VG-Wort Pixel

Botswana in der Kritik Mysteriöses Elefantensterben hält an – zu langsame Ermittlungen?

Sehen Sie im Video: Mysteriöses Elefantensterben in Botswana hält an – zu langsame Ermittlungen? 


Die Großwildjagd ist in Botswana seit Mai vergangenen Jahres erlaubt. Präsident Mokgweetsi Masisi hatte das Verbot damals aufgehoben. Sie kann laut Experten aber nicht der Grund für die vielen mysteriösen Tode von Hunderten Elefanten sein, die in den letzten zwei Monaten festgestellt wurden. An den meisten Kadavern waren die Stoßzähne noch dran, welche auf dem asiatischen Schwarzmarkt einen sehr hohen Preis haben. Die Tierschutzbehörden des Landes sind überfragt, wieso so viele Elefanten am Okavango-Delta auf einmal gestorben sind. Die Opfer waren verschiedenen Alters und wurden alle im Umkreis von 8.000 Quadratkilometern gefunden. Mmadi Reuben ist Leiter der Behörde für Wildtiere und Nationalparks: "Es könnte sich um eine Infektionskrankheit handeln, die durch klimatische Veränderungen noch schlimmere Ausmaße annehmen könnte. Auch der Ernährungszustand der Tiere kann dazu beigetragen haben." Reuben sagt, dass man in den nächsten Tagen Testergebnisse von Proben erwarte, die man nach Südafrika und Kanada geschickt habe. Die Regierung wurde zuletzt dafür kritisiert, zu langsam bei den Ermittlungen vorgegangen zu sein. Wilderei ist der häufigste Grund für unnatürliche Tode von Elefanten. Botswana, Namibia und Simbabwe setzen sich für die Legalisierung des Elfenbeinhandels ein. Die Legalisierung der Trophäenjagd auf Elefanten spielt Botswana viel Geld ein. Die Jagdsaison konnte wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant beginnen. Seit Ende April wurden 281 Kadaver gefunden. In Botswana leben verhältnismäßig viele Elefanten, nach Zählungen aus dem Jahr 2018 waren es rund 130.000.
Mehr
In Botswana sterben Hunderte Elefanten. Tierschutzbehörden können keine einheitliche Todesursache feststellen. Proben wurden nach Kanada und Südafrika geschickt.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker