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Die Morgenlage Nach Astrazeneca-Entscheidung – "Impfgipfel" soll über weiteres Vorgehen entscheiden

Spahn: ab Freitag erneut Impfungen mit Astrazeneca-Vakzin
Sehen Sie im Video: Spahn – ab Freitag mit Astrazeneca-Vakzin "zügig weiterimpfen".




O-TON Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) "Ich habe mich sehr, sehr klar dafür ausgesprochen. In den Diskussionen, dass wir nun zügig weiter impfen, dass die Impfkampagne auch mit Astrazeneca weitergehen kann. Deshalb haben wir parallel zur EMA-Entscheidung mit der Anpassung des Aufklärungsmerkblattes für den Astrazeneca-Impfstoff für die Patientinnen und Patienten begonnen. Wir wollen heute noch in Abstimmung mit den Ländern und dem Paul-Ehrlich-Institut diesen Aufklärungsbogen fertigstellen und schnellstmöglich zur Verfügung stellen. Bis dahin kann die erfolgte Aufklärung auch handschriftlich ergänzt werden durch die Ärzte vor Ort. Denn unser Ziel ist es – und das ist das gemeinsame Ziel von Bund und allen 16 Bundesländern – dass schon morgen im Laufe des Tages wieder mit Impfungen mit Astrazeneca in Deutschland begonnen werden kann. Darüber sind wir uns einig bei Bund und Ländern, dass wird mitgetragen und unterstützt vom Paul-Ehrlich-Institut und auch die Ständige Impfkommission hat sich mehrheitlich für ein solches Vorgehen ausgesprochen."
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Astrazeneca-Impfungen sollen wieder starten – mit Warnhinweis +++ Blinken wirft China Gefährdung der weltweiten Stabilität vor +++ "Impfpgipfel" von Bund und Ländern +++ Fridays for Future ruft zum globalen Klimastreik auf +++ Die Nachrichtenlage am Freitagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

es kann wieder losgehen! Die Europäische Arzneimittelagentur hat die Weiterverwendung des Astrazeneca-Impfstoffs gegen das Coronavirus empfohlen. Er sei "sicher und wirksam" teilte das Gremium nach eingehender Prüfung mit. Am Abend sagte dann Gesundheitsminister Jens Spahn, dass die Impfungen mit dem Wirkstoff in Deutschland schon an diesem Freitag wieder aufgenommen werden sollen. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wollen heute bei einem "Impfgipfel" per Telefon beraten – etwa über den Zeitplan für einen breiten Impfstart in Praxen.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Astrazeneca-Impfungen sollen wieder starten – mit Warnhinweis

Die vorsorglich gestoppten Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca sollen in Deutschland wieder starten. Gesundheitsminister Jens Spahn zufolge soll es bereits heute weiter gehen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte zuvor die Sicherheit des Impfstoffes bekräftigt. Es werde aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Fällen von Blutgerinnseln in Hirnvenen hinzugefügt.

Die Morgenlage: Nach Astrazeneca-Entscheidung – "Impfgipfel" soll über weiteres Vorgehen entscheiden

Fast 17.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages fast 17.500  Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 17.482 neue Ansteckungsfälle registriert - etwas weniger als am Vortag, aber rund 4600 mehr als vor einer Woche. Der Inzidenzwert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg auf 95,6. Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 90 und vor einer Woche bei 72.

CSU-Abgeordneter Zech legt Bundestagsmandat und Parteiämter nieder

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Tobias Zech legt wegen möglicher "Interessenkollisionen" sein Mandat und seine Parteiämter nieder. Das sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der Nachrichtenagentur DPA und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Mit der aktuellen Affäre um Corona-Schutzmasken hat der Rücktritt nichts zu tun. Hintergrund sind vielmehr Vorwürfe, Mandat und unternehmerische Tätigkeiten miteinander verquickt zu haben.

Blinken wirft China Gefährdung der weltweiten Stabilität vor

US-Außenminister Antony Blinken hat bei seinem ersten Treffen mit chinesischen Diplomaten schwere Vorwürfe gegen Peking erhoben. China bedrohe "die regelbasierte Ordnung, durch die die weltweite Stabilität aufrechterhalten wird", sagte Blinken zum Auftakt der zweitägigen Beratungen im US-Bundesstaat Alaska. Es ist das erste Treffen zwischen Blinken und seinem chinesischen Kollegen Wang Yi seit dem Amtsantritt der neuen US-Regierung unter Präsident Joe Biden. Blinken kündigte an, die "große Besorgnis" der US-Regierung wegen des Umgangs Chinas mit den Uiguren in Xinjiang anzusprechen. Weitere Themen seien der wachsende chinesische Druck auf Hongkong, Cyberangriffe auf die USA und unfaire Handelspraktiken.

Papst soll über Amtsverzicht von Bischöfen entscheiden

Nach ihm in einem Gutachten bescheinigten Pflichtverletzungen beim Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln liegt die Zukunft des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße nun in den Händen des Papstes. Der frühere Personalchef im Erzbistum Köln hatte Franziskus am Donnerstag seinen Amtsverzicht angeboten und um die sofortige Entbindung von seinen Aufgaben gebeten. Dies hatte zuvor bereits der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp getan. Die beiden könnten damit die ersten Bischöfe sein, die wegen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche ihr Amt verlieren. Der Strafrechtler Björn Gercke hatte Heße bei der Vorstellung seines Gutachtens Pflichtverletzungen vorgeworfen.

Lkw statt Waggon: Marktanteil des Schienengüterverkehrs geht zurück Berlin

Der Marktanteil des Schienengüterverkehrs in Deutschland ist in der Coronakrise zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor. Demnach sank unter Verweis auf Prognosewerte bei der Transportleistung der Marktanteil des Güterverkehrs auf der Schiene von 19 Prozent im Jahr 2019 auf 17,5 Prozent im Jahr 2020. Der Anteil des Straßengüterverkehrs stieg dagegen leicht. Gründe dafür wurden nicht genannt.

Das wird heute wichtig:

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

"Impfgipfel", Presskonferenz von Gesundheitsminister und RKI-Vizechef

Um 10 Uhr treten Jens Spahn (CDU), der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade und Karl Lauterbach vor die Bundespressekonferenz und informieren über den Stand der Corona-Pandemie. Am Donnerstag hatte die Europäische Arzneimittelbehörde grünes Licht für den umstrittenen Impfstoff von Astrazeneca gegeben. Am Nachmittag um 15 Uhr beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten das weitere Vorgehen bei den Impfungen.

Fridays for Future ruft zum globalen Klimastreik auf

Geplant sind Proteste in mehr als 200 Städten in ganz Deutschland, weltweit in rund 50 Ländern Kunstaktionen, Fahrrad-Demos und Präsenzkundgebungen. Pandemiebedingt wird sich ein Teil des Protests ins Internet verlagern - mit mehreren Livestreams und einer Foto-Upload-Aktion.

Bundesgerichtshof klärt Streit um vom Nachbargrundstück überhängenden Baum

In dem Fall aus Berlin geht es um eine rund 40 Jahre alte Schwarzkiefer. Die Eigentümer des Grundstücks mit Kiefer wollen dem Nachbarn gerichtlich verbieten lassen, von dem Baum weiter Äste abzuschneiden. Es geht um die grundsätzliche Frage, ob überhängende Zweige auch dann abgeschnitten werden dürfen, wenn der Baum abzusterben droht. Ob es schon ein Urteil gibt, ist offen.

Löw nominiert Team für Quali-Spiele, Auslosung in der Champions League

Fußball-Bundestrainer Joachim nominiert den Kader für den Länderspielauftakt der Nationalmannschaft 2021. In der WM-Qualifikation geht es am 25. März gegen Island und am 31. März gegenn Nordmazedonien. Dazwischen bestreitet die DFB-Auswahl am 28. März eine Partie in Rumänien. Für Löw ist es die letzte Möglichkeit, vor der EM-Kadernominierung im Mai Personal zu testen.

Im schweizerischen Nyon werden um 12 Uhr die Partien für das Champions-League-Viertelfinale sowie der Pfad für das Halbfinale ausgelost. Titelverteidiger FC Bayern München ist ebenso im Lostopf wie Borussia Dortmund, Real Madrid, Paris Saint-Germain, Manchester City, der FC Liverpool, FC Chelsea und FC Porto.

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Ihre stern-Redaktion

nik / wue DPA AFP

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