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+++ Das TV-Duell im Liveticker +++: Umfragen - minimaler Vorsprung für Steinbrück

Das große TV-Duell ist Geschichte - Kanzlerin Merkel und SPD-Kandidat Steinbrück haben auf viele Fragen geantwortet - und nicht viel Neues gesagt. In einigen Umfragen liegt Steinbrück leicht vorn.

+++ 23.13 Uhr +++ Das ZDF sieht Merkel in ihrer Umfrage vorn. Die Forschungsgruppe Wahlen kommt zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent der Befragten erklärten, Merkel habe sich besser geschlagen. Steinbrück kam auf 33 Prozent, sein Auftritt sei für viele aber besser als erwartet gewesen. Für 27 Prozent der Zuschauer lagen Merkel und Steinbrück auf einem Niveau. Unter bislang unentschlossenen Wählern fanden 37 Prozent Steinbrück besser und 35 Prozent Merkel.

+++ 22.51 Uhr +++

ProSieben liegt genau zwischen den Umfragen von ARD und RTL: 50,1 Prozent für Steinbrück, 49, 9 Prozent für Merkel. Man auch sagen: unentschieden.

+++ 22.44 Uhr +++

Auch interessant: Die ARD kommt in ihrer Umfrage zu einem anderen Ergebnis. 49 Prozent sehen Steinbrück vorn, 44 Prozent die Kanzlerin.

Weitere Ergebnisse der ARD-Umfrage: War war sympathischer? Merkel 52% / Steinbrück 32% Kompetenter? Merkel 47 / Steinbrück 40 Verständlicher? Merkel 40 / Steinibrück 44 Bessere Argumente? Merkel 38% / Steinbrück 48 % Überzeugender? Merkel: 38 / Steinbrück 52

+++ 22.33 Uhr +++ Das Ergebnis einer Blitz-Umfrage von Forsa im Auftrag von RTL: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das TV-Duell hauchdünn für sich entschieden. Danach gaben in einer Blitzerhebung unmittelbar nach Ende des TV-Duells 44 Prozent der Befragten an, dass die Bundeskanzlerin das 90-minütige Rededuell gewonnen hat. 43 Prozent dagegen sahen SPD-Herausforderer Peer Steinbrück als Sieger des einzigen verbalen Schlagabtauschs der Spitzenkandidaten vor der Bundestagswahl.

+++ 22.21 Uhr +++

Anne Will begibt sich in die Talkrunde zu Jauch. Dort scheint man auch ein wenig ratlos. Stoiber, klar, lobt und verteidigt Merkel. Steinmeier sieht seinen Parteigenossen im Vorteil, auch klar. Allerdings ist Steinmeier auch zurückhaltend. Breitner und Schwarzer wirken ein wenig ratlos. Niemand kann so recht etwas mit den zurückliegenden 90 Minuten anfangen bzw. auch die Runde tut sich schwer, einen klaren Sieger zu küren.

+++ 22.11 Uhr +++ Das war es. Jetzt haben Experten und Umfragen das Wort. Interessant ist, dass in einer Umfrage der ARD zufolge bei Halbzeit 44 Prozent Merkel vorne sahen, aber 43 Prozent Steinbrück. Das sehen wir anders. Unser Meinung nach war Merkel in der ersten Hälfte klarer Sieger, in der zweiten hat Steinbrück Boden gut gemacht. Unser Urteil lautet: Ein Unentschieden mit leichtem Vorteil für die Kanzlerin.

+++ 22.01 Uhr +++

Jetzt die Schlussworte. Peer, das ist nichts. Der SPD-Kanzlerkandidat wirkt wie ein Schüler, der ein Weihnachtsgedicht aufsagt. Außerdem schielt er immer auf den Teleprompter - und Merkel bekommt einen leicht weihevollen Ton. Ihr Schlusswort ist aber auch nicht viel besser performt.

Gut, dass es vorbei ist.

+++ 21.58 Uhr +++

Jetzt muss sich Steinbrück auch für seinen Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel rechtfertigen. Wird der ihn nach einer verlorenen Bundestagswahl absägen? Merkel setzt noch einen drauf und stichelt, das wird in der SPD entschieden. Nur nicht von Steinbrück.

+++ 21.56 Uhr +++

Jetzt ist Steinbrück dran: Wie sieht es mit einer rot-rot-grünen Koalition aus? Und was ist mit den Linken? Ach, sagt Steinbrück: Im Moment nicht regierugnsfähig auf Bundesebene. Kann sich aber in Zukunft ändern.

+++ 21.55 Uhr +++

Merkel zum künftigen Koalitionspartner. FDP ist gut, SPD nicht so.

+++ 21.52 Uhr +++

Jetzt schlägt wieder Raab zu: Die meisten Deutschen wollen Steinbrück als Finanzminister in einer Großen Koalition zurück. Wie soll man denn jetzt wählen, fragt Raab. Auch dafür brauche die SPD Stimmen. Es folg ein kleines Geplänkel. Das bringt die nette Fragestunde hier aber jetzt auch nicht mehr voran.

+++ 21.50 Uhr +++

Auch Merkel lehnt einen Luftschlag ab, Deutschland werde sich nicht daran beteiligen. Sie setzt auf Diplomatie bzw. ohne UN-Mandat oder ein NATO-Mandat läuft nichts.

+++ 21.48 Uhr +++

Syrien! Steinbrück lehnt einen Luftschlag klar ab. Das war bekannt. Er sagt, dass dadurch die Situation der Menschen in Syrien nicht verbessert würde.

+++ 21.44 Uhr +++

Superauftritt von Raab: Er fragt die Kanzlerin, ob sie von den Umtrieben der NSA erst durch Snowden erfahren habe. Merkel sagt, teilweise. Raab: "Also sind sie Snowden dankbar?" "Nein, so habe ich dass nicht gesagt." Bei diesem Thema kann Merkel nicht punkten. Da lässt es sich Steinbrück nicht nehmen, Whistleblower Snowden zu loben - ein bisschen.

+++ 21.42 Uhr +++

Endlich kommen die spannenden Themen: der NSA-Abhörskandal. Merkel redet viel und sagt wenig. Sie versucht das Thema mit vielen Worten zu umschiffen. Jetzt ist sie in der Defensive. Das ist nicht ihr Thema.

+++ 21.38 Uhr +++

Jetzt Betreuungsgeld. Merkel erklärt ausführlich, warum und wieso es dazu gekommen ist und wie das mit dem Seehofer, Horst war. Da hat sie keine Argumente auf ihrer Seite. Steinbrück sagt, das Betreuungsgeld sei integrationspolitischer Unsinn. Da hat er Recht, der SPD-Mann.

+++ 21.37 Uhr +++

Steinbrück malt die Situation der Krankenversorgung in düsteren Farben. Da muss Merkel sich auch noch mal äußern: "Wir tun da einiges."

+++ 21.34 Uhr +++

Oh, Raab jetzt ganz kritisch. Wie sei es denn mit der Eigenverantwortung? Das ist bezogen auf seine Aussage Steinbrücks über Gesundheitsminister Bahr, in der sich sich über den FDP-Mann lustig gemacht hat.

+++ 21.33 Uhr +++

Steinbrück will langfristig gesetzliche und private Versicherung vereinen. Jeder solle nach seinem Verdienst einzahlen.

+++ 21.29 Uhr +++

Jetzt Gesundheitspolitik: Anne Will fragt nach dem großen Problem, das die Regierung Merkel nicht gelöst hat. Merkel redet wieder von tapferen Krankenschwestern. Sie gibt auch zu, dass es Probleme gibt mit dem System der Krankenvericherungen. Aber grundsätzlich sei alles in Ordnung.

+++ 21.27 Uhr +++ Jetzt wird's dröge. Energiepolitik. Atomaustieg. Erneuerbare Energien. Jetzt ein Song von Raab wäre spanennder. Wir brauchen erneuerbare Energien, sagt Merkel. Steinbrück stimmt zu. Eins wird deutlich: Steinbrück hat bei diesem Thema keine große Nähe zu den Grünen. Puh...

+++ 21.22 Uhr +++

Rente mit 67. Raab weist Steinbrück auf seine Parteigenossin Manuela Schwiesig hin, die an der Rente mit 67 zweifelt. Weiß in der SPD überhaupt jemand, was die anderen reden? Steinbrück bleibt nur, auf Parteibeschlüsse hinzuweisen.

+++ 21.13 Uhr +++

Thema Rente: Steinbrück laviert um das Thema herum. Konkrete Zahlen will er nicht nennen. Merkel punktet auch hier wieder. Sie dreht den Spieß einfach um und redete über die niedrigen Gehälter von vielen Menschen. Das wirkt volksnah.

+++ 21.12 Uhr +++

Jetzt wird es ein wenig lustig: Frage: Verdienen Politiker in diesem Land genug? Steinbrück: "Sie glauben doch nicht, dass ich auf diese Frage antworte." Soll ein wenig witzig sein, weil er, wir erinnern uns, die unsägliche Diskussion um Politikergehälter und seine Redner-Honorare hatte. Merkel gibt wieder eine klare Antwort. "Ja, Politiker verdienen genug."

+++ 21.10 Uhr +++

"So läuft das nicht". Steinbrück zu Kloeppel, weil der ihm erzählt, Steinbrück wollte damals bei der Agenda 2010 noch härter vorgehen. Steinbrück weist den Vorwurf zurück. Bissig, der Steinbrück, aber auch ein wenig verkrampft. Der Mann muss kämpfen.

+++ 21.07 Uhr +++

Jetzt will Peter Kloeppel zum Thema Soziales und Arbeit überleiten. Merkel lässt es sich nicht nehmen, noch mal auf das Thema Steuerhinterziehung zurückzukommen. Sie zählt alle Maßnahmen der Regierung und der internationalen Gemeinschaft auf. Naja.

+++ 21.05 Uhr +++

Frage Raab zu den Steuersündern: Können wir da überhaupt etwas tun. Die SPD-Wahlplakate würden das suggerieren. Steinbrück sieht Raab an, als ginge es zum Pistolenduell. Er kontert: Natürlich können wir viel tun und zählt die Maßnahmen auf. Steinbrück wird etwas bissiger. Die SPD-Anhänger haben jetzt bestimmt vor Glück aufgeheult.

+++ 21.02 Uhr +++

Merkels Hauptargument: Die Eigenverantwortlichkeit, das will Merkel von den Krisenstaaten sehen. Sie weist auf die Agenda 2010 hin, die Deutschland fit gemacht habe.

+++ 21.01 Uhr +++

Steinbrück gibt nicht auf: Hauptvorwurf an Merkel: Die strnege Sparpolitik killt Länder wie Griechenland.

+++ 20.57 Uhr +++

Merkel holt zum Thema Griechenland weit aus. Ganz staatstragend. Sie soll der SPD in einem noch nicht öffentlichen Interview Unzuverlässigkeit in Sachen Europa vorwerfen. Merkel kontert eiskalt. Steinbrück habe in der Vergangenheit die Politik mitgetragen. Klarer Punkt für Merkel. Für Steinbrück gibt es beim Thema Griechenland und Euro-Krise nichts zu holen.

+++ 20.54 Uhr +++

Jetzt holt Steinbrück ganz groß aus. Deutschland wurde nach dem 2. Weltkrieg auch geholfen. Wir dürfen die Griechen nicht im Stich lassen. Wie teuer die Rettung am Ende tatsächlich wird, kann auch Steinbrück nicht sagen.

+++ 20.53 Uhr +++

Jetzt geht es durcheinander: Seehofer und Griechenland. Steinbrück lässt es sich nicht nehmen, Merkel direkt mit Seehofer zu kritisieren.

+++ 20.51 Uhr +++ Jetzt das Thema Griechenland. Merkel spricht von der größten Krise Europas. Ihre Regierung habe nie gesagt, dass es kein drittes Rettungspaket geben würde.

+++ 20.48 Uhr +++

Und wieder Raab an Merkel: Was ist dran an der Forderung von "ihrem Freund" Horst Seehofer zur Forderung einer Maut für Ausländer? Merkel umschifft die Frage ganz locker. Auch der zweite Versuch von Raab, Merkel in die Parade zu fahren, misslingt. Merkel cool.

+++ 20.46 Uhr +++

Steinbrück bleibt nur, dass Merkel die Staatsschuld erheblich gesteigert hat.

+++ 20.44 Uhr +++

Jetzt die Frage zum Schuldenberg. Wieder ist Raab der Fragesteller, und er macht es so, dass es jeder Schüler versteht. Merkel antwortet wieder souverän und gibt den Vorgängerregierungen eine Mitschuld an den hohen Schulden.

+++ 20.20 Uhr +++

Ha, die Kanzlerin lässt sich nicht von Raab unterbrechen. "Herr Raab, bitte lassen sie mich". Die Diskussion dreht sich um den Mindestlohn. Merkels Antworten sind merklich ausführlicher.

+++ 20.38 Uhr +++

Das ist sie, die Frage nach dem Mindestlohn. Zumindest Steinbrück macht die Frage dazu, ob die Menschen nach vier Jahren unter seiner Kanzlerschaft mehr verdienen. Der SPD-Mann antwortet kurz. SPD-Wahlprogramm. Merkel nimmt sich mehr Zeit, antwortet viel ausführlicher. Die Frage an sie kam im Übrigen von Stefan Raab. Ds war ganz brav.

+++ 20.37 Uhr +++

Will fällt Steinbrück ins Wort. Der verbittet sich sich das.

+++ 20.31 Uhr: Der Countdown läuft +++

Erste Frage an Merkel: Würde bei ihr im Wahlomat-Test auch CDU herauskommen? Merkel bleibt aber souverän und gibt allgemeine Wahlkampfstatemments von sich.

+++ 20.30 Uhr: +++

Es geht los. Maybrit Illner stellt die erste Frage an Steinbrück: Wenn alles zutrifft, was Steinbrück der Regierung Merkel vorwirft, warum wird er dann nicht von einer Begeisterungswelle in Kanzleramt getragen. Steinbrück wirkt bei seiner Antwort noch etwas angespannt. Kernaussage Steinbrück: Das wird erst die Wahl entscheiden.

+++ 20.20 Uhr: Der Countdown läuft +++

Die übertragenden TV-Sender ARD, ZDF, RTL und ProSieben liefern uns viele Zahlen und Umfrageergebnisse. Dabei ist die Ausgangslage doch klar: Merkel und die CDU liegen weit vor Steinbrück und der SPD.

+++ 20.15 Uhr: Der Countdown läuft +++

Ein Duell hat Steinbrück schon gewonnen - er trifff vor der Kanlzerin im Studio in Berlin-Adlershof ein. Als der SPD-Kandidat die vielen Merkel-Plakate sieht, wandern seine Mundwinkel nach unten. Dann schafft er es aber doch noch, ein Lächeln auf sein Gesicht zu zaubern.

+++ 20.00 Uhr: Vor dem großen TV-Duell +++

Herzlich willkommen zum großen TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück, liebe stern.de-Leser!

Es ist soweit: In einem TV-Studio in Berlin-Adlershof stellen sich die Bundeskanzlerin und ihr Herausforderer Peer Steinbrück den Fragen von Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL), Anne Will (ARD) und Stefan Raab (ProSieben). Um den ProSieben-Moderator hatte es im Vorfeld eine Debatte gegeben. Kann Raab TV-Duell? Welche Rolle wird er spielen? Macht er aus einer ernsthaften, politischen TV-Debatte eine Unterhaltungsshow? Nein, das glauben wir nicht. Immerhin hat Raab bei der Pressekonferenz vor der Sendung schon mal eine Anzugshose getragen statt der obligatorischen Jeans. Der Mann ist also anpassungsfähig und wird sich redlich Mühe geben.

Die Sendung, die in der ARD, im ZDF, auf RTL und ProSieben läuft, wird 90 Minuten lang sein. Die Moderatoren stellen ihre Fragen paarweise - Kloeppel und Illner bilden ein Team, das andere Will und Raab. Es gibt fünf große Themenblöcke, zu denen Merkel und Steinbrück jeweils die gleiche Eingangsfrage bekommen – sie haben dann jeweils 90 Sekunden Zeit für ihre Antwort. Außerdem wird während der ganzen Sendung penibel darauf geachtet, dass Merkel wie Steinbrück in etwa die gleiche Redezeit bekommen. Der Kanzlerin steht das Schlusswort zu.

Das einzige TV-Duell ist diesmal besonderes spannend, weil es drei Wochen vor der Abstimmung Millionen unentschlossene Wähler gibt – da gilt es vor allem für die SPD und Steinbrück, Stimmen zu gewinnen. Der sozialdemokratische Kanzlerkandidat liegt in den Umfragen bekanntermaßen weit abgeschlagen hinter der Amtsinhaberin. Die wichtigste Frage lautet also: Schafft Steinbrück eine Wende? Erste Antworten auf die Frage gibt es schnell: Ein Expertenteam der Uni Hohhenheim analysiert die Sendung mit 220 Testzuschauern. Die Meinungsforschungsinstitute werden nach dem Ende der Sendung Blitzumfragen liefern.

Liebe Leser, es ist angerichtet für einen hoffentlich spannenden und informativen TV-Abend mal ganz ohne Tatort oder Blockbuster. Jetzt geht es um Politik – und in unserem Liveticker zur wichtigsten politischen Sendung des Jahres sind Sie immer auf dem Laufenden.