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28. Mai 2011, 13:26 Uhr

Bei Stundenlohn unter zehn Euro droht Altersarmut

Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von über zehn Euro brauchen, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten.

Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von über zehn Euro brauchen, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten. Auf eine Frage von Linksparteichef Klaus Ernst bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten. "Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich", heißt es in der AFP vorliegenden Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel.

Eine zusätzliche Altersvorsorge sei dabei aber nicht berücksichtigt, heißt es in der Antwort der Regierung weiter. Mit ihr könne eine "deutlich höhere Gesamtversorgung" erzielt werden. Als Beispiel nennt Staatssekretär Fuchtel einen Riester-Vertrag zur privaten Altersvorsorge. Dazu erklärte ein Sprecher der Linken, es sei fraglich, ob jemand mit einem Nettolohn von nicht einmal 1200 Euro die mehr als 50 Euro für die Riester-Rente wirklich erübrigen könne.

Beim gegenwärtigen Lohnniveau bekommt nach Angaben von Linksparteichef Ernst inzwischen jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte im Alter nicht mehr als 684 Euro monatlich und ist damit von Altersarmut bedroht. Deshalb bleibe die Linkspartei bei ihrer Forderung nach der Einführung einer Mindestrente in Höhe von 850 Euro im Monat, erklärte Ernst gegenüber der "Rheinpfalz am Sonntag".

AFP
 
 
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