Die USA prüfen wohl, wie der Iran auf eine Siegeserklärung von Trump reagieren könnte. Sprit in den USA so teuer wie seit 2022 nicht mehr. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Phil Göbel
Irankrieg treibt Inflationsrate in Deutschland nach oben
Der Preisschock infolge des Irankriegs hat die Inflationsrate in Deutschland im April weiter nach oben getrieben. Die Verbraucherpreise lagen um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats – nach 2,7 Prozent im März, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mirjam Bittner

Die Führung in Teheran hat nach UN-Angaben seit Beginn des Irankriegs mindestens 21 Menschen aus politischen Gründen hinrichten und mehr als 4000 Menschen festnehmen lassen. Den Festgenommenen werden demnach Vorwürfe im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit gemacht.
Dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte zufolge wurden viele der Festgenommenen Opfer von Verschleppung, Folter oder von „grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung“, darunter erzwungene und teils im Fernsehen übertragene Geständnisse sowie Schein-Exekutionen.
Dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte zufolge wurden viele der Festgenommenen Opfer von Verschleppung, Folter oder von „grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung“, darunter erzwungene und teils im Fernsehen übertragene Geständnisse sowie Schein-Exekutionen.
„Ich bin entsetzt, dass dem iranischen Volk weiterhin seine Rechte durch die Behörden auf harte und brutale Weise genommen werden, zusätzlich zu den ohnehin schon schweren Auswirkungen des Konflikts.“UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk ruft die iranische Regierung in einer Erklärung dazu auf, alle weiteren Exekutionen zu stoppen, ein Moratorium bei der Verhängung der Todesstrafe einzurichten, gerechte Gerichtsverfahren sicherzustellen und alle willkürlich Festgenommenen unverzüglich freizulassen.
Der Iran ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen nach China der Staat mit den meisten Hinrichtungen weltweit.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mirjam Bittner

Merz’ persönliches Verhältnis mit Trump bleibt „gut“ – trotz Irankriegs
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht seine Beziehung zu US-Präsident Donald Trump nicht beeinträchtigt. „Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist – jedenfalls aus meiner Sicht – unverändert gut“, sagt Merz in Berlin. „Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander.“
Trump hatte zuvor Merz wegen dessen Kritik am US-Angriff auf den Iran verbal angegriffen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, schrieb Trump mit Blick auf den Kanzler auf seiner Plattform Truth Social. Es sei kein Wunder, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Phil Göbel
Trump droht Iran
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran, zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen. Mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social drohte er: „Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!“
Dazu postete der US-Präsident eine Fotomontage, die ihn im Hollywood-Stil im schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte, Sonnenbrille und umgehängtem Sturmgewehr zeigt. Dahinter sind Explosionen in einer kargen Berglandschaft zu sehen. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: „NO MORE MR. NICE GUY“ (etwa: „Jetzt ist Schluss mit lustig“)
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Phil Göbel
Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz gilt eigentlich derzeit eine Feuerpause – es gibt aber weiterhin Gewalt. Bei einem israelischen Luftangriff in der Nacht seien fünf Mitglieder einer Familie im Süden des Landes getötet worden, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Demnach wurde ein Gebäude getroffen.
Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.
Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.
Die NNA meldete zudem weitere israelische Luftangriffe in der Stadt Bint Dschubail, berichtete aber zunächst nicht über Opfer. Der Ort gilt als Hochburg der Hisbollah.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Phil Göbel
Insider: USA untersuchen „einseitige Siegeserklärung“
US-Geheimdienste untersuchen Insidern zufolge, wie der Iran auf eine einseitige Siegeserklärung von Präsident Donald Trump in dem seit zwei Monaten andauernden Krieg reagieren würde. Die Analyse erfolge auf Bitte hochrangiger Regierungsvertreter, sagten zwei US-Beamte und eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Ziel sei, die Folgen eines möglichen US-Rückzugs aus dem Konflikt zu verstehen. Einige Berater fürchten demnach, dass der Krieg bei den Kongresswahlen im Spätherbst zu schweren Verlusten für die Trumps Republikaner führen könnte.
Ziel sei, die Folgen eines möglichen US-Rückzugs aus dem Konflikt zu verstehen. Einige Berater fürchten demnach, dass der Krieg bei den Kongresswahlen im Spätherbst zu schweren Verlusten für die Trumps Republikaner führen könnte.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Thomas Krause
Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA ist Daten des Automobilclubs AAA zufolge auf etwa 4,18 Dollar je Gallone gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit August 2022 erreicht. Das entspricht etwa 0,94 Euro je Liter. Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar haben die landesweiten durchschnittlichen Einzelhandelspreise für Benzin um rund 40 Prozent zugelegt. Der Benzinpreis gilt in den USA als politisch sensibler Marker für die Teuerung im Land. Im November finden Kongresswahlen statt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Der Iran verbietet nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars seit Beginn der Woche den Export von Stahl. Grund sind offenbar die Angriffe Ende März auf die beiden Stahlwerke Chusestan im Südwesten des Landes und Mobarek im Zentrum. Israel hatte vor Beginn der Waffenruhe Anfang April angegeben, seine Luftwaffe habe 70 Prozent der Produktionskapazitäten zerstört.
Fars berichtet unter Berufung auf eine Anweisung der Zollbehörden des Landes, dass die Ausfuhr von Stahl einschließlich Brammen, Blechen und Bändern verboten sei. Die Anweisung sei am 26. April in Kraft getreten. Iran hatte nach offiziellen Angaben von Ende März 2025 bis Ende Januar 2026 Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert. Das Material ist wichtig vor allem für die Herstellung von Waffen wie Raketen, Drohnen und Schiffe.
Korrektur: Bis Ende Januar 2026 wurde Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert (nicht Millionen)
Fars berichtet unter Berufung auf eine Anweisung der Zollbehörden des Landes, dass die Ausfuhr von Stahl einschließlich Brammen, Blechen und Bändern verboten sei. Die Anweisung sei am 26. April in Kraft getreten. Iran hatte nach offiziellen Angaben von Ende März 2025 bis Ende Januar 2026 Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert. Das Material ist wichtig vor allem für die Herstellung von Waffen wie Raketen, Drohnen und Schiffe.
Korrektur: Bis Ende Januar 2026 wurde Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert (nicht Millionen)
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump schreibt auf seiner Social-Media-Plattform, dass der Iran die USA zur Öffnung der Straße von Hormus dränge. „Der Iran hat uns soeben mitgeteilt, dass er sich in einem 'Zustand des Zusammenbruchs' befindet“, schreibt Trump, ohne eine Quelle zu nennen. „Sie wollen, dass wir die Straße von Hormus so schnell wie möglich öffnen, während sie versuchen, ihre Führungssituation zu klären“, fügt er hinzu. Das Weiße Haus reagiert nicht sofort auf die Anfrage nach einer Klärung zu dem Truth-Social-Beitrag. Ankündigungen von Trump waren in den vergangenen Wochen wiederholt folgenlos geblieben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mirjam Bittner

Der kleine Golfstaat Bahrain hat Dutzenden Menschen die Staatsbürgerschaft entzogen wegen mutmaßlicher Unterstützung des Irans. Die 69 Betroffenen hätten die „feindlichen und abscheulichen Taten des Irans verherrlicht“ und ihre „Sympathie dafür“ ausgedrückt, teilt das bahrainische Innenministerium mit. Es handle sich um Menschen, die nicht aus Bahrain stammten und die mit „ausländischen Einheiten“ zusammengearbeitet hätten. Auch deren Angehörigen sei die Staatsbürgerschaft aberkannt worden.
Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Iran-Kriegs unter Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Bahrain wie in den weiteren Golfstaaten stark eingeschränkt.
© Infografik: stern. Quellen: „Guardian“, Institute for the Study of War, „New York Times“, iranische Staatsmedien. Stand: 2. März
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mirjam Bittner

Wenn Sie sich jetzt fragen: Wer ist Freund, wer ist Feind im Nahen Osten? Dann lege ich Ihnen diese Übersicht von meinem Kollegen Rune Weichert ans Herz:
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mirjam Bittner

Der Krieg im Nahen Osten hat bekanntermaßen Folgen für die ganze Welt. Wegen der stockenden Bemühungen um Frieden, oder zumindest eine Waffenruhe, klettern auch die Ölpreise weiter nach oben.
Marktbeobachter sind deshalb ernüchtert. „Die Gespräche über einen ‚Frieden‘ wirken immer noch weitgehend oberflächlich, und es fehlen konkrete Beweise für eine Deeskalation“, schreibt Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova in einem Kommentar. „Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt eingeschränkt, und diese anhaltende Störung ist es, die die Risikoaufschläge für Öl hochhält.“
Marktbeobachter sind deshalb ernüchtert. „Die Gespräche über einen ‚Frieden‘ wirken immer noch weitgehend oberflächlich, und es fehlen konkrete Beweise für eine Deeskalation“, schreibt Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova in einem Kommentar. „Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt eingeschränkt, und diese anhaltende Störung ist es, die die Risikoaufschläge für Öl hochhält.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mirjam Bittner

Die USA sind nach Darstellung des Iran nicht mehr in der Lage, ihre Politik anderen Ländern zu „diktieren“. Washington müsse akzeptieren, dass es seine „illegalen und irrationalen Forderungen aufzugeben“ habe, sagt der Sprecher des iranischen Verteidigungsministeriums, Reza Talaei-Nik, einem Bericht des staatlichen Fernsehens zufolge. Teheran hatte Washington zuvor einen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus zukommen lassen.
US-Medienberichten zufolge will der Iran die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge aufheben, sofern auch die USA ihre Blockade der iranischen Häfen beenden. Erst danach soll über weitere Punkte wie das iranische Atomprogramm verhandelt werden.
US-Medienberichten zufolge will der Iran die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge aufheben, sofern auch die USA ihre Blockade der iranischen Häfen beenden. Erst danach soll über weitere Punkte wie das iranische Atomprogramm verhandelt werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mirjam Bittner

In dem Gespräch bei Fox News will sich US-Außenminister Rubio nicht dazu äußern, wie US-Präsident Trump reagieren wird, falls Teheran weiterhin nicht bereit ist, über sein umstrittenes Atomprogramm zu verhandeln.
In den stockenden Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts hatte der Iran zuletzt einen neuen Vorschlag unterbreitet. Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor – über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann aber erst im Anschluss verhandelt werden. Trump soll dem Vorstoß allerdings skeptisch gegenüberstehen.
In den stockenden Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts hatte der Iran zuletzt einen neuen Vorschlag unterbreitet. Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor – über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann aber erst im Anschluss verhandelt werden. Trump soll dem Vorstoß allerdings skeptisch gegenüberstehen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Alexandra Kraft

Rubio vergleicht Blockade von Hormus mit „wirtschaftlicher Atomwaffe“
US-Außenminister Marco Rubio vergleicht Irans Blockade der Straße von Hormus mit einer „wirtschaftlichen Atomwaffe“. Iran versuche, die Region zu dominieren, sagt Rubio in einem Interview des TV-Senders Fox News. Er führt die Blockade der Meerenge als Beleg dafür an, dass die Machthaber in Teheran keine Nuklearwaffen besitzen dürften.
„Die Straße von Hormus ist im Grunde eine wirtschaftliche Atomwaffe, die sie versuchen, gegen die Welt einzusetzen – und sie geben damit an.“US-Außenminister Marco Rubio im Sender Fox News
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA · AFP · Reuters · SID
due / mod / nik / km / urb / tkr