HOME

+++ Newsticker zur GroKo +++: Die Ressorts sind vergeben, von der Leyen wird Verteidigungsministerin

Die GroKo kommt: Die SPD-Mitglieder haben mit großer Mehrheit zugestimmt. Bei der Union sickern spektakuläre Personalentscheidungen durch. Alle Ereignisse im Ticker.

+++ 18.25 Uhr: Ressortaufteilung ist offiziell +++

Offiziell bestätigt ist nun die Aufteilung der Ressorts zwischen den Koalitionsparteien. Die dazugehörigen Namen werden allerdings erst am Sonntag offiziell bekannt gegeben.

Die CDU bekommt folgende fünf Ministerien: Innen, Finanzen, Verteidigung, Gesundheit, Bildung und Forschung

Die CSU bekommt folgende drei Ministerien: Verkehr und digitale Infrastruktur, Ernährung und Landwirtschaft, Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Die SPD bekommt folgende sechs Ministerien: Auswärtiges Amt, Wirtschaft und Energie, Arbeit und Soziales, Justiz und Verbraucherschutz, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

+++ Dobrindt wird Minister für Verkehr und Digitales, Friedrich macht Entwicklungshilfe +++

Weitere Ministernamen machen die Runde: CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt soll Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur werden. Der bisherige Innenminister Hans-Peter Friedrich soll vom Innen- ins Entwicklungshilfeministerium wechseln. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe soll Medienberichten zufolge Gesundheitsminister werden.

+++ Von der Leyen soll Verteidigungsministerin werden +++

Die bisherige Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll das Verteidigungsministerium übernehmen. Das berichten übereinstimmend "Süddeutsche Zeitung" und "Bild am Sonntag". Der amtierende Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) soll demnach Innenminister werden. Peter Altmeier (CDU) könnte Ronald Pofalla als Kanzleramtsminister ablösen. Eine offizielle Bestätigung der Personalien gibt es noch nicht.

+++ 15.33 Uhr: Merkel gratuliert Gabriel +++

Die CDU-Vorsitzende und amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte SPD-Chef Sigmar Gabriel "zur Beteiligung und zum Ergebnis des Mitgliederentscheids". Sie freue sich auf die Zusammenarbeit, teilte die CDU mit.

+++ 15.16 Uhr: Bei Twitter wird über Entscheidung geschimpft +++

Auf Twitter ist der Unmut über das Ja zur GroKo groß. Unter den Hashtags #SPD oder #NoGroKo wird geschimpft. Einige sprechen vom besiegelten Untergang der Partei: "Immerhin tragen 76% der SPD Basis den Parteiuntergang mit", heißt es dort oder: "Die SPD ist zu 75,9 Prozent doof." Für FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher lässt dies nur einen Schluss zu: "Twitter zeigt kein annähernd repräsentatives Meinungsbild:"

+++ 15.11 Uhr: Gabriel badet in der Menge +++

"Tschüss und vielen Dank", mit diesen Worten verabschiedet sich ein gelöster Sigmar Gabriel von der Pressekonferenz und nimmt nochmal ein Bad in der Helfermenge. Fragen zu den Gerüchten über die Besetzung der Ministerposten wollte er nicht beantworten. Er dankte aber auch ausdrücklich denjenigen, die mit Nein gestimmt hätten. "Sie sind ebenso gute und engagierte Sozialdemokraten, wie die, die mit Ja gestimmt haben", sagte Gabriel. Es ginge nun die nächsten vier Jahre darum, die 24 Prozent davon zu überzeugen, "dass die 76 Prozent Recht hatten".

+++ 15.00 Uhr: 75,96 Prozent sagen Ja zur Großen Koalition +++

Gabriel erteilt das Wort nun Barbara Hendricks. Sie wird die Zahlen verkünden. Angela Merkel und Horst Seehofer seien bereits über das Ergebnis informiert, sagt Gabriel. Hendricks erklärt: "Von den 447.820 stimmberechtigten Mitgliedern haben 339.680 Mitglieder ihren Stimmzettel abgegeben. Das entspricht einer Beteiligung von 77,8 Prozent." Jubel im Publikum. 31.800 Einsendungen seien ungültig gewesen, 337.880 Stimmen damit wirksam abgeben. "Mit Ja haben gestimmt: 256.643. Das entspricht 75,96 Prozent." Demnach stimmten 23,95 Prozent der SPD-Basis dagegen.

+++ 14.49 Uhr: Gabriel macht's spannend +++

Sigmar Gabriel, Frank Walter Steinmeier, Andrea Nahles, Hannelore Kraft, Olaf Scholz, Barbara Hendricks und Manuela Schwesig treten vor die Presse. Gabriel macht es spannend. Zuerst dankt er allen Helfern, die sich unentgeltlich als Auszähler zur Verfügung gestellt haben, den Angestellten der Post, den Mitarbeitern des Willy-Brandt-Hauses und allen Mitgliedern der SPD. Jubel! Aber was ist nun mit dem Ergebnis?

+++ 14.45 Uhr: Jubel bei der SPD +++

Rhythmisches Klatschen in der Halle: Die Helfer der Auszählung bereiten dem Parteivorstand einen begeisterten Empfang. Noch lässt sich keiner blicken.

+++ 14.36 Uhr: Hinweise auf große Zustimmung verdichten sich +++

Die Hinweise, dass eine große Mehrheit der SPD-Mitglieder für die Große Koalition gestimmt hat, verdichten sich. Nach Informationen der "Rheinischen Post" haben sich 73 Prozent dafür ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung soll bei 70 Prozent gelegen haben. Aber gleich wissen wir es offiziell. Nur noch wenige Minuten bis zur Pressekonferenz. Die Kollegen auf Phoenix behelfen sich bis dahin übrigens mit Konserven. Sie zeigen Sigmar Gabriels Parteitagsrede aus Leipzig.

+++ 14.15 Uhr: Ausgezählt ist +++

Die SPD aus Selm meldet, dass die Auszählung beendet sei. Verkündung um 14.45 Uhr!

+++ 14.13 Uhr: Die Chinesen sind schneller als die SPD +++

Noch vor dem Abstimmungsergebnis der SPD erreicht uns eben diese Meldung: "Das chinesische Raumschiff "Chang'e 3" ist am Samstag auf dem Mond gelandet. Das berichtete das Staatsfernsehen." Die Chinesen waren also schneller als die SPD.

+++ 14.12 Uhr: Nur wenige Indiskretionen aus der Halle +++

Die Maßnahmen der SPD zeigen Wirkung: Allen Helfern der Auszählung wurden Handy und Mobilgeräte weggenommenm, um zu verhindern, dass das Ergebnis vorab durchsickert. Mit Erfolg. Obwohl längst feststehen müsste, wie die Basis abgestimmt hat, gibt es auf Twitter nur vereinzelte Meldungen. Einige berichten von einer Zustimmung von über 70 Prozent. Die Quellen lassen sich allerdings nicht überprüfen. Um 14.45 Uhr soll es nun soweit sein.

+++ 13.54 Uhr: Verkündung nach 14 Uhr +++

Die Spannung steigt: Nach Informationen des SPD-Parteivorstandes verzögert sich die Bekanntgabe des Ergebnisses nun doch noch ein wenig. Sigmar Gabriel will erst zwischen 14.30 Uhr und 15 Uhr vor die Presse treten. Ob er vorher bei Angela Merkel anruft?

+++ 13.32 Uhr: Rätselraten um Ursula von der Leyen +++

Erst hieß es, sie würde Innenministerin werden, nun soll sie ins Verteidigungsministerium wechseln: Die bisherige Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) steht nach Medienberichten vor einem spektakulären Ressortwechsel. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll die 55-Jährige das Verteidigungsministerium von Thomas de Maizière (59/CDU) übernehmen. Sie wäre damit die erste Frau in diesem Amt. Zuvor hatte "Bild.de" berichtet, von der Leyen solle Innenministerin werden und damit den CSU-Minister Hans-Peter Friedrich ersetzen. Laut "Süddeutscher Zeitung" wurde dies allerdings in Unionskreisen dementiert. De Maizière solle Bundesminister bleiben.

+++ 12.42 Uhr: Angeblich Jubel bei Auszählung +++

Die Kollegen bei Spiegel-Online berichten unter Berufung auf einen Wachmann, dass in der Auszählungshalle der SPD in Berlin-Kreuzberg Jubel aufgebrandet sei. Die Frage ist nur, was bejubelt wurde. Die erwartete Mehrheit zum Ja für die Große Koalition?

+++ 12.16 Uhr: Ursula von der Leyen soll Innenministerin werden +++

Die bisherige Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll nach Informationen von "Bild.de" neue Innenministerin werden. Damit würde sie den bisherigen CSU-Minister Hans-Peter Friedrich ersetzen.

+++ 11.58 Uhr: Nahles überrascht von schneller Auszählung +++

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat sich überrascht gezeigt vom schnellen und reibungslosen Auszählprozess des Mitgliedervotums über die große Koalition. "Es läuft bisher sehr, sehr gut", sagte sie am der Deutschen Presse-Agentur. Die 400 freiwilligen Helfer seien viel schneller, als es die Post mit ihren Richtwerten für eine solche Auszählung vorhergesagt habe.

+++ 11.33 Uhr: Ergebnis der SPD-Mitgliederbefragung bereits um 14 Uhr +++

Die SPD wird das Ergebnis ihres Mitgliedervotums über die große Koalition am Samstag bereits um 14 Uhr verkünden. Der Auszählungsprozess der 333 500 abgegebenen Stimmen laufe schneller als erwartet

+++ 4.20 Uhr: Auszählung hat begonnen +++

Die SPD hat mit der Auswertung des Mitgliederentscheids über den Koalitionsvertrag begonnen. "Abstimmungsbriefe zum Mitgliedervotum sind in Kreuzberg angekommen", schrieb der Vorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß, im Kurznachrichtendienst Twitter. In der Halle in Berlin-Kreuzberg werden die Umschläge zunächst geöffnet. Dann fängt für rund 400 freiwillige Helfer die eigentliche Arbeit an: Unter notarieller Aufsicht beginnen sie hinter verschlossenen Türen mit der Auszählung.

+++ 0.05 Uhr: Lastwagen mit Stimmzetteln eingetroffen +++

Die Auszählung des SPD-Mitgliederentscheids über den Eintritt in eine große Koalition kann beginnen. In der Nacht zu Samstag um 00.05 Uhr traf an der Auszählungshalle in Berlin ein aus Leipzig kommender Lastwagen mit den Abstimmungsbriefen ein. Dort waren die Briefe zentral in einem DHL-Zentrum gesammelt worden.

mai/DPA/Reuters / DPA / Reuters