Albträume in den Alpen

7. April 2013, 19:00 Uhr

Müll im Schnee, eine Pipeline für Glühwein und mit Plastik abgedeckte Gletscher: Fotograf Lois Hechenblaikner zeigt die Kehrseite des Wintertourismus. Ein Blick hinter die Kulissen des Skizirkus.

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Wer Skifährt, bewegt sich in der Natur. Der Ausblick von den schneebdeckten Berghängen in die Täler, die klare Luft, der Hüttenzauber - das alles ist Idylle pur.

Doch es ist alles andere als natürlich. In Zeiten des Klimawandels funktioniert der Wintertourismus in den meisten Alpentälern nur noch mit Kunstschnee. Was neben der Infrastruktur mit Sprühanlagen an den Hängen für die Schneeproduktion erforderlich ist, wissen nur die wenigsten Skifahrer: viel elektrische Energie und riesige Wasservorräte.

Dafür müssen hoch in den Bergen große Wasserreservoirs angelegt werden, die wie auf dem Bild mit schwerem Baugerät entstehen. Anschließend werden die Kunstbecken mit Teer versiegelt, um das Wasser für den Winter zu sammeln.

Der Tiroler Fotograf Lois Hechenblaikner hat diese Zerstörung der Natur, die öden Pistenlandschaften und die alpine Kommerzkultur zu seinem Thema gemacht. Die schonungslosen Bilder sind das Gegenteil von Werbefotos für den Winterurlaub. Seine teilweise monochromen Aufnahmen zeigen uns die triste Welt jenseits des Skizirkus, die gerade jetzt zum Ende der Saison deutlich wird.

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