Einigung beim EU-Gipfel Ein Kompromiss, aber kein gutes Ergebnis

Einigung beim EU-Gipfel: Wenigstens ein Kompromiss – ein Kommentar
Von links: Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
© Francisco Seco / AFP
Nein, das Ergebnis sieht nicht gut aus. Das Beste an dem EU-Gipfel ist, dass sich die Staats- und Regierungschefs überhaupt verständigt haben. Ein Kommentar.

Wenn Herman van Rompuy, der ehemalige Ratspräsident der Europäischen Union, früher die Staats- und Regierungschefs zu einem Gipfel nach Brüssel lud und ein schwieriges Treffen bevorstand, riet er den Teilnehmern vertraulich, doch bitte drei Hemden mitzunehmen. Die Gespräche könnten länger dauern, da müsse man  vorbereitet sein.

Schwierige EU-Runden heißen seitdem unter Brüsseler Diplomaten "Drei-Hemden-Gipfel". Das hat auch mit dem legendären Gipfel im Jahr 2000 in Nizza zu tun, als die Mächtigen fünf Tage über die Zukunft der EU redeten, anfangs wurde die Wäsche knapp, später auch die Verpflegung.

Von solchen Mängeln ist bei diesem Gipfel nichts bekannt, obwohl er an das legendäre Treffen in Nizza heranreichte, das fast 92 Stunden dauerte.

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