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RTL-/N-TV-Erhebung: Nächste Umfrageklatsche für Markus Söder und die CSU

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) kann sich mit dem zweifelhaften Titel des unbeliebtesten Ministerpräsidenten Deutschlands schmücken. Fast zwei Drittel der befragten Bayern sind einer Umfrage zufolge unzufrieden mit seiner Arbeit.

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Hinweis: Für eine bessere Übersichtlichkeit sind in diesem Stück Namen und Prozente gefettet dargestellt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einer Umfrage zufolge von allen Regierungschefs der Flächenländer die schlechtesten Zufriedenheitswerte. 64 Prozent aller befragten Bayern, also etwa zwei Drittel, erklärten sich mit Söders Arbeit unzufrieden, ergab eine Forsa-Studie für das RTL/N-TV-Trendbarometer. 31 Prozent der Bayern zeigen sich zufrieden mit Söders Arbeit.

Auf dem ersten Platz der Rangfolge liegt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Der Grüne kann 74 Prozent seiner Landsleute von sich überzeugen. 22 Prozent zeigen sich hingegen nicht zufrieden. Schleswig-Holsteins Landeschef Daniel Günther schafft es als bester CDU-Ministerpräsident auf den zweiten Platz, mit seiner Arbeit sind 66 Prozent nach eigener Aussage zufrieden, gegenüber 26 Prozent Unzufriedenen. 

Als bester SPD-Ministerpräsident landet der Niedersachse Stephan Weil auf dem dritten Rang. Auch die Arbeit von Malu Dreyer (SPD) in Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig (SPD) in Mecklenburg-Vorpommern und Bodo Ramelow (Linke) in Thüringen wird von ihren Landsleuten überwiegend positiv gesehen. Mit der Regierungsarbeit von Michael Kretschmer (CDU) sind 45 Prozent der Sachsen zufrieden, 39 Prozent sind es nicht. Er liegt damit auf dem siebten Platz. 

Horst Seehofer glaubt an Markus Söder und die CSU

Weniger zufrieden sind die Bürger mit ihren Ministerpräsidenten in den Bundesländern Hessen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und im Saarland. Volker Bouffier, der am 28. Oktober eine Landtagswahl zu bestehen hat, kam auf 48 Prozent Unzufriedenheit und nur 44 Prozent Zufriedenheit. 

Trotz schwacher Umfragewerte für die CSU setzt Parteichef Horst Seehofer auf eine absolute Mehrheit bei der Landtagswahl im Oktober in Bayern. Der Bundesinnenminister sagte am Sonntag im "ARD-Sommerinterview" auf die Frage zu den Chancen auf eine absolute Mehrheit, er glaube "fest daran". 

Zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Bayern steckt die CSU allerdings im Umfragetief und ist weit von diesem Ziel entfernt. Auch in einer neuen Erhebung des Hamburger Umfrage-Instituts GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern kam die Partei Anfang August nur auf 39 Prozent.

Seehofer sagte, die CSU sei "gut drauf und hoch motiviert". Er lege mit dem Ziel der absoluten Mehrheit auch für sich persönlich die Messlatte hoch. Er habe zusammen mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Verantwortung, ein gutes Wahlergebnis zu erzielen.

In der sogenannten Sonntagsfrage im Bund verschlechterte sich die CDU/CSU um einen Punkt auf 31 Prozent. Für die SPD wurden 18 Prozent vorhergesagt, für die AfD 14 Prozent, die Grünen 13 Prozent, die FDP zehn Prozent und die Linke neun Prozent. Rechnet man die Unionsparteien getrennt, stürzte die nur in Bayern wählbare CSU bei ihrem bundesweiten Stimmenanteil auf vier Prozent ab, 2,2 Punkte weniger als bei der Bundestagswahl im September. Die CDU, die damals allein 26,8 Prozent erreichte, blieb dagegen weitgehend stabil. Das Umfragetief der Union geht laut Forsa-Chef Manfred Güllner also in erster Linie auf das Konto der CSU.

Für das "RTL/N-TV-Trendbarometer" befragte Forsa vom 25. Juli bis 2. August 7470 Wahlberechtigte zu ihrer Haltung zu den jeweiligen Ministerpräsidenten, davon pro Bundesland jeweils mehr als 500 sowie in Bayern mehr als 1000. Die Fehlertoleranz wurde mit drei bis vier Prozentpunkte angegeben. Für die Sonntagsfrage im Bund wurden vom 30. Juli bis 3. August 2508 Wahlberechtigte befragt. Die Fehlertoleranz beträgt hier laut Forsa 2,5 Prozent.

wue / AFP / DPA