16. Februar 2013, 13:26 Uhr

Diktatorenkult im Norden, Protestaktion im Süden

Am Geburtstag des verstorbenen Staatschefs Kim Jong Il liefern Nord- und Südkorea gegensätzliche Bilder: Während in Pjöngjang artig zelebriert wird, schicken Exilanten Umsturzbotschaften.

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Unterschiedlicher könnten die Reaktionen kaum sein: Nordkoreaner feiern in der Hauptstadt Pjöngjang den Geburtstag des verstorbenen Staatschefs Kim Jong Il, im südkoreanischen Exil lebende Bürger des Landes schicken währenddesse Flugblätter über die Grenze. Mit gasbefüllten Ballons senden sie etwa 200.000 Botschaften sowie kleine Geldscheine in den verarmten und abgeschotteten Norden.

In der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang wird dem verstorbenen Führer mit öffentlichen Ehrbekundungen und Tanzeinlagen gedacht. Kim Jong Il, der 1994 seinem Vater Kim Il Sung im Amt des Staatschefs gefolgt war, war im Dezember 2011 gestorben. Die Macht ging auf seinen Sohn Kim Jong Un über.

Die Beziehung zwischen den beiden Landesteilen ist momentan besonders angespannt. Erst am 12. Februar hatte Nordkorea einen dritten unterirdischen Atomtest unternommen. Da das isolierte Land die "Verwendung einer kleineren und leichteren Atombombe, aber mit großer Sprengkraft" vermeldete, nahmen die Befürchtungen zu, dass Pjöngjang die Produktion von Sprengköpfen vorbereitet, die auf Raketen montiert werden können. Der Test wurde international scharf verurteilt.

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