Fleischindustrie "Eine absehbare Katastrophe": Warum das Coronavirus in Schlachthöfen leichtes Spiel hat

Fleischindustrie: "Eine absehbare Katastrophe": Warum das Coronavirus in Schlachthöfen leichtes Spiel hat
© Ingo Wagner/ / Picture Alliance
Wieder ist Covid-19 in einem Schlachthof ausgebrochen. Mehr als 600 Infizierte gibt es in einer Fabrik bei Gütersloh. Seit Jahren kämpft der Geistliche Peter Kossen gegen die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Er sagt: Das System beruht auf Ausbeutung.
Interview: Johannes Röhrig

Die Fleischindustrie hat sich zum Corona-Hotspot entwickelt. Nach Infektionsherden in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg ist Covid-19 nun erneut in Nord-Rhein-Westfalen ausgebrochen. Mehr als 600 Arbeiter sollen sich in einer Fabrik im Kreis Gütersloh infiziert haben, Schulen und Kitas wurden geschlossen. Der katholische Geistliche Peter Kossen prangert seit Jahren die prekären Wohn- und Beschäftigungsbedingungen von Arbeitsmigranten an.

Herr Kossen, sind Sie überrascht darüber, dass das Virus in der Fleischindustrie derart grassiert?

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