar für die weltweite Ernährungssicherheit bereitzustellen. Mehr als die Hälfte des Betrages werde von den Vereinigten Staaten kommen, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau.

Der Regierungsvertreter warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, "Lebensmittel als Kriegswaffe" einzusetzen. Schätzungen gingen davon aus, dass bis zu 40 Millionen Menschen in diesem Jahr durch Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine in die Armut gedrängt werden könnten. Das wiederum hätte Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit in der ganzen Welt.

9.35 Uhr: Gouverneur: Noch 36 Vermisste nach Angriff auf Einkaufszentrum

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine mit mindestens 18 Toten dauert die Suche nach möglichen weiteren Opfern an. 36 Menschen galten am Morgen noch als vermisst, wie der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, via Telegram schrieb. Hunderte Einsatzkräfte seien vor Ort. Lunin veröffentlichte zudem Bilder, die zeigen, wie schwere Metallplatten von einem Kran angehoben werden.

8 Uhr: Konsumlaune der Deutschen wird mit steigender Inflation schlechter

Das Konsumklima in Deutschland ist wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs auf ein Rekordtief gefallen. Das Konsumforschungsunternehmen GfK ermittelte für Juli ein im Vergleich zum Vormonat um mehr als 27 Punkte eingebrochenes Konsumklima. "Der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie unterbrochene Lieferketten lassen vor allem die Energie- und Lebensmittelpreise explodieren und führen dazu, dass sich das Konsumklima so trüb wie noch nie zeigt", erklärte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

6.32 Uhr: Angriff auf Einkaufszentrum: Zahl der Toten steigt auf 18

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine ist die Zahl der Toten auf mindestens 18 gestiegen. Das schrieb der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, am Morgen via Telegram. Die Rettungs- und Aufräumarbeiten in der Stadt Krementschuk liefen in der Nacht weiter. Bei dem Angriff am Montag wurden rund 60 Menschen verletzt. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft berichtete zudem am Montag von mehr als 40 Vermisstenmeldungen.

6.21 Uhr: Russische Bürgerrechtler: Oppositionspolitiker Jaschin festgenommen

In der russischen Hauptstadt Moskau ist der prominente liberale Politiker Ilja Jaschin nach Angaben von Bürgerrechtlern festgenommen worden. Er sei auf eine Polizeistation gebracht worden, teilte das Bürgerrechtsportal Owd-Info in der Nacht mit. Sein Anwalt habe zunächst keinen Zugang zu dem Oppositionspolitiker bekommen. Der 38-Jährige soll Forderungen eines Polizeibeamten nicht nachgekommen sein, wie Owd-Info die Journalistin Irina Bablojan zitierte, die mit Jaschin vor der Festnahme spazieren war. Im Frühjahr war gegen ihn laut Medienberichten wegen angeblicher Verunglimpfung der russischen Armee während Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ermittelt worden.

5.55 Uhr: Explosionen in Mykolajiw

Am frühen Morgen wurden Explosionen in der südukrainischen Stadt Mykolajiw gemeldet, wie Bürgermeister Olexander Senkewitsch via Telegram schrieb. Über Schäden und Opfer wurde noch nichts bekannt. Er rief die Einwohner auf, sichere Orte aufzusuchen.

5.30 Uhr: G7-Gipfel in Elmau endet - Kanzler Scholz zieht Bilanz

Nach mehr als einem halben Dutzend Arbeitssitzungen und zahlreichen bilateralen Gesprächen beenden die G7-Staats- und -Regierungschefs am Dienstag ihre Beratungen im bayerischen Schloss Elmau. Zentrale Themen dürften am dritten Gipfeltag erneut der Ukraine-Krieg mit der durch Russlands Aggression beförderten Hungerkrise sein. Diese droht vor allem in Ostafrika. Erwartet werden konkrete Finanzzusagen der G7-Staaten. Anschließend reisen einige der Gipfelteilnehmer weiter nach Madrid zum Nato-Gipfel.

4.45 Uhr: G7-Staaten wollen trotz Energiekrise an Klimazielen festhalten

Die Gruppe der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) will trotz der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise an den derzeitigen Klimaschutzzielen festhalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden die Mitglieder in der Abschlusserklärung zum G7-Gipfeltreffen im bayerischen Elmau deutlich machen, dass sie das sogenannte Pariser Abkommen weiterhin als Richtschnur für ihr Handeln ansehen. In diesem hatten sich die Länder der Welt im Dezember 2015 darauf geeinigt, Anstrengungen zu unternehmen, um die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

3.08 Uhr: Putin besucht auf erster Auslandsreise seit Februar Tadschikistan

Russlands Präsident Wladimir Putin reist ins zentralasiatische Tadschikistan. Es ist seine erste Auslandsreise seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine Ende Februar. Von Tadschikistan reist Putin weiter nach Turkmenistan, wo er am Mittwoch an einem Gipfeltreffen der Anrainer des Kaspischen Meeres teilnimmt.

2.36 Uhr: Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest

Die Ratingagentur Moody's hat wegen nicht fristgemäß beglichener Schulden bei internationalen Investoren einen Zahlungsausfall Russlands festgestellt. Konkret gehe es um Zinszahlungen zweier Staatsanleihen, die auch nach Ablauf einer Verzugsfrist von 30 Tagen nicht bei Gläubigern angekommen seien, teilte das US-Unternehmen am Montag in New York mit.

1.48 Uhr: Zahl der Todesopfer nach Raketenangriff auf Einkaufszentrum in Ukraine steigt auf 16

Nach dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufzentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Rettungskräfte auf mindestens 16 gestiegen. 59 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der Leiter der ukrainischen Rettungsdienste, Serhij Kruk, in der Nacht via Telegram. 25 von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden. Die Einsatzkräfte würden weiter Rettungsarbeiten vornehmen, "Trümmer beseitigen und Feuer löschen", erklärte Kruk weiter. "Die Arbeiten werden rund um die Uhr fortgesetzt".

Die Teilnehmer des G7-Gipfels verurteilten den russischen Angriff als Kriegsverbrechen und drohten Kremlchef Wladimir Putin mit Konsequenzen.

1.37 Uhr: Selenskyj bekräftigt Forderung nach Luftabwehr-Technik

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den Westen mit Nachdruck um moderne Luftabwehr-Systeme ersucht. Die Ukraine habe schon vor dem Krieg und direkt nach der russischen Invasion darum gebeten, betonte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache in der Nacht. "Die Leute im Einkaufszentrum in Krementschuk verdienten die gleiche Sicherheit wie Leute in jedem Einkaufszentrum der Welt, ob irgendwo in Philadelphia oder Tel Aviv, oder in einer Einkaufspassage in Dresden."

0.50 Uhr: Ermittler: Mehr als 40 vermisst nach Angriff auf Einkaufszentrum

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine sind bei den Behörden mehr als 40 Vermisstenanzeigen eingegangen. Das teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft in der Nacht mit. Die Zahl der Getöteten stieg unterdessen nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, von 13 auf 15. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurden 59 Menschen medizinisch behandelt, rund die Hälfte von ihnen sei in einem ernsten Zustand. Die Ukraine machte Russland für den Angriff verantwortlich. Die Attacke wurde international scharf verurteilt.

les / tis / fs DPA AFP

Mehr zum Thema



Newsticker