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News von heute Folge der Pandemie: 365 Millionen Grundschulkindern fehlte weltweit Schulmahlzeit

Die Essensausgabe an einer Grundschule in Belfast, Großbritannien
Die Essensausgabe an einer Grundschule in Belfast, Großbritannien
© Liam Mcburney/PA Wire / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

21.47 Uhr: Lukaschenko greift Deutschland nach westlichen Sanktionen scharf an

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Deutschland wegen der neuen Sanktionen des Westens scharf angegriffen. "Was wir nicht erwartet haben ist, dass auch Deutschland an dieser kollektiven Verschwörung teilnimmt", sagte Lukaschenko auf einer Gedenkfeier anlässlich des 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am Dienstag. "Das haben wir nicht von jenen erwartet, deren Vorfahren jeden dritten Belarussen umgebracht haben", fügte er hinzu. "Achtzig Jahre sind vergangen, und jetzt? Was ist das? Ein neuer heißer Krieg?"

Die EU, die USA, Kanada und Großbritannien hatten am Montag wegen der erzwungenen Landung eines Ryanair-Flugzeugs unter anderem Einreise- und Vermögenssperren gegen den Verteidigungs- und den Verkehrsminister von Belarus verhängt. Insgesamt sind mehrere Dutzend Personen und Einrichtungen von den Strafmaßnahmen betroffen. Zudem brachten die EU-Außenminister weitreichende Wirtschaftssanktionen auf den Weg. 

18.50 Uhr: Merkel: Corona-Entwicklung erfreulich - Aber: Pandemie nicht vorbei

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die niedrigen Corona-Infektionszahlen in Deutschland als sehr erfreulich bezeichnet, angesichts der weltweiten Entwicklung zugleich aber zur Vorsicht gemahnt. "Manche Mühe hat sich gut ausgezahlt", sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in der letzten Sitzung der Unionsfraktion vor der parlamentarischen Sommerpause in Berlin. Zugleich warnte sie: Die "Pandemie ist noch nicht vorbei".

In vielen Ländern der Welt gebe es noch keinen Impfstoff, sagte Merkel demnach. Die Impfstoffproduktion müsse beschleunigt werden. Erneut sprach sie sich gegen Forderungen aus, die Patente auf bestimmte Impfstoffe auszusetzen. Solche Patentrechte sollten nicht außer Kraft gesetzt werden. Vielmehr müsse man Vorsorge treffen, dass Firmen auch in Zukunft Impfstoffe entwickeln könnten.

18.34 Uhr: Laschet will im Wahlkampf mit Klimathemen gegen Grüne punkten

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) will im Wahlkampf mit Klimathemen gegen die Grünen punkten. In der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sagte Laschet nach AFP-Informationen: "Wenn alle für Klimawandel sind, fragen die Menschen: Wer kann es denn?". Hier trauten die Menschen der Union zu, den Wandel zu gestalten. "Wir wollen Klimawandel, Industriearbeitsplätze und Sicherheit", wurde Laschet von Teilnehmern gegenüber AFP zitiert. Er wundere sich, dass sich die SPD nicht mehr um die Arbeitnehmer kümmere. Manche Gewerkschaften fühlten sich mittlerweile bei der Union besser aufgehoben als bei der SPD.

18.12 Uhr: Belarussische Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für Oppositionellen Babaryko

Die belarussische Staatsanwaltschaft hat im Prozess gegen den Oppositionellen Viktor Babaryko wegen Korruptionsvorwürfen 15 Jahre Haft gefordert. Babaryko wird beschuldigt, in seiner Zeit als Chef der Belgazprombank, die zum russischen Energiekonzern Gazprom gehört, Bestechungsgelder angenommen zu haben, wie ein bei dem Prozess anwesender unabhängiger Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Für sieben weitere Angeklagte, die sich schuldig bekannt und gegen Babaryko ausgesagt hatten, wurden Haftstrafen zwischen drei und sechseinhalb Jahren beantragt.

18.07 Uhr: Äthiopiens Regierungschef bezeichnet Parlamentswahl als "frei und fair"

Der äthiopische Regierungschef Abiy Ahmed hat die Parlamentswahl in seinem Land als "frei und fair" gelobt. "Alle Gesellschaftsschichten haben sich an den ersten freien und fairen Wahlen des Landes beteiligt", schrieb Abiy via Twitter. Er sprach von einem "historischen Tag". Die Auszählung der Stimmen dauert noch an. Mit Ergebnissen wird erst in einigen Tagen gerechnet. 

Am Montag waren 38 Millionen Wahlberechtigte in dem ostafrikanischen Land aufgerufen, ihre Abgeordneten zu bestimmen. In einem Fünftel der Wahlbezirke war die Wahl allerdings abgesagt oder verschoben worden. Die Wahlkommission nannte die Abstimmung weitgehend friedlich, bemängelte aber "Einschüchterungsversuche" gegenüber Oppositionellen in einigen Regionen.

17.43 Uhr: G20-Staaten beraten über Stärkung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Die führenden Wirtschaftsmächte (G20) loten vor dem Hintergrund der Coronakrise eine Stärkung von Frauen und jüngeren Menschen auf dem Arbeitsmarkt aus. Die Bildungs- und Arbeitsminister der G20-Länder kamen in Catania auf Sizilien zu Beratungen zusammen. Italien, das derzeit den Vorsitz der G20-Gruppe hat, strebt bei den bis Mittwoch angesetzten Gesprächen einen konkreten Fahrplan bei der Frauenbeschäftigung an. Ziel ist nach Berichten, die Unterschiede bei der Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern bis zum Jahr 2025 in den G20-Ländern um 25 Prozent zu senken. Dieses Ziel existiert allerdings schon seit Jahren.

17.39 Uhr: Merkel telefoniert am Jahrestag des Überfalls auf UdSSR mit Putin und Selenskyj

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat aus Anlass des 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion mit den Präsidenten Russlands und der Ukraine telefoniert. In Millionen Familien sei das Leid präsent, "das mit den deutschen Verbrechen über die Menschen in Russland sowie in der Ukraine, in Belarus und in anderen ehemaligen Sowjetrepubliken gebracht wurde", sagte Merkel laut ihrem Sprecher Steffen Seibert in dem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin.

17.12 Uhr: Nach Aussetzung von Twitter: Nigeria erklärt sich gesprächsbereit

Nigerias Regierung ist bereit, sich mit Vertretern von Twitter zu treffen, um die Aussetzung des Kurznachrichtendienstes in dem westafrikanischen Land zu besprechen. Das teilte das Ministerium für Information und Kultur mit. Twitter habe um das Treffen gebeten, "um einen Weg nach vorne zu finden", sagte der Sprecher des Ministeriums, Segun Adeyemi. Der Staat mit mehr als 200 Millionen Einwohnern werde eine Delegation von sechs Ministern schicken, hieß es. Wann und wo das Treffen stattfinden soll, war zunächst noch unklar.

17.09 Uhr: Ein Toter nach Polizeischüssen in Frankfurt am Main

Ein 41-Jähriger ist während eines Polizeieinsatzes in Frankfurt am Main ums Leben gekommen. Der Mann griff ersten Erkenntnissen zufolge die Beamten am späten Vormittag im Stadtteil Griesheim mit Waffen an, die wegen einer "Gefahrenlage" alarmiert worden waren, wie die Polizei mitteilte. Im Verlauf kam es auch zu Schüssen aus einer Waffe der Polizei. Anschließend fanden Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Kassel den Mann tot im Haus auf, wie die Polizei weiter mitteilte. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz verletzt. Die Tathintergründe blieben unklar. Der Polizeieinsatz zog sich über mehrere Stunden.

17.00 Uhr: 760.000 Euro für kostenlose Freibadtickets für Berliner Kinder

Mit etwas Glück kann jedes Berliner Kind bis zu zwölf Jahren in diesen Sommerferien einmal kostenlos planschen: Der Senat stellt den Berliner Bädern etwa 760.000 Euro zur Verfügung, wie er auf Vorlage von Innensenator Andreas Geisel (SPD) beschlossen hat. Das Angebot sei als Dankeschön für die Familien gedacht. Diese seien von den Pandemie-Einschränkungen außerordentlich belastet gewesen, hieß es weiter.

16.55 Uhr: Brücke nach Walter Lübcke benannt

In Gedenken an den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat die Stadt Kassel gut zwei Jahre nach dessen Ermordung eine Fußgängerbrücke nach dem CDU-Politiker benannt. Das über die Fulda führende Bauwerk nahe des Regierungspräsidiums hatte zuvor den Namen des früheren Oberbürgermeisters Karl Branner getragen. Wegen der NS-Verstrickungen des SPD-Politikers gab es bereits seit geraumer Zeit Forderungen, den Namen der Brücke zu ändern.

Am Dienstag wurde sie nun offiziell in Walter-Lübcke-Brücke umbenannt. Der CDU-Politiker war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses im Kreis Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Die Tat gilt als erster rechtsextremistischer Mord an einem Politiker in der Bundesrepublik. Lübcke hatte sich für die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen.

16.50 Uhr: 13 EU-Staaten verlangen Vorgehen Brüssels gegen Ungarns Homosexuellen-Gesetz

13 EU-Staaten einschließlich Deutschlands haben die Europäische Kommission aufgefordert, umgehend gegen das umstrittene ungarische Homosexuellen-Gesetz vorzugehen. Die Behörde müsse "alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente" gegen das "diskriminierende" Gesetz nutzen, heißt es in einer Erklärung der Länder, die von Belgien, Luxemburg und den Niederlanden initiiert wurde. Notfalls soll die Kommission demnach auch vor den Europäischen Gerichtshof ziehen.

Die 13 Länder äußerten ihre "tiefe Besorgnis" über das vergangene Woche vom ungarischen Parlament angenommene Gesetz. Es diskriminiere LGBTQI-Menschen und verletzte "das Recht auf freie Meinungsäußerung unter dem Vorwand, Kinder zu schützen".

16.45 Uhr: Kremlgegner Nawalny klagt erneut gegen Haftbedingungen

Der Kremlkritiker Alexej Nawalny hat erneut gegen seine Haftbedingungen in russischen Gefängnissen geklagt. Die Verhandlung an einem Moskauer Gericht wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Nawalny selbst sei per Video zugeschaltet gewesen, berichtete der unabhängige Sender Doschd. Der 45-Jährige beklagt seit Monaten, dass er zu Unrecht als fluchtgefährdet eingestuft sei und deshalb durch mehrfaches nächtliches Wecken gefoltert werde. Konkret geht es bei dieser Klage um die Haftbedingungen während Nawalnys Zeit in einem Moskauer Untersuchungsgefängnis Anfang des Jahres. Wann das Gericht eine Entscheidung fällt, war zunächst unklar.

16.42 Uhr: Mehr als 80 Parteien und Vereinigungen wollen bei Bundestagswahl antreten

An der bevorstehenden Bundestagswahl wollen sich mehr als 80 Parteien und politische Vereinigungen Beteiligen. Bis zum Ablauf der so genannten Einreichungsfrist am Montagabend hätten insgesamt 87 Parteien und Vereinigungen dem Bundeswahlleiter ihre Beteiligung angezeigt, teilte dieser in Wiesbaden mit. Die Bundestagswahl ist für den 26. September geplant.

16.38 Uhr: Belarus kritisiert Sanktionen westlicher Länder scharf

Belarus hat die von westlichen Ländern verhängten Sanktionen wegen der erzwungenen Landung eines Ryanair-Flugzeugs scharf kritisiert. "Die Sanktionen schaden den Bürgern, sie sind kontraproduktiv und bösartig", hieß es in einer Erklärung des belarussischen Außenministeriums. Die EU, die USA, Kanada und Großbritannien hatten am Montag unter anderem Einreise- und Vermögenssperren gegen den Verteidigungs- und den Verkehrsminister von Belarus verhängt. Insgesamt sind mehrere Dutzend Personen und Einrichtungen von den Strafmaßnahmen betroffen. Zudem brachten die EU-Außenminister weitreichende Wirtschaftssanktionen auf den Weg. 

16.29 Uhr: Folge der Pandemie: 365 Millionen Grundschulkindern fehlte weltweit Schulmahlzeit

Schulschließungen im Zuge der Corona-Pandemie haben UN-Experten zufolge für geschätzt 365 Millionen Grundschulkinder den Verlust von Schulmahlzeiten zur Folge gehabt. Die Verbindung zwischen Bildung und Gesundheit sei während der Corona-Pandemie besonders sichtbar geworden, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) mit.

Schulen sollten demnach einen größeren Beitrag für die öffentliche Gesundheit leisten. WHO und UNESCO stellten Standards und Maßnahmen vor, um dieses Ziel zu erreichen. Schulmahlzeiten etwa förderten nicht nur den Schulbesuch, sondern reduzierten auch gesundheitliche Probleme wie Blutarmut. Kinder und Jugendliche gehen den Experten zufolge auch deutlich öfter und länger zur Schule, wenn dort auf Hygiene, Malariaprävention, sexuelle Aufklärung und gesunde Augen geachtet wird.

15.56 Uhr: Kind stirbt in Thüringer Kita

In einer Kita im thüringischen Ilmenau ist am Vormittag ein Kind gestorben. Wie genau es dazu kam, sei nun Gegenstand der aufgenommenen Ermittlungen, wie die Polizei mitteilte. Unklar war zunächst, wie alt das Kind war und wie es starb. Derzeit würden keine näheren Informationen herausgegeben, um die Angehörigen des Kindes zu schützen, sagte ein Sprecher der Polizei.

15.27 Uhr: Trotz aller Proteste: Katalanische Separatisten in Spanien begnadigt

Die Anführer des Abspaltungsversuchs der spanischen Konfliktregion Katalonien vom Herbst 2017 sind trotz zahlreicher Proteste begnadigt worden. Die Maßnahme sei nötig, "um die Eintracht und das Zusammenleben wiederherzustellen", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid kurz nach einer Kabinettssitzung, auf der seine linke Regierung den umstrittenen Beschluss fasste. Sánchjez betonte: "Wir wollen eine neue Etappe des Dialogs eröffnen. Die spanische Demokratie beweist ihre Größe."

Zur Kritik, die neun betroffenen Politiker und Aktivisten um den Ex-Vizeregionalchef Oriol Junqueras würden aus der Haft entlassen, obwohl sie weiterhin die Unabhängigkeit ihrer Region anstrebten, sagte er: "Es ist nicht nötig, dass die Begünstigten ihre Vorstellungen ändern. Wir erwarten nichts dergleichen. Tatsächlich waren sie nicht wegen ihrer Ideen eingesperrt worden."

15.15 Uhr: Über 60 Millionen Euro für Europas Kulturhauptstadt Chemnitz

Chemnitz kann auf dem Weg zu Europas Kulturhauptstadt 2025 auf mehr als 65 Millionen Euro zurückgreifen. Für Programmplanung und -entwicklung, Projekte, Marketing- und Tourismusaktivitäten sowie die Entwicklung nachhaltiger Strukturen Stadt und Region stellen der Freistaat bis zu 20 Millionen Euro, der Bund 25 Millionen Euro und die Stadt mindestens 21,28 Millionen Euro bereit, wie Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) in Dresden sagte. Einer entsprechenden Vereinbarung habe das Kabinett in seiner Sitzung zugestimmt. Mindestens 30 Prozent der Landesmittel sollen danach in Investitionen fließen.

15.13 Uhr: Nach angeblichen Schüssen findet Polizei leblose Person in Wohnung

Nach angeblichen Schüssen im Westen Frankfurts hat die Polizei eine leblose Person in einer Wohnung gefunden. Das Landeskriminalamt übernehme nun die Ermittlungen, teilten die Einsatzkräfte am Nachmittag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zuvor hatte es im Stadtteil Griesheim einen größeren Polizeieinsatz gegeben. Nach Angaben der Polizeipressestelle vor Ort waren mehrere Schüsse gehört worden. Die Polizei rückte mit einem großen Aufgebot an, darunter auch Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE), auch eine Verhandlungsgruppe war vor Ort.

15.10 Uhr: Dramatische Corona-Lage: Moskau weitet Beschränkungen aus

Angesichts einer dramatischen Corona-Lage verschärft die russische Hauptstadt Moskau ihre Beschränkungen. Vom kommenden Montag an dürfen nur noch Menschen nach einer vollständigen Impfung, mit einem negativen PCR-Test oder nach überstandener Covid-Erkrankung Restaurants und Bars besuchen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin in seinem Blog. Kontrolliert werden soll das demnach über einen QR-Code. Zuvor hatte Sobjanin dies als "Experiment" für einzelne gastronomische Einrichtungen angekündigt.

14.39 Uhr: Ökolandbau legt weiter zu – Gut zehn Prozent der Agrarfläche

Der ökologische Landbau in Deutschland legt weiter zu. Der Anteil an der gesamten Landwirtschaftsfläche stieg im vergangenen Jahr auf 10,3 Prozent, wie das Bundesagrarministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Ende 2019 waren es 9,7 Prozent. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist ein Öko-Flächenanteil von 20 Prozent bis 2030. Biologisch wirtschaften inzwischen bundesweit 35 400 Betriebe. Das sind 13,5 Prozent aller Höfe nach 12,9 Prozent im Jahr 2019.

Ministerin Julia Klöckner (CDU) sagte, der ökologische Landbau gewinne weiter an Bedeutung. "Der Trend ist stabil." Eine Fläche von umgerechnet mehr als 123 000 Fußballfeldern sei allein im vergangenen Jahr hinzugekommen - auch weil es sich für die Betriebe rechne. Insgesamt werde der konventionelle Anbau immer nachhaltiger und der Ökolandbau effizienter. Die Entscheidung, auf Bio umzustellen, liege bei den Landwirten selbst. Um Hürden zu senken, gebe es Förderung.

14.28 Uhr: Mann in Rheinland-Pfalz ertrinkt bei Flucht vor Polizei im Rhein

Bei der Flucht vor der Polizei ist ein Mann aus Rheinland-Pfalz in den Rhein gelaufen und ertrunken. Seine Leiche wurde in Köln gefunden, wie die Polizei Mayen mitteilte. Am Freitag war der Mann im rheinland-pfälzischen Brohl-Lützing im Landkreis Ahrweiler in den Rhein gelaufen, nachdem er ein Auto aufgebrochen hatte. 

14.26 Uhr: Zwei Festnahmen bei Razzia gegen mutmaßliche Corona-Soforthilfebetrüger in NRW

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Corona-Soforthilfebetrüger in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Die beiden Verdächtigen im Alter von 35 und 40 Jahren wurden mit Haftbefehlen gesucht, wie die Kölner Staatsanwaltschaft und die Polizei mitteilten. Insgesamt werde gegen 44 Beschuldigte im Alter von 21 bis 71 Jahren ermittelt.

Ihnen werfen die Ermittler vor, zwischen März und Mai 2020 etwa 90 Soforthilfe-Anträge wegen angeblicher finanzieller Verluste in der Corona-Pandemie bei der Kölner Bezirksregierung gestellt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft beläuft sich das Gesamtvolumen der Anträge auf etwa 800.000 Euro, von denen etwa 387.000 Euro ausgezahlt wurden.

14.20 Uhr: Taliban erobern Afghanistans wichtigsten Grenzübergang zu Tadschikistan

Die Taliban haben den wichtigsten Grenzübergang von Afghanistan nach Tadschikistan erobert. Die Islamisten hätten alle Grenzposten, den Hafen und die Stadt von Schir Chan Bandar eingenommen, sagte der Ratsabgeordnete der Provinz Kundus, Chaliddin Hakmi, der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben eines Offiziers mussten die afghanischen Soldaten all ihre Posten aufgeben und "einige unserer Soldaten haben die Grenze nach Tadschikistan überquert".

Die Taliban sind seit Beginn des Abzugs der US- und Nato-Truppen aus Afghanistan auf dem Vormarsch. In Norden des Landes, wo auch die Bundeswehr lange für die Stabilisierung zuständig war, rücken sie derzeit rasch vor. Zuletzt hatten Taliban-Kämpfer dort die strategisch wichtige Provinzhauptstadt Kundus umstellt.

14.13 Uhr: Indien testet Langstrecken-Drohnen - auch für Impfstoff-Lieferungen

In Indien werden derzeit Langstrecken-Drohnen getestet, die auch Medikamente oder Impfstoffe in abgelegene Regionen bringen können. Das Unternehmen Throttle Aerospace Systems ließ zwei Drohnen fliegen - die eine mit einer Reichweite von 20 Kilometern, die andere von 15 Kilometern, wie Mitgründer Sebastian Anto der Nachrichtenagentur AFP sagte. Derzeit dürfen Drohnen in Indien nur in einem Umkreis von 450 Metern geflogen werden.

14.03 Uhr: New Yorker entscheiden über Bürgermeister-Spitzenkandidaten

Die Bewohnerinnen und Bewohner New Yorks sind aufgerufen, über die Spitzenkandidaten für die Bürgermeisterwahl abzustimmen. Seit dem Morgen sind in der amerikanischen Acht-Millionen-Metropole die Wahllokale für die Vorwahlen von Demokraten und Republikanern offen - in der liberalen Hochburg gilt ein Sieger der Demokraten dabei auch als höchstwahrscheinlicher Gewinner der eigentlichen Wahl im November.

Bei der umkämpften Abstimmung mit mehr als zehn Kandidaten gilt bei den Demokraten der Ex-Polizist und Stadtteil-Präsident Brooklyns, Eric Adams, als Favorit. Doch auch der ehemaligen Beauftragten der New Yorker Stadtreinigung, Kathryn Garcia, dem Geschäftsmann Andrew Yang oder der Menschenrechtsanwältin Maya Wiley werden Chancen eingeräumt. Beherrschende Themen im Wahlkampf waren die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise, die steigenden Gewaltverbrechen in der Stadt und eine mögliche Reform der Polizei.

14.02 Uhr: Regierungssprecher: Merkel ist zweifach gegen Coronavirus geimpft

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auch ihre zweite Corona-Schutzimpfung erhalten. Merkel sei vor einigen Tagen geimpft worden, teilte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Nachdem Merkel bei der ersten Impfung am 16. April den Impfstoff von Astrazeneca erhalten hatte, sei sie nun mit dem Vakzin von Moderna geimpft worden. Die 66 Jahre alte Merkel hatte nach ihrer ersten Impfung per Twitter erklärt: "Ich danke allen, die sich in der Impfkampagne engagieren - und allen, die sich impfen lassen. Das Impfen ist der Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden."

13.45 Uhr: Merkel und von der Leyen wollen Flüchtlingspakt weiterentwickeln

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bedeutung einer Fortsetzung des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei betont. "Ich glaube, dass dieses EU-Türkei-Abkommen wichtig ist, dass es weiterentwickelt werden sollte. Davon bin ich zumindest sehr überzeugt", sagte Merkel bei einem Treffen mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Berlin. "Die Türkei leistet Herausragendes, was die Unterstützung von jetzt insgesamt 3,7 Millionen syrischstämmigen Flüchtlingen anbelangt. Und da verdient sie unsere Unterstützung."

Der Migrationspakt müsse künftig mehr in Richtung einer sozioökonomischen Unterstützung für die 3,7 Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei gehen. "Wir werden nicht mehr so viel akute, humanitäre Hilfe brauchen, aber dass die Menschen eine Perspektive haben", sagte von der Leyen.

13.35 Uhr: Bei Privat-Treffen draußen in Berlin bald bis zu 100 Personen erlaubt

Bei privaten Treffen im Freien sind in Berlin künftig wieder bis zu 100 Personen erlaubt. Darauf hat sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung verständigt. Die bisher geltenden Kontaktbeschränkungen, nach denen sich höchstens zehn Personen aus maximal fünf Haushalten plus Kinder bis 14 Jahre treffen durften, werden für den Aufenthalt draußen aufgehoben. Die Infektionsschutzverordnung soll entsprechend geändert werden.

13.26 Uhr: Europäische Corona-Hilfen: Deutscher Aufbauplan gebilligt

Deutschland hat grünes Licht aus Brüssel für seine Pläne zur Nutzung der europäischen Corona-Aufbauhilfen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen überbrachte den positiven Bescheid zum deutschen Aufbauplan persönlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Deutschland erwartet 25,6 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaufonds RRF.

Von der Leyen lobte vor allem die deutschen Pläne, massiv in Digitalisierung der Verwaltung und des Gesundheitswesens zu investieren. Mit einem Anteil von 52 Prozent der Ausgaben für solche Projekte sei Deutschland europaweit spitze, sagte die ehemalige Bundesministerin. Merkel begründete dies mit dem Nachholbedarf. Unter anderem die Arbeit der Gesundheitsämter werde sich stark verändern und verbessern. Die Kanzlerin lobte, dass die Umsetzung der europäischen Corona-Hilfen "in einem wahnsinnigen Tempo" gelaufen sei.

13.15 Uhr: Dobrindt kann sich Fortsetzung der Koalition mit SPD vorstellen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat Sympathien für eine Fortsetzung der Koalition mit den Sozialdemokraten. Die SPD sei "eine Partei, mit der wir viel gemeinsames Verständnis in dieser Koalition erarbeitet haben", sagte Dobrindt in Berlin. Nach der Bundestagswahl im September müsse es nicht "zwangsläufig" eine andere Koalitionskonstellation geben. "Die SPD kann Teil einer künftigen Partnerschaft bleiben", sagte Dobrindt.

Die derzeit regierende große Koalition sei "in der Summe die richtige Entscheidung für dieses Land" gewesen, lobte Dobrindt. Mit Blick auf die aktuellen Umfragen sagte der CSU-Politiker, das Land müsse sich möglicherweise auf eine Koalition aus drei politischen Kräften einstellen. "Wir brauchen auch im Bund eine stabile Mehrheit", sagte er. "Solche Mehrheiten können auch durch Dreierkonstellationen entstehen."

13.14 Uhr: Bis zu 40 Prozent Termin-Absagen in Impfzentren in MV

Der Impfmotor stottert in Mecklenburg-Vorpommern, obwohl jetzt genügend Dosen vorhanden sind: In den Impfzentren des Landes fallen terminierte Impfungen vermehrt aus, weil keiner kommt, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) bekanntgab. Die Terminabsagen schwankten tageweise zwischen 15 und 40 Prozent. "Das mag mit der Urlaubszeit zusammenhängen oder damit, dass auch Termine bei niedergelassenen Ärzten wahrgenommen werden", so Glawe. Dies sei eine Momentaufnahme, die sich hoffentlich nicht verstetige.

13.11 Uhr: Einigung gekippt: Mieter müssen CO2-Preis-Kosten doch alleine tragen

Mieterinnen und Mieter in Deutschland müssen die Zusatzkosten durch den CO2-Preis auf Öl und Gas vorerst weiter alleine tragen. Eine vor Wochen erzielte Einigung der Bundesregierung zur hälftigen Entlastung von Mietern ist nach übereinstimmenden Angaben der Fraktionen von SPD und Union auf den letzten Metern gescheitert.

Die Bundesregierung hatte Mitte Mai einen Kompromiss verkündet, nach dem künftig Vermieter die Hälfte der Kosten für den seit 1. Januar geltenden CO2-Preis auf Öl und Gas tragen sollen. Für den Kompromiss hatte die SPD monatelang gekämpft. Ursprünglich war vorgesehen, die neue Kostenaufteilung spätestens in dieser Woche gesetzlich zu verankern. Dafür sei es nun zu spät, hieß es am Dienstag aus der SPD-Fraktion.

13.03 Uhr: Corona-Ursprung: US-Immunologe Fauci glaubt nicht an Laborunfall

Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci geht nicht davon aus, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor entwichen ist. In einer Podcast-Episode der "New York Times" sagte der Immunologe: "Ich bin der Ansicht - so wie die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler, die sich mit Virologie und Evolutionsbiologie auskennen, - dass die wahrscheinlichste Erklärung eine natürliche Übertragung vom Tier auf den Menschen ist".

Er selbst sei zwar kein Evolutionsvirologe, sagte Fauci, "doch die, die es sind, sehen sich das Virus an und sagen, es ist absolut kompatibel mit etwas, das sich aufgrund der Nähe zu Fledermausviren entwickelt hat". Auch der Vergleich mit anderen Viren wie Sars-CoV-1 oder Mers spreche für eine natürliche Übertragung auf den Menschen.

12.16 Uhr: Studie: Zahl der Dollar-Millionäre in Deutschland stark gewachsen

Die Zahl der Dollar-Millionäre weltweit hat einer Analyse der Credit Suisse zufolge auch im Jahr der Corona-Krise weiter zugelegt. Am meisten Zuwachs bekam der Club der Reichen nach Angaben der Schweizer Großbank in den USA, die zweitgrößte Gruppe kam in Deutschland hinzu. Der Vermögensstudie ("Global Wealth Report") zufolge, die die Credit Suisse seit 2010 jährlich vorlegt, gab es weltweit Ende vergangenen Jahres fast 56,1 Millionen Dollar-Millionäre. Das sind gut 5,2 Millionen mehr als 2019.

12.09 Uhr: Ex-Wirecard-Prüfer will Veröffentlichung von Bericht verhindern

Ein ehemaliger Bilanzprüfer des Wirecard-Konzerns will juristisch verhindern, dass der Abschlussbericht des Bundestags-Untersuchungsausschusses wie geplant veröffentlicht wird. Das Verwaltungsgericht Berlin teilte auf Anfrage mit, dass ein entsprechender Eilantrag auf Erlass einer Unterlassung eingegangen sei. Das Gericht wolle noch im Laufe des Tages über den Antrag entscheiden, der Bundestag habe zuvor eine kurze Frist zur Stellungnahme, sagte ein Gerichtssprecher. Der Abschlussbericht sollte am Dienstag veröffentlicht werden.

In dem Antrag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, macht der der Münchner Anwalt des Ex-Prüfers Persönlichkeitsrechte seines Mandanten geltend. Dieser sei "keine Person der Zeitgeschichte, er steht nicht in der Öffentlichkeit". Gegen ihn bestehe im Fall Wirecard seit über einem Jahr nicht mehr als ein Anfangsverdacht. Deshalb dürften Passagen mit der Namensnennung des Mandanten im Abschlussbericht des Ausschusses nicht veröffentlicht werden.

12.00 Uhr: EU-Wettbewerbshüter gehen erneut gegen Google vor

Die EU-Kommission prüft, ob Googles Anzeigengeschäft gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstößt. "Wir vermuten, dass Google es konkurrierenden Online-Werbediensten erschwert haben könnte, am Wettbewerb im Bereich der Werbetechnologie teilzunehmen", teilte EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager in Brüssel mit. Außerdem werde untersucht, ob die von Google angewandten Verfahren zur Nutzerverfolgung mit einem fairen Wettbewerb im Einklang stünden.

Der Technikgigant steht schon seit Jahren im Fokus der EU-Kommission. Vestager verhängte in drei Verfahren Bußgelder von insgesamt 8,25 Milliarden Dollar. Dabei ging es unter anderem um das Smartphone-Betriebssystem Android und die Shopping-Suche.

11.45 Uhr: Duterte sorgt mit Botschaft an Corona-Impfverweigerer für Aufsehen

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat mit einer markigen Botschaft an Corona-Impfverweigerer für Aufsehen gesorgt. Duterte drohte, dass er Impfverweigerer festnehmen lassen werde - sein Justizminister relativierte die Aussage aber schnell wieder. Seiner Meinung nach habe der Präsident lediglich verdeutlichen wollen, wie wichtig es sei, sich schnell impfen zu lassen und die Herdenimmunität zu erlangen, sagte Minister Menardo Guevarra vor Journalisten.

Der Präsident des südostasiatischen Inselstaats hatte zuvor am Montagabend in einer Ansprache erklärt: "Es herrscht ein nationaler Notstand. Wenn Sie sich nicht impfen lassen wollen, werde ich Sie festnehmen lassen." Die Einwohner müssten sich entscheiden: Entweder sie ließen sich gegen Corona impfen oder er schicke sie ins Gefängnis. Außerdem kündigte der für seine Sprüche bekannte Duterte an, er wolle in philippinischen Dörfern Listen darüber führen lassen, wer die Impfung verweigere.

11.35 Uhr: Aufschrei nach Aussagen von Regierungschef über Vergewaltigungen

In Pakistan haben Aussagen des Ministerpräsidenten Imran Khan (68) über den angeblichen Zusammenhang zwischen Frauenkleidung und Vergewaltigungen für Entsetzen gesorgt. In einem Interview mit HBO Axios hatte Khan suggeriert, Männer würden zu sexuellen Verbrechen verleitet, wenn sich Frauen in Gesellschaften wie Pakistan, die sich von denen im Westen unterschieden, nicht sittsam kleideten. Reema Omer, eine Anwältin und führende Aktivistin, nannte die Aussagen "enttäuschend" und "widerlich".

Wenn Frauen weniger Kleidung tragen, werde dies Auswirkungen auf Männer haben, sagte Khan in dem Interview, in dem er auch viele andere diplomatische und politische Themen kommentiert hatte. "Es sei denn, sie sind Roboter." Eine Sprecherin der Oppositionspartei PML-N sagte, die Aussagen spiegelten eine "kranke Mentalität" des Premiers gegenüber Frauen wider. Die Senatorin Sherry Rahman sagte, den Frauen die Schuld für abscheuliche Verbrechen zu geben, sei die schlimmste Reaktion. Khan solle sich für seine Worte schämen.

11.22 Uhr: Union sieht Olaf Scholz im Zentrum des Wirecard-Skandals

Zum Abschluss des Wirecard-Untersuchungsausschusses sieht die Union einen großen Teil der Schuld für den Finanzskandal bei SPD-Finanzminister Olaf Scholz. Das Finanzministerium habe weggesehen, nicht gehandelt und die Aufklärung erschwert, sagte der Obmann der Unionsfraktion im Ausschuss, Matthias Hauer (CDU), in Berlin. Scholz habe sich dem Ausschuss als "schweigender Minister" präsentiert, fadenscheinige Ausreden gebraucht und Akten verspätet geliefert. Die Finanzaufsicht Bafin und das für sie zuständige Finanzministerium hätten sich "jahrelang in einem Aufsichtstiefschlaf befunden".

Der Untersuchungsausschuss sollte untersuchen, ob Aufsichtsbehörden und die Bundesregierung zu wenig unternommen haben, um Verdachtsfällen bei Wirecard früher und entschiedener nachzugehen.

11.18 Uhr: Vier Tote bei Unfall auf A3 bei Regensburg

Bei einem Unfall auf der A3 bei Regensburg sind vier Menschen ums Leben gekommen. Die Autobahn in Richtung Regensburg sei derzeit total gesperrt, teilte die Polizei mit. Ein Auto sei zwischen der Anschlussstelle Neutraubling und Regensburg-Ost aus noch ungeklärter Ursache auf einen Sattelauflieger aufgefahren. Die vier Menschen im Auto seien dabei getötet worden. Der Lastwagenfahrer wurde nach derzeitigem Stand nicht verletzt.

11.17 Uhr: "Zeit"-Gastbeitrag: Putin plädiert für Zusammenarbeit mit Europa

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich anlässlich des 80. Jahrestags des Überfalls von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion in einem deutschsprachigen Gastbeitrag für bessere Beziehungen mit Europa ausgesprochen. Es gebe viele gemeinsame Interessen wie Sicherheit, strategische Stabilität, Klima- und Umweltprobleme, schrieb Putin in dem Text, den die Zeitung "Die Zeit" veröffentlichte. Gleichzeitig erhob das russische Staatsoberhaupt Vorwürfe gegen EU und Nato.

"Die Grundursache des zunehmenden gegenseitigen Misstrauens in Europa lag im Vorrücken des Militärbündnisses gen Osten", kritisierte Putin in dem Beitrag, der laut "Zeit" zuerst auf Russisch und dann auf Deutsch in der Redaktion eingetroffen war. Europa warf er vor, einen "bewaffneten verfassungswidrigen Staatsstreich" in der Ukraine unterstützt zu haben.

11.15 Uhr: Merkel: Für Umbruch gigantische Summen notwendig

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält für den Umbruch hin zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft riesige Investitionen sowie Reformen für notwendig. "Wir werden in den nächsten Jahren gigantische Summen ausgeben müssen", sagte die CDU-Politikerin beim Tag der Industrie in Berlin. "Wir leben in einer Zeit des Umbruchs." Investitionen seien von entscheidender Bedeutung.

Dies sei einerseits die Aufgabe der Wirtschaft, sagte Merkel. Es gebe aber Bereiche, in denen es nicht ohne staatliche Unterstützung gehe. Sie nannten den Ausbau einer europäischen Mikrochip-Fertigung oder einer Produktion von Batteriezellen für Elektroautos.

11.14 Uhr: Geschickter Bär knackt in den USA reihenweise Autos

Nach einer regelrechten Serie von Autoeinbrüchen hat die Polizei im US-Bundesstaat New Hampshire den Täter ermittelt: einen Schwarzbären. Das Tier sei per Überwachungskamera auf frischer Tat ertappt worden, als er in einen Pick-up-Wagen einstieg, erklärte die Polizei der Stadt Thornton auf Facebook. Der Bär ist demnach in der Lage, die Türen nicht abgeschlossener Fahrzeuge mit seinen Vorderpfoten zu öffnen.

Auf der von der Polizei veröffentlichten Aufnahme ist zu sehen, wie der Bär neben dem geparkten Fahrzeug herumlungert, bevor er sich auf die Hinterbeine stellt, mit den Tatzen die Tür öffnet und dann lässig auf den Fahrersitz klettert. Dass Bären in Fahrzeuge eindringen, sei vorher schon beobachtet worden, sagte Polizei-Chef Kenneth Miller der Zeitung "Boston Globe". "Aber nicht so. Das ist einzigartig.

10.16 Uhr: Frau in Singapur muss wegen Folter und Mordes an Haushaltshilfe 30 Jahre in Haft

In Singapur ist eine Frau wegen Folter und Mordes an ihrem Dienstmädchen aus Myanmar zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der Richter nannte die Tat in seinem Urteil "einen der schlimmsten Fälle von schuldhaftem Mord". Die 41-jährige Gaiyathiri Murugayan hatte ihre 24-jährige Haushaltshilfe Piang Ngaih Don hungern lassen, getreten, gewürgt, mit Besen geschlagen, mit einem Bügeleisen verbrannt und schließlich getötet. Sie durfte nur fünf Stunden pro Nacht schlafen und erhielt kaum Essen. Zum Zeitpunkt ihres Todes im Juli 2016 wog sie nur noch 24 Kilo. Die Misshandlungen wurden auf Überwachungskameras im Haus der Familie festgehalten.

10.04 Uhr: Razzia gegen mutmaßliche Corona-Soforthilfebetrüger in NRW

Mit einer Razzia ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen mutmaßliche Corona-Soforthilfebetrüger vorgegangen. Seit dem Morgen wurden Wohnungen und gewerbliche Objekte unter anderem in Erftstadt, Kerpen, Brühl, Aachen und Euskirchen durchsucht, wie die Kölner Staatsanwaltschaft und die Polizei mitteilten. 

Hintergrund seien Ermittlungsverfahren wegen Corona-Soforthilfebetrugs in "großem Umfang". Rund 200 Polizisten waren den Angaben zufolge im Einsatz. Eine erste Bilanz wollen Staatsanwaltschaft und Polizei nach den Durchsuchungen veröffentlichen.

9.56 Uhr: Ungarn verteidigt bei EU-Treffen umstrittenes Homosexuellen-Gesetz

Ungarn hat ein Gesetz, das "Werbung" für Homosexualität oder Geschlechtsumwandlungen bei Minderjährigen verbietet, gegen Kritik Deutschlands und anderer EU-Länder verteidigt. Das Gesetz richte sich gegen keine Minderheit und solle Minderjährige vor Pädophilen schützen, sagte Außenminister Peter Szijjarto bei einem Treffen der EU-Europaminister in Luxemburg. Er warf Kritikern vor, "Falschinformationen zu verbreiten", und verwahrte sich gegen Einmischung in "nationale Kompetenzen". Mehrere EU-Staatenhatten das vergangene Woche verabschiedete Gesetz kritisert. Deutschland will sich einer Erklärung Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs dazu anschließen.

Das Gesetz der Fidesz-Partei des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orban verbietet Bildungsprogramme zu Homosexualität oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit Homosexuellen solidarisch erklären, sowie Aufklärungsbücher zu dem Thema. Ungarn steht in der EU seit Jahren wegen Einschränkungen der Rechte von Minderheiten, der Medienfreiheit und von Oppositionsrechten am Pranger.

9.26 Uhr: Klage gegen Trump wegen Vorgehen gegen Anti-Rassismus-Proteste größtenteils abgewiesen

Eine US-Richterin hat eine Klage gegen Ex-Präsident Donald Trump wegen des Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen "Black-Lives-Matter"-Demonstranten in weiten Teilen abgewiesen. Die Anklage habe keine ausreichenden Beweise dafür vorgelegt, dass Trump und sein Umfeld es gezielt auf die Demonstranten abgesehen hätten, entschied die Washingtoner Bezirksrichterin Dabney L. Friedrich.

Die Klage der Bürgerrechtsorganisation ACLU ging zurück auf Ereignisse am 1. Juni 2020 bei "Black-Lives-Matter"-Protesten auf dem Lafayette-Platz vor dem Weißen Haus. Während der Proteste hatte sich Trump für eine Fotogelegenheit zu einer auf der anderen Seite des Platzes gelegenen Kirche begeben. Die Polizei hatte die Demonstranten zuvor mit Pfefferspray und Rauchbomben auseinander getrieben.

9.07 Uhr: Bär in Russland greift Touristengruppe an - Jugendlicher stirbt

Ein wilder Bär hat in einem Nationalpark in Sibirien eine Touristengruppe angegriffen und einen 16-Jährigen getötet. Ein weiterer Mensch wurde verletzt, wie der Park in der Region Krasnojarsk mitteilte. Demnach kamen die Touristen von einem Campingplatz und waren weit abseits der offiziellen Wanderwege durch den Wald gelaufen. Mitarbeiter hätten nach dem Unglück stundenlang nach dem Bären gesucht und ihn schließlich erschossen. Der Park veröffentlichte gestern am späten Abend ein Foto des getöteten Tieres.

Das aggressive Verhalten des Bären sei auch darauf zurückzuführen, dass er im langen Winter nicht genug zu fressen bekommen habe, sagte der Parkdirektor. Laut Staatsagentur Tass wurden einige Wege vorübergehend für Touristen gesperrt. Die regionale Zivilschutzbehörde kündigte an, den Vorfall zu untersuchen.

8.50 Uhr: Missbrauchskomplex Münster: Polizei sucht mit Foto nach Verdächtigem

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe ein Richter einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung erlassen, hieß es von der Polizei. Der männliche Tatverdächtige sei auf mehreren beschlagnahmten Bild- und Videodateien zu sehen. "Diese zeigen schwere sexuelle Missbrauchshandlungen an einem unbekannten männlichen Kleinkind", teilten die Fahnder der Ermittlungskommission "Rose" mit. Der Verdächtige habe kurze hellbraun beziehungsweise dunkelblonde Haare, ausgeprägte Geheimratsecken und spreche mit Berliner Dialekt.

Münster ist einer von drei großen Missbrauchsfällen der vergangenen Jahre in Nordrhein-Westfalen. Der Fall kam im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht. Im Zuge dessen hatte es in mehreren Bundesländern und im Ausland Festnahmen gegeben.

8.35 Uhr: Schwester von Nordkoreas Machthaber warnt USA vor "falschen" Erwartungen

Die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die USA vor "falschen" Erwartungen an einen Dialog mit Pjöngjang gewarnt. Washington stehe vor einer "größeren Enttäuschung", hieß es in einer Erklärung von Kim Yo Jong, die von der staatliche Nachrichtenagentur KCNA veröffentlicht wurde. 

Die USA und Nordkorea haben sich seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden mit Blick auf den gegenseitigen Umgang abwartend verhalten. Die US-Regierung hatte kürzlich eine "praktische, abgestufte Herangehensweise" gegenüber Pjöngjang angekündigt, um eine atomare Abrüstung des isolierten Landes zu erreichen. Kim Jong Un kündigte daraufhin in der vergangenen Woche an, sich sowohl auf einen "Dialog als auch auf Konfrontation" einzustellen. Der nationale Sicherheitsberater Bidens, Jake Sullivan, sagte, Washington werde abwarten, ob nun eine "direktere Kommunikation" über einen "möglichen Weg nach vorne" folge.

8.28 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern Deutschlands Region mit höchster Tourismusintensität

Mecklenburg-Vorpommern ist in Deutschland die Region mit der höchsten Tourismusintensität. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, zählte das Bundesland im Jahr 2019, also vor den strikten Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie, rund 19 Übernachtungen pro Einwohnerin und Einwohner. Auf diese Weise kann die Tourismusintensität einer Region bestimmt werden. Das Bundesamt bezog sich auf Daten der Eurostat-Behörde.

Demnach ist das Verhältnis zwischen Urlaubsgästen und Einheimischen im EU-Vergleich in der südlichen Ägäis besonders hoch: Dort kommen im Durchschnitt 78 Übernachtungen auf eine Einwohnerin oder einen Einwohner pro Jahr. Auf den ebenfalls griechischen Ionischen Inseln waren es 67 Übernachtungen - die Daten stammen jedoch aus dem Jahr 2017. Südtirol und die kroatische Adriaküste kamen auf jeweils 63 Übernachtungen.

8.16 Uhr: Einzelhandel nimmt nach Lockerungen wieder Fahrt auf

Der stationäre Einzelhandel nimmt zusehends wieder Fahrt auf: In der vergangenen Woche hätten die Umsätze des Einzelhandels in den Innenstädten noch "acht Prozent unter Vor-Krisen-Niveau" gelegen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, dem "Merkur" mit Blick auf eine aktuelle Verbandsumfrage. Demnach hatten die Rückgänge im April noch rund 60 Prozent betragen, zum Jahresbeginn fehlten 85 Prozent der Erlöse.

Nun bescherten die Lockerungen der Restriktionen seit Anfang Juni der Branche wieder Auftrieb, sagte Genth und sprach von einem "Grund zu Optimismus". Demnach hofft der Einzelhandel, bereits in den kommenden Wochen wieder auf ein "normales Umsatz-Niveau" zu kommen.

8.17 Uhr: Ein Toter durch Tornado in Kanada

Durch einen Tornado ist in Kanada ein Mann getötet worden. Er sei in der Stadt Mascouche, gut 30 Kilometer nördlich der Millionenmetropole Montreal, durch das "Extremwetterphänomen" ums Leben gekommen, schrieb die Vize-Premierministerin der Provinz Québec, Geneviève Guilbault, auf Twitter. Hilfskräfte der Regierung seien in der Region unterwegs, um die örtlichen Behörden zu unterstützen.

Medienberichten zufolge wurden durch den Tornado zudem mehrere Menschen verletzt. Dutzende Häuser seien beschädigt worden. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Videos, wie der Tornado durch die Region fegte. Der kanadische Wetterdienst hatte vor schweren Gewittern mit starken Winden, Hagel und Tornados gewarnt.

8.03 Uhr: Australien kündigt Widerstand gegen Herabstufung des Great Barrier Reef an

Die australische Regierung hat Widerstand gegen die drohende Einstufung des Great Barrier Reef als gefährdetes Weltnaturerbe durch die Unesco angekündigt. Nachdem die UN-Kulturorganisation Unesco gestern wegen des dramatischen Korallensterbens die Herabstufung des Weltnaturerbestatus angekündigt hatte, zeigte sich Umweltministerin Sussan Ley heute kampfbereit. Das Welterbekomitee habe dabei nicht die Milliarden von Dollar berücksichtigt, die Australien bereits zum Schutz des weltgrößten Korallenriffs ausgegeben habe, sagte Ley. Es sei zudem "erschreckend", dass die Mitglieder des Welterbekomitees ihre Entscheidung im Vorfeld nicht angekündigt hätten, sagte Ley. Sie habe Unesco-Generalsekretärin Audrey Azoulay in einem Telefonat ihre "große Enttäuschung und Fassungslosigkeit" mitgeteilt.

Eine Einstufung als gefährdetes Welterbe der Unesco gilt nicht als Sanktion. Laut Unesco lassen manche Länder ihre Welterbestätte sogar absichtlich auf die Liste des gefährdeten Erbes setzen, um internationale Hilfe anzuwerben. Andere Länder sehen die Einstufung dagegen als ehrverletzend.

7.48 Uhr: Seebeben erschüttert Südosten der Ägäis

Ein Seebeben der Stärke 5,7 hat in der Nacht die Inselgruppe der Dodekanes im Südosten der Ägäis erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag unterhalb des Meeresgrundes südlich der griechischen Insel Nisyros, wie das Geodynamische Institut in Athen mitteilte. Zahlreiche Einwohner der Region seien aus dem Schlaf gerissen worden. Die Erdstöße waren in der gesamten südlichen Ägäis, darunter auch auf Kreta und den Touristeninseln Rhodos und Kos, zu spüren. Es gab keine Meldungen zu Schäden oder Opfern, berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT).

7.21 Uhr: Bäcker-Umsätze in Deutschland gehen erstmals seit Jahren zurück

Die Deutschen sind in der Coronakrise wieder häufiger zum Bäcker nebenan gegangen. Weniger Geschäft gab es in Filialen an Bahnhöfen und in Cafés. Das Bäckerhandwerk insgesamt hat deshalb im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit acht Jahren an Umsatz eingebüßt. Die Erlöse sanken von 15,22 Milliarden Euro im Vorjahr auf 14,45 Milliarden Euro, wie der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Gründe sieht der Verband in der Coronakrise. "Während der Verkauf von Brot- und Backwaren vornehmlich in wohnortnahen Gebieten florierte, haben vor allem die Betriebe mit geschlossenen Café-Bereichen und mit Filialen an üblicherweise frequenzstarken Orten wie Bahnhöfen und Flughäfen erhebliche Einbußen erlitten", erklärte Präsident Michael Wippler. Auch der durchschnittliche Umsatz pro Betrieb sei leicht gesunken.

6.58 Uhr: Nach Urteil zur Lkw-Maut: Viele Firmen wollen Erstattung

Nach einer gerichtlichen Schlappe für Deutschland bei der Erhebung der Lkw-Maut wollen viele Unternehmen eine Erstattung. Beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) sind seit einem Urteil im vergangenen Oktober inzwischen 35 800 Erstattungsanträge von Speditionen und Logistikunternehmen eingegangen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von FDP-Abgeordneten hervorgeht. Die Höhe der Erstattungssumme könne allerdings noch nicht beziffert werden, hieß es. Das BAG habe allen Antragstellern angeboten, die Verfahren bis zum Abschluss einer Musterklage ruhen zu lassen.

Im vergangenen Oktober hatte Deutschland bei der Erhebung der Lkw-Maut vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Niederlage erlitten. Demnach dürfen Kosten für die Verkehrspolizei nicht in die Berechnung der Höhe dieser Gebühr einfließen. Eine polnische Spedition hatte in Deutschland Klage auf Rückzahlung von Mautgebühren erhoben.

6.37 Uhr: Australisches Gefängnis wegen Mäuseplage geräumt

Wegen einer Mäuseplage ist ein Gefängnis mit hunderten Insassen in Australien geräumt worden. Horden der Nagetiere hatten sich durch Deckenverkleidungen und Kabel gebissen, wie die Gefängnisverwaltung von New South Wales am Dienstag mitteilte. Bis Ende des Monats sollen nun bis zu 420 Häftlinge und 200 Mitarbeiter des Gefängnisses in Wellington in andere Einrichtungen verlegt werden, um dringend notwendige Reparaturarbeiten zu ermöglichen.

Australien leidet derzeit unter einer extremen Mäuseplage. Es ist die jüngste in einer Reihe von Plagen, die der Landwirtschaft des Landes in jüngster Zeit schweren Schaden zugefügt haben. Auf jahrelange Hitze folgten Ende 2019 und Anfang 2020 verheerende Buschfeuer. Anschließend führten heftige Regenfälle zu Überschwemmungen.

5.12 Uhr: Abschlussbericht des Wirecard-U-Ausschusses wird vorgelegt

Fast genau ein Jahr nach Auffliegen des Wirecard-Skandals legt der Untersuchungsausschuss des Bundestags seinen Abschlussbericht dazu vor. Er übergibt ihn heute um 9.30 Uhr Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Anschließend äußern sich die Obleute der sechs Fraktionen im Bundestag in getrennten Pressekonferenzen zu dem Bericht. 

Der Zahlungsdienstleister Wirecard hatte Ende Juni 2020 Insolvenz angemeldet und soll zuvor jahrelang die Bilanzen gefälscht haben. Der im Oktober 2020 beschlossene Untersuchungsausschuss soll die Vorkommnisse rund um den einstigen Dax-Konzern aufarbeiten und insbesondere das Vorgehen der Bundesregierung und der ihr unterstehenden Behörden untersuchen. Anfang Juni hatten die Oppositionsparteien FDP, Linke und Grüne bereits ein Sondervotum vorgestellt, in dem sie unter anderem "kollektives Aufsichtsversagen" beklagten.

4.36 Uhr: Kubanischer Impfstoffkandidat Abdala laut Hersteller zu mehr als 90 Prozent wirksam

Der in Kuba entwickelte Impfstoffkandidat Abdala hat nach Angaben des staatlichen Pharmakonzerns Biocubafarma eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent gegen das Coronavirus. Bei drei Impfdosen liege die Wirksamkeit bei 92,28 Prozent, teilte das Unternehmen am Montag (Ortszeit) mit. Ein zweiter kubanischer Impfstoffkandidat, das Präparat Soberana 2, hat nach Angaben des Herstellers Finlay nach zwei der vorgesehenen drei Impfdosen eine Wirksamkeit von 62 Prozent. Beide Impfstoffe sollen in Kürze in Kuba zugelassen werden. Sie wären damit die ersten in Südamerika entwickelten und hergestellten Corona-Impfstoffe, die auf den Markt kommen. 

Noch vor Abschluss der klinischen Test hatten die Behörden in Havanna und mehreren Provinzen Mitte Mai damit begonnen, Soberana 02 und Abdala zur Impfung gegen das Coronavirus einzusetzen. Bis August sollen nach den Plänen der Regierung 70 Prozent der Menschen auf der Karibikinsel geimpft sein.

3.45 Uhr: Amazon setzt auf selbstfahrende Lastwagen

 Amazon rüstet sich für eine Zukunft mit selbstfahrenden Lastwagen. Der weltgrößte Online-Händler bestellte beim Start-up Plus mindestens 1000 Systeme, mit denen herkömmliche Sattelschlepper automatisiert werden können. Amazon sicherte sich auch die Möglichkeit, rund ein Fünftel der kalifornischen Firma zu übernehmen, wie Plus in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Amazon gehört bereits der Robotaxi-Entwickler Zoox und der Konzern testet auch kleine Roboter für die Warenlieferung. Der Kaufvertrag mit Plus läuft bis Ende Januar 2024, wie aus den Unterlagen hervorgeht.

Plus ist eine von mehreren Entwicklungsfirmen, die an selbstfahrenden Lastwagen arbeiten. Das Start-up kooperiert mit dem Hersteller Iveco und verspricht Sattelschlepper, die rund 1500 Kilometer pro Tag zurücklegen. Damit könnten selbstfahrende Lastwagen zu einem wirtschaftlichen Faktor für die Warenlogistik werden. Plus ist gerade dabei, an die Börse zu gehen - wie diverse andere Konkurrenten über die Fusion mit einer bereits am Markt notierten Firmenhülle. An selbstfahrenden Lastwagen arbeitet unter anderem auch die Google-Schwesterfirma Waymo, die als besonders weit beim autonomen Fahren gilt.

2.55 Uhr: Rund 11.000 Migranten warten auf Visa-Termin für Familiennachzug

Knapp 11.000 Angehörige von Migranten warten einem Medienbericht zufolge auf einen Termin in deutschen Auslandsvertretungen für ein Visum zum Familiennachzug. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag) vorliegt. Demnach gab es Stand Ende März 10.974 Terminanfragen für einen Familiennachzug zu einem hierzulande aufgenommenen Flüchtling mit sogenanntem subsidiären Schutz – etwa in Botschaften und Konsulaten im Libanon, im Nordirak und in der Türkei. Subsidiären oder eingeschränkten Schutz bekommt, wem in der Heimat ernsthafter Schaden droht, zum Beispiel Folter oder Krieg. So fallen zum Beispiel viele syrische Bürgerkriegsflüchtlinge in diese Kategorie.

Die Zahl der monatlich erteilten Visa für den Nachzug zu subsidiär Schutzberechtigten liegt laut dem Funke-Bericht weiter deutlich unter der per Gesetz beschlossenen Grenze von 1000 Personen pro Monat. Im Januar 2021 erteilten die deutschen Auslandsvertretungen demnach 264 Visa für den Familiennachzug, im Februar 473, im März 442 und im April 363.

2.23 Uhr: Bundesärztekammer warnt vor Reisen in Corona-Variantengebiete

Die Bundesärztekammer hat vor Urlaubsreisen in Gebiete gewarnt, in denen die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus grassiert. "Auf Reisen in Regionen, die von der Delta-Variante besonders betroffen sind, sollte verzichtet werden", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Wenn Vorsicht und Verantwortung gewahrt seien, spreche dagegen nichts gegen Urlaubsreisen. Für viele Menschen sei der Urlaub nach den Belastungen der vergangen Monate wichtig für das seelische Gleichgewicht. "Notwendig ist aber die Einhaltung der Hygieneregeln auch im Urlaubsort" mahnte Reinhardt.

Wie sieht es auf dem Ballermann nach den harten Corona-Monaten aus?

Der Ärztepräsident geht davon aus, dass sich die Delta-Variante mittelfristig auch in Deutschland gegen die Urform des Coronavirus durchsetzt. Man könne auch davon ausgehen, dass die Inzidenz zum Ende des Sommers saisonbedingt wieder ansteigen werde. Ob es zu einer vierten Welle komme, hänge wesentlich vom Fortschritt der Impfkampagne in Deutschland ab. Es sei zudem zu erwarten, dass die Zahl der schweren Verläufe auch bei einem Wiederanstieg der Infektionszahlen geringer ausfallen werde, weil insbesondere die vulnerablen Gruppen durch Impfungen besser geschützt seien.

1.25 Uhr: USA erwägen verzögerten Truppenabzug aus Afghanistan wegen Taliban-Angriffen

Angesichts der wieder zunehmenden Gewalt der radikalislamischen Taliban in Afghanistan erwägt die US-Regierung einen langsameren Abzug ihrer Truppen aus dem Land. Das Verteidigungsministerium habe die Lage vor Ort ständig im Blick und sei bereit, flexibel darauf zu reagieren, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby in Washington. Das von Präsident Joe Biden gesetzte Ziel, den Truppenabzug bis September abzuschließen, bleibe jedoch in Kraft.

Die Regierung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump hatte im Februar 2020 in Doha ein Abkommen mit den Taliban geschlossen, um den längsten Kriegseinsatz der US-Geschichte zu beenden. Der Abzug der US-Truppen soll nach den Plänen von Trumps Amtsnachfolger Joe Biden bis spätestens zum 11. September abgeschlossen sein. Auch die übrigen Nato-Truppen sollen bis zu diesem Datum aus Afghanistan abgezogen sein. Nach Pentagon-Angaben ist der US-Abzug derzeit etwa zur Hälfte abgeschlossen. Die US-Armee hat bereits mehrere Stützpunkte an die afghanische Armee übergeben und hunderte Flugzeugladungen Material ausgeflogen.    

0.13 Uhr: Umfrage: Union baut Vorsprung vor Grünen aus - Rekordwert für FDP 

Während die Grünen in der Wählergunst weiter hinter die Union zurückfallen, sieht eine neue Umfrage die FDP auf einem historischen Höhenflug. CDU und CSU legen im Insa-Meinungstrend für die "Bild"-Zeitung um einen Punkt auf 28,5 Prozent zu, während die Grünen im Vergleich zur Vorwoche einen halben Zähler einbüßen und nun bei 19 Prozent liegen. Für die FDP werden 14 Prozent ausgewiesen (+ 0,5 Punkte) - mehr denn je seit Beginn dieser Erhebung. Die Liberalen rangieren damit nur noch knapp hinter der SPD, die auf 15,5 Prozent fällt (- 1). Die AfD kommt auf 10,5 Prozent (- 0,5), die Linke auf 7,0 Prozent (+ 1). Eine schwarz-grüne Koalition käme demnach - aufgrund der Fünf-Prozent-Hürde für kleinere Parteien - mit 47,5 Prozent auf eine hauchdünne Mehrheit im Parlament. Eine Ampel-Koalition aus Grünen, SPD und FDP wäre mit zusammen 48,5 Prozent noch etwas stärker. Für die bisherige rot-schwarze Koalition (44 Prozent) und für Grün-Rot-Rot (41,5 Prozent) gäbe es dagegen keine Mehrheit mehr.

jek DPA AFP

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